Zu Listen hinzufügen

Planet der Affen: Prevolution

Rise of the Planet of the Apes (2011), US Laufzeit 105 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Drama, Science Fiction-Film, Kinostart 11.08.2011


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.0
Kritiker
64 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2
Community
16424 Bewertungen
440 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Rupert Wyatt, mit James Franco und Freida Pinto

In Planet der Affen: Prevolution erfahren wir die Vorgeschichte des Klassikers Planet der Affen, als James Franco einen hochintelligenten Schimpansen züchtet.

Wie die Geschichte ausgeht, wissen wir bereits, denn Planet der Affen: Prevolution erzählt uns die Vorgeschichte zum Science Fiction-Klassiker Planet der Affen, in dem zwei Astronauten auf einem vermeintlich fremden Planeten landen, der von einer intelligenten Affenart besiedelt wird.

Planet der Affen: Prevolution führt uns nicht in eine ferne Zukunft und auch nicht durch ein Loch im Raum-Zeit-Gefüge, sondern in das Amerika unserer Gegenwart. Hier erforschen der junge Wissenschaftler Will Rodman (James Franco) und sein Vater (John Lithgow) moderne Heilmittel. Als sie eines Tages ein besonders vielversprechendes Medikament an ihrem Laboraffen Caesar (Andy Serkis) testen, stellen sie fest, dass es eine wirklich erstaunliche Wirkung auf den harmlosen Primaten hat – jedoch nicht die, welche sie ursprünglich erwartet hatten…

Hintergrund & Infos zu Planet der Affen: Prevolution
Mit Planet der Affen: Prevolution versucht Fox das Planet der Affen-Franchise wiederzubeleben, das es aufgrund seines Erfolges in den 1970er Jahren auf mehrere Filme gebracht hat. Nach dem Erfolg des Originals Planet der Affen von 1968, welches auf einem gleichnamigen Roman basiert, folgten in kurzem Abstand Rückkehr zum Planet der Affen (1970), Flucht vom Planet der Affen (1971), Eroberung vom Planet der Affen (1972) und Die Schlacht um den Planet der Affen (1973). Danach wurde es lange still um den Planeten der Lause-Primaten.

Vor Planet der Affen: Prevolution wagte erst 2001 kein Geringerer als Tim Burton ein Remake des Originales von 1968. Darin entwarf er ein alternatives Ende, welches zwar eher der Romanvorlage entspricht, sich aber von der originalen Filmfassung stark unterscheidet. Den daran anschließenden Sturm der Entrüstung braucht Planet der Affen: Prevolution nicht zu befürchten, da seine Geschichte sowohl mit dem Ende der Romanfassung als auch mit dem Ende der Filmfassung im Einklang steht. (ST)

  • 37795279001_1038335310001_ari-origin05-arc-132-1309868778973
  • 37795279001_946610573001_ari-origin05-arc-554-1305622452603
  • Planet der Affen Prevoution
  • Planet der Affen Prevoution
  • Rise of the Planet of the Apes

Mehr Bilder (19) und Videos (17) zu Planet der Affen: Prevolution


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (44) — Film: Planet der Affen: Prevolution

ChristiansFoyer: Cellurizon.de

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

[...]„Rise of the Planet of the Apes“ verschenkt sich weder an den Usus moderner, aufhängerlastiger Blockbuster, bei denen nach der Grundprämisse nicht mehr viel kommt, noch gerät Rupert Wyatts Reboot in irgendeiner Weise besonders originell in Rhythmus und Struktur.[...]Das ist dramaturgisch das ganz kleine Einmaleins der effizienzerprobten Storytellingmechanismen, leicht zu durchschauen, aber wirkungsvoll. Wyatt, Jaffa und seine Mitschreiberin Amanda Silver denken und deuten „Rise of the Planet of the Apes“ nicht um unnötig viele Ecken, auf der Handlungs- und Figurenebene bleiben sie schlicht und klar (um mal das negativ besetzte „stereotyp“ zu vermeiden). Hierbei ist nicht etwa nach Versäumnissen im Script zu suchen, das ist viel mehr eine graduelle Zwangsläufigkeit der Erzählperspektive: die liegt nur stellvertretend beim nominellen Lead James Franco und geht zunehmend in den Besitz des hochintelligenten Schimpansen Caesar über. Der Menschenaffe ist nicht der heimliche, er ist der eigentliche Hauptdarsteller von „Rise of the Planet of the Apes“, was sich aus seinen Wahrnehmungen und Empfindungen heraus ergibt ist die Story, der Kern und, Pathos voraus, das Herz und die Seele des Films. Caesars gesteigerter Intellekt befähigt ihn nicht nur zur Lösung von Geschicklichkeitsaufgaben, er potenziert seine Eigenwahrnehmung, sein Verständnis von evolutionärer und rassenethischer Hierarchie, die das Tier vom Menschen unterscheidet und es, in der Deutung der Menschen, der vermeintlich höheren Spezies untertan macht. Und er begreift seine Fähigkeiten in Relation zu den biologischen Restriktionen des Menschen, der als unspezialisiertes Mängelwesen die Herrschaft über das Tier lediglich aus der Arroganz evolutionärer Transformativität heraus beansprucht: die erlernten und entwickelten Fähigkeiten, zu sprechen, zu forschen, zu schaffen, zu unterdrücken.

Wahnhaft, selbstversessen und gierig zeigt „Rise of the Planet of the Apes“ das Streben nach dem Beheben und Perfektionieren der Fehlerhaftigkeit des Konzeptes Mensch, das Krankheit und Verfallsprozessen genauso wie environmentalen Veränderungen letztlich nicht gewachsen ist und deren einziger Vorteil darin liegt, dass das Tier allgemein dies nicht erkennt, beziehungsweise es nicht in seiner Natur liegt, dies zum Nachteil des Menschen zu verkehren. Bis Caesar kommt.[...]Der Ausbruch der Affen aus ihrer Gefangenschaft, die Stürmung der Labore und der Showdown auf der Golden Gate Bridge können im Ausmaß nicht mit den gängigen Superheldenfilmen und Blockbuster-Konsorten mithalten, bieten jedoch eine Intensität, die selbige oft nicht mitbringen. Es hat Gewicht, wenn Caesar sich erhebt. Bedeutung, Nachdruck. Seine Geschichte, seine Reise bis an diesen unvermeidlichen Punkt ist stets Zentrum des Films und nicht nur die Randnotiz, die an überproportionierten Krawallsequenzen heftet. „Rise of the Planet of the Apes“ begeistert und berührt mit einer emotionalen, affektiv erreichten Wucht, die dem Geschehen zu Grunde liegt, wie schlicht dieses auch in seinen Teilen gestaltet sein mag. Es sind die Augen Caesars, die eine nachvollziehbare Geschichte von Erwachen und Erkenntnis, Unterdrückung und Protest erzählen, mit vielen Referenzen an den Originalfilm geschmückt (auch wenn manche arg bemüht wirken), ausgewogenen Actionanteilen und straffem Tempo.[...]

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Arakune: Das Manifest, CinemaForever...

Kommentar löschen
5.0Geht so

"Oh, he’s a smart one, isn’t he?"

Stereotype Charaktere in einer routiniert vorgetragenen Geschichte, wie es sie schon zuhauf gab. Der Regisseur Rupert Wyatt inszeniert auf opulent getrimmtes Affentheater und lässt der Ur-Geschichte kurzerhand eine simple Coming of Age-Story hinzudichten. Seine „Evolution“ beschränkt sich demnach im spartanischen Aufbegehren seiner hyperintelligenten Primaten aus dem städtischen Zwinger mit anschließender Labor-Vernichtungstour. Hier und da noch mit überdeutlicher Hybris-Kritik ausgestattet, präsentiert sich „The Rise of the Planet of the Apes“ schnell als Tiefe suggerierender Sommer-Blockbuster. Die Zeichen standen in Anbetracht des beeindruckenden Motion Capturing-Verfahrens so gut, dass man zumindest ein optisch herausstechendes Prequel erwarten durfte, doch statt in die Special Effects zu investieren, wären fähigere Drehbuchautoren die wichtigere Anlaufstelle gewesen. So wird aus dem großen Filmklassiker samt seiner weitgreifenden Tier- und Affen-Metapher ein 08/15-Jugendfilm. Auf primitivste Weise soll der Zuschauer emotional manipuliert werden, keine Geste wird ausgelassen. Vermeintlich subtil versteckte „Easter Eggs“ und Referenzen an das Original beschränken sich beinahe ausschließlich auf einen tumben Schlagabtausch zwischen Mensch und Menschenaffe. Grundsätzlich mag die Prämisse, alle gängigen Coming of Age-Versatzstücke zur Humanisierung seiner tierischen Protagonisten zu instrumentalisieren, durchaus einfallsreich gewesen sein, in der Praxis erweist sich der Plot jedoch letztlich als ausgesprochen ideen- und substanzlos. Tatsächlich wird der 2011 veröffentlichte Film weniger wegen seiner inhaltlichen Qualitäten für längere Zeit unvergessen bleiben, sondern hauptsächlich dank seiner Effekte. Diese könnten wohl als einzige im gesamten Werk als annähernd revolutionär bezeichnet werden und dazu beitragen, dass uns bald womöglich eine gänzlich neue Kategorie bei den Oscars präsentiert werden wird: die des Performance Capture-Schauspiels.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

_Garfield

Antwort löschen

Goil geschrieben. ;)


dangro: Critic.de dangro: Critic.de

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Beeindruckend, wie ein Blockbuster so viele verschiedene Gesellschafts- und Ethik-Diskurse berührt und subtil ausdifferenziert. Da verzeiht man auch die teilweise recht unverblümte Hau-Drauf-Dramaturgie.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

CINEMAN.ch

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Zehn Jahre nach Tim Burtons Versuch, die Planet of the Apes-Franchise wiederzubeleben, liefert Hollywood-Neuling Rupert Wyatt mit seinem Prequel einen soliden Thriller ab, der durch fotorealistische Affen und packende Action-Sequenzen besticht.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Corsovilla: SchönerDenken

Kommentar löschen
5.0Geht so

Um es in dürren Worten zu sagen: Wetas hochprofessionelle Tricktechnik und Andy Serkis darstellerische Leistung als Affe Caesar retten diesen Film nicht mehr. Was soll das beste Kunsthandwerk, wenn die Charaktere nur Stereotypen sind und gedengeltes Hollywoodblech daherreden. (Mehr im Podcast)

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JackoXL: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Positive Erwartung nicht nur erfüllt, mit voller Wucht übertroffen.

Es geht doch. Man kann der Affensaga doch einen würdigen Anstrich im neuen Jahrtausend geben (gell, Tim Burton?) und man kann doch spektakuläres Blockbusterkino machen, das nicht nur Champagner für die Augen, sondern auch eine gut erzählte Geschichte bietet. Das gelingt so selten, allein dafür möchte man den Film in den Himmel loben.

Dabei hätte so viel schief gehen können. Was wäre wohl geschehen, wenn z.B. "everybodys darling" Bum-Bum-Bay das in die Hand genommen hätte (stellvertretend für so viele in Hollywood)? Nach 20 Minuten hätte man derartig die Sau (bzw. den Affen) rausgelassen, als gäbe es kein Morgen mehr. Das sehe dann auch geil aus, würde aber kaum Spaß machen und nicht diese Momente schaffen, die "Prevolution" so besonders machen.
Anfangs kann man durchaus die Befürchtung haben, das könnte darauf hinauslaufen. Doch Rupert Wyatt baut die Geschichte geduldig auf, verfällt nicht in die Hektik, möglichst schnell das aus dem Sack zu lassen, auf das alle warten. Die Charaktere werden gut eingeführt, haben Zeit sich zu entwickeln. Das geschieht hier natürlich nicht in dem Ausmaß eines Arthaus Films, wir reden immer noch über einen Popcornfilm, aber für einen solchen vollkommen ausreichend und überdurchschnittlich gut. In seiner kleinen Rolle kann besonders John Lithgow begeistern. Er verkörpert den an Alzheimer erkrankten Vater grandios, spielt in den wenigen Szenen alles und jeden an die Wand.

Natürlich setzt "Prevolution" auch auf Action. Im letzten Drittel dürfen sich die Affen richtig austoben, da wird das Bedürfnis jedes Blockbusterfans bestens erfüllt. Das ist auch gut so, dem vorher so gut Aufgebauten bedarf es auch der nötigen Portion Wucht am Ende. Da spielt der Film sein Budget voll aus und das macht richtig Spaß. Ich bin nicht der größte CGI-Action-Fan, eher im Gegenteil. Als die ersten CGI-Affen im Bild auftauchten konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich das über die ganze Laufzeit ernst nehmen kann. Ich hab halt ein Problem mit so was, das lässt mich zu oft kalt. Später aber war es total egal, man kann zwischenzeitlich sogar vergessen, dass man keine echten Lebewesen sieht. Die Tricktechnik ist großartig, aber das kennt man auch aus anderen Großproduktionen und macht es nicht automatisch gut. Caesar wirkt einfach ab einem gewissen Punkt nicht mehr wie ein reiner Effekt, er fühlt sich real an. Großen Anteil hat daran Andy Serkis, der einem grundsätzlich irgendwie leid tun kann, seine größten Rollen nur als animierte Figur zu spielen. Seinem Spiel, in Einheit mit der hervorragenden Animation, ergibt eine Figur, deren Emotionen genauso vermittelt werden wie bei jedem "echten" Darsteller. Ganz große Leistung!

Schließlich gelingt es "Prevolution" auch noch, an gewissen Stellen den Originalfilm geschickt zu zitieren. Ein weiterer Punkt, an dem Tim Burton zehn Jahre vorher kolossal gescheitert ist. Bei ihm wirkte es gezwungen, teilweise sogar lächerlich. Hier passt es perfekt in die entsprechenden Szenen. Es wirkt nicht kopiert, sondern passt in den eigenen Kontext.

Vergleichen kann man diesen Film mit den ursprünglichen Filmen eh nur sehr schwer, dafür ist er (glücklicherweise) zu eigenständig. Von dem bei Fortsetzungen, Remakes, Reboots oder was auch immer so oft kritisierten Ideenmangel kann man hier wirklich nicht sprechen. Das ist ein Reboot, das das Original nicht versucht zu kopieren oder es verschandelt. Es ist eine zeitgemäße Neuinterpretation, die Lust auf mehr macht.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

lieber_tee

Antwort löschen

Da setze ich meine Unterschrift drauf.


Oskar Gleit

Antwort löschen

Yo, Jacko, mir ging es wie Dir!! Ich war auch angenehm überrascht


Mr.Film: City of Cinema

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Der Film hat mir wirklich im Herzen weh getan. Bis zum Grande Finale jedenfalls. Man weiß ja von Tierexperimenten und Tierquälerei, doch wenn man es so krass im Blockbuster-Format präsentiert kriegt wird einem doch nochmal ganz anders. Die Dramatik spielt hier für mich die wohl größte Rolle, musste mir oft Tränen wegdrücken.
Der Schimpanse "Caesar" wurde einfach meisterhaf animiert und man konnte ihm einfach nicht besser leben einhauchen. Ich krieg schon wieder Gänsehaut wenn ich daran denke wie er "Caesar ist zu hause" sagt. Und vor allem finde ich es toll wie er handelt, im ersten Teil von "PLANET DER AFFEN" habe ich mich doch sehr über die Handlungen gewisser Affen aufgeregt, doch hier wird absolut logisch und überlegt gehandelt, jede Aktion die er gemacht hat, hatte einen grandiosen Sinn und Beweggrund. Aber man sollte auch nicht JAMES FRANCO zu sehr in den Hintergrund rücken, neben den animierten Affen hat er eine wirklich tolle Leistung gezeigt. Den Kerl kann ich auch irgendwie nur gerne haben.
CGI. Jaja, CGI. Fast der ganze Film besteht daraus. Aber was bockts. Sieht fein aus.
Um nochmal kurz zu den 'Affen' zu kommen, da muss man einmal mehr den 'Gollum'-Darsteller ANDY SERKIS huldigen. In Sachen 'animierte Figuren verkörpern' kann ihm niemand was nachmachen.
Es kommt insgesamt eine tolle Botschaft rüber, die Botschaft die mir auch schon im Original so sehr gefallen hat, es wird wiedereinmal gezeigt wie krank die meisten Menschen doch im Kopf sind und das auch andere Lebewesen etwas empfinden. Ob sie nun so schlau sind wie Menschn oder nicht. Und so schlau sind die Menschen ja nun auch nicht. Beweisen sie Tag für Tag. Sieht man ja jedes Mal in den Nachrichten.

Was soll ich sagen, mir hats sehr gefallen, doch bis es zum Finale kam musste ich stark mit meinen Gefühlen kämpfen, und das will ich mir nicht nochmal so schnell antun.

21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

hoffman587

Antwort löschen

Ist doch schon mal was und gar nicht so weit weg von meiner Vorstellung bzw. nicht wie sonst immer, klasse:D


Stefan_R.: Mann beisst Film

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Rupert Wyatts „PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION“ ist die vielleicht größte Überraschung der vergangenen Monate. Alle Blockbuster-Klischees ordentlich gegen den Strich bürstend, zeigt das Prequel eindrucksvoll, dass sich Actionmomente, Dramatik und eine gute Geschichte keinesfalls ausschließen müssen. Im Gegenteil: Der Film vereint diese Punkte derart elegant zu einem wunderbar anzusehenden, in sich stimmigen Gesamtwerk, dass der technische Aspekt, die visuelle Bildgewalt, fast zur Nebensache wird. Sie fällt auf, drängt sich aber nicht etwa in den Vordergrund, sondern hilft vielmehr eine Geschichte zu erzählen, die trotz ihrer Vorhersehbarkeit berührt und damit etwas an sich nur schwer Realisierbares vollbringt: Sympathien für einen (gar nicht so evident) digitalen Charakter zu hegen. Trotz berechtigter Zweifel im Vorfeld sollte man eben doch niemals die Affen unterschätzen. Kurzum: keine Revolution, aber ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Seltsam befremdliche und freilich ohnehin unnötige Vorgeschichte als narrative Vereinfachung einer bereits zuvor großzügig breitgetretenen Metapher, die nun ausgerechnet in ihrem Prequel- und damit Ergründungsgestus der ursprünglichen Idee sich ins eigene Verderben forschender Menschen kaum Platz, geschweige denn Differenzierung einräumt - und die eigentliche "Erklärung" sogar noch in den Abspann verbannt. Stattdessen präsentiert sich "Rise of the Planet of the Apes" mit Fokus auf zur Schau gestellter Rechnerarbeit, über die sich der Film folgerichtig auch gleich vermarktet ("Von WETA Digital"). Zwischen digitalem Tiergetöse mit computeranimierten Plansequenzen und überraschend altmodischer Inszenierung (sorgfältiger Schnitt von Mark Goldblatt) entsteht eine mehr als irritierende Kluft. Überflüssig.

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

werner-holt

Antwort löschen

Wo ist der "Gefällt mir nicht" Knopf für solche Kritiken.


Le Samourai

Antwort löschen

Nönö, Blockbuster des Jahres würd' ich mal behaupten.


Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Auch wenn er mit dem Sohn der Ur-Affen Zira und Cornelius den Revoluzzer des vierten Teils herbeizitiert, lässt der regieführende Brite Rupert Wyatt die Sequels „Rückkehr zum…“, „Flucht vom…“, „Eroberung vom…“ und „Die Schlacht um den Planet der Affen“ außen vor und leitet lieber zeitgemäß mit einer Virenepidemie auf Franklin J. Schaffners 68er Verfilmung hin. Weil dabei nicht nur der CGI-Hauptakteur, sondern auch Wyatts Drama die komplette emotionale Bandbreite abdeckt, erhebt sich das Prequel „Rise Of The Planet Of The Apes“ zum dominantesten Nachkommen der Primatenparabel.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Julio Sacchi: Das Manifest

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Eine echte Überraschung: Keineswegs überflüssiges, sondern vielmehr mustergültiges Prequel, das klug und straff eine nachvollziehbare Primatenapokalypse entwirft. Wer sich an vergleichsweise altmodischem Erzählkino erfreuen kann, wird mit exzellent charakterisierten Schimpansen, Orang-Utans usw. sowie galliger Affen-Action belohnt. Daß die Schauspieler hier bestenfalls Katalysatoren sind, sollte man einem Film, der PLANET DER AFFEN heißt, nun nicht unbedingt vorwerfen. Allenfalls Rupert Wyatts etwas unauffällige Regie mag ein Kritikpunkt sein - aber das Tempo stimmt.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Das Aufwerfen von Fragen, deren Beantwortung in dieser oder jener Form eigentlich noch niemanden jemals wirklich interessiert hat, mausert sich ganz offensichtlich zur neuen Lieblingsdisziplin im BigBudget-Zirkus von Hollywood: Über 40 Jahre nach Roman und Erstverfilmung, darf sich nun also Regieneuling Rupert Wyatt daran abarbeiten, wie es zur Ausgangssituation von Schaffners Genreklassiker gekommen ist – quasi die Alphaversion des Planeten der Affen.

Im klassischen Drei-Akt-Schema quält sich PREVOLUTION dabei altbacken und innovationslos durch ein liebloses Sammelsurium aus Katalogcharakteren, Blockbustermechanismen, und paraphrasiert nebenbei die gängigen Weisheiten des Genres, ohne jemals eine über den naiven Appell an die Verantwortung der Wissenschaft hinausgehende Botschaft vermitteln zu können. Dass sich Wyatt zudem unhinterfragt für den gelackten Juniorforscher, der ohne große Skrupel seinen eigenen Vater mit nicht freigegebenen Impfstoffen vollpumpt, als Sympathieträger entscheidet, mutet dabei letztlich ähnlich befremdlich an, wie die eigentliche Grundkonzeption des Films: Spätestens wenn die Handlung in der zweiten Hälfte beschleunigt und die überschaubaren Einzelstränge auf das unvermeidliche Finale zusteuern lässt, stellt sich heraus, dass sich die Idee der Affenapokalypse nur mit viel guten Willen in das ansonsten streng auf Realismus getrimmte Szenario integrieren lässt, und phasenweise durchaus Trash-Potential bereitzuhalten scheint.

Spannend ist PREVOLUTION in Gesamtheit alleine aufgrund seines Prequelcharakters viel zu selten, und selbst in den wenigen gelungenen Momenten, in denen sich der Film stark auf die hundertfach erprobte Intensität von Zwinger- und Laboranlagen verlässt, leidet er spürbar unter dem starren Blick auf seine aseptisch bis berechenbar angelegten Figuren und der Leblosigkeit seiner zweifelsfrei technisch gut animierten, aber nichtsdestotrotz komplett charmefreien PC-Primaten. Damit liefert Wyatt vielleicht nicht den schlechtesten Beitrag zum sowieso durchwachsenen Affen-Franchise ab; nicht nur auf inhaltlicher Ebene ist ihm der einstige Auftakt der Reihe von 1968 aber mehrere Evolutionsstufen voraus.

32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 34 Antworten

fabel

Antwort löschen

Habt ihr eigentlich alle keine Hobbies...? :O


Lars Wolf

Antwort löschen

Doch, Filme =)


Xander8112: Xanders Blog

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...]
Wer also einen reinen Actioner erwartet, der wird enttäuscht sein. Dem wird das alles zu lange dauern, der wird sich langweilen, und der wird dem recht kurzen Showdown nicht viel abgewinnen können. Wer allerdings damit leben kann, dass sich die Geschichte Zeit nimmt, dass Caeser über mehr Persönlichkeit verfügt als man von Affen gewohnt ist, dass der Film eigentlich ein Drama ist, der wird bestens unterhalten werden. Sicherlich, Wunder darf man von dem Drehbuch dann doch nicht erwarten. Das ein oder andere Mal wundert man sich doch aufgrund von Logikproblemen, die menschlichen Darsteller sind doch recht blass, und wer will, findet sowieso noch viel mehr. Aber der Film bewegt, lässt einen die Zeit vergessen und besitzt im Ansatz etwas, was den meisten kalkulierten Kassenhits heutzutage abgeht: Eine Seele. Wenn auch nur eine digitale.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Timo K.: Blockbuster Entertainment

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Erfreulich in einem Metier, das von ebenso neunmalklugen Kreuzrittern wie dollarorientierten Verfechtern des Popcorns drangsaliert wird: Mit "Planet der Affen: Prevolution" kehrt der bislang überraschend wahrhaftigste aller Blockbuster zum Tagesgeschäft zurück, als Jahrmarktsattraktion, um den Besucher in schwindelerregenden Höhen mitzureißen und ihm Gefühle der Atemlosigkeit zu entlocken. Die Essenz des trickreichen Filmemachens wurde ermüdend oft auf übersättigte, klinisch kalte Krawallorgien heruntergebrochen, kein Mitreißen, kein Gefühl, kein Herz. Früher war eben alles besser, auch die Filmlandschaft, auch der amerikanische Mainstream. Schön zu sehen, dass hin und wieder erfrischende Ausnahmen existieren, schön zu erleben, dass es sie noch gibt, schön dieses Gefühl erquicklicher Nostalgie.

Denn: "Planet der Affen: Prevolution" hat nicht nur eine Geschichte zu erzählen, das haben die anderen Kollegen aus dem Gruselkabinett des verlotterten Blockbusters nämlich auch. "Planet der Affen: Prevolution" missbraucht seine Geschichte nicht als Alibi, um Schauwerte bis zur alarmierenden Redundanz auszuschlachten, sondern textualisiert einerseits die Melange aus Kulturpessimismus und Zukunftssatire des 68er Originals mit augenzwinkernder Raffinesse, und erzählt andererseits mit politisch-ironischer Ambition von den evolutionären Gefahren menschlicher Arroganz gegenüber ihren minderwertigen Haustieren im neuen Jahrtausend, die sich wie in Stanley Kubricks "Spartacus", entgegen makelloser Superhelden in geleckten Abenteuern, schließlich zu ehemals unterdrückten Pionieren der Freiheit und der (Tier-)Würde erheben, sowie einem klassischen Heist nachempfundenen Gefängnisausbruch improvisieren.

Die Gags sitzen, die Sympathien sind klar verteilt, Rupert Wyatt nimmt sich Zeit für subtile Momente leiser Gefühlsausbrüche, die von Wärme getragen werden. Und am Ende gönnt man es sogar den Affen, den doofen Menschen verdientermaßen das Handwerk zu legen. Wyatts Film ist weder besonders intelligente Dystopie noch ein bahnbrechender Genrefilm, aber er entwickelt herzzerreißende Zwischenmomente, die kleinen, auf die sonst niemand setzt, und auf die es ankommt auf dem Jahrmarkt der Attraktion. "Planet der Affen: Prevolution" ist nicht zuletzt ein überzeugendes Drama, ein authentisches Familiendrama. Getragen ebenfalls von audiovisueller Brillanz – Andy Serkis visualisiert jedes einzelne Härchen (Julius) Caesars in Motion Capture, die Actionsequenzen sind gewaltig, voller Pathos, voller Anspannung, voller Energie, voller Wucht, endlich wieder getimt bis zum Anschlag, mit Idee dahinter, die Kamerafahrten verschlungen, die Montagen der in einer einzigen Einstellung gezeigten Entwicklungsstadien des Affen durchaus aufregend.

Da ist es wohl leicht zu verzeihen, dass die Technikwunderwaffe Medizin zu oft zu aufgesetzte Wunder vollbringt, ein paar Klischees zu viel Klischee sind und es Freida Pinto als obligatorisch weiblicher Sidekick in einem veritablen Cast gefälliger Abziehbildchen wohl am ehesten gar nicht gebraucht hätte. Macht nichts: Rundum affengeiles Entertainment, diesmal dann doch. Der letzte Flug zur noch in Gänze vorhandenen Freiheitsstatue geht in Kürze…

25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

Timo K.

Antwort löschen

Danke, tobe! :) | filmschauer: Sofern man den Originalfilm wenige Tage vorher gesehen hat, wie ich es getan habe, hatte ich darüber hinaus gesonderten Spaß daran, die vielen kleinen Parallelen zum ersten Film zu entdecken, die minimal verändert wurden. Dieser Mix aus respektvollem Zitat und lockerer Selbstständigkeit gefiel mir sehr.


filmschauer

Antwort löschen

@Timo: Stimmt, mir sind auch kleinere Dinge gleich aufgefallen (Freiheitsstatue, TV-Programm), aber bei mir liegt die eigentlich geplante Wiedersichtung von "Planet der Affen" noch vor mir.


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Ich gebe es zu, auch ich habe gegrinst, den Kopf geschüttelt und sah einen ganz großen Rohrkrepier kommen, als das Prequel zu „Planet der Affen“ angekündigt wurde. Auch die ersten Screenshots und bewegten Bilder konnten meine Zweifel nicht stoppen und nach dem letzten Trailer, der das Wort „Spoilerverseucht“ neu definierte, herrschten nach aufkeimender Neugier wieder große Zweifel. Doch jetzt, nach einem Ruck, der mich ins Kino führte, ist von den Zweifeln nichts mehr übrig. „Planet der Affen: Prevolution“ ist ein wirklich sehenswerter Film.

Die Geschichte von Schimpansen Caesar, der durch Experimente eine enorme Intelligenz aufweist, wird von Hollywood-Newcomer Rupert Wyatt sauber erzählt. Dabei interessiert sich Wyatt nicht sonderlich für die Menschen, die weitestgehend als Stichwortgeber fungieren, sondern erzählt den Film mit klarem Fokus auf Caesar, dessen Herkunft aus dem Rechner, man nach wenigen Minuten vergisst. Dank Andy Serkis, der Caesar spielte, besitzt der Affe eine herausragende Mimik und Präsenz und gliedert sich perfekt und ohne Störungen in die „reale“ Welt ein. Ich habe mich mit Caesar gefreut, habe mit ihm gelitten und mit gefiebert, ganz so, als ob er eine real existierende Person wäre. Seit Gollum beim „Herr der Ringe“, ebenfalls von Serkis verkörpert, hatte ich nie so einen Bezug zu einer am PC erschaffenden Figur. Eine beeindruckende Leistung, vor allem weil „Prevolution“ seine geballte Effektgewalt niemals nur zum Selbstzweck einsetzt, sondern damit wirklich eine nette und spannende Story erzählt.

Es ist vor allem Caesar zu verdanken, dass mir die Schwächen des Films herzlich egal waren. Die menschlichen Akteure sind reine Klischees. Freida Pinto blickt als Tierärztin hauptsächlich verständnisvoll drein, Tom „Draco Malfoy“ Felton spult seine Antagonisten-Rolle aus den Potter-Filme in einem Affenhaus ab und der böse Konzernchef denkt natürlich nur an den Profit. Ärgerlich? Nicht wirklich. Denn fesselnd ist der Film trotzdem, auch die Logiklöcher fallen zwar auf, haben mich aber nie wirklich gestört, geschweige denn aus der Handlung gerissen.

„Planet der Affen: Prevolution“ zeigt neben „X-Men: First Class“ wie ein gutes Prequel/Reboot (whatever) aussehen sollte: Spannend, mit klaren Bezügen zum Originalstoff und daran interessiert nicht nur bloße Schauwerte zu präsentieren. Dass der Affenfilm letztlich nicht so clever, bzw. scharfsinnig ist, wie sein könnte ist dabei verschmerzbar, denn intelligenter als so mancher großer Unterhaltungsfilm der letzten Jahre ist er definitiv. Die gesellschaftskritische Aussage des ersten „Planet der Affen“ besitzt „Prevolution“ aber nicht. Im Grunde ist die Botschaft von Wyatts Films simple: seid nett zueinander. Diese Botschaft wurde schon unzählige Male auf Zelluloid gebannt, hier aber in einer sehr unterhaltsamen und ergreifende Art und Weise. Wer mehr erwartet hatte, wird vielleicht enttäuscht sein.

Einen kleinen Bonus hatte der Film bei mir schon inne, als ich bemerkte, dass der Film „nur“ in 2D läuft. Als ich die Karte an der Kasse holte, drückte mir die Dame hinter dem Schalter eine 3D-Brille in die Hand und erst als ich ihr versicherte, dass der Film kein 3D-Film ist (3D hat der Film gar nicht nötig), nahm sie die Sehhilfe aus schwarzem Plastik wieder zurück. Ein schöner Moment, auch dass der Film ohne Pause gezeigt wurde (in dem Multiplex meines Vertrauens machen sie seit einiger Zeit bei jedem Film über 120 Minute einen Pause von manchmal bis zu 15! Minuten) zeigte einmal mehr, das Kino auch ganz einfach sein kann. Keine Pause, keine 3D-Brille, einfach nur reinsetzen und Spaß haben. Hoffentlich wird diese Vorgehensweise nicht bald zum Retro-Trend.

34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Brennegan

Antwort löschen

Ja, endlich mal wieder Leute, die wissen, mit 3D richtig umzugehen ... einfach gar nicht erst benutzen .:.


El Tonno

Antwort löschen

Wieso machen die denn da Pausen?
Würde mir ein anderes Kino suchen :P


Oceanic6: CinemaForever

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Einige Monate ist es her, als die Neuigkeit die Runde machte, dass ein Prequel des Klassikers 'Planet der Affen' gedreht werden würde. Mein Aufschrei war laut, meine Skepsis umso größer.

Umso überraschender ist das Ergebnis, denn 'Planet der Affen: Prevolution' ist ein super Film. Mehr aber auch nicht, denn der Neuverfilmung fehlt in ein paar entscheidenden Momenten leider das gewisse Fingerspitzengefühl. Rupert Wyatt ist eben kein Peter Jackson. Das zeigt sich nicht nur in den Effekten, welche zwar mit Sicherheit toll sind, ganz besonders die Mimik der Affen ist absolut überragend. Sobald es jedoch zum Kontakt Affe - Mensch kommt, kommen leichte Makel beim Übergang von Schauspielern und CGI-Affen ans Tageslicht.

Stark ist auch das Drehbuch, welches sehr viel Substanz und Anspielungen auf den Original 'Planet der Affen' besitzt. Trotzdem fehlt auch dem Skript in der Entwicklung der Charaktere immer wieder die letzte Genauigkeit, ganz besonders zu dem Zeitpunkt, an dem sich der Affe Caesar (Andy Serkis) von seinem Ziehvater (James Franco) abwendet.

Der Anfang hingegen ist super gelungen. Mit sehr viel Liebe, Emotionen, Humor und Dramatik wurde hier und dort gespielt. Nach dem Mittelteil, welcher, wie oben beschrieben, kleinere Mängel aufweist, kommt es schließlich zu einem gigantischen Finale, in der das Special-Effects-Team zeigen darf, was es drauf hat. Darunter wiederum leiden die Emotionen, welche für die Effekte fast komplett weichen müssen. Der Respekt gebührt auch keinesfalls den menschlichen Darstellern, sondern CGI-Mime Andy Serkis, ohne den der Film nie so gut funktionieren würde.

Patrick Doyles Score ist einer der Besten des Kinojahres, die Kameraaufnahmen sind wunderschön. Das Endresultat ist also ein kurzweiliges Action-Drama, dessen Laufzeit man für mein Empfinden durchaus hätte ausbauen können. So bekommt man knappe 105 Minuten intelligentes Blockbuster-Kino geboten, welches seinem Original in fast nichts nachsteht. Die Fortsetzung darf kommen, denn mit der "Prevolution" ist es den Machern, trotz der genannten Schwächen, gelungen, den Grundstein für eine großartige Trilogie zu legen.

20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

der cineast

Antwort löschen

Habe jetzt sehr bock drauf.


Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...] Für einen Film, der so stark auf Spezialeffekten basiert, ist „Prevolution“ in vielen Momenten unheimlich ergreifend, nicht zuletzt durch die ausdrucksstarke Mimik der Affen. Eine der stärksten Leistungen dieses Prequels besteht schließlich darin, nicht einfach nur eine fulminante Optik aufzufahren, sondern damit tatsächlich auch einiges zu erzählen. Ein Streifen dieser Größenordnung kommt selten so oft ohne Worte aus. Von Form über Charakterzeichnung bis hin zu kleinen Anspielungen auf die fünf Originalfilme zwischen 1968 und 1973 stimmt eigentlich alles an „Planet der Affen: Prevolution“. Und gerade als man denkt, die Geschichte könne kein knackiges Ende finden, wird aus heiterem Himmel noch eine ultracoole Schlussidee hinterhergeschickt, die schlicht wie geschickt den Bogen zu „Planet der Affen“ (welche Version auch immer) spannt. [...]

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Magnesium

Antwort löschen

"kinokumpel" danke für dein Statement!Für viele sind die Wertung ab 9.0 unverständlich und viele können sich die Wertung unter 5.0 nicht erklären!Vielleicht kommen wir ja irgendwann mal auf einen gesunden Mittelwert!Die Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so.Über was sollen wir uns dann noch unterhalten wenn wir alle derselben Meinung sind!?!MFG


Magnesium

Antwort löschen

Achso,kein Kommentar ist "Gehaltlos",wir sind alle auf Reisen,sitzen nur in verschiedenen Zügen!Aber irgendwann sitzen wir mal zusammen und verfolgen das gleiche Ziel!Die Zeit wird kommen!Gruß an Euch (-;


Filmering: Filmering.at

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Planet der Affen: Prevolution ist eine positive Überraschung. Das insofern, als dass es sich um einen Blockbuster handelt, bei dem tatsächlich die Geschichte im Zentrum steht und die Effekte und die Action sich logisch aus dieser Geschichte ergeben. Speziell die erste Hälfte ist dabei sehr gut gelungen, aber auch über die restliche Zeit bleibt Planet der Affen: Prevolution kurzweilig und unterhaltsam. Es fällt lediglich auf, dass in der zweiten Hälfte manche Entwicklungen zu schnell gehen, gehetzt wirken und der Film nicht mehr ganz den runden Eindruck wie zu Beginn hinterlässt. Ein gelungener Mainstreamfilm ist es aber dennoch geworden.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Rochus Wolff: freier Journalist

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Für das Reboot-Prequel einer nicht mehr ganz frischen Science-Fiction-Filmreihe ist Rupert Wyatts erster richtiger Big-Budget-Film durchaus brauchbar, zumal er die richtige Mischung aus Action, Drama und Nerdstreichelung (durch im- und explizite Verweise aufs Original) trifft.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

goodspeed: ANIch / UFA Fiction / OLOsBLOG

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...] Überraschungen sollte der Zuschauer keine erwarten. Nicht in seiner Abwicklung bekannter und vorhersehbarer Wendungen liegt die Faszination von „Planet der Affen: Prevolution“, sondern in seinem Subtext und unausgesprochenen Minenspiel seines Hauptdarstellers. Nicht James Franco, dessen Leistung nach seiner bemerkenswerten „127 Hours“-Performance wieder in die für ihn typische Slackermimik zurückfiel. Der eigentliche Hauptdarsteller ist Caesar, der im Grunde kaum mehr ist, als eine Patchworkarbeit aus Andy Serkis Performance Capture Darbietung und dem Fleiß dutzender Visual Effects-Künstler. Sein Äußeres lässt einem nie ganz vergessen, dass er aus den Innereien eines Computers entsprungen ist, doch was Caesar und somit den Film rettet, ist seine Seele. Ein Stück Wahrhaftigkeit, die den Zuschauer von seiner Existenz überzeugt. Die Effekte ordnen sich unter, die dichte Erzählung macht sie beinahe vergessen - zumindest auf eine Weise, wie die Vorgängerfilme die Latexmasken vergessen machten. Erste Stimmen werden bereits laut, die Andy Serkis den Oscar zugestehen wollen, was jedoch ebenso voreilig wie falsch wäre. Viel mehr bringt „Planet der Affen: Prevolution“ die längst überfällige Gründung einer neuen Preiskategorie für digitale Charaktere wieder zu Diskussion, die das Zusammenspiel von Schauspielern und Effektleuten gebührend honorieren sollte.

Abgerundet wird der Film mit diversen subtil eingebetteten Zitaten an das Charlton Heston-Original, die besonders die skeptischen Hardliner milde stimmen dürften. Hollywood-Newcomer Rupert Wyatt inszenierte seine Version des „Planet der Affen“ angenehm uneitel und zurückhaltend. Er unterwarf sich als Regisseur dem Film und nicht umgekehrt. Die Nebenstränge wurden subtil genug eingestreut, um nicht zu offensichtlich gewisse Entwicklungen zu verraten. Artiges Sitzenbleiben während des Abspanns sollte auch dem letzten Zuschauer begreiflich machen, wohin zukünftige Affenfilme führen werden. Bei genauerer Betrachtung stellt sich „Planet der Affen: Prevolution“ als inoffizielles Prequel des originalen „Planet der Affen“ aus dem Jahr 1968 heraus, wirkt zugleich wie ein loses Remake von „Eroberung vom Planet er Affen“ und verbindet beides zu einem aufregenden, emotional aufrichtigen Blockbuster - und mit solchen wurden wir in diesem Jahr wahrlich nicht überschüttet.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Alle Kritiken (44)


Kommentare (396) — Film: Planet der Affen: Prevolution


Sortierung

Medardus

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hab nen Actionblockbuster erwartet mit ein bissi Sozialkritik...bekommen habe ich ein echtes Kleinod an Hollywoodarbeit mit Tiefgang Schmackes ohne viel Schnörkel.

Selten zuvor hab ich mit den Tränen gekämpft an einigen Stellen und gerade das Leid der Versuchstiere ist greifbar und schmerzt bei jedem Augenaufschlag vom Großmeister Serkis. Das Heranwachsen des Cesar zum jungen "Mann" ist atemberaubend toll aufgezeigt und man bekommt stetig das Gefühl vorgesetzt, was heissen muss Teil von Etwas sein zu wollen, was nicht eintreten wird und man dann versucht seinen Platz zu behaupten, zu finden. Das ist toll beschrieben und gerade die Evolution (ha!) der Primaten zu noch intelligenteren Wesen als sie eh schon sind ist beeindruckend.

Das finale NEIN ist dann eines des denkwürdigen Momente der Kinowelt, wo ich auch zu stehe. Trotz aller Pauschalkritik am Verhalten des Menschen am Tier an sich, ist die Kritik nie falsch oder nie veraltet. Das ein NEIN das erste Wort der Rebellen ist, ist toll eingefangen und sorgt für Gänsehaut.

Die kleineren Logiklöcher sind zu verschmerzen, wenn man dann tolle Actionszenen erhält, die sogar noch inhaltlich was herhalten.

Wirklich empfehlenswert und toll, das man in so einem Blockbuster die wichtige Diskussion mitliefert, wie man als vernunftbegabtes Wesen wie dem Menschen so unethisch gegenüber anderen Wesen umgeht. Gerade was eventuell passieren kann ist in dieser sehr sehenswerten Dystopie aufgezeigt.

<3

PS: Der Nachfolger sieht auch super aus, schönes Reboot damit.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

MaceWindu1998

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Der Film ist durchweg spannend, die Effekte sind toll und James Franco liefert hier eine seiner besten schauspielerischen Leistungen ab.
Natürlich, nicht unbedingt realistisch, aber vielleicht sollte so etwas mal in Realität passieren, damit man den Menschen die Augen öffnet und zeigt, das wir alle Lebewesen sind!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

philipp.warnke

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ich war doch recht positiv überrascht. Nach dem Tim Burton Schwachsinn mit Mark Wahlberg hab ich gedacht diese Marterie wird für die nächsten 10 bis 20 Jahre in Ruhe gelassen und dann kommt "Prevolution".
DIE Überraschung des Kinojahres 2011: Intelligent, spannend, einfühlsam...auch wenn auf eine "Schlacht" zum Schluss hin nicht verzichtet werden konnte..ist ja schließlich ein Blockbuster.
Die CGI-Affen waren teilweise eher solala aber Andy Serkis´Caesar hat alles rausgerissen. Die Entwicklung von Caesar fand ich großartig, wie er vom unschuldigen Äffchen, was total niedlich war, heranwächst und zu einem gutmütigen und sanften Freund und Helfer wird, der dann die hässlichste Seite der Menschen zu Spüren bekommt und zum Revolutionär wird.
Weiterhin gibt es echt schöne und dynamische Kletterreinlagen der Affen durch Wälder und der Brücke. Da haben die Kamerafahrten echt Spaß gemacht.
Leider hapert es dann bei den menschlichen Darstellern. Auch wenn ich James Franco mag und er auch hier eine passable Performance gibt, bleiben alle anderen im Cast doch recht hölzern.
Außerdem verstehe ich nicht warum Jacobs, der stereotypische Profitgeier, im deutschen die Synchronstimme von Zach Galifianakis und Roger aus "American Dad" hat.
Aber hey, darüber kommt man locker Hinweg und ich freue mich riseig auf die Fortsetzung.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

huababuar

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Planet der Affen: Prevolution" zeigt mal wieder, dass man mit geringer Erwartungshaltung am meisten überrascht wird. So erging es mir bei eben jener Neuverfilmung.
Da das meine erste Erfahrung mit der Planet der Affen-Reihe sein sollte, waren meine Ansprüche im Vornherein eher gering. Umso mehr erstaunte mich dann, was ich da zu sehen bekam.
Zugegeben: Die Story des Aufstandes einer unterdrückten Gruppe ist nichts Neues und hat etwas von "Spartacus". Aber das Ganze auf Affen zu projezieren hat irgendwie doch was und reißt den Zuschauer mit. Auch die Optik überzeugt auf ganzer Linie. Zwar sieht man dem Film seine CGI-Effekte an, das ist aber auch bei einem Science-Fiction-Streifen mit 90 Millionen Dollar Budget (und somit einer Menge Möglichkeiten auf Computertechnologie zu setzen) durchaus üblich und auch nicht störend. Die Darstellung der Affen aber ist grandios und was Andy Serkis per Motion-Capture auf die Leinwand zaubert ist sowieso unnachahmlich. Gerade als seine Rolle Cesar noch klein ist sieht der Schimpanse unglaublich süß aus. Aber auch James Franco als Ziehvater von Cesar und Tom Felton in einer gewohnt fiesen Rolle als Affenhasser machen einen tollen Job.

Das Finale auf der Golden Gate Bridge ist dann quasi die Krönung des Affenaufstandes und vollendet einen rundum gelungenen Blockbuster.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kai_Asmus

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Die ganze Affenbande brüllt: "Wo ist die Kokosnuss???" Naja, hat mich solide unterhalten. Allerdings war es das auch schon. Das CGI hat man bei Cesar leider gesehen. Allerdings hat sich Serkis mal wieder selbst übertroffen. Bin sehr auf den Nachfolger von Matt Reeves gespannt.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

BenAffenleck

Antwort löschen

Finde den Film auch nicht seelenlos, da die Tricks und Cesar gut gemacht sind. Und die Besetzung ist auch gut. Deswegen muss ich nicht auf den Klassikern verharren...


Kai_Asmus

Antwort löschen

Damit hast Du absolut Recht. Ich bin halt ein ewig gestriger. Auf "Revolution" freue ich mich trotzdem. Und "Prevolution" ist jetzt nicht so schlecht. Hat durchaus Spass gemacht. Tim Burton's Remake ist jedoch unterste Schublade.


mykael

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe die alten Planet der Affen Filme gesehen und auch den Neuen mit Wahlberg, sie haben mir alle gut gefallen, doch nachdem ich dann hörte es gibt noch ein Prequel musste ich seufzen: "Nicht noch sonen ausgelutsches Dingens".

Doch schon damals, wie auch heute nach der Zweitsichtung bin ich absolut fasiniert, wie sehr mich der Film in den Bann zieht.
schöne Bilder und gar nicht platt, wie vorher erwartet, ich kann es eher kaum abwarten die Fortsetzung im Sommer zu sehen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

TheBlackBrain

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hab weder die ganz alten Filme noch den von Tim Burton gesehen. Hab aber über den von Butron nicht viel positives gehört und deshalb fand ich's auch nicht schlimm "Planet der Affen: Prevolution" die ganze Zeit über nicht gesehen zu haben. Heute kam der dann mal im Fernsehen und da dacht ich mir, dass man den sich ja mal anschauen könnte. Meine Erwartungen waren jetzt nicht gerade hoch, eben wegen der Kritik am Burton Film. Allerdings wurde ich richtig überrascht. Der Film ist echt gut, den kann man sich auch mal öfters anschauen. Kann man durchaus weiterempfehlen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

hno-16

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Was guck ich nur für Filme in letzter Zeit. Erst die Krönung durch Ghost Rider2 durch Nicolas Cage. und jetzt dieser nicht gerade realistische Streifen. Eine sozusagen subtile Story. Etwas bodenhaltig und nicht gerade erfreulich und realistisch. Aber beschäftigt einen schon (für zwei Stunden)!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

le_on

Antwort löschen

Es ist Science-Fiction. Natürlich ist der Film nicht realistisch.


hno-16

Antwort löschen

Aber so


sachsenkrieger

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Na, das ist doch mal was! Ich liebe "Die Natur schlägt zurück"-Filme, als Parade-Beispiel sei hier gleich mal der von vielen unterschätzte "Long Weekend" genannt, in dem Ken und Barbie vom Feinsten recycled werden. Aber auch der "Planet der Affen", dessen 60/70er-Jahre Verfilmungen ich nun gar nicht mochte, bietet eine hervorragende Performance.

Die Story lehnt sich nur noch an das Buch von 1963 an und tut gut daran. Nur wenige, akzeptable Logikfehler sind zu verschmerzen. Ich habe selbst nicht geglaubt, das sich nach Tim Burtons Desaster von 2001 in nächster Zeit noch jemand an diesen Stoff heranwagt. Umso überraschender, das ein derart guter Film daraus geworden ist.

Viele kleine Anspielungen an die vorherigen Verfilmungen und das Buch würzen den Film, ansonsten wurde die Story wohl kräftig umgebaut und an die Neuzeit angepasst.
Das ist auch der erste Streifen, den ich kenne, dessen Titel in der deutschen Übersetzung echt gewinnt. Wer immer sich dieses schöne Wortspiel "Prevolution-Revolution-Evolution" hat einfallen lassen, mein Respekt dafür.

Im zweiten Teil nimmt der Film dann deutlich an Fahrt auf und überrollt den geneigten Zuschauer zum Ende hin mit einem überzeugenden ersten Freiheitskampf der vergewaltigten, gefolterten und missbrauchten, vermeintlich kleinen "Verwandten unserer Rasse". "Heil dir, Caesar", kann ich da nur sagen. Auch wenn du den Rubicon erstmal in die falsche Richtung überquert hast, die Würfel sind gefallen. Aber das ist schon wieder doofes Menschendenken.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Yowan

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Enthält SPOILER!

Auszug aus dem Tagebuch eines Drehbuchautors:

Heute regnerisch. Das letzte Drehbuch ist abgeliefert, ich hab' nichts mehr zu tun.
Hm.
Ich könnte mit ein paar Kumpels in ne Bar gehen.
Nee. Viieel zu regnerisch. Wird man ja nass, wenn man den Fuß vor die Tür setzt.
Hm.
Ich könnte mit 'nen Film reinziehen.
Naja. Meine DVD-Sammlung gibt aber auch nicht mehr soo viel her...

Ok. Dann arbeite ich halt ein bisschen. Was könnte ich denn schreiben...?
[...]
[...]
Was ist denn momentan total hip? Genau! Neuauflagen von alten Franchises!
Hm. Was könnte man denn da rebooten?
[...] Sherlock Holmes! [...] Nee. Das gibt's schon zu oft.
[...] Alice im Wunderland! [...] Nee. Mist. Gibt's auch schon. Sch*** Tim Burton! Apropos Tim Burton. Der hat doch auch Planet der Affen neu verfilmt. Is ganz schön in die Hose gegangen. Das ist doch ne Idee! Lass mal ausprobieren, ob ich's besser hinkrieg!

So was brauchen wir alles für einen gelungenen Blockbuster?

Erstens: Einen Helden. Irgendwas sympatisches. Köpfchen ist ja grad total gefragt, also nehmen wir 'nen Wissenschaftler.

Zweitens: Eine tragische Vorgeschichte. Das ist nicht schwer! Kranker Vater ist da 'ne super Sache. Der Wissenschaftler übertritt dann irgendwelche Gesetze/ ethische Normen um ihn zu retten und schon haben wir die Katastrophe ausgelöst durch menschliches Fehlverhalten. [...] Moment. War das grad so etwas wie moralische Tiefe in dem Entwurf? Wollte ich gar nicht! Naja. Jetzt, wo sie schon mal da ist...

Drittens: Einen Bösewicht. Hm. Das ist schwer. Die Affen können nicht die Bösen sein, weil der Film ja sonst kein Happy End haben kann. Außerdem würde sich das mit der momentan total angesagten Öko-Welle nicht vertragen. Hm. Dann nehmen wir doch einen fiesen Tierpfleger, der ganz böse zu den armen Affen ist. So einen Fiesling, wie Draco Malfoy. Ach! Gutes Stichwort! Casten wir doch gleich den für die Rolle, der schaffts bestimmt total fies rüberzukommen und dem Publikum ordentlich auf den Sack zu gehen, dabei aber FSK 12 verträglich zu bleiben.

Viertens: Irgendein "Badass"-Zitat. Hm.
Die Affen müssen ja irgendwann anfangen zu sprechen. Dann lassen wir einfach den Oberaffen als erstes Wort irgendwas cooles sagen, wie zum Beispiel:
[...]
Ähm. Ne also nich ähm. Hab blos grad nachgedacht. Moment noch.
[...]
Is ja auch egal, was er als erstes sagt, allein der Fakt, dass er was sagt, sollte cool genug sein. Dann kann er sogar sowas hirnloses sagen, wie: "Nein!" und es klingt cool.

Ach ja! Hätte ich fast vergessen: Natürlich brauchts auch 'ne Liebesgeschichte. Das ist leicht. Wissenschaftler geht mit Affen zu Tierärztin und verliebt sich in die. Am besten bringt der Affe sie noch irgendwie zusammen. Ne. Lieber doch nicht. Klingt zu sehr nach "Unser Charlie", oder?

So. War doch ein Kinderspiel! Das geb ich jetzt irgendeiner großen Produktionsfirma, die werden das schon annehmen, so viel Mainstreamstory, wie da drin steckt.

Fragt sich blos, was ich jetzt mache...

Ich hab's! Der Zauberer von Oz wurde lange nicht mehr neu aufgelegt!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Yowan

Antwort löschen

Bevor irgendwer meckert:
1. Ich habe "Die wundervolle Welt von Oz" nicht gesehen und will über diesen Film keine Wertung abgeben.
2. Ich weiß, dass keiner der Drehbuchautoren bei ebendiesem Film mitgewirkt hat.


megaterminator

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schön

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lili 9ochefort

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Die Aussage des Films ist lobenswert. Sie besagt nämlich das man Tiere mit Respekt behandeln soll und sie nicht ihres natürlichen Lebensraumes berauben soll, und das sie Tiere bleiben sollen und nicht zu menschen-ähnlichen Wesen gemacht werden sollen.
So weit so gut, die Botschaft ist toll.
Die Handlung des Film hat aber ein paar Schönheitsfehler, und die Spannungskurve ist auch nicht immer auf der Höhe der Zeit. James Franco spielt wie immer ordentlich, der Rest des Cast passt auch. Und die CGI Tricktechnik muss ich auch loben, nur sieht man halt von Zeit zu Zeit das es sich bei den Affen doch um Computeranimierte Geschöpfe handelt. Aber naja das macht einen Film ja nicht schlecht, und ändert an der Endwertung nur marginal etwas. :)

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

jorg.hoffmann.9849

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Weil sein einst brillanter Vater Charles (John Lithgow) an Demenz leidet, beginnt der Wissenschaftler Will Rodman (James Franco) an Schimpansen zu experimentieren, um ein geeignetes Heilmittel gegen die Alzheimer-Krankheit zu finden. Eines der Tiere, das den Namen Caesar (Andy Serkis) trägt, entwickelt sich durch die Einnahme der Medikamente sehr rapide. Um den hyperintelligenten Affen vor seinen zunehmend aggressiv werdenden Kollegen zu schützen, nimmt der Wissenschaftler seinen besonderen Probanden mit zu sich nach Hause und zieht ihn wie ein Familienmitglied groß. Als Charles einige Zeit später seiner Krankheit zum Opfer fällt, wird Caesar ebenfalls immer aggressiver. Aufgrund seines gewalttätigen Verhaltens wird der Primat in ein riesiges Käfigsystem mit anderen Schimpansen gesperrt. Dort zettelt Caesar einen Aufstand an - die Revolution der Affen.

Die Vorgeschichte zu Planet der Affen ist stark inszeniert. Die Affen sind sehr realistisch dargestellt. Spannend gemacht!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Swarls

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Mit "Planet der Affen: Prevolution" hat man versucht dem "Planet of the Apes"-Franchise neues Leben einzuhauchen, mit Erfolg. Erstmals werden die Affen nicht mehr von verkleideten Schauspielern, sondern per Motion-Capture dargestellt. Das Ergebnis ist atemberaubend, zu keinem Zeitpunkt des Films wirkt das Verhalten der Affen gekünstelt. Doch entgegen meiner Befürchtungen, dass die Animationen die Schauspieler an die Wand spielen würden, haben es James Franco und John Lithgow geschafft mit ihrem Talent zu überzeugen. Die Nebencharaktere hingegen fand ich doch etwas blass, lediglich Tom Felton hat es geschafft als böser Aufseher im Affenhaus zu überzeugen.
Ein geniales Prequel, dessen Sequel hoffentlich ebenso umwerfend wird.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

cronic

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das Blu Ray Bild ist bis auf ein paar Szenen Referenz würdig.
Genauso wie die CGI -Affen bis auf wenige Szenen überragend gemacht sind. Serkis wieder in einer Paraderolle

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmknoedel

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Trotz anfänglicher Bedenken, bin ich von den Film positiv überrascht und freue mich schon auf den nächsten Teil, auch wenn James Franco wohl nicht mehr dabei sein wird.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

inceptionfan

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Einer der besten Science Fiction-Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe! "Planet der Affen: Prevolution" ist ein emotionaler, bombastischer Film, der überhaupt nicht wie andere Filme des Genres auf flache Handlung mit viel Action und Effekthascherei setzt, sondern gekonnt eine spannende und emotionale Handlung mit guten Figuren aufzubauen und wird erst ganz am Ende zu dem Actionfilm, den man eigentlich erwartet hat (und der vom Trailer her versprochen wurde). Dabei wirkt es eigentlich nie übertrieben, die Effekte sind großartig, der ganze Film ist enorm kurzweilig und leider kam das Ende dann fast schon zu schnell und bringt einen guten Cliffhanger mit sich, ohne dabei wirklich die komplette Handlung offen zu lassen, sodass man nicht zwangsweise auf eine Fortsetzung angewiesen ist. Hier hätte es sogar noch etwas mehr Action im Finale sein können. Ich freue mich deshalb schon auf den 2. Teil, der die Handlung weiterspinnen wird.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

HaudenLukas

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

...wer Tim Burtons 2001´er Version zum Kotzen fand, darf sich nun beruhigt zurücklehnen und genießen. "Planet der Affen Prevolution" (So dämlich der Titel auch sein mag) ist eines der besseren Reboots/Remakes/Prequels welches über die Leinwand flimmert. Bei dem die Geschichte den Hauptteil des Films einnimmt ohne mit über­kan­di­delten Actionszene den Zuschauer in den Sitz zu drücken...besonders faszinierend ist, mit welcher Deteiltreue "WETA" und vor allem Andy Serkis die Affen zum Leben erweckt hat...

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Bastieff

Antwort löschen

Andy Serkis war so der Hammer :o)


Line3105

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Nachdem ich den Tim Burton Film mit Mark Wahlberg gesehen hatte, hatte ich auch keine großen Ansprüche an den Film. Ich dachte mir schon im Vorfeld “warum ist der in USA so krass eingeschlagen auf Platz 1? Und warum zum Teufel fahren plötzlich alle auf die plumpe Affen-Story ab?”
Ich ließ mich wieder mal eines besseren belehren und ging recht glücklich aus dem Kino wieder raus. Schließlich hatte ich einen super gemachten “James Franco Film” gesehen. Die Affen waren richtig geil animiert. Die sahen total echt aus. Das hat mich echt beeindruckt… Andy Serkis war ja hier auch wieder der Obermonk (Affe Caesar)… der ist schon krass der Typ…

Die Story war eigentlich richtig gut. Man erfährt wie die Affen “entstanden” sind und wie es zu dem Ausbruch kommt…ich nehme mal stark an, dass nicht nur wegen der starken Resonanz, sondern auch wegen der Story, noch ein zweiter Teil folgen wird…oder ein Remake des Charlton Heston Films… (der ja übrigens auch wesentlich besser sein soll als der Burton Film)… zu dem alten Film werden auch einige Anspielungen gemacht (die man wohl nur als Kenner versteht)… Ich wurde darüber nochmal genau von meinem Freund aufgeklärt

Ich empfehle diesen Film an alle Affen- und Nichtaffen Fans weiter. Wirklich gute Unterhaltung. (auch wenn ich einige Szenen total zum Ablachen fand — als der Affe dann spricht.LOL. und wie er denn zum Anführer wird…das ist echt witzig!!!)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ioosh698

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Wenn man "Planet der Affen" hört denken die meisten wohl sofort an den Filmklassiker mit Charlton Heston aus dem Jahre 1968. Ich persönlich habe diesen und auch die nachfolgenden älteren "Planet der Affen" Filme noch nie gesehen, was nicht heißt das sich das nicht irgendwann mal nahholen lässt;)
Der erste "Planet der Affen" Film den ich sah war der eher mäßige von Regisseur Tim Burton aus dem Jahr 2001.
Dann, unglaubliche 43 Jahre nachdem Charlton Heston das erste mal die bekanntschaft mit hochintelligenten Affen machte und 10 Jahre nach Burtons etwas missglückter Version der "Affensaga" erschien 2011 "Planet der Affen: Prevolution"...
Lange habe ich überlegt ob ich mir diesen Film ansehen sollte. Als ich hörte Andy Serkis werde wieder einmal in den Motion Capture-Anzug steigen wusste ich: Diesen Film muss ich sehen! Ich meine, Andy Serkis hat es einfach drauf. Das dürfte jeder wissen der Peter Jacksons "Der Herr der Ringe" Trilogie bzw. "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" gesehen hat.
Und ich kann jetzt schon sagen, der Film ist definitiv mehr als gelungen und nebenbei einer der besten Science-Fiction Filme der letzten Jahre...
Zur Story möchte ich hier gar nicht unnötig viel verraten. Nur soviel: Der Film erzählt die Vorgeschichte zum "Planet der Affen", verbunden mit einer traurigen Familiengeschichte und allerlei anderen cleveren Storylines...
Ohnehin nimmt sich der Film erstmal viel Zeit um in die Geschichte und die Chraktere einzuführen. Das ist sehr gut gelungen, denn so kann man die späteren Handlungen und Entscheidungen der einzelnen Protagonisten besser nachvollziehen. "Prevolution" ist ohne Zweifel ein Film mit Tiefe...!
Die Affen bzw. die einzelnen Bewegungen, alles sieht so unglaublich gut und realistisch aus. Hier sieht man also schon wie wichtig die Motion Capture Technik inzwischen für die Filmindustrie geworden ist.
Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut. James Franco gefiel mir in der Rolle des Wissenschaftler recht gut, Ich fande er verkörperte dessen Figur sehr glaubhaft.
Aber der heimliche Star des Films ist ohnehin Andy Serkis. Er ist meiner Meinung nach der beste seines Fachs...
Die Action passt auch. Nicht zuviel und nicht zu wenig. Jedoch geht es erst gegen Ende richtig Zur Sache weshalb totale Actionfans vielleicht nicht ganz auf ihre Kosten kommen.
Fazit: Für mich war der Film eine echte Überraschung, im Positiven Sinne! Der Film besitzt genügend Tiefe um bis zum Ende mitzufiebern, mit den einzelnen Charakteren mitzufühlen. Außerdem sollte man erwähnen das "Prevolution" einen echt schönen und stimmigen Soundtrack hat. Wie schon gesagt, für mich eine echte Überraschung und auf jeden Fall ein Film den man ohne bedenken schauen und weiterempfehlen kann!

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch