Es gibt nur einen Weg, wie Phantastische Tierwesen als Harry Potter-Spinoff überleben kann

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Phantastische Tierwesen 3: Dumbledores Geheimnisse
21.04.2022 - 16:00 UhrVor 2 Monaten aktualisiert
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Nach Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse ist unklar, ob und wie es mit dem Harry Potter-Prequel weitergeht. Dabei gibt es eine einfache Lösung für die Hauptprobleme des Franchises.

Der Rauswurf von Johnny Depp, die transfeindlichen Aussagen von Harry Potter-Schöpfern und Tierwesen-Drehbuchautorin J. K. Rowling und jetzt auch noch die Tatsache, dass Credence-Star Ezra Miller jede Woche wegen einer anderen Handgreiflichkeit auf Hawaii festgenommen wird: Phantastische Tierwesen ist der ultimative PR-Albtraum eines jeden Studioverantwortlichen.

Dazu kommt, dass selbst eingefleischte Fans nicht so richtig zu wissen scheinen, was sie mit den Filmen anfangen sollen. Und auch bei Kritiker:innen fällt die Reihe durch. Ob die Reihe nach Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse noch einen vierten oder sogar fünften Teil bekommen wird, steht aktuell in den Sternen. Dabei ist das Franchise nur eine mutige Entscheidung entfernt davon, seine Zukunft zu retten.

Johnny Depp und J. K. Rowling sind nicht die einzigen Probleme des Harry Potter-Spinoffs

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Wie gesagt: Allein die Kontroversen und immer neuen Hiobsbotschaften rund um Crew und Cast könnten der Reihe das Genick brechen. Doch am Ende stellt sich vor allem die Frage, ob das finale Produkt gut ist. Die Öffentlichkeit scheint sich hier größtenteils einig zu sein: geht so. Denn die Geschichte, in der es ursprünglich mal um den Magie-Zoologen Newt Scamander (Eddie Redmayne), mittlerweile aber zunehmend um den Aufstieg von Grindelwald und dessen Ex-Freund Dumbledore (Jude Law) geht, scheitert schon am Inhalt.

Die 3 größten Story-Probleme bei Phantastische Tierwesen:

  • Es gibt keine eindeutige Hauptfigur (mehr)
  • Der Tierwesen-Ansatz und die Dumbledore-Backstory passen nicht zusammen
  • Beide Ansätze scheinen (Stand jetzt) weder getrennt, noch zusammen genug Stoff für 5 Filme herzugeben

Problem Nummer 3 ließe sich am Besten dadurch lösen, dass man die Reihe von heute auf morgen direkt einstampft. Phantastische Tierwesen 3 funktioniert als Abschluss. Sollte Warner Bros. – je nach Einspielergebnis – aber am Harry Potter-Spinoff festhalten wollen, gibt es eine ziemlich einfache Lösung für Problem 1 und 2.

Phantastische Tierwesen 4 braucht weniger Magie und mehr Muggel

Die Phantastische Tierwesen-Reihe verlässt sich zu sehr auf altbekanntes aus Harry Potter

Das klingt jetzt hart, aber: Vergesst Hogwarts! Vergesst den Dumbledore-Fokus und Gastauftritte anderer Harry Potter-Charaktere wie einer jungen McGonagall (der zeitlich sowieso keinen Sinn macht)! Wenn Phantastische Tierwesen eine Berechtigung als eigene Filmreihe haben will, muss es sich trauen, eine eigenständige Geschichte zu erzählen. Der Aufstieg Grindelwalds (mittlerweile Mads Mikkelsen) als mugelhassendem Zauber-Hitler ist spannend. Das Story-Element kann bleiben. Nur der Protagonist muss sich ändern.

Denn wer ist denn wirklich am stärksten von jemandem wie Grindelwald bedroht? Kein ehemaliger Lover. Kein glorifizierter Zoowärter mit magischen Fähigkeiten. Nein, Muggel sind in Gefahr. Nichtmagische Menschen wie Jacob Kowalski (Dan Fogler), der schon jetzt einer der beliebtesten Charaktere der Tierwesen-Filme ist.

Erzählt den Aufstieg Grindelwalds aus der Perspektive eines Menschen, der durch Zufall in die Zauberwelt hineingestolpert ist und merkt, dass er und andere nichtmagische Personen in akuter Gefahr sind. Und der sich nun mit Zauberern und Hexen zusammenschließen muss, um die Katastrophe abzuwenden.

Wir wissen, wie die magische Gesellschaft damit umgeht, wenn ein Zauber-Nazi nach der Macht greift. Wir haben es in acht Harry Potter-Filmen gesehen. Phantastische Tierwesen muss Mut beweisen und mit seinem Spin-off endlich andere Perspektiven in seiner magischen und nichtmagischen Welt finden.

Sonst wird auch Phantastische Tierwesen 4 eine unfokussierte Wiederholung dessen, was wir schon kennen. Und das macht offensichtlich jetzt schon immer weniger Menschen glücklich.

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