Harry Potter 7 und Kampf der Titanen kommen in 3DBearbeiten

Veröffentlicht am 27.01.2010, 09:07

Alle, die Harry Potter bisher zu flach fanden, können auf Besserung hoffen: Die beiden letzten Harry Potter-Teile bekommen zumindest räumliche Tiefe, ebenso Kampf der Titanen. Eine neue Technik ermöglicht die nachträgliche Konvertierung in einen 3D-Film.

Wird die Tiefenwirkung richtig zur Geltung kommen? Wird die Tiefenwirkung richtig zur Geltung kommen? © Warner Bros. Pictures

Avatar – Aufbruch nach Pandora gilt mittlerweile als der erfolgreichste Film aller Zeiten. Dies verdankt er allerdings dem Umstand, dass die Kinogäste bereit sind, einige Euro mehr für ein Ticket auszugeben, um den Film in 3D zu sehen. Dieser Erfolg scheint nun wie erwartet zum endgültigen Durchbruch von 3D zu führen, denn die Filmstudios versuchen jetzt eifrig, neue 3D-Filme auf den Markt zu bringen. Jetzt berichtet der Hollywood Reporter von der Übertragung der beiden Harry Potter 7-Filme HP 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 und Harry Potter 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2 sowie Kampf der Titanen in die dritte Dimension.

Da alle drei Filme bereits fast abgedreht sind oder sich in der Post-Produktion befinden, kann der 3D-Effekt nicht mehr direkt durch die Verwendung eines Zwei-Kamera-Systems gefilmt werden. Abhilfe schafft eine Privatfirma, die eine nachträgliche 3D-Konvertierung von Filmen anbietet. Der Quelle zufolge hat Warner Probe-Versionen von Kampf der Titanen anfertigen lassen und war von dem Ergebnis derart begeistert, dass sie die Technik auch für die beiden Harry Potter 7-Teile bestellten. Auch wenn dies von Warner noch nicht offiziell bestätigt wurde, legt der Hollywood-Reporter viel Wert auf die Verlässlichkeit der Quelle.

Wie die Konvertierung ins 3D-Format genau erfolgt, ist nicht bekannt. Dennoch sollten wir skeptisch sein. Gerade Avatar – Aufbruch nach Pandora lebt durch die Komposition des Bildes in die Tiefe des Raumes, da der Film von Anfang an als 3D-Film konzipiert wurde. Kampf der Titanen und Harry Potter 7 wurden jedoch beim Dreh nie auf eine Tiefenwirkung hin ausgelegt. Der räumliche Effekt kann also nicht viel mehr werden, als eine visuelle Spielerei. Im schlimmsten Fall handelt es sich nur um eine Unterteilung in Hintergrund, der nach hinten kommt, und Vordergrund, der nach vorne geholt wird.

Es steht nämlich auch zu befürchten, dass die Begeisterung Warners nicht dem visuellen Ergebnis der 3D-Umwandlung geschuldet ist, sondern dem finanziellen. Schließlich kostet die Umwandlung pro Film nur 5 Millionen Dollar, was in Anbetracht der zu erwartenden Mehr-Einkünfte bei Riesen-Blockbustern wie Kampf der Titanen und Harry Potter 7 eine lächerliche Summe ist. Wer weiß, vielleicht kann sich Warner sogar einen Teil der Mehrausgaben durch 3D-Brillen im Harry-Potter-Look refinanzieren.

Vielleicht ist diese Skepsis auch unbegründet und die neue Technik ist wirklich so atemberaubend, wie angekündigt. Dann wäre auch die Konvertierung älterer Filme ins 3D-Format interessant, da sich die 3D-Neuauflage für Klassiker wie Titanic oder 2001 – Odyssee im Weltraum sicher auszahlen würde. Vom Ergebnis der Konvertierung können wir uns bereits am 1. April überzeugen, wenn Kampf der Titanen in die deutschen Kinos kommt. HP 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 folgt dann am 17. November 2010 und Harry Potter 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2 im Juli 2011.


Prestigeww (Stefan Tiess)

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Sheeeeep

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Da bin ich ja mal gespannt. Aber mittlerweile sollte man News über einen Blockbuster schreiben wenn er nicht in 3D rauskommt. Bin skeptisch ob sich diese (oftmals) visuelle Spielerei wirklich auf Dauer auszahlt, denn es werden einige nicht bereit sein für jeden Blockbuster im Kino teilweise einiges über 10 Euro zu zahlen.

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HerrLehmann

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Mich konnte bisher nur ein 3D-Film wirklich überzeugen: Coraline. Da war die Technik irgendwie der Story untergeordnet und wurde nicht zum Selbstzweck. Ansonsten wird man meistens einfach mit Sachen beworfen...


phoenix409

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@HerrLehmann: Stimmt. Selbes gilt für "Oben", da lief 3D auch wie als kleine Selbstverständlichkeit mal so nebenbei und war dadurch genau richtig.


dAShEIKO

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Das ist durchaus bedenklich. Denn die "reale" Tiefe, die mit einer 3D Kamera oder auch als Model in einer Computeranimation eingafangen wird, kann mit solchen Pseudo-3D-Gedöhnsen nur nachempfunden werden. Man sollte sich das glaube ich so vorstellen, wie einen nachkolorierten Dick&Doof-Film. Die Computertechnik bekommt das heute so gut hin, dass man nicht auf die Idee kommen würde, dass das mal schwarzweiss war. Allerdings weiß trotzdem niemand mehr, ob die Tischdecke nun rot oder blau war, als die Filme gedreht wurden.
Einerseits also tolle Technik... andererseits die Gefdahr, dass die Studios den Dollar im Blick haben und den "Kunden" mit 3D-Marketing abspeisen.
Warten wirs ab.

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Brennegan

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Ich bin echt skeptisch. Lucasfilm hat ja shcon seit einigen Jahren an einer 3D-Umsetzung von Star Wars rumprobiert und war bisher so unzufrieden, dass es erstmal auf Eis gelegt wurde. So toll kann es also noch nicht sein.
Zumal ich im Kino erlebt habe, dass billige Pseudo-3d-Technik (also die Umwandlung von Filmen durch einfache Dopplung des Bildes) zu einem Flackern zwischen den beiden Brillengläsern führt, das man ungewollt wahr nimmt. Und das war bei einem zwei Minuten Trailer schon nervig.

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