Bearbeiten

Nur wer Musicals liebt, kann auch Kino lieben

Mr Vincent Vega (Rajko Burchardt), Veröffentlicht am 13.06.2012, 08:50

Tom Cruise ist jetzt in seiner ersten Musical-Rolle zu sehen. Mr. Vincent Vega plädiert für das wahrhaftigste aller Filmgenres, bevor wieder einmal kollektiv Nasen gerümpft und Ohren verschlossen werden.

Mr. Vincent Vega / Rock of Ages Mr. Vincent Vega / Rock of Ages © Warner Bros. Pictures

Eine Abendvorführung von Rock of Ages. Der Saal ist gut gefüllt. Da sitzen Journalisten, so was Ähnliches wie Journalisten (Blogger) und auch viele durchschnittliche Kinogänger, die sich wohl auf einen neuen Film mit Tom Cruise freuen. Was einige – oder offenbar doch sehr viele – von ihnen nicht zu wissen scheinen: Er wird singen. Alle werden singen. Und tanzen werden sie auch. Denn Rock of Ages ist, was denn auch sonst, ein Musical. Eines, das zunächst am Broadway Erfolge feierte, bevor es nun diesen Donnerstag unter der Regie des genreversierten Regisseurs Adam Shankman (Hairspray) in unsere Kinos kommt.

Es dauert nur wenige Minuten, da fängt die Hauptdarstellerin des Films auch schon zu trällern an. Und mit ihr ein ganzer Reisebus. Nicht einmal wenige Sekunden hingegen vergehen, ehe ein Raunen durch die Saalreihen geht. Demonstratives Stöhnen und Kichern, lautstarke Abschätzigkeit, zur Schau gestellte Fremdscham, so scheint es. Zwei Stunden lang geht das so, denn auch beinahe zwei Stunden lang wird gesungen in Rock of Ages, dem wohl quietschfidelsten Musical des Jahres. Ein Film, dessen großartiges Camp-Potenzial mitunter in so unermessliche Höhen schnellt wie einst im Genreklassiker schlechthin, Meine Lieder, meine Träume mit Julie Andrews.

Dieses gilt als das erfolgreichste Musical aller Zeiten. Auf der ganzen Welt schauen die Menschen es immer und immer wieder, nicht nur in den USA zählt der Film von Robert Wise zum allgemeinen Kulturgut. Außer in Deutschland. Hier, wo es eine Musical-Kultur nie gegeben hat. Wo erst der Revuefilm seine Blütezeit feierte, um dann von den Nazis instrumentalisiert und vom Schlagerkino abgelöst zu werden. Wo einige der größten MGM-Evergreens bis heute nicht einmal veröffentlicht und wo Arthur Freed oder Busby Berkeley bestenfalls Spezialisten ein Begriff sind. Hier eben, wo sogar ein Fachpublikum raunt und stöhnt und kichert, wenn im Kino gesungen wird.

Dabei nutzt kein Genre, außer vielleicht der Actionfilm, die Möglichkeiten des Kinos so ausdrucksstark wie das Musical, treibt keines die Darstellungsformen so sehr an ihre Grenzen, um zur puren Essenz von Film zu werden: in einer Rhythmisierung der Bilder und Töne, in der unmittelbaren Konkretisierung des Materials. Nicht zuletzt erfordert der Song, seine choreographierte Präsentation, im Musical die absolute Kontrolle aller filmischen Mittel, mit denen er in Einklang gebracht werden muss. Durch die er zu leben beginnt. Durch die eben auch sie vor einer beispiellosen Herausforderung stehen. Kaum ein großer amerikanischer Filmemacher hat sich nicht daran versucht.

Besungen werden die Gefühle, zur Echtheit gebracht die Empfindungen. Erst in der gestalterischen Verfremdung durch Studiodekors, expressive Hintergründe, eskapistische Momente wird das gesummte Wort wahr. Erst in der emotionalen Überhöhung des Musicals, im Singen und Tanzen, findet das Melodramatische ganz zu sich. Und alles, worum es im Kino geht, ist ja schließlich melodramatisch.

Da heißt es dann kurioserweise in den vielen, vielen Klischees gegen das Filmmusical: Die singen ja. Die tanzen nur. Eine Handlung gäbe es auch nicht. Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street von Tim Burton etwa, so las ich seinerzeit in den Internetforen angeblicher Cineasten, sei ja eigentlich ein guter Film, hätte man nur die Songs weggelassen. Natürlich: So wie ja ein Porno auch viel besser wäre, ohne all den lästigen Sex dazwischen. Und dass eben gerade Stephen Sondheims Musik, eine Jahrhundertkomposition zweifelsohne, dem Burton-Film erst zu seiner Erzählstruktur verhilft, ist wohl nicht so wichtig. Oder dass das von Judy Garland sehnsüchtig gesungene “Somewhere over the Rainbow” in Der Zauberer von Oz dem Zuschauer den Schlüssel zu ihrer Figur reicht. Oder dass der nicht zufällig eindrücklichste Moment in Magnolia jener ist, in dem alle Figuren ganz plötzlich, für sich, zu singen beginnen.

Keine Szene jedoch hat jemals wieder so deutlich herausgearbeitet, worum es im Filmmusical eigentlich geht, wie Gene Kellys legendärer Regenschirmtanz im Meisterwerk Du sollst mein Glücksstern sein: Ganz auf einmal, ganz im Liebestaumel, stimmt er das zum Evergreen avancierte Titellied an. Redensarten zufolge könnten wir singen vor Glück oder tanzen vor Freude, wenn die großen Gefühle kein Halten mehr kennen. Gene Kelly macht beides, einfach so. Echte Emotionen, echtes Kino. Nur im Musical.


Mitgliedern gefällt diese News


Deine Meinung zum Artikel Nur wer Musicals liebt, kann auch Kino lieben


Kommentare

über Nur wer Musicals liebt, kann auch Kino lieben


jp@movies

Kommentar löschen

Die Aussage ist mir zu provokant, wenn auch der Text selbst als Plädoyer sympathisch, aber knapp daneben ist trotzdem vorbei. Denn echte Emotionen kommen überall da auf, wo ein Song seine Bilder findet - und dass ist eine Kunst für sich. Aber vom HIGH SCHOOL MUSICAL zu ROCK ’N’ ROLL HIGH SCHOOL ist es ein weiter Weg. Als Kind haben mich die Gesangseinlagen in Filmen mit Danny Kaye, Frank Sinatra, Dean Martin, Jerry Lewis, Fred Astaire, Gene Kelly und Co. immer nur genervt. Vielleicht weil ich kein Englisch konnte, vielleicht weil es wohl meistens was mit “Liebe” zu tun hatte - Songs und Tanz waren für mich noch lange danach eine Spaßbremse - bis ich durch den obigen Film die Ramones kennenlernte, und spontan ein Fan dieser offensichtlich harmlosen Außerirdischen zu werden.

Pop- und Rocksongs im Film haben wir EASY RIDER, Dennis Hopper und einer glücklichen Fügung zu verdanken, und die ziehe ich den eigens für Filme geschriebenen Nummer vor. Zur Perfektion gebracht hat es Wes Anderson in seinen Filmen, aber um bei Mr. Hopper zu bleiben komme ich lieber auf David Lynch zu sprechen, der in BLUE VELVET unter Beweis gestellt hat, dass sich selbst unter der Oberfläche einer harmlosen Popnummer wie “in dreams” von Roy Orbison purer Horror verbergen kann. In MULHOLLAND DRIVE ist es dann “crying” von Roy Orbison auf Spanisch: “llorando”. Selbst Kubrick ist dem Charme von Songs erlegen, ob Zeitkolorit wie in FULL METAL JACKET oder Chris Isaak am Anfang von EYES WIDE SHUT - nichts ist kraftvoller als der richtige Song im richtigen Moment. Unter der Dusche oder im Auto singt man nun einmal eher dergleichen, als Musical-Futter. Kurz: Songs sind näher am Leben, und selbst die beiden eben erwähnten Klischeesituationen überzeugender, als ein großartig tanzender Gene Kelly. Eine Choreographie bleibt immer das, was sie ist.

Aber selbst mit Songs kann man viel verkehrt machen. Eine Folge GLEE möge da als Beispiel reichen. Dabei beweisen TREME oder FLIGHT OF THE CONCHORDS wie man (mit) Musik im 21. Jahrhundert erzählen kann. Da kommt ein Musical nicht gegen an. Aber die MUPPETS. Und SWEENEY TODD lässt mich kalt, obwohl ich Johnny Depp gerne singen höre, aber allein die Eröffnungsszene von ACROSS THE UNIVERSE verursacht mir Gänsehaut. So muss Musical heute sein.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Joeyjoejoe17

Kommentar löschen

Etwas arg provokative Überschrift, auf die im Text dann gar nicht näher eingegangen wird. Schade.

Dennoch wahnsinnig guter Text! Bitte mehr davon, lieber Vincent Vega und liebes MP! :)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

L-viz

Kommentar löschen

Musicals sind schon als Musicals fragwürdig, aber als Film erst recht unerträglich. Es hat schon etwas irreales und debiles, wenn Leute, aus welchen Gründen auch immer, anfangen zu singen. Die Ernsthaftigkeit eines Films ist damit endgültig beseitigt. Mich nerven schon die Disneyfilm-Gesangseinlagen, weil sie die Handlung nicht voran bringen und auch sonst nichts beitragen. Wenn die Lieder wenigstens gut wären, aber das ist selten genug der Fall, wenn sich ein Künstler auf Kosten der Zuschauer selbstverwirklichen will. Sollen die doch zusammen eine Platte aufnehmen, wenn sie meinen, dass das nötig wäre.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

TWDuke

Antwort löschen

jaja. böse menschen singen keine lieder.


rockoholic

Antwort löschen

Böse Menschen singen andere Lieder .........


Dick Laurent

Kommentar löschen

Großartig. Das erste mal das ich bei moviepilot nach einer pdf-download taste geguckt habe :)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

FlintPaper

Kommentar löschen

1) Musicals rocken!
2) Vega rockt!
3) random argument: Dark Cadance http://www.youtube.com/watch?v=UzsxfO7dBlA

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Smoover

Kommentar löschen

Ich muss zugeben, dass ich mich früher öfters über Musik in Filmen oder Serien geschämt oder einfach nur darüber Lustig gemacht habe ohne einen wirklichen Grund zu haben.
Spätesten seit Sweeny Todd weiss ich Musicals zu schätzen und mit Dancer in the Dark habe ich sogar einen Lieblingsfilm in diesem Genre. Ich finde es sehr Schade, dass sich sehr viele Menschen sich genauso verhalten wie ich früher.

Top Artikel Mr. Vincent Vega!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Mein Senf

Antwort löschen

Das klingt als glaubtest du, die Liebe zu Musicals hätte etwas mit geistiger Reife zu tun.


nerdkiller

Kommentar löschen

"Nur wer Musicals liebt, kann auch Kino lieben"

Nein.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

FlintPaper

Antwort löschen

Wer Musicals nicht liebt, liebt das Kino nur selektiv.


nerdkiller

Antwort löschen

Theater: ja, Oper: von mir aus auch ja, doch Musicals: never


Rukus

Kommentar löschen

Dass Musik für das Medium Film fast schon essenziell ist, würde ich sofort unterschreiben. Stellen wir uns doch mal Psycho oder Jaws ohne die allseits bekannte Untermalung vor. Das wirkt nicht. Oder nehmen wir einen Horrorfilm, der von nem flotten Swing begleitet wird. Das wäre experimentell, könnte durchaus gut sein, aber es erreicht nicht die Wirkung, die man will.

Auch zum Eintauchen in eine fremde Welt oder in eine spezielle Situation setzt man gezielt Musik ein. Ich denke da nur an so geniale Soundtracks, wie der von Basil Poledouris in Conan oder die Stimmungsvolle Begleitung bei Braveheart. Oder schlicht Eye of the Tiger in Rocky. Dieses Mitfiebern, Identifizieren, oder einfach nur dieser Schauer, der einem durch den ganzen Körper geht. Man erinnert sich an die Szenen, wenn man die Musik hört, ist wieder mitten im Film.

Das klappt natürlich auch, wenn man sich die In-Film Musik vor Augen führt. Denken wir an Singing in the Rain, den Schornsteinfegersong aus Mary Poppins oder natürlich Bohemian Rhapsody. Auch Disney hat uns viele dieser Momente beschert. Auch wenn mich einige eher verfolgen, kann ich mir doch Balu mit seinem Smashhit immer wieder geben. Probiers mal mit Gemütlichkeit! Na, Ohrwurm aktiviert? ;)

Die hier ausgegebene These kann ich jedoch nicht teilen. Kino, Filme, das ist einfach klasse. Ich könnte tagelang einen Film nach dem anderen gucken. Das kennen einige hier sicherlich auch. Auf Musicals kann ich allerdings weitestgehend verzichten. Klar, es gibt Musikfilme, die auch mich wirklich begeistern, aber die meisten Musicals entgeistern mich eher. Gesang, und vor allem Tanz sind für mich eher ein "kann man mal Einbauen" Ding. Ich halte es da mal wieder mit Paracelsus. Der wusste, dass die Dosis das Gift macht. Viel lieber sind mir da die Momente, wo ein Stück aus dem Off mich mitreisst, in den Film zieht, den Figuren und dem Geschehen, der Welt im Film näher bringt. So, wie bei Rocky, Conan oder Braveheart.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mein Senf

Kommentar löschen

Eine äußerst gelungene Polemik, die im Ton so leidenschaftlich und pathetisch geschrieben ist, wie eine gute Musicalnummer. Im Kern stimme ich dir aber kein bisschen zu, deswegen hier mal eine notwendige Gegendarstellung

Musicals sind i.d.R purer Eskapismus und sollten daher wunderbar zum Medium Film passen. Sie sprechen archaische Emotionen und weniger den Intellekt an. Daran ist zunächst einmal nichts einzuwenden, aber das ist der Grund, warum sie bei der eher intellektuell interessierten Filmkritik eher argwöhnisch betrachtet werden. Dabei verkennen Filmkritiker, dass die große Stärke des Mediums "Film" eben auch im Eskapismus besteht. Film kann wie kaum ein anderes Medium einzigartige, emotionale (Bilder-)Welten erschaffen, manchmal zum puren Selbstzweck, aber im Optimalfall auch, um das Publikum über die Bilder intellektuell zu stimulieren.

Warum funktionieren Musicals im Medium Film also trotzdem nur sehr begrenzt? Diese eigentümliche Mischung aus Oper, Theater und Varietee zelebriert doch ebenfalls dasgroße Spektakel. Der Grund: Musical leben dramaturgisch vom äußeren Konflikt und dafür eignet sich das Medium Theater, bzw. die Theaterbühne einfach sehr viel besser als der Film. Hier werden die großen menschlichen Dramen viel überbordender, effektiver und -nennen wir das Kind beim Namen- theatralischer verhandelt als in Filmen. Was auf der Theaterbühne angemessen wirkt, driftet im Film leider häufig ins Lächerliche ab und da singende Menschen sozusagen die logische Endstufe einer (vollkommen wertungsfrei) theatralischen Darbietungskunst sind, wirken Menschen, die aufgrund ihres Gefühlsüberschuss oder sonstigen plötzlichen Impulses plötzlich anfangen zu singen, in Filmen seltsam irritierend als inspirierend. Nicht umsonst versuchen Tanzfilme oder die Musicalserie "Glee" ihre Tanz- bzw. Gesangsnummer logisch in die Handlung einzuflechten, statt sie für sich allein stehen zu lassen.

Musicals gehören eindeutig auf die Theaterbühne: Nur dort entsteht dieses sehr spezielle Band zwischen Publikum und Künstler, als auch innerhalb des Publikums. Ein großer gruppendynamischer Effekt, der ungeheuer wichtig für Musicals ist, der im Kino -oder allein vor der Glotze- aber so nie stattfinden kann. Musical brauchen die große exalierte Bühne, um ihre pathetischen Botschaften und die große Emotion glaubhaft transporieren zu können. Auf der Leinwand verkommen Musical fast zwangsläufig zu einer eitlen, imagepflegenden Egoshow, bei der Stars wie Tom Cruise, Maryl Streep, Pierce Brosman, John Travolta etc. ihrem Publikum zeigen dürfen, wie facettenreich, mutig und menschlich sie doch sind, wenn sie mit brüchiger Stimme Musicalnummer zum besten geben.

Muscials und Film - das bleibt immer ein Kompromiss. Ist in etwas so, als hört man sich eine Live-CD an - das habe ich auch immer nicht so ganz verstanden.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Rukus

Antwort löschen

Zustimmung von den Rängen! ;)

Der Part mit der Live-CD ist interessant. Wenn man dabei war, ist es eine tolle Möglichkeit, sich das Ereignis nochmal zu vergegenwärtigen, ansonsten scheiden sich auch hier wohl die Geister. Ganz abgesehen davon, dass einige Bands Live besser sind als andere bzw. die Studioversion. Allerdings gibt es immer wieder einmal Live-Stücke, die man eigentlich garnicht mehr als Album-Version hören will. Freiheit von Westernhagen fällt mir da ein. War von Bruce Springsteen oder The Bard's Song von Blind Guardian.


FlintPaper

Antwort löschen

"Musical brauchen die große exalierte Bühne"... oder einen fetten Beamer und Zuschauer mit ausreichend Enthusiasmus lol :D. Aber schöne Gegendarstellung, ja.


Kubrick_obscura

Kommentar löschen

Was für ein wundervoller Text, ich bin ganz auf deiner Seite und murmel mich in den Schützengräben der Musical-, sprich Kinofreunde, ein. Ich hoffe dennoch, bald wird richtig angeeckt. :D

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

DeDavid

Kommentar löschen

Großartiger Artikel und ein weiterer Beweis, dass es um moviepilot überhaupt nicht so schlecht steht.

Es entsteht der Wunsch THE SOUND OF MUSIC sehen zu wollen und zwar sofort.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

DeDavid

Antwort löschen

Geht klar. ;)


lieber_tee

Kommentar löschen

Was mich jetzt noch interessiert würde wäre wie der TomTom so singen kann und herüberkommt...Ach, eigentlich nicht.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Rukus

Antwort löschen

Ob Musicalbefürworter, oder nicht, ich glaub, das ist etwas, auf das wir alle gut verzichten können. ;p


sweetForgiveness

Kommentar löschen

MusicalFan fürs Leben und ein Leben danach :) Schöner Text!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MaecFly

Kommentar löschen

Netter Text, aber ausgerechnet "The Sound of Music" für die angebliche Musical-Verdrossenheit der Deutschen herauszustellen, halte ich für falsch. Das dieser Film in D kaum bekannt ist, ist wohl eher ein Problem der Geschichtsaufarbeitung dieses dunklen Kapitels, die hierzulande nur Guido Knopp oder "ernsthafte" Kriegsfilme vornehmen dürfen. Eskapismus im Dritten Reich - das passt irgendwie nicht in das Filmverständnis der Deutschen.

Einen spezielles deutsches Problem mit Musicals im Allgemeinen sehe ich übrigens nicht. "Sweeney Todd", "Mamma Mia!" und vor längerer Zeit "Moulin Rouge" waren doch ordentliche Erfolge. Und das viele ältere MGM-Musicals in D auf eine Veröffentlichung warten, halte ich für kein Argument: Wieviele Meisterwerke von Kobayashi, Imamura, Antonioni, Zulawski usw. warten denn ebenfalls auf eine Veröffentlichung? Das ist doch kein spezielles Musical-Problem.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

the gaffer

Kommentar löschen

Hier wird ja nur gekuschelt. Buuuh! :D

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

bobo-lemon

Antwort löschen

@Julio: Nee, auf missionarische Belehrungen reagiere ich allergisch.


Mr Vincent Vega

Antwort löschen

Spätestens die übernächste Ausgabe, sofern alles so läuft wie geplant, wird mich 100 Freunde kosten. Keine Sorge, Jenny, da geht noch was.


Mr. Pink

Kommentar löschen

Ich finde, dass die Gesamtpräsentation immer passen muss. In "Don" empfand ich die plötzlichen Gesangseinlagen zum Beispiel als unpassend und störend. Grundsätzlich sehe ich Musicals aber auch sehr gerne. Meine absoluten Favoriten sind "Once more with Feeling" aus "Buffy the Vampire Slayer" und "Repo! The Genetic Opera".

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

mitcharts

Antwort löschen

"They got the mustard ooooooooooooooooout!" :D

Mit eine der besten Folgen dieser grandiosen Serie. Whedon! <3


Mr. Pink

Antwort löschen

*DIE beste Folge


Hitmanski

Kommentar löschen

Wundervoll in jeder Hinsicht! The Sound of Music <3

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

bobo-lemon

Kommentar löschen

Ein schönes Plädoyer, nur könnte da jetzt auch genauso gut die - sicherlich gut begründbare - Aussage stehen, bei Klassik handle es sich um die Quintessenz der Musik: es wird nichts an meiner Abneigung gegen singende Lokomotiven, Löwen, Vampire, Barbiere, Tarzäne, Phantome oder anderem Gedöns ändern. Und da hat mir ein trällernder Tom Cruise gerade noch gefehlt.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

lieber_tee

Kommentar löschen

Schöne, leidenschaftliche Liebeserklärung an das Musical, Rajko. Ich kann mir so richtig vorstellen wie du kopfschüttelnd über die Zuschauerreaktionen in der Rock of Ages-Vorstellung gesessen hast.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

R2-D2

Kommentar löschen

Ich werde nie verstehen, dass man in ein Musical geht, um sich dann über fehlende Handlung und zuviel Gesang zu beschweren. Oder darüber, dass die Schauspieler keine professionellen Sänger sind. Musicals sollen keine tiefgründige, wendungsreiche Geschichte erzählen, sondern einfach Spaß machen und vordergründig durch eines unterhalten: die Musik. Wer das immer noch nicht verstanden hat, sollte dem Genre ganz einfach fern bleiben, statt immer nur zu motzen.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten

Kängufant

Antwort löschen

Naja, aber in Berlin hast du sogar in Spät-OV-Vorstellungen zB von Disneyfilmen, nervige Kinder, die rumrennen und sich beschweren, daß sie kein Wort verstehen, bloß weil Papa denkt, sie sollten gefälligst endlich ihrem Wunderkindstatus gerecht werden und Fremdsprachen lernen - das kommt hier ja sogar in Pressevorführungen vor... :) Und das Kommentieren der Filmhandlung, sei es um die geistig nicht ganz so hoch eingeschätzte Begleitung zu beeindrucken oder einfach weil man sich selbst für den besseren Autoren hält, gibt es sogar im Arsenal mitunter... Alles in allem: Ich fürchte, wir sind verdammt


R2-D2

Antwort löschen

Ich will ab sofort nur noch Privatvorführungen oder das Privileg, ungebührenden Kinobesuchern Hausverbot erteilen zu können!


Le Samourai

Kommentar löschen

Sehr guter Text, wenngleich ich auch nicht jeden Satz unterschreiben würde. :)

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Julio Sacchi

Kommentar löschen

Vinnie schraubt das Moviepilot-Niveau in ungeahnte Höhen. Schon allein dafür gebührt ihm unser Dank.

bedenklich? 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Julio Sacchi

Antwort löschen

Erstmal das - und dann klingts auch einfach ungelenk, unkreativ und kacke.


lieber_tee

Antwort löschen

Ich fände "Vinc pustet in euer Hirn" auch besser...;)


Prestigeww

Kommentar löschen

Musical und Operette haben leider den Ruf der dümmlichen Massenbespaßung, und es gibt leider auch im Kino genug Beispiele, die diesem Ruf gerecht werden. Andererseits sind auch einige der besten Kinofilme überhaupt Musicals. Als erfahrener Kinogänger ist man einfach gewohnt, erstmal vom Schlimmsten auszugehen.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

mikemacbean

Kommentar löschen

Hell Yeah! Lange lebe das Musical! Tits and Ass! I'm so ronery! Blame Canada!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fuzzy Dunlop

Kommentar löschen

Ich gehöre zwar auch zu den notorischen Musical-Hassern (bis auf "Hair") aber der Artikel hat mir trotzdem gut gefallen

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Markbln

Kommentar löschen

Ist das zitierte Revuetheater und die Operette nicht das deutsche Pedant zum Musical?
Diese klassischen Dinger mag ich nicht besonders. Live würde ich mir das nicht geben können. "Kaum ein großer amerikanischer Filmemacher hat sich nicht daran versucht" ist wohl in der Begeisterung über das Genre eine etwas gewagte Aussage.
Ansonsten finde ich die Argumentation nachvollziehbar.
Als ich letztens zum ersten mal "Mary Poppins" sah, habe ich Bauklötze gestaunt. Trotzdem werden diese klassischen Teile niemals meins, das geht zu sehr gegen mein Musikverständnis.
Aber Musicalfilme, die auch ein bissel was erzählen wie "Hair", "Rocky Horror" oder "Cabaret" finde ich sehr entertaining.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Kraizee

Antwort löschen

bei Revuetheater, Operette und Musical verschwimmen sicherlich manchmal die Grenzen, aber die ersteren beiden als deutsches Pendant zum Musical zu begreifen greift zu kurz.
Alle drei nutzen unterschiedliche Formen und herangehensweisen an den Stoff. Wobei gerade der Begriff Musical heutzutage so oft gebraucht wird, das in ihm sich fast alle modernen "Bühnensingstücke" mit ausnahme einer weniger Opern wiederfinden können.


schwedenretter

Kommentar löschen

Interessanter Beitrag, dass muss ich zugeben, die Kinopräferenzen der Deutschen sind gut ausgeleuchtet.
Was die Beschreibung des Musicals als pure Essenz des Films und des Genres, welches die filmischen Möglichkeiten am besten zu gebrauchen weiß, angeht, wiederspreche ich in jedem einzelnen Punkt.

Musicals auf Band sind furchtbar.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmsuechtiger

Kommentar löschen

Sweeney Todd wäre als Nicht-Musical besser.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Filmsuechtiger

Antwort löschen

Die King-Adaption liegt hier bereits, bin nur noch nicht zum Gucken gekommen. Burtons Version mag ich ja auch, doch der Kontrast zwischen den nihilistischen Aspekten und der lockeren Musicalinszenierung stört mich sehr.

Meiner Meinung nach wäre Sweeney Todd als Nicht-Musical nicht wie ein Porno ohne Sex, sondern wie ein Film von David Hamilton ohne Weichzeichner - wer weiß, welch roher Diamant sich hinter dem geschliffenen Äußeren verbergen könnte...


Mr Vincent Vega

Antwort löschen

Burtons Version ist aber nun mal eine Adaption des (überlebensgroßen) Sondheim-Klassikers. Die "Legende" als solche wurde ja bereits mehrfach verfilmt. Verstehe den Einwand schlicht nicht.


Stefan_R.

Kommentar löschen

Manchmal darf man ruhig anecken. Was wurde ich etwa komisch angesehen, als ich MAMMA MIA! zu einem meiner Lieblingsfilme wählte. Schön zu wissen, dass man nicht allein ist ;)

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ines Walk

Kommentar löschen

"Und alles, worum es im Kino geht, ist ja schließlich melodramatisch." - weit aus dem Fenster gelehnt, Mr. Vega ... auch wenn ich das nicht unschreiben würde und auch sonst die reine Form des Kinos in anderen Film-Momente sehen, ist es mutig, dem Musical zu seinem Recht zu verhelfen.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Marie Krolock

Kommentar löschen

Ganz ganz wunderbar!! Toller Text, danke.
Es lebe das Musical :)

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Marie Krolock

Antwort löschen

Und das habe ich nicht nur einmal gesehen, das kann ich dir sagen ;) Tanz der Vampire ist mein absolutes Lieblingsmusical.


sweet_angel6892

Antwort löschen

Ich liebe es auch total^^ und wie gerne ich immer noch die Musik höre :) leider habe ich es bisher nur einmal gesehen. Es ist richtig schade, dass die jetzt weggehen :( wollte so gerne noch einmal hin. Aber ich werde mir noch gaaaanz viele Musicals ansehen^^ zumindest ist das mein Plan xD