Nur wer Musicals liebt, kann auch Kino lieben
Mr Vincent Vega (Rajko Burchardt), Veröffentlicht am 13.06.2012, 08:50
Mr. Vincent Vega / Rock of Ages
© Warner Bros. Pictures
Eine Abendvorführung von Rock of Ages. Der Saal ist gut gefüllt. Da sitzen Journalisten, so was Ähnliches wie Journalisten (Blogger) und auch viele durchschnittliche Kinogänger, die sich wohl auf einen neuen Film mit Tom Cruise freuen. Was einige – oder offenbar doch sehr viele – von ihnen nicht zu wissen scheinen: Er wird singen. Alle werden singen. Und tanzen werden sie auch. Denn Rock of Ages ist, was denn auch sonst, ein Musical. Eines, das zunächst am Broadway Erfolge feierte, bevor es nun diesen Donnerstag unter der Regie des genreversierten Regisseurs Adam Shankman (Hairspray) in unsere Kinos kommt.
Es dauert nur wenige Minuten, da fängt die Hauptdarstellerin des Films auch schon zu trällern an. Und mit ihr ein ganzer Reisebus. Nicht einmal wenige Sekunden hingegen vergehen, ehe ein Raunen durch die Saalreihen geht. Demonstratives Stöhnen und Kichern, lautstarke Abschätzigkeit, zur Schau gestellte Fremdscham, so scheint es. Zwei Stunden lang geht das so, denn auch beinahe zwei Stunden lang wird gesungen in Rock of Ages, dem wohl quietschfidelsten Musical des Jahres. Ein Film, dessen großartiges Camp-Potenzial mitunter in so unermessliche Höhen schnellt wie einst im Genreklassiker schlechthin, Meine Lieder, meine Träume mit Julie Andrews.
Dieses gilt als das erfolgreichste Musical aller Zeiten. Auf der ganzen Welt schauen die Menschen es immer und immer wieder, nicht nur in den USA zählt der Film von Robert Wise zum allgemeinen Kulturgut. Außer in Deutschland. Hier, wo es eine Musical-Kultur nie gegeben hat. Wo erst der Revuefilm seine Blütezeit feierte, um dann von den Nazis instrumentalisiert und vom Schlagerkino abgelöst zu werden. Wo einige der größten MGM-Evergreens bis heute nicht einmal veröffentlicht und wo Arthur Freed oder Busby Berkeley bestenfalls Spezialisten ein Begriff sind. Hier eben, wo sogar ein Fachpublikum raunt und stöhnt und kichert, wenn im Kino gesungen wird.
Dabei nutzt kein Genre, außer vielleicht der Actionfilm, die Möglichkeiten des Kinos so ausdrucksstark wie das Musical, treibt keines die Darstellungsformen so sehr an ihre Grenzen, um zur puren Essenz von Film zu werden: in einer Rhythmisierung der Bilder und Töne, in der unmittelbaren Konkretisierung des Materials. Nicht zuletzt erfordert der Song, seine choreographierte Präsentation, im Musical die absolute Kontrolle aller filmischen Mittel, mit denen er in Einklang gebracht werden muss. Durch die er zu leben beginnt. Durch die eben auch sie vor einer beispiellosen Herausforderung stehen. Kaum ein großer amerikanischer Filmemacher hat sich nicht daran versucht.
Besungen werden die Gefühle, zur Echtheit gebracht die Empfindungen. Erst in der gestalterischen Verfremdung durch Studiodekors, expressive Hintergründe, eskapistische Momente wird das gesummte Wort wahr. Erst in der emotionalen Überhöhung des Musicals, im Singen und Tanzen, findet das Melodramatische ganz zu sich. Und alles, worum es im Kino geht, ist ja schließlich melodramatisch.
Da heißt es dann kurioserweise in den vielen, vielen Klischees gegen das Filmmusical: Die singen ja. Die tanzen nur. Eine Handlung gäbe es auch nicht. Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street von Tim Burton etwa, so las ich seinerzeit in den Internetforen angeblicher Cineasten, sei ja eigentlich ein guter Film, hätte man nur die Songs weggelassen. Natürlich: So wie ja ein Porno auch viel besser wäre, ohne all den lästigen Sex dazwischen. Und dass eben gerade Stephen Sondheims Musik, eine Jahrhundertkomposition zweifelsohne, dem Burton-Film erst zu seiner Erzählstruktur verhilft, ist wohl nicht so wichtig. Oder dass das von Judy Garland sehnsüchtig gesungene “Somewhere over the Rainbow” in Der Zauberer von Oz dem Zuschauer den Schlüssel zu ihrer Figur reicht. Oder dass der nicht zufällig eindrücklichste Moment in Magnolia jener ist, in dem alle Figuren ganz plötzlich, für sich, zu singen beginnen.
Keine Szene jedoch hat jemals wieder so deutlich herausgearbeitet, worum es im Filmmusical eigentlich geht, wie Gene Kellys legendärer Regenschirmtanz im Meisterwerk Du sollst mein Glücksstern sein: Ganz auf einmal, ganz im Liebestaumel, stimmt er das zum Evergreen avancierte Titellied an. Redensarten zufolge könnten wir singen vor Glück oder tanzen vor Freude, wenn die großen Gefühle kein Halten mehr kennen. Gene Kelly macht beides, einfach so. Echte Emotionen, echtes Kino. Nur im Musical.
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Kommentare
über Nur wer Musicals liebt, kann auch Kino lieben
Joeyjoejoe17 Thu, 14 Jun 2012 05:14:40 -0000
Kommentar löschenEtwas arg provokative Überschrift, auf die im Text dann gar nicht näher eingegangen wird. Schade.
Dennoch wahnsinnig guter Text! Bitte mehr davon, lieber Vincent Vega und liebes MP! :)
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L-viz Wed, 13 Jun 2012 23:01:37 -0000
Kommentar löschenMusicals sind schon als Musicals fragwürdig, aber als Film erst recht unerträglich. Es hat schon etwas irreales und debiles, wenn Leute, aus welchen Gründen auch immer, anfangen zu singen. Die Ernsthaftigkeit eines Films ist damit endgültig beseitigt. Mich nerven schon die Disneyfilm-Gesangseinlagen, weil sie die Handlung nicht voran bringen und auch sonst nichts beitragen. Wenn die Lieder wenigstens gut wären, aber das ist selten genug der Fall, wenn sich ein Künstler auf Kosten der Zuschauer selbstverwirklichen will. Sollen die doch zusammen eine Platte aufnehmen, wenn sie meinen, dass das nötig wäre.
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rockoholic Wed, 05 Dec 2012 23:39:49 -0000
Antwort löschenBöse Menschen singen andere Lieder .........
Dick Laurent Wed, 13 Jun 2012 22:38:15 -0000
Kommentar löschenGroßartig. Das erste mal das ich bei moviepilot nach einer pdf-download taste geguckt habe :)
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FlintPaper Wed, 13 Jun 2012 20:05:33 -0000
Kommentar löschen1) Musicals rocken!
2) Vega rockt!
3) random argument: Dark Cadance http://www.youtube.com/watch?v=UzsxfO7dBlA
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Smoover Wed, 13 Jun 2012 16:20:04 -0000
Kommentar löschenIch muss zugeben, dass ich mich früher öfters über Musik in Filmen oder Serien geschämt oder einfach nur darüber Lustig gemacht habe ohne einen wirklichen Grund zu haben.
Spätesten seit Sweeny Todd weiss ich Musicals zu schätzen und mit Dancer in the Dark habe ich sogar einen Lieblingsfilm in diesem Genre. Ich finde es sehr Schade, dass sich sehr viele Menschen sich genauso verhalten wie ich früher.
Top Artikel Mr. Vincent Vega!
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Mein Senf Thu, 14 Jun 2012 06:29:33 -0000
Antwort löschenDas klingt als glaubtest du, die Liebe zu Musicals hätte etwas mit geistiger Reife zu tun.
nerdkiller Wed, 13 Jun 2012 14:48:50 -0000
Kommentar löschen"Nur wer Musicals liebt, kann auch Kino lieben"
Nein.
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FlintPaper Wed, 13 Jun 2012 20:08:18 -0000
Antwort löschenWer Musicals nicht liebt, liebt das Kino nur selektiv.
nerdkiller Wed, 13 Jun 2012 22:09:48 -0000
Antwort löschenTheater: ja, Oper: von mir aus auch ja, doch Musicals: never
Rukus Wed, 13 Jun 2012 13:58:19 -0000
Kommentar löschenDass Musik für das Medium Film fast schon essenziell ist, würde ich sofort unterschreiben. Stellen wir uns doch mal Psycho oder Jaws ohne die allseits bekannte Untermalung vor. Das wirkt nicht. Oder nehmen wir einen Horrorfilm, der von nem flotten Swing begleitet wird. Das wäre experimentell, könnte durchaus gut sein, aber es erreicht nicht die Wirkung, die man will.
Auch zum Eintauchen in eine fremde Welt oder in eine spezielle Situation setzt man gezielt Musik ein. Ich denke da nur an so geniale Soundtracks, wie der von Basil Poledouris in Conan oder die Stimmungsvolle Begleitung bei Braveheart. Oder schlicht Eye of the Tiger in Rocky. Dieses Mitfiebern, Identifizieren, oder einfach nur dieser Schauer, der einem durch den ganzen Körper geht. Man erinnert sich an die Szenen, wenn man die Musik hört, ist wieder mitten im Film.
Das klappt natürlich auch, wenn man sich die In-Film Musik vor Augen führt. Denken wir an Singing in the Rain, den Schornsteinfegersong aus Mary Poppins oder natürlich Bohemian Rhapsody. Auch Disney hat uns viele dieser Momente beschert. Auch wenn mich einige eher verfolgen, kann ich mir doch Balu mit seinem Smashhit immer wieder geben. Probiers mal mit Gemütlichkeit! Na, Ohrwurm aktiviert? ;)
Die hier ausgegebene These kann ich jedoch nicht teilen. Kino, Filme, das ist einfach klasse. Ich könnte tagelang einen Film nach dem anderen gucken. Das kennen einige hier sicherlich auch. Auf Musicals kann ich allerdings weitestgehend verzichten. Klar, es gibt Musikfilme, die auch mich wirklich begeistern, aber die meisten Musicals entgeistern mich eher. Gesang, und vor allem Tanz sind für mich eher ein "kann man mal Einbauen" Ding. Ich halte es da mal wieder mit Paracelsus. Der wusste, dass die Dosis das Gift macht. Viel lieber sind mir da die Momente, wo ein Stück aus dem Off mich mitreisst, in den Film zieht, den Figuren und dem Geschehen, der Welt im Film näher bringt. So, wie bei Rocky, Conan oder Braveheart.
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Mein Senf Wed, 13 Jun 2012 13:43:40 -0000
Kommentar löschenEine äußerst gelungene Polemik, die im Ton so leidenschaftlich und pathetisch geschrieben ist, wie eine gute Musicalnummer. Im Kern stimme ich dir aber kein bisschen zu, deswegen hier mal eine notwendige Gegendarstellung
Musicals sind i.d.R purer Eskapismus und sollten daher wunderbar zum Medium Film passen. Sie sprechen archaische Emotionen und weniger den Intellekt an. Daran ist zunächst einmal nichts einzuwenden, aber das ist der Grund, warum sie bei der eher intellektuell interessierten Filmkritik eher argwöhnisch betrachtet werden. Dabei verkennen Filmkritiker, dass die große Stärke des Mediums "Film" eben auch im Eskapismus besteht. Film kann wie kaum ein anderes Medium einzigartige, emotionale (Bilder-)Welten erschaffen, manchmal zum puren Selbstzweck, aber im Optimalfall auch, um das Publikum über die Bilder intellektuell zu stimulieren.
Warum funktionieren Musicals im Medium Film also trotzdem nur sehr begrenzt? Diese eigentümliche Mischung aus Oper, Theater und Varietee zelebriert doch ebenfalls dasgroße Spektakel. Der Grund: Musical leben dramaturgisch vom äußeren Konflikt und dafür eignet sich das Medium Theater, bzw. die Theaterbühne einfach sehr viel besser als der Film. Hier werden die großen menschlichen Dramen viel überbordender, effektiver und -nennen wir das Kind beim Namen- theatralischer verhandelt als in Filmen. Was auf der Theaterbühne angemessen wirkt, driftet im Film leider häufig ins Lächerliche ab und da singende Menschen sozusagen die logische Endstufe einer (vollkommen wertungsfrei) theatralischen Darbietungskunst sind, wirken Menschen, die aufgrund ihres Gefühlsüberschuss oder sonstigen plötzlichen Impulses plötzlich anfangen zu singen, in Filmen seltsam irritierend als inspirierend. Nicht umsonst versuchen Tanzfilme oder die Musicalserie "Glee" ihre Tanz- bzw. Gesangsnummer logisch in die Handlung einzuflechten, statt sie für sich allein stehen zu lassen.
Musicals gehören eindeutig auf die Theaterbühne: Nur dort entsteht dieses sehr spezielle Band zwischen Publikum und Künstler, als auch innerhalb des Publikums. Ein großer gruppendynamischer Effekt, der ungeheuer wichtig für Musicals ist, der im Kino -oder allein vor der Glotze- aber so nie stattfinden kann. Musical brauchen die große exalierte Bühne, um ihre pathetischen Botschaften und die große Emotion glaubhaft transporieren zu können. Auf der Leinwand verkommen Musical fast zwangsläufig zu einer eitlen, imagepflegenden Egoshow, bei der Stars wie Tom Cruise, Maryl Streep, Pierce Brosman, John Travolta etc. ihrem Publikum zeigen dürfen, wie facettenreich, mutig und menschlich sie doch sind, wenn sie mit brüchiger Stimme Musicalnummer zum besten geben.
Muscials und Film - das bleibt immer ein Kompromiss. Ist in etwas so, als hört man sich eine Live-CD an - das habe ich auch immer nicht so ganz verstanden.
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Rukus Wed, 13 Jun 2012 15:03:41 -0000
Antwort löschenZustimmung von den Rängen! ;)
Der Part mit der Live-CD ist interessant. Wenn man dabei war, ist es eine tolle Möglichkeit, sich das Ereignis nochmal zu vergegenwärtigen, ansonsten scheiden sich auch hier wohl die Geister. Ganz abgesehen davon, dass einige Bands Live besser sind als andere bzw. die Studioversion. Allerdings gibt es immer wieder einmal Live-Stücke, die man eigentlich garnicht mehr als Album-Version hören will. Freiheit von Westernhagen fällt mir da ein. War von Bruce Springsteen oder The Bard's Song von Blind Guardian.
FlintPaper Wed, 13 Jun 2012 20:19:58 -0000
Antwort löschen"Musical brauchen die große exalierte Bühne"... oder einen fetten Beamer und Zuschauer mit ausreichend Enthusiasmus lol :D. Aber schöne Gegendarstellung, ja.
Kubrick_obscura Wed, 13 Jun 2012 13:22:00 -0000
Kommentar löschenWas für ein wundervoller Text, ich bin ganz auf deiner Seite und murmel mich in den Schützengräben der Musical-, sprich Kinofreunde, ein. Ich hoffe dennoch, bald wird richtig angeeckt. :D
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DeDavid Wed, 13 Jun 2012 11:51:56 -0000
Kommentar löschenGroßartiger Artikel und ein weiterer Beweis, dass es um moviepilot überhaupt nicht so schlecht steht.
Es entsteht der Wunsch THE SOUND OF MUSIC sehen zu wollen und zwar sofort.
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lieber_tee Wed, 13 Jun 2012 11:48:17 -0000
Kommentar löschenWas mich jetzt noch interessiert würde wäre wie der TomTom so singen kann und herüberkommt...Ach, eigentlich nicht.
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Rukus Wed, 13 Jun 2012 14:03:16 -0000
Antwort löschenOb Musicalbefürworter, oder nicht, ich glaub, das ist etwas, auf das wir alle gut verzichten können. ;p
sweetForgiveness Wed, 13 Jun 2012 11:11:32 -0000
Kommentar löschenMusicalFan fürs Leben und ein Leben danach :) Schöner Text!
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MaecFly Wed, 13 Jun 2012 10:50:37 -0000
Kommentar löschenNetter Text, aber ausgerechnet "The Sound of Music" für die angebliche Musical-Verdrossenheit der Deutschen herauszustellen, halte ich für falsch. Das dieser Film in D kaum bekannt ist, ist wohl eher ein Problem der Geschichtsaufarbeitung dieses dunklen Kapitels, die hierzulande nur Guido Knopp oder "ernsthafte" Kriegsfilme vornehmen dürfen. Eskapismus im Dritten Reich - das passt irgendwie nicht in das Filmverständnis der Deutschen.
Einen spezielles deutsches Problem mit Musicals im Allgemeinen sehe ich übrigens nicht. "Sweeney Todd", "Mamma Mia!" und vor längerer Zeit "Moulin Rouge" waren doch ordentliche Erfolge. Und das viele ältere MGM-Musicals in D auf eine Veröffentlichung warten, halte ich für kein Argument: Wieviele Meisterwerke von Kobayashi, Imamura, Antonioni, Zulawski usw. warten denn ebenfalls auf eine Veröffentlichung? Das ist doch kein spezielles Musical-Problem.
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the gaffer Wed, 13 Jun 2012 10:34:06 -0000
Kommentar löschenHier wird ja nur gekuschelt. Buuuh! :D
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Julio Sacchi Wed, 13 Jun 2012 10:39:50 -0000
Antwort löschenIhr solltet die Kolumne in "Vinne hat Recht" umbenennen.
guggenheim Wed, 13 Jun 2012 10:43:50 -0000
Antwort löschenOder er sollte Ernährungstipps geben. Dann böte sich als Name "Mr. Vincent Vegan" an ;D
bobo-lemon Wed, 13 Jun 2012 10:49:56 -0000
Antwort löschen@Julio: Nee, auf missionarische Belehrungen reagiere ich allergisch.
Mr Vincent Vega Wed, 13 Jun 2012 15:28:39 -0000
Antwort löschenSpätestens die übernächste Ausgabe, sofern alles so läuft wie geplant, wird mich 100 Freunde kosten. Keine Sorge, Jenny, da geht noch was.
Mr. Pink Wed, 13 Jun 2012 10:25:22 -0000
Kommentar löschenIch finde, dass die Gesamtpräsentation immer passen muss. In "Don" empfand ich die plötzlichen Gesangseinlagen zum Beispiel als unpassend und störend. Grundsätzlich sehe ich Musicals aber auch sehr gerne. Meine absoluten Favoriten sind "Once more with Feeling" aus "Buffy the Vampire Slayer" und "Repo! The Genetic Opera".
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mitcharts Wed, 13 Jun 2012 10:57:50 -0000
Antwort löschen"They got the mustard ooooooooooooooooout!" :D
Mit eine der besten Folgen dieser grandiosen Serie. Whedon! <3
Hitmanski Wed, 13 Jun 2012 09:59:43 -0000
Kommentar löschenWundervoll in jeder Hinsicht! The Sound of Music <3
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bobo-lemon Wed, 13 Jun 2012 09:11:10 -0000
Kommentar löschenEin schönes Plädoyer, nur könnte da jetzt auch genauso gut die - sicherlich gut begründbare - Aussage stehen, bei Klassik handle es sich um die Quintessenz der Musik: es wird nichts an meiner Abneigung gegen singende Lokomotiven, Löwen, Vampire, Barbiere, Tarzäne, Phantome oder anderem Gedöns ändern. Und da hat mir ein trällernder Tom Cruise gerade noch gefehlt.
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lieber_tee Wed, 13 Jun 2012 09:10:24 -0000
Kommentar löschenSchöne, leidenschaftliche Liebeserklärung an das Musical, Rajko. Ich kann mir so richtig vorstellen wie du kopfschüttelnd über die Zuschauerreaktionen in der Rock of Ages-Vorstellung gesessen hast.
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R2-D2 Wed, 13 Jun 2012 09:04:46 -0000
Kommentar löschenIch werde nie verstehen, dass man in ein Musical geht, um sich dann über fehlende Handlung und zuviel Gesang zu beschweren. Oder darüber, dass die Schauspieler keine professionellen Sänger sind. Musicals sollen keine tiefgründige, wendungsreiche Geschichte erzählen, sondern einfach Spaß machen und vordergründig durch eines unterhalten: die Musik. Wer das immer noch nicht verstanden hat, sollte dem Genre ganz einfach fern bleiben, statt immer nur zu motzen.
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Kängufant Wed, 13 Jun 2012 09:17:58 -0000
Antwort löschenNaja, andererseits gibts dann da aber auch bewußt irreführende Werbekampagnen, wie zu Moulin Rouge, wo in TV-Spots absichtlich keine Hinweise auf Musical gegeben wurden. Das liegt also nicht immer NUR am Publikum. Obschon ich da wiederum sagen muss: Wer informiert sich nicht vorher, für welchen Film er Geld ausgibt??
R2-D2 Wed, 13 Jun 2012 09:35:10 -0000
Antwort löschenGenau das meine ich. Wenn es im Vornherein absolut nicht zu erkennen ist, was genau für ein Film das sein soll: Okay, geschenkt. Allerdings würde ich mir dann auch zweimal überlegen, ob ich dann überhaupt das Kinogeld dafür ausgebe.
Wenn ich aber nur einmal im Internet nachschauen muss, um zu erkennen, dass mir der Film wahrscheinlich nicht gefallen wird, sollte ich es echt einfach sein lassen, statt mich hinterher zu beschweren. Ich hab damals in "Dir Rückkehr des Königs" Leute im Kino gehabt, die der Handlung nicht folgen konnten, weil sie nicht wussten, dass es bereits zwei Teile vorher geben hatte... Oi!
lieber_tee Wed, 13 Jun 2012 09:35:25 -0000
Antwort löschenJa, das sind zwei spannende Themen die du da ansprichst.
1. Die Trailer-Kampagnen, die gezielt lügen und letztlich nach hinten losgehende Mogelpackungen sind.
2. Leider merke ich auch in meiner Arbeit, das sich in der breiten (jungen) Masse nicht über den Film informiert wird oder nur rudimentär. Viele stehen vor dem Multi-Kino, schauen nach Plakaten oder Schauspielern/innen und entscheiden (ohne Kenntnis) sich für einen Film. Das wundert mich immer wieder, da ein Besuch ja schweineteuer ist und etwas Sorgfalt über seine Geldausgaben zu erwarten ist. Aber viele hopsen eh im Kino von Film zu Film oder benutzten das dunkle Kino zum kuscheln. Ist halt ein völlig un-cineastischer Ansatz von Filmerlebnis. Ist irgendwie auch in Ordnung. Die meisten können sich dann an den Film eh nicht erinnern oder reduzieren ihn auf "voll krass" oder "total öde".
Markbln Wed, 13 Jun 2012 09:37:02 -0000
Antwort löschenMusicals können durchaus "tiefgründige" Geschichten erzählen. Sogar Lars von Trier hat ja eins gemacht.
R2-D2 Wed, 13 Jun 2012 09:44:13 -0000
Antwort löschen@lieber-tee:
Da sprichst du ein wahres Wort. Mir persönlich geht dieser schluderige Umgang mit dem Kino ziemlich auf die Nerven, zumal man ja auch selbst gestört wird, beispielsweise durch die Massen, die beim ersten Schwarzbild des Abspanns bereits wie panisch aus dem Kinosaal stürmen müssen und mir den Schluss vermiesen.
Wer zuviel Geld hat und es sinnlos rauswerfen will, soll sich bitte ein anderes Ventil dafür suchen, statt ernsthaft an Film Interessierten den Kinobesuch zu vermiesen und derart respektlos mit der Arbeit der Filmschaffenden umgehen. Aber gut, das ist ein anderes Thema für eine andere Diskussin. :D
@Marbln:
Natürlich können sie das, müssen sie aber nicht. :) Ich meine nur, man soll nicht immer krampfhaft danach suchen.
lieber_tee Wed, 13 Jun 2012 09:51:25 -0000
Antwort löschen@ R2,
ja, nervige Sache. Ich setzte mich nicht mehr in die letzten Reihen, so kann ich die Kino-Wechsler-Laber-Störer/innen umgehen. Das aufstehen schon während des Abspannes ist leider nicht mehr zu ändern. Das folgende auf meine Füße treten, über meine Beine stolpern, Gerede und die Popcorresteberieselung auch nicht.
Markbln Wed, 13 Jun 2012 09:53:16 -0000
Antwort löschenvöllige Zustimmung und diese merkwürdige Ablehnung, sich "nur" unterhalten zu lassen, habe ich sowieso nie kapiert.
Ich bin gerade etwas geschockt über diesen 2. Punkt von lieber_tee, wie heute anscheinend Filme "konsumiert" werden.
R2-D2 Wed, 13 Jun 2012 09:54:25 -0000
Antwort löschenAlso, bei mir stehen sie leider immer bis in die erste Reihe auf, und ich mag mich nun beim besten Willen nicht drekt vor die Leinwand setzen. :D
lieber_tee Wed, 13 Jun 2012 09:56:47 -0000
Antwort löschen@ Mark,
nun das sind sicherlich keine Moviepiloten...;) Ich arbeite mit Jugendlichen zusammen und die bestätigen meine Wahrnehmung. Ist aber sicherlich nicht repräsentativ und, so blöd das auch klingt, bildungsabhängig.
lieber_tee Wed, 13 Jun 2012 10:01:39 -0000
Antwort löschen@ R2
na, das aufstehen kann man ja auch nicht verhindern aber sich möglichst weit von den Kino-Wechslern wegsetzten ist schon möglich.
R2-D2 Wed, 13 Jun 2012 10:03:58 -0000
Antwort löschenAber das weiß ich ja vorher nicht, wo die sitzen. :( Und außerdem möchte ich mir doch gern noch den Platz danach aussuchen dürfen, wo ich gern sitze, nicht danach, wo alle anderen sitzen.
lieber_tee Wed, 13 Jun 2012 10:23:29 -0000
Antwort löschenJa, du hast völlig recht. Sich von Störer/innen verdrängen zu lassen ist scheiße. Voll in die Fresse hauen, äh nein, das stört ja auch den Filmgenuss... Ich habe z.B. eher aufgegeben und gehe aus diesen und vielen anderen Gründen weniger ins Kino.
P.S.,
sie sitzen meist hinten (wenn das kino nicht so voll ist).
R2-D2 Wed, 13 Jun 2012 10:30:34 -0000
Antwort löschenGlücklicherweise kann man durch die Kinowahl noch ein bißchen steuern, mit was für einem Publikum man gemeinsam im Saal sitzt. Wo mir das Publikum zu unruhig oder laut oder sonstwas war, da geh ich einfach nicht mehr hin.
Kängufant Wed, 13 Jun 2012 10:48:04 -0000
Antwort löschenNaja, aber in Berlin hast du sogar in Spät-OV-Vorstellungen zB von Disneyfilmen, nervige Kinder, die rumrennen und sich beschweren, daß sie kein Wort verstehen, bloß weil Papa denkt, sie sollten gefälligst endlich ihrem Wunderkindstatus gerecht werden und Fremdsprachen lernen - das kommt hier ja sogar in Pressevorführungen vor... :) Und das Kommentieren der Filmhandlung, sei es um die geistig nicht ganz so hoch eingeschätzte Begleitung zu beeindrucken oder einfach weil man sich selbst für den besseren Autoren hält, gibt es sogar im Arsenal mitunter... Alles in allem: Ich fürchte, wir sind verdammt
R2-D2 Wed, 13 Jun 2012 13:28:33 -0000
Antwort löschenIch will ab sofort nur noch Privatvorführungen oder das Privileg, ungebührenden Kinobesuchern Hausverbot erteilen zu können!
Le Samourai Wed, 13 Jun 2012 09:01:32 -0000
Kommentar löschenSehr guter Text, wenngleich ich auch nicht jeden Satz unterschreiben würde. :)
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Julio Sacchi Wed, 13 Jun 2012 08:57:19 -0000
Kommentar löschenVinnie schraubt das Moviepilot-Niveau in ungeahnte Höhen. Schon allein dafür gebührt ihm unser Dank.
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Julio Sacchi Wed, 13 Jun 2012 09:01:18 -0000
Antwort löschenWer sich allerdings den Titel "Mr. Vincent Vega eckt an" ausgedacht hat, gehört geteert und gefedert.
lieber_tee Wed, 13 Jun 2012 09:17:37 -0000
Antwort löschenWieso, ist doch Imagepflege für/von Vega. Schade finde ich nur das er jetzt in dieser Reihe IMMER die gegenteilige Meinung vertreten muss um anzuecken.
Julio Sacchi Wed, 13 Jun 2012 09:19:40 -0000
Antwort löschenErstmal das - und dann klingts auch einfach ungelenk, unkreativ und kacke.
lieber_tee Wed, 13 Jun 2012 09:23:06 -0000
Antwort löschenIch fände "Vinc pustet in euer Hirn" auch besser...;)
Prestigeww Wed, 13 Jun 2012 08:23:35 -0000
Kommentar löschenMusical und Operette haben leider den Ruf der dümmlichen Massenbespaßung, und es gibt leider auch im Kino genug Beispiele, die diesem Ruf gerecht werden. Andererseits sind auch einige der besten Kinofilme überhaupt Musicals. Als erfahrener Kinogänger ist man einfach gewohnt, erstmal vom Schlimmsten auszugehen.
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mikemacbean Wed, 13 Jun 2012 08:15:03 -0000
Kommentar löschenHell Yeah! Lange lebe das Musical! Tits and Ass! I'm so ronery! Blame Canada!
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Fuzzy Dunlop Wed, 13 Jun 2012 08:11:25 -0000
Kommentar löschenIch gehöre zwar auch zu den notorischen Musical-Hassern (bis auf "Hair") aber der Artikel hat mir trotzdem gut gefallen
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Markbln Wed, 13 Jun 2012 08:10:07 -0000
Kommentar löschenIst das zitierte Revuetheater und die Operette nicht das deutsche Pedant zum Musical?
Diese klassischen Dinger mag ich nicht besonders. Live würde ich mir das nicht geben können. "Kaum ein großer amerikanischer Filmemacher hat sich nicht daran versucht" ist wohl in der Begeisterung über das Genre eine etwas gewagte Aussage.
Ansonsten finde ich die Argumentation nachvollziehbar.
Als ich letztens zum ersten mal "Mary Poppins" sah, habe ich Bauklötze gestaunt. Trotzdem werden diese klassischen Teile niemals meins, das geht zu sehr gegen mein Musikverständnis.
Aber Musicalfilme, die auch ein bissel was erzählen wie "Hair", "Rocky Horror" oder "Cabaret" finde ich sehr entertaining.
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Kraizee Wed, 13 Jun 2012 12:36:44 -0000
Antwort löschenbei Revuetheater, Operette und Musical verschwimmen sicherlich manchmal die Grenzen, aber die ersteren beiden als deutsches Pendant zum Musical zu begreifen greift zu kurz.
Alle drei nutzen unterschiedliche Formen und herangehensweisen an den Stoff. Wobei gerade der Begriff Musical heutzutage so oft gebraucht wird, das in ihm sich fast alle modernen "Bühnensingstücke" mit ausnahme einer weniger Opern wiederfinden können.
schwedenretter Wed, 13 Jun 2012 08:06:32 -0000
Kommentar löschenInteressanter Beitrag, dass muss ich zugeben, die Kinopräferenzen der Deutschen sind gut ausgeleuchtet.
Was die Beschreibung des Musicals als pure Essenz des Films und des Genres, welches die filmischen Möglichkeiten am besten zu gebrauchen weiß, angeht, wiederspreche ich in jedem einzelnen Punkt.
Musicals auf Band sind furchtbar.
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Filmsuechtiger Wed, 13 Jun 2012 07:57:27 -0000
Kommentar löschenSweeney Todd wäre als Nicht-Musical besser.
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Mr Vincent Vega Wed, 13 Jun 2012 08:45:54 -0000
Antwort löschenDann schaue Dir eine der frühen Stoffadaptionen an, z.B. die von George King.
Le Samourai Wed, 13 Jun 2012 09:00:03 -0000
Antwort löschenSweeney Todd würde als Nicht-Musical gar nicht funktionieren.
Filmsuechtiger Wed, 13 Jun 2012 12:02:08 -0000
Antwort löschenDie King-Adaption liegt hier bereits, bin nur noch nicht zum Gucken gekommen. Burtons Version mag ich ja auch, doch der Kontrast zwischen den nihilistischen Aspekten und der lockeren Musicalinszenierung stört mich sehr.
Meiner Meinung nach wäre Sweeney Todd als Nicht-Musical nicht wie ein Porno ohne Sex, sondern wie ein Film von David Hamilton ohne Weichzeichner - wer weiß, welch roher Diamant sich hinter dem geschliffenen Äußeren verbergen könnte...
Mr Vincent Vega Wed, 13 Jun 2012 12:04:55 -0000
Antwort löschenBurtons Version ist aber nun mal eine Adaption des (überlebensgroßen) Sondheim-Klassikers. Die "Legende" als solche wurde ja bereits mehrfach verfilmt. Verstehe den Einwand schlicht nicht.
Stefan_R. Wed, 13 Jun 2012 07:48:58 -0000
Kommentar löschenManchmal darf man ruhig anecken. Was wurde ich etwa komisch angesehen, als ich MAMMA MIA! zu einem meiner Lieblingsfilme wählte. Schön zu wissen, dass man nicht allein ist ;)
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Ines Walk Wed, 13 Jun 2012 07:42:49 -0000
Kommentar löschen"Und alles, worum es im Kino geht, ist ja schließlich melodramatisch." - weit aus dem Fenster gelehnt, Mr. Vega ... auch wenn ich das nicht unschreiben würde und auch sonst die reine Form des Kinos in anderen Film-Momente sehen, ist es mutig, dem Musical zu seinem Recht zu verhelfen.
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Marie Krolock Wed, 13 Jun 2012 07:38:06 -0000
Kommentar löschenGanz ganz wunderbar!! Toller Text, danke.
Es lebe das Musical :)
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sweet_angel6892 Wed, 13 Jun 2012 08:50:47 -0000
Antwort löschenOh Gott ja! Ich LIEBE Musicals :) nichts kann mich derart verzaubern, faszinieren und in seinen Bann ziehen wie Musicals^^ und was die Darsteller alles leisten müssen ist wirklich beeindruckend und setzt enorm viel Talent voraus!^^ Es gibt nichts Vergleichbares. Verpatzt man im Film eine Szene, dreht man sie eben noch einmal, wenn auf der Bühne etwas schief geht, muss man improvisieren. Da muss alles sitzen. Singen, tanzen und schauspielern -gleichzeitig- das muss richtig anstrengend sein^^
Marie Krolock Wed, 13 Jun 2012 10:08:19 -0000
Antwort löschenDa hast Du absolut recht! :)
Ich liebe Musicals (ganz offensichtlich) auch - sowohl live auf der Bühne als auch im Film.
sweet_angel6892 Wed, 13 Jun 2012 10:10:28 -0000
Antwort löschenIch auch :) aber Live ist immer noch eine Spur besser^^ Ein Musical, dass du wahrscheinlich gesehen hast, könnte ich mit Leichtigkeit erraten :) Habs auch gesehen und war begeistert! Wirklich großartig :P
Marie Krolock Wed, 13 Jun 2012 10:17:39 -0000
Antwort löschenUnd das habe ich nicht nur einmal gesehen, das kann ich dir sagen ;) Tanz der Vampire ist mein absolutes Lieblingsmusical.
sweet_angel6892 Wed, 13 Jun 2012 13:14:00 -0000
Antwort löschenIch liebe es auch total^^ und wie gerne ich immer noch die Musik höre :) leider habe ich es bisher nur einmal gesehen. Es ist richtig schade, dass die jetzt weggehen :( wollte so gerne noch einmal hin. Aber ich werde mir noch gaaaanz viele Musicals ansehen^^ zumindest ist das mein Plan xD
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Tom Cruise
Beteiligt an 62 Filmen (als Akteur, Produzent, Autor und Lieder) und 1 Serien
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Als Mr. Vincent Vega polemisiert sich Rajko Burchardt seit Jahren durch die virtuelle Filmlandschaft, immer auf der Suche nach dem kleinstmöglichen Konsens. Denn “interessant ist lediglich Übertreibung und das Pathos – alles andere ist langweilig, leider.” (Christian Kracht). Wenn er nicht gerade auf Moviepilot aneckt, bloggt Rajko für die 5 Filmfreunde und sammelt Filmkritiken auf From Beyond.





Die Aussage ist mir zu provokant, wenn auch der Text selbst als Plädoyer sympathisch, aber knapp daneben ist trotzdem vorbei. Denn echte Emotionen kommen überall da auf, wo ein Song seine Bilder findet - und dass ist eine Kunst für sich. Aber vom HIGH SCHOOL MUSICAL zu ROCK ’N’ ROLL HIGH SCHOOL ist es ein weiter Weg. Als Kind haben mich die Gesangseinlagen in Filmen mit Danny Kaye, Frank Sinatra, Dean Martin, Jerry Lewis, Fred Astaire, Gene Kelly und Co. immer nur genervt. Vielleicht weil ich kein Englisch konnte, vielleicht weil es wohl meistens was mit “Liebe” zu tun hatte - Songs und Tanz waren für mich noch lange danach eine Spaßbremse - bis ich durch den obigen Film die Ramones kennenlernte, und spontan ein Fan dieser offensichtlich harmlosen Außerirdischen zu werden.
Pop- und Rocksongs im Film haben wir EASY RIDER, Dennis Hopper und einer glücklichen Fügung zu verdanken, und die ziehe ich den eigens für Filme geschriebenen Nummer vor. Zur Perfektion gebracht hat es Wes Anderson in seinen Filmen, aber um bei Mr. Hopper zu bleiben komme ich lieber auf David Lynch zu sprechen, der in BLUE VELVET unter Beweis gestellt hat, dass sich selbst unter der Oberfläche einer harmlosen Popnummer wie “in dreams” von Roy Orbison purer Horror verbergen kann. In MULHOLLAND DRIVE ist es dann “crying” von Roy Orbison auf Spanisch: “llorando”. Selbst Kubrick ist dem Charme von Songs erlegen, ob Zeitkolorit wie in FULL METAL JACKET oder Chris Isaak am Anfang von EYES WIDE SHUT - nichts ist kraftvoller als der richtige Song im richtigen Moment. Unter der Dusche oder im Auto singt man nun einmal eher dergleichen, als Musical-Futter. Kurz: Songs sind näher am Leben, und selbst die beiden eben erwähnten Klischeesituationen überzeugender, als ein großartig tanzender Gene Kelly. Eine Choreographie bleibt immer das, was sie ist.
Aber selbst mit Songs kann man viel verkehrt machen. Eine Folge GLEE möge da als Beispiel reichen. Dabei beweisen TREME oder FLIGHT OF THE CONCHORDS wie man (mit) Musik im 21. Jahrhundert erzählen kann. Da kommt ein Musical nicht gegen an. Aber die MUPPETS. Und SWEENEY TODD lässt mich kalt, obwohl ich Johnny Depp gerne singen höre, aber allein die Eröffnungsszene von ACROSS THE UNIVERSE verursacht mir Gänsehaut. So muss Musical heute sein.
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