Made to Suffer

Wir schauen The Walking Dead - Staffel 3, Folge 8

The Walking Dead Season 3, Episode 8: Made to Suffer
© AMC
The Walking Dead Season 3, Episode 8: Made to Suffer

Zuletzt sorgten die letzten 45 Minuten von The Walking Dead für ein ungutes Gefühl. Wie die Ruhe vor dem Sturm bereitete When the Dead Come Knocking das Midseasonfinale der dritten Staffel der Zombie-Horror-Serie vor und mit der vorerst letzten Episode Made to Suffer werden wir direkt in die Höhle des Löwen, die Hölle der Zombie-Apokalypse entlassen. Nachdem Glenn (Steven Yeun) und Maggie (Lauren Cohan) von Merle (Michael Rooker) nach Woodbury entführt wurden, hat sich Rick (Andrew Lincoln) mit einem auserwählten Kreis von Mitglieder seiner Gruppe auf den Weg gemacht, die Gefangenen zu befreien – nichtsahnend, welchen gewaltigen Sturm er mit dieser gewagten Aktion auslösen wird. Endlich steht die Konfrontation mit dem Governor (David Morrissey) auf dem Plan.

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Was gibt’s Neues aus der Zombie-Apokalypse
Bevor jedoch das bisher bekannte Figurenensemble im furiosen Showdown kollidiert, werden zu Beginn der Episode fünf neue Figuren eingeführt. Während sich Kenner der Comics über den ersten Auftritt einer wichtigen Figur aus der Vorlage freuen, wird wenige Minuten später im Dialog bestätigt, dass es sich hierbei um Tyreese (Chad Coleman) und seine Gruppe von Überlebenden handelt, die den halben Wald in Aufruhr versetzten. Dabei veranstalten sie nicht weniger als ein Zombie-Schlachtfest und als sie schließlich die dichten und gefährlichen Büsche voller Beißer hinter sich gelassen haben, offenbart sich ihnen der Anblick einer heruntergekommenen sowie halb zerfallenen Behausung. Erst einen Augenblick später wird auch uns Zuschauern klar, dass beschriebener Anblick kein geringerer ist, als der, der sich Rick und Co. vor einiger Zeit geboten hat: das Gefängnis.

Zurück zum Haupthandlungsstrang: Maggie und Glenn befinden sich nach wie vor in der Gefangenschaft des Governors, der, nachdem er selbstgefällig Andrea bezirzt hat, sich mit passender Musik zur gemächlichen Fütterung seiner Zombie-Tochter einstimmt. Das folgende Ereignis ist mehr als bizarr, allerdings schockiert selbst das Händchenhalten zwischen Vater und untotem Kind kaum noch, denn vom Herrscher Woodburys sind wir mittlerweile so einiges gewohnt. Viel interessanter fallen die Entscheidungen vor den Toren des letzten menschlichen Bollwerks aus. Rick und das restliche Rettungsteam wagen endlich den Einstieg in den Schlund des Drachens und kaum sind sie innerhalb der Stadtmauern, geht der Krawall los. Einmal mehr beweist The Walking Dead, warum die Serie zu den ausstattungstechnisch hochwertigsten Produktionen der aktuellen TV-Landschaft gehört. Die Action sitzt und mitreißend sowie unterhaltsam ist das Gezeigte allemal, wenn im Kugelhagel der letzte Funke Menschlichkeit und Verständnis zu erloschen droht.

Während die Straßen Woodburys kurzzeitig zum Schlachtfeld erkoren werden, raffen sich auch Glenn und Maggie auf, um aus den Händen ihrer Widersacher zu entkommen. Unterdessen schleicht Michonne auf eigene Faust los und treibt ihre scheinbar ungelenkte Erkundungstour fort. Aber was in aller Welt sucht sie eigentlich? Im Kämmerlein des Governors angekommen, wird sie fündig: Die Tochter des Tyrannen kreuzt ihren Weg und ohne lange zu zögern, will Michonne das Leben der Untoten endgültig beendet. In diesem Moment platzt jedoch der Governor herein und im darauffolgenden Kampf verliert er nicht nur sein rechtes Auge, sondern auch Andrea bereichert das Szenario um eine weitere Variable. Während der Mann schwer verletzt am Boden liegt, stehen sich die zwei – eigentlich befreundeten – Frauen in einem perfekten Augenblick der Anspannung gegenüber. Logisch und vorhersehbar, dass diese Konfrontation erfolgen musste. Trotzdem wurde das Ganze gekonnt herausgearbeitet.

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