The Wire

Kriminalserie, Sozialdrama, Politdrama 2002 - 2008

The-wire

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8.9Ausgezeichnet 2399 Bewertungen
von 10

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Für viele die beste Serie aller Zeiten wächst The Wire ausgehend von der Gründung einer Spezialeinheit gegen ein Drogenkartell zu einem allumfassenden Blick auf die Verbindungen zwischen Verbrechen und Gesellschaft in den USA.

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Handlung

Als ein Mordprozess gegen den Drogendealer D’Angelo Barksdale wegen der Einschüchterung einer Zeugin scheitert, wendet sich Polizist Jimmy McNulty frustriert an den zuständigen Richter Phelan. Um den Kampf gegen den Drogenhandel in Baltimore zu stärken, übt Phelan Druck auf die zuständigen Polizeioberen aus. So kommt es, dass eine Sondereinheit des Baltimore Police Department zusammengestellt wird, in deren Visier der Drogenring von Avon Barksdale und dessen Nummer 2 Stringer Bell steht. Die finanzielle Unterstützung der Einheit ist jedoch minimal, so dass McNulty und seine Kollegen mit einem Keller als Büro auskommen müssen. Zeitgleich muss Dealer D’Angelo Barksdale den Drogenhandel in den sozialschwachen Projects übernehmen, spezielle Wohnprojekte, die zum Ghetto verkommen sind und die Ärmsten der Armen Balitmores beherbergen. Dabei nimmt er die jungen Wallace, Poot und Bodie unter seine Fittiche.

Die Charaktere

Jimmy McNulty ist ein fähiger Cop im Police Department von Baltimore. Durch seine Arroganz, seinen unbezwingbaren Stolz und seine Abneigung gegen Autoritäten macht er sich jedoch nicht nur bei Vorgesetzten unbeliebt. Trotzdem ist McNulty ein fähiger Detective, der sich dem Kampf gegen die Drogenkriminalität verschrieben hat. Dabei bleibt sein Privatleben jedoch auf der Strecke.

Cedric Daniels erhält den Vorsitz der Sondereinheit, die dem Treiben des Drogenbarons Avon Barksdale auf die Schliche kommen soll. Daniels gerät zwar öfters mit seinen Vorgesetzten in Konflikt, klettert jedoch die Karriereleiter im Police Department von Baltimore hoch.

Shakima “Kima” Greggs löst durch ihre Kompetenzen als Police Detective regelmäßig Neid und Missgunst bei ihren Kollegen aus. Als Teil der Sondereinheit zum Fall Barksdale unterstützt sie McNulty. Privat gerät die offen lesbisch lebende Polizistin durch Alkohol und Seitensprünge regelmäßig in Bedrängnis.

Avon Barksdale ist der Drogenkönig von West Baltimore. Er führt die Barksdale Organization mit harter Hand und setzt seine Autorität im ganzen Territorium durch. Dabei schreckt Avon Barksdale auch vor Repressalien gegenüber seinen Dealern nicht zurück.

Stringer Bell, der zweite Mann in der Barksdale Organization, ist seit seiner Kindheit mit Avon Barksdale befreundet. Er unterscheidet sich von seinem Boss durch seine Bildung sowie sein eher rationales Gemüt. Stringer Bell bemüht sich darum, die Organisation durch Investitionen in Wohnprojekte und die Beeinflussung von Politikern zu legalisieren.

D’Angelo Barksdale, Neffe von Drogenboss Avon, fungiert als Bindeglied zu den kleinen Dealern auf der Straße. Nachdem er dank des Einflusses seinen Onkels vor dem Gefängnis bewahrt wurde, wird D’Angelo degradiert und in die ärmlichen Projects versetzt. Dort bekommt er zunehmend Gewissensbisse.

Hintergründe

The Wire ist einer der bedeutendsten Fernsehserien des neuen Jahrtausends. Die insgesamt sechs Staffeln umfassende Krimiserie wird häufig in Bestenlisten ganz oben aufgeführt und gehört neben Die Sopranos und Deadwood zu den Shows, die den Ruf von HBO als führenden Seriensender begründet haben. Dabei führte das ausgesprochen große Lob der Kritiker wegen der vielschichtigen Struktur der Handlung nie zu sonderlich hohen Einschaltquoten. The Wire wurde von David Simon kreiert, der zuvor an der Krimiserie Homicide beteiligt war. Seit dem Ende von The Wire zeichnet er zusammen mit Eric Overmyer für die Serie Treme verantwortlich. Obwohl The Wire heute als eine der besten amerikanischen Serien aller Zeiten gilt, wurde David Simons Kreation nie mit einem Emmy ausgezeichnet.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch

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Kommentare

über The Wire

Timo K.

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9.0Herausragend

Jede Staffel: eine Säule westlicher Demokratien, Kapitel eines weitschweifigen amerikanischen Gesellschafts- und Epochenromans, eine Geschichte, die überdauert, in der wir sehen müssen, genauestens sehen. Mir ist keine andere Serie bekannt, die, literarisch verschlossen, journalistisch unvoreingenommen, chirurgisch exakt, das Format jenes erschöpfenden Erzählens dekonstruiert, um es dahin zu verschieben, wo es noch nie war, niemals, wirklich. In "The Wire" wird viel über das Spiel und dessen Regeln gemutmaßt, und gewiss durchleuchtet die Serie die sozialpolitische Chronik eines innerstädtischen Machtsystems, das mit den Kräften der Geschäftskriminalität, in den Sozialbauten, auf den Bürostühlen, zwischen den Zeilen, auf ewig verzahnt scheint. Aktenkoffer oder Schrotflinte?

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freakualizer

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Was hat Dir denn für die 10 gefehlt?


Timo K.

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Gar nichts. Ob 8, 9 oder 10: irrelevant, Nuancen, persönliche Gewichtung. Es gibt für mich nur eine 10er-Serie, das ist SIX FEET UNDER. Die thront, während die anderen, leicht versetzt, darunter sitzen.


Sidahan

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10.0Herausragend

Eines Tages auf der Suche nach neuem Fernsehmaterial bin (mal wieder) auf The Wire gestossen und dachte mir, bei den guten Bewertungen, die die Serie allerorten erhält, MUSST du dir das jetzt endlich mal ansehen.
Der erste Eindruck: 4:3 Bildformat, ungewöhnlich "dreckiger" (in Retrospektive wohl eher als "natürlich" zu bezeichnen) Look, ein Haufen äusserst unterschiedlicher Charaktere.
Und der teilweise krasse Slang (hab's mir im O-Ton angesehen).
Und nicht zuletzt: ein vergleichsweise langsames Erzähltempo.
Das hat meiner Euphorie zwar zunächst einen Dämpfer verpasst, aber da man eine Serie wohl kaum nach der ersten Folge beurteilen kann bin ich drangeblieben. Bis zum Ende.
Und was soll ich sagen, es hat sich verdammt nochmal gelohnt!
Mehrdimensionale Charaktere so wie man sie nur selten antrifft, fast jeder mit seiner eigenen Agenda und Dreck am Stecken. Es wird einem eine lebendige Welt gezeigt, in der die Aktionen einer Person auch noch am anderen Ende der Hierarchie bzw. Stadt Auswirkungen haben. Fast kein Charakter ist perfekt, jeder hat Ecken und Kanten, selbst wenn er an sich nur Gutes im Sinn hat. Und es gibt nicht gerade wenige Protagonisten.
Und man wird auch mit dem Look warm, dieser unterstreicht wunderbar die Authentizität, um die sich die Serie so bemüht. Den schwarzen Klischee-Gangster sucht man hier vergeblich, im Gegenteil, die Darstellungen kommen bis auf kleine Ausnahmen ohne Karikaturen und Überspitzungen aus - ich sag nur Stringer Bell und Omar.

Wer also Sitzfleisch und Hirn sein eigen nennt und auch mit Spannungsbögen, die jeweils eine gesamte Staffel überspannen, etwas anfangen kann, dem sei diese Serie (trotz der schwachen 3. Staffel) wärmstens emfpohlen!
Auf der Suche nach Häppchen-Krimigeschichten a la CSI, Cold Case, etc. ist man hier jedoch an der falschen Adresse.

TL;DR: Vergleichsweise langsames Erzähltempo, welches durch glaubwürdige, komplexe Charaktere mit Tiefgang, ein realistisches "Feel" sowie eine exzellente, über jeweils eine ganze Staffel erzählte Story mehr als ausgeglichen wird. MUST WATCH!
(Caveat: die 3. Staffel ist eher schwach, danach gehts wieder aufwärts!)

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Brooks

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Hmmm hab heute die erste Episode angeschaut, aber sowohl Handlung als auch Schauspieler wirken extrem uninteressant... wenn anders vielleicht! :D

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corrupted

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wieso um alles in der welt beginnt man eine serie von HBO und ist nicht bereit mehr als eine episode anzusehen?? Ich habe noch keine serie und schon garnicht eine serie von HBO gesehen die mir nach der sichtung der ersten episode gefallen hatte.


Baneblade

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10.0Herausragend

Mit ABSTAND die Beste Serie die ich je gesehen habe!
Nichts gegen Game of Thrones, The Sopranos, Breaking Bad oder The Walking Dead.. aber die stinken gegen The Wire einfach nur komplett ab!

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AvonBarksdale

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10.0Herausragend

Meisterwerk, absolutes MEISTERWERK
Hier stimmt einfach alles > Schauspieler, Handlung, Spannung und meiner Ansicht nach sehr realitätsnah (so weit ich das beurteilen kann)
Am Anfang dauerts bisschen bis man drin ist, aber dann kommt man nicht mehr weg davon
habe bevor ich anfing zu schauen die sehr sehr positiven Kritiken gesehen und dachte mir das kann gar nicht so gut sein, aber ich habe mich getäuscht, glaubt man erst wenn man es selbst gesehen hat
So ziemlich das beste was ich in Film / Serie gesehen habe.
Besonders hervorzuheben sind für mich Wood Harris, den ich vorher eigentlich gar nicht kannte und natürlich Idris Elba, der ja schon mehrfach angesprochen wurde

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LilQ

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& Michael K. Williams


AvonBarksdale

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kann ich nur zustimmen
j.d. williams (bodie) darf man auch nicht vergessen


richard.kleber.5

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7.0Sehenswert

Anspruchsvoll. Aber gut!

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Jimbanji

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3.0Schwach

schau mir grad die erste folge an. was für ein langweiliger scheiß.
letzte woche hab ich true detective angeschaut - eine absolut geniale serie.
dagegen kackt the wire so dermaßen ab. die folge geht noch 6 minuten....hab echt keine ahnung wieso ichs noch anschau.

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tiktok

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Die ersten Folgen stellen nur die Charaktere vor. The wire ist keine Serie mit abgeschlossenen Episoden und beurteilen kann man eigentlich auch nur die einzelnen Staffeln, nicht einzelne Episoden.
Das Erzähltempo ist manchmal etwas schleppend, aber für mich gerade dadurch auch glaubhaft im Gegensatz zu anderen Serien, in denen jeweils innerhalb von 45 Minuten irgendwelche Fälle gelöst werden oder wo ständig irgendwelche merkwürdigen Zufälle passieren, um die Spannung aufrecht zu erhalten.
Für mich zieht die Serie ihre Faszination vor allem aus der grossartigen Charakterzeichnung jeder einzelnen Figur. Wer daran weniger Spass hat, der wird mit der Serie auch nicht warm werden.


stuforcedyou

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10.0Herausragend

"The Wire" ist keine gute Serie, weder ist sie sehr gut oder sogar herausragend, nein, "The Wire" ist nicht mehr als die wohl beste Serie der Welt.

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freakualizer

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Hab nur noch die letzte Folge der 5. Staffel vor mir. Hab die komplette Serie innerhalb von vier Wochen noch einmal genossen..


dustyOn3

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Die Sopranos sind die Nummer 1. ;)


DanielW_88

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Extrem langatmig. Mehr als 2-3 Folgen am Stück kann ich mir davon nicht ansehen.

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freakualizer

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10.0Herausragend

Ich liebe Serien, die beim zweiten Sichten noch mehr Freude bereiten, als das erste Mal, als noch alles neu und unbekannt war.. :D

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freakualizer

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Schon ganz weit vorne, die Serie, steck gerade wieder in der zweiten Staffel.. :)


mikkean

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Ich denke, ich werde mindestens einen jährlichen Marathon in Betracht ziehen. Eine Serie, die tatsächlich das Rennen gegen das Kino gewinnt. Obwohl sie nichtmal wie ein Kinofilm aussehen will.


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Genre
Kriminalserie, Sozialdrama, Politdrama
Zielgruppen
Über 18 (Gewalt), Über 18 (Anzügliche Sprache), Männerfilm
Zeit
2000er Jahre