Der Vorleser - Kritik

The Reader

US/DE · 2008 · Laufzeit 124 Minuten · FSK 12 · Drama, Erotikfilm · Kinostart
Du
  • 7

    Zwischen dem 15jährigen Michael und der deutlich älteren, mysteriösen Hanna entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Bis Hanna eines Tages spurlos verschwindet. Jahre später trifft Michael, inzwischen Jurastudent, Hanna wieder: als Angeklagte in einem NS-Prozess, denn Hanna war Aufseherin in einem KZ. Unglaublich beeindruckend schauspielerische Leistungen, besonders von Kate Winslet. Gespickt mit einer interessanten Geschichte und klugen Dialogen. Feinfühliges, leises Drama ohne moralinsauren, erhobenen Zeigefinger.

    3
    • 5 .5

      Leider belanglos.....

      • 7

        Hmm, schauspielerisch guter Film mit recht interessanter Story bei dem leider die Umsetzung etwas träge und leise gelungen ist.

        • 9

          Ich kann die schlechten Kritiken in deutschsprachigen Raum nicht verstehen.Für mich ein wunderbarer Film mit tollen Darstellern.
          Toller Film!

          2
          • 8

            Großartig besetztes Drama, das von starken Darstellern, feinen Figurenzeichnungen und klugen Dialogen lebt. Die Zeitsprünge werden gekonnt miteinander verwoben, der NS-Part kommt angenehm oft ohne den moralischen Zeigefinger aus und schlussendlich werden Romanze und Hintergrundgeschichte mitsamt Schuldfragen und KZ-Erlebnissen elegant verknüpft, stets die Schicksale der einzelnen Figuren im Vordergrund haltend.

            • 7 .5

              Gut besetztes Drama in dem die Darsteller zur Höchstform auflaufen.
              Auch die Musik weiß zu überzeugen.

              • 7

                Ich verstehe die Besetzung nicht. Als ich gesehen hab dass Kate Winslet die Rolle der Hanna spielt ist mir die Kinnlade runtergefallen. Die Rede war von einer Dame, ü40, breites Kreuz, etwas molliger, Bauchfalten, schwerfällig... und dann ist da die schmale Kate Winslet die aussieht wie mitte 20. Und Michael, anstatt ein introvertierter Junge in seiner Pubertät zu sein, ist ein Hübschling. Tolles Buch aber der Film ist nur okay bzw. sehenswert.

                • 7 .5

                  Es mag zwar nur ein völlig banales Detail sein, mir springt es trotzdem geradezu ins Auge: selten habe ich einen Film gesehen bei dem deutsche und US Darsteller so nahtlos zusammenpassen, es treten am laufenden Band bekannte deutsche Gesichter und Stars auf. Auch die männliche Hauptrolle, David Kross ist deutscher und einem solch unscheinbaren Jungen gelingt dann das Kunststück sich perfekt auf der Leinwand mit der sagenhaft agierenden Kate Winslett zu behaupten. Inhaltlich geht zwar wenig vor sich, aber nicht Aktion sondern Emotion ist hier das Zauberwort. Wenn auch wenig passiert und das geschehene in denkbaren Bahnen abläuft so ist man doch angesichts der zahlreichen Sexszenen etwas überrascht, gleichermaßen furchtbar berührt durch das tragische Schicksal daß hier ausgebreitet wird. Kino mit Gefühl und Köpfchen!

                  Fazit: Tragisches Drama mit hohem deutschen Darstelleranteil!

                  • 7 .5

                    The Reader

                    Ein gutes Drama aber was mir fehlte sind die Gefühle der Charakteren zu trocken am Ende konnte ich zu wenig mitfühlen aber der Film ansonsten war interessant. Kate Winslet spielt gut aber für eine Oscar Ausgezeichnung hätte es meiner nach nicht gereicht. Für die beste Hauptdarstellerin ein Oscar zu bekommen braucht es einwenig mehr aber eben die Oscar kann man ja auch nicht mehr so ernst nehmen, daher egal.
                    Ende der 1950er Jahre in Heidelberg. Der fünfzehnjährige Schüler Michael Berg (D. Kross) lernt die 21 Jahre ältere Bahnschaffnerin Hanna Schmitz (K. Winslet) kennen. Zwischen den beiden entbrennt eine intensive Affäre und aus der zunächst rein körperlichen Beziehung entwickelt sich ein immer wiederkehrendes Ritual, Michael muss Hanna vor dem Liebesakt aus einem Buch vorlesen. Die Beziehung endet abrupt, als Hanna plötzlich verschwindet. Acht Jahre später studiert der erwachsene Michael (R. Fiennes) Jura. Als er mit einem Kommilitonen einen Kriegsverbrecherprozess gegen Wärterinnen eines Konzentrationslagers besucht, trifft er dort unvermittelt auf Hanna. Sie ist eine der Hauptangeklagten ...

                    Schlussendlich ist "The Reader" ein gutes Drama mit ein paar Schwächen.

                    Sehenswert.

                    3
                    • 7

                      Was die Darsteller angeht befindet sich "Der Vorleser" schon auf einem sehr hohen Niveau. Der junge David Kross bei dem man schon erahnen kann warum er in den letzten Jahren mal als hoffnungsvolles Talent gefeiert wurde. Dann ist da noch Ralph Fiennes der mich wie eigentlich immer überzeugt hat und zu guter Letzt ist hier auch noch Kate Winslet. Sie gewann mit dieser Rolle zurecht ihren ersten Oscar und zeigt beeindruckend warum.
                      Es ist nur die Story mit der ich so meine Probleme hatte. Emotional hat mich das Ganze leider nicht so erreicht. Deshalb ist "Der Vorleser" zwar ein guter aber kein überragender Film wie vielleicht erhofft.

                      7
                      • 6

                        Gute Darsteller-Leistungen in einer behäbigen Romanze. Der historische Hintergrund des Ganzen ist interessant und hat im Kontext mit der Romanze viel Potenzial. Leider verliert der Film zum Ende hin die Lust am Erzählen und wirkt so langatmig. Vielleicht ist das Buch ja besser, aber von dem Film hab ich mir mehr erhofft.

                        2
                        • 6

                          Das Buch ist fantastisch, der Film (leider) nur sehenswert.

                          1
                          • 7

                            Ich mag Kate Winslet, nur nicht in diesem Film, d.h.sie hat ihre Rolle gut gespielt! Trotz seiner ruhigen Inszenierung fesselt der Film durch seine Charaktere. Noch dazu schön gefilmt, man fühlt sich schnell zurückversetzt in andere Zeiten!

                            • 8
                              jeanpatrick 10.11.2016, 23:21 Geändert 11.11.2016, 00:54

                              „Der Vorleser“ führt uns unweigerlich in ein großes Dilemma: Er verführt uns dazu, das Bewußtsein zu verrücken. Die Protagonistin Hanna Schmitz hat eine unglaublich große Schuld auf sich geladen. Normalerweise müßten wir sie dafür abgrundtief hassen. Warum tun wir es nicht?
                              Warum versuchen wir ihr Verhalten zu verstehen? Wir befinden uns in einem Wechselbad der Gefühle,- hin und hergerissen zwischen Moral und Vernunft auf der einen Seite sowie Herz, Gefühl und „Menschsein“ auf der anderen Seite. Moral und Vergebung stehen sich gegenüber wie in einem Duell. Die Filmemacher sind klug genug, dem Betrachter keine abschließenden Antworten und Bewertungen nahezulegen. Wir alle sind aufgerufen, uns mit dem Konflikt auf eigene Weise auseinanderzusetzen. Der Film wirft noch eine andere Frage auf: Ist die sexuelle Beziehung zwischen einem 15jährigen Jugendlichen und einer deutlich älteren Frau akzeptabel oder gar rechtmäßig? Diese Frage läßt sich schon einfacher beantworten.
                              „The Reader“ läßt uns auf sehr glaubhafte und überzeugende Weise eintauchen in das Erwachen sexueller Gefühle und das Zulassen und Genießen von sinnlicher Körperlichkeit. Die erotische Anziehungskraft zwischen dem 15jährigen „Jungchen“ und der 36jährigen Hanna führt zu einer intensiven Liebesbeziehung, die den Jugendlichen ein Leben lang prägen wird.
                              Ein großes Lob an David Kross, der die Gefühle des jungen Michael Berg sehr authentisch und überzeugend rüberbringt.
                              Das hervorragende Drehbuch des britischen Dramatikers David Hare und die Handschrift des britischen Regisseurs Stephen Daltry ist bemerkenswert. Ich betone an dieser Stelle das „britische“, weil ein amerikanischer Blick auf dieses Thema vermutlich zu den bekannten Ressentiments und zu unnötiger Prüderie geführt hätte. Dies wiederrum hätte die Offenheit und die Ehrlichkeit, mit der die erotische Zuneigung dargestellt wird, vollkommen verzerrt.
                              Die Darstellung der Figur der Hanna Schmitz durch Kate Winslet ist herausragend, Sie spielt die Rolle mit einer unglaublichen Ausdruckskraft, gerade auch in jenen Szenen, in denen sie stumm den Vorgängen folgt, die sich in Zusammenhang mit ihrem Prozess abspielen.
                              Der Film ist in vielerlei Hinsicht bewegend und trotz seiner Länge keine Minute langweilig.

                              1
                              • 7

                                Schauspielerisch ist der Film eine große Leistung!
                                Kate Winslet bleibt den ganzen Film über unnahbar und wir erfahren als Zuschauer genauso viel und viele Fragen bleiben unbeantwortet, wir bleiben also genauso ahnungslos wie ihr junger Geliebter. Sie verhält sich ihm gegenüber oft ambivalent, er weiß manchmal nicht, wie er sich verhalten oder wie er reagieren soll. Wirklich mögen kann man Anna im Laufe des Filmes nicht! (obwohl man Kate nur lieben kann!)
                                Er macht seine Rolle auch gut, wirkt ein bisschen unsicher, ein bisschen wild und trotzdem sehr intelligent und reif.
                                Auf Ralph Fiennes ist immer Verlass, sein Gesicht spricht einfach immer tausend Bände. Vor allem der Umgang miteinander, als die beiden gealtert sind, dieses unsichere, fremde Berühren an den Händen, hat die tragische Komik der Beziehung äußerst gut wiedergegeben. Die Art und Weise, wie sie dann am Ende ihres Lebens doch noch lernt, zu lesen und zu schreiben, fand ich schon sehr rührend und romantisch.
                                Gelangweilt hat mich der Film nicht, er war am Ende nur etwas langatmig. Ich hab das Buch vor Jahren mal gelesen und fand es gut, die Verfilmung finde ich gelungen. Es ist halt ein eher ruhiger Film, etwas distanziert, sind ja auch schwierige Themen geballt auf einmal!

                                • 5

                                  Träge, schleppt uns Daldry durch diese Pedo-Romanze und zeigt uns Pseudofacettenreiche Charaktere die zum Schluss die Nazizeit aufarbeiten und mit DRAMA rumsülzen wo es nur geht.

                                  David Kross ist langweilig und Kate Winslet eine schlechte, man traut sich fast nicht dieses Wort mit ihrem Namen zu nennen, Schauspielerin. Ralph Fiennes ist solide, ebenfalls die Nebenbesetzung.

                                  Wer das Buch gelesen hat dürfte auch so schon die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wenn er der Vorleser hört und kann sich den Film eigentlich sparen da er noch schlechter ist.

                                  Was am Ende bleibt ist das pure nichts und das ist gut denn wenn ich mich noch länger an diesen Film einnern würde müsste ich glaub ich weinen bei dem Geld das rausgehauen wurde um das hier zu drehen.

                                  2
                                  • 6

                                    Na ja. Kann man sich ansehen.
                                    Ich fand das ganze doch zu langatmig. Die Liebesszenen sind doch sehr beschränkt auf Kopulieren und Vorlesen. Geht auch einfach zu lange.

                                    Später wird es ganz interessant aber auch nicht wirklich gut. Vieles ist schwer nachzuvollziehen. Also das verhalten der Personen.

                                    Schauspieler sind gut keine Frage.

                                    1
                                    • 6 .5

                                      Entgegen der Romanvorlage bleibt Daldrys Umsetzung von Der Vorleser meist nur an der Oberfläche und verpasst es daher, so eindringlich zu wirken wie die Vorlage.
                                      Eine Schwierigkeit ist, dass Michaels (nicht unbedingt zuverlässige) Erzählperspektive aus dem Roman nicht in den Film übernommen werden kann. Daher tritt Hanna Schmitz auch nicht als Figur auf, die uns durch Michaels beschränkte Perspektive nur wenig zugänglich wird, sondern sie bleibt dem Zuschauer einfach fremd. Ihr Handeln- so wenig nachvollziehbar es sowieso schon ist- ergibt aus dieser Sicht kaum noch Sinn.
                                      Das will ich Daldry nicht unbedingt zum Vorwurf machen, denn das Problem ergibt sich einfach bei der Verfilmung der Vorlage, doch im Film nimmt man es eher als Logiklücke denn als Dissonanz in der Schilderung Michaels wahr.
                                      Die meisten Szenen mit Ralph Fiennes fand ich zudem ziemlich schwülstig inszeniert. Daldrys Fokus liegt eindeutig mehr auf der Tragik der Beziehung seiner Protagonisten als auf der Frage nach Schuld und dem Umgang mit Schuld- diese Themen werden im Mittelteil anhand einiger Gespräche zwischen den Studenten und später im Gespräch mit Frau Mather recht schnell abgehandelt.
                                      Mal abgesehen von dem peinlichen Alterungs-Make-up, das bei einem bekannten Gesicht wie Winslets sowieso niemand ernst nimmt, ist Der Vorleser handwerklich gut gemacht (die Zeitwechsel fand ich aber etwas zu abrupt). Dennoch kokettiert er mit den schwierigen moralischen Fragen seiner Geschichte eher und nutzt sie, um die tragischen Elemente zu unterstreichen, als sie tatsächlich greifbar zu machen. Als Liebesgeschichte kann Der Vorleser aber auch nicht funktionieren, dafür wiegen die Taten Hannas dann doch zu schwer.
                                      So ist der Film am Ende weder Fisch noch Fleisch- er schießt zwar nicht ganz am Ziel vorbei, doch gelungen kann man das auch nicht nennen.

                                      • 8 .5

                                        Eine sehr bewegende Geschichte, die auf unterschiedlichen Ebenen emotionalen Zündstoff mit sich bringt. Ohne zu moralisieren werden heilke Themen wie die Schuldfrage im Nationalsozialismus, Analphabetismus und Liebesbeziehungen zu Minderjährigen in der Begegnung zweier Charaktäre erzählt, die sich über fast 50 Jahre in Nachkriegs-Deutschland ereignet.

                                        Es geht um Schuld, Vergebung, aber auch um Liebe und Verantwortung. Kate Winslet, David Kross, aber vor allem Ralph Fiennes schaffen es die Emotionalität der Geschichte authentisch rüberzubringen und einen zum nachdenken anzuregen ...
                                        Denn das ist das tolle an dieser Geschichte:

                                        Jeder muss selbst entscheiden, wie er zu den handelnden Personen und den aufgegriffen Thematiken steht - wie sein Urteil moralisch, juristisch und menschlich ausfallen würde. Eine Geschichte, die den Zuschauer anregt selbst zu denken, aber vor allem: Selbst zu fühlen! was will man mehr von einem Film?

                                        • 7 .5

                                          Film mit Klasse.
                                          Er hält sich sehr gut an das Buch was mir besonderes gut gefällt

                                          • 5
                                            cycloo77 18.10.2015, 03:06 Geändert 18.10.2015, 04:09

                                            Eine bizarre Mischung aus liebesgeplänkel eines pupertierenden Teenagers und einer um einiges älteren Geliebten, die grausame Verbrechen begangen hat. Eine Liebelei die sowas von aufgeblasen ist das es an unwichtiger nicht zu überbieten ist.

                                            Die Stimmung und auch die Erzählstruktur stoßen mich auf eine perfide Art und Weise richtig ab.

                                            Kate Winslet spielt zwar ihre Rolle sehr gut auch David Kross hat seine guten Momente, aber ich bleibe dabei, der Film ist abstoßend und erzeugt bei mir ein Unwohlsein, das ich so bei einem Film noch nicht hatte.

                                            Eine nonsens Liebesgeschichte bei der das Holocaust Grauen, nur die nebensächliche Rahmenhandlung ist.

                                            4
                                            • 7

                                              Der Film ist ganz gut gemacht ja, durchaus sehenswert.

                                              Wer jedoch das Buch vorher kennt, muss damit rechnen, dass im Buch viel mehr Inhalt steht, als verfilmt wurde.

                                              Ansonsten ist er aber wirklich gelungen.

                                              Gebe ich doch mal 7/10 Punkten.

                                              • 6

                                                Stephen Daldry und sein Drehbuchautor reduzieren Bernhard Schlinks Roman »Der Vorleser« weitgehend auf die Lovestory. Das funktioniert, weil die Schauspieler starke Auftritte haben, allen voran Kate Winslet und David Kross/Ralph Fiennes. [Dietmar Kanthak]

                                                • 7

                                                  Kate Winslet spielt ihre Rolle sehr gut. Ebenso wie Ralph Fiennes.
                                                  Nun gut.. zum Film.. die Kombination einer Liebesromanze und dem noch heute sehr sensiblen Thema fand ich etwas fragwürdig.
                                                  Der Film war langatmig und es fehlte schlichtweg an Spannung. Vielleicht hätten Rückblicke in ihre Vergangenheit da etwas geholfen.

                                                  • 8

                                                    Kate Winslet so herrlich ungeschminkt ist fantastisch in dieser Rolle!

                                                    1