Detroit - Kritik

Detroit / AT: Untitled Kathryn Bigelow Project; Untitled Detroit Riots Movie

US · 2017 · Laufzeit 143 Minuten · FSK 12 · Historienfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 8

    Ein ergreifender Film und jeder einzelne Schauspieler hat überragend abgeliefert Poulter, Boyega und Algee Smith stechen (auch auf Grund ihrer vielen Leinwandpräsenz) nochmal hervor.

    Schade das man von solchen Filmen im Vorfeld nie was hört, stattdessen wird man mit Werbung von Pacific Spacehulk und Trashformers gegen Captain Spiderdevil bombardiert.

    "Detroit" - klare Empfehlung.

    • 8

      Ein herzzerbrechender Film mit einer Thematik, die leider momentan immer noch aktuell ist.
      Schauspielerisch mehr als genial und spannend bis zum Schluss.

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      • 8

        Eines der zahllosen traurigen Kapitel in der Unterdrückungsgeschichte der Schwarzen und in der Historie skrupelloser soziopathischer verbrecherischer Bullenschweine. Bigelow ist mal wieder ein Meisterwerk gelungen. Der erste Akt hätte etwas straffer sein dürfen, aber davon abgesehen: Alles perfekt.

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        • 7

          Kathryn Bigelow kann packende und spannende Filme inszenieren, auch wenn dieser nicht ganz so gut ist wie "The Hurt Locker".

          "Detroit" ist handwerklich perfekt umgesetzt, das ganze Szenario zieht den Zuschauer sofort in die Handlung rein und der wirklich sehr gute Cast lässt diesen da so schnell nicht wieder raus.

          Einerseits erhält man damit einen erstklassigen Schocker, der das Publikum zur Auseinandersetzung mit dem Thema zwingt.

          Andererseits, aus inhaltlichen Aspekten gesehen, wird es dann doch etwas fragwürdig. Auch wenn Bigelow relativierende Beiträge kurz einstreut und mal den Good Cop sprechen lässt, so wirkt es verklärend, wenn die Detroiter Polizei hier als Schuldiger für diese Rassenunruhe angeprangert wird.

          Generell war diese Zeit von Unruhen geprägt und Detroit war nur einer dieser Brennpunkte. Warum sich nun der Kern der Story um einen sadistischen Rassisten drehen muss, findet bei genauerer Betrachtung keinen logischen Grund, es sei denn man möchte mit Übertreibung die Stimmung anheizen. Besonders interressant ist dabei die Namensgebung des Officers "Krauss", die damit angedichtete deutsche Abstammung ist frei erfunden und bar jeglicher Realität, was die Geschehnisse im Algier Motel betrifft.

          http://www.historyvshollywood.com/reelfaces/detroit/

          Auch kann diese Eingrenzung des Scripts keine Erklärung dafür liefern, warum 6000 Polizisten damals nicht in der Lage waren, die Plünderung und die Brandschatzung zu verhindern, sodass nur noch der Einsatz der Nationalgarde die Anarchie abwenden konnte. Die anderen Geschädigten dieser "Revolution" erhielten leider keine Screentime, der Sachschaden belief sich auf 600 Millionen Mark, damals. Die damit zerstörten Existenzen fallen auch unter den Tisch.

          Fazit: Ist spoilerfrei nicht möglich

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          Spoiler:
          Die ausbleibende Verurteilung der Verantwortlichen im Algier Motel ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Menschen, unabhängig davon, welcher Rasse man angehört.

          Trotzdem krankt das gesamte Machwerk Bigelows zu sehr an Einseitigkeit, es spaltet mehr, als es versöhnt und es verschweigt die tatsächliche Ursache des Übels.

          https://bazonline.ch/ausland/amerika/schwarze-kriminalitaet/story/16501925

          7
          • 8

            Im Geiste von Oliver Stones Filmen, schafft es hier Bigelow wie immer als brillante Filmemacherin zu überzeugen. Passendes Cast, perfekt inszeniert und einem irgendwie unpassenden Will Poulter. Gute Intensive Story mit längen, die de Zuschauer packt und Zeitgeschichte, wie immer auch heute noch aktuell aufarbeitet. Sehenswert.

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            • 7

              Auch wenn ich das Gefuehl nicht loswurde, dass Bigelow einen hier an die Hand nimmt und zeigt, was sie alles nicht gut findet, was ein "wenig" belehrend wirken kann, ist es fuer mich lobenswert einen Film ueber amerikanische Polizeitbrutalitaet zu machen.

              • 7

                Detroits Anfangsszenen sind intensiv und erdrückend: Ein Gewirr aus Stimmen, Sirenengeheul, Lärm – mit kühler und doch mitten in das Geschehen werfender Inszenierung und unruhiger Kamera rückt der Film die in Folge einer Polizeirazzia auf einen unlizensierten Club in Detroit langsam eskalierenden Rassenunruhen im Juli 1967 nah an den Zuschauer heran. Eingestreute Archivaufnahmen wirken nicht, wie so oft in anderen Filmen, wie ein Fremdkörper, sondern scheinen unmittelbar aus dem gezeigten Geschehen gegriffen. Das Geschäft der Polizei, völlig überfordert inmitten der Wirren, wird mit analytischem, distanziertem Blick eingefangen.
                Als die eigentliche Handlung des Films ins Rollen kommt, beginnen sich einzelne Figuren aus der Masse heraus zu schälen: Der Zuschauer ist dabei, wenn die aufgeheizte, zwischen Ausgelassenheit und Frustration schwankende Stimmung innerhalb eines primär von Schwarzen frequentierten Hotels zu im Grunde harmlosen Schüssen aus einer Startpistole und in weiterer Folge einem Anrücken aller sich in Ausnahmezustand befindlichen Kräfte (Detroit Police, State Police sowie Militär) führt. Treibende Kraft und Initiator des folgenden Geschehens: Philipp Kraus, gespielt von Will Poulter, Leiter der Einsatzkräfte aufseiten der Detroit Police. Auf der Ebene der handelnden Figuren, auf der sich der Film nun bewegt, trägt Kraus das meiste Gewicht im Bezug darauf, was uns der Film an Relevantem, speziell hinsichtlich aktueller Berichte über Polizeigewalt gegenüber Schwarzen in Amerika, mitteilen will: Kraus scheint geradezu das Idealbild des kleinen, von Ressentiment erfüllten weißen Mannes, dessen aufgestauten Minderwertigkeitskomplexe sich augenblicklich in sadistischen Gewaltausbrüchen entladen, sobald er in eine Autoritätsposition gelangt.
                In den nachfolgenden, sich immer weiter ins Extreme steigernden, durch psychologische Folter und Erniedrigung gekennzeichneten Verhören der Verdächtigen regt sich kaum Widerstand: Larry Reed, zunächst lässig, später tragisch gespielt von Algee Smith, aufstrebendes Mitglied der Soul-Gruppe The Dramatics, ist wie die anderen überwiegend schwarzen Besucher des Hotels zumeist hilfloses Opfer der sich zeitweise ins kaum Erträgliche steigernden Gewalt. Lediglich mit dem von John Boyega gespielten Wachmann Melvin Dismukes greift eine schwarze Figur in das Geschehen ein, die mehr als ein bloßes Opfer darstellt. Doch auch Boyegas Figur bleibt überwiegend auf ein entsetztes und ungläubiges Beiwohnen und dem vergeblichen Versuch einer Schlichtung beschränkt, auch wenn er dessen nachhaltige Verstörung, ja gar endgültige Gebrochenheit ob des von ihm Miterlebten eindrücklich darzustellen weiß.
                Bald wird deutlich, dass diese Passivität Methode hat, nicht nur bei den Opfern, sondern auch bei Dismukes: Geht es dem Film doch nicht nur um die Willkür einiger Weniger wie Kraus, sondern darum, ein institutionelles System als wirkliche Ursache des Problems zu identifizieren, ein solches, in dem eine institutionell gebilligte Gewalt einer bestimmten Randgruppe gegenüber so weit Normalität geworden ist, dass dem Einzelnen, mag er dieser nun selbst ausgeliefert sein oder nicht, kaum etwas anderes übrig zu bleiben scheint, als sie einfach hinzunehmen. So zeigen sich einige der anderen anwesenden Einsatzkräfte im Verlauf des Films etwa durchaus abgestoßen von Kraus’ immer drastischeren Methoden, lassen diesen aber schließlich doch gewähren oder sich von ihm gar mit hinabziehen.
                Letztlich offenbart Detroit so einen fragilen Balanceakt und scheint, mal der üblichen Dramaturgie nachgebend, das einzelne, niederträchtig agierende Individuum und mal das als Enabler fungierende institutionelle Gesamtsystem mehr in den Fokus der Betrachtung zu rücken. Abhängig davon, wie viel Analysetiefe man von dem Film letztlich in der ein oder anderen Hinsicht erwartet, ist man entweder enttäuscht von der Art, wie er das eine Thema (die gerade umrissene „Systemfrage“) mit den handelnden, teilweise recht grob gezimmerten Figuren ins Gleichgewicht bringt, oder man nimmt Abstriche großzügig in Kauf. Ein fesselndes Kinoerlebnis ist Detroit aber allemal.

                • 6
                  Geistertexter 21.12.2017, 12:08 Geändert 21.12.2017, 12:20

                  Wenn die überlangen und wohl bewusst entsetzlich anzuschauenden Folterszenen mit den Mitteln eines Action-Thrillers aufbereitet werden, verliert der Film seine Wahrheit und damit seine erzählerische Mitte aus den Augen. In diesen Sequenzen und auch in dem überflüssig ausgedehnten Gerichtsverfahren im letzten Drittel sind viele Szenen beliebig und klischeehaft. Bigelow möchte den Opfern rassistischer Gewalt und vor allem ihren Angehörigen eine Stimme geben, die gehört zu werden, heute wieder essentiell wichtig ist für die tief gespaltene amerikanische Gesellschaft. Auf diese Stimme hätte sie vertrauen sollen, die Opfer hatten genug zu erzählen. Vom Leiden an sich selbst. Nicht von Wut, Hass und Rache.

                  • 8
                    thewolfman 16.12.2017, 21:23 Geändert 17.12.2017, 20:10

                    Bigelow kann es einfach.
                    Hervorragend besetztes und eindrucksvoll in Szene gesetztes Zeitdokument der Rassenunruhen der 60er in Detroit.
                    Einzig die wiederholten Gesangseinlagen nervten.

                    • 6 .5

                      Ja, das ist schon alles mitreißend, und der Cast spielt größtenteils absolut hervorragend (Boyega!). Eine gelungene Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema sieht aber anders aus. So ist der Film nicht an den eigentlich viel spannenderen gesellschaftlichen Verhältnissen und Rahmenbedingungen des dargestellten Konflikts interessiert, sondern nutzt ohne Hinterfragung seiner Entstehungsmechanismen ein moralisches Chaos, um eine historisch relevante Wende zu einem Gut-Böse-Kammerspiel zu reduzieren. Verstehen, was genau die Bevölkerung zu solch drastischen Aufständen und die Polizei zu dermaßen harten Reaktionen treibt, wird kein Zuschauer ohne gründliche Vorkenntnisse. Und einen zur Besonnenheit aufrufenden Beitrag zur friedlichen Klärung solcher Verwürfnisse kann diese Aneinanderreihung ungerechter und frustrierender Ereignisse auch kaum leisten. Vermutlich möchte Bigelow nicht weiter Öl ins Feuer gießen, liegen mit den Milwaukee Riots vergangenes Jahr ähnliche Ereignisse doch gar nicht allzu weit entfernt, über was mich ihr Film jetzt genau aufklären sollte, ist mir allerdings unklar. Konsequenterweise hätte ihr Film also nicht den Titel "Detroit", sondern "Algiers Motel" tragen sollen.

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                      • 9

                        Kathryn Bigelow erinnert uns eindrucksvoll, zu was das Medium Film und Kino im speziellen fähig ist. WAS für eine intensive, immersive Grenzerfahrung. Ein Film, der von der ersten Sekunde an komplett fesselt und dessen emotionale Spannung sich nahezu unerträglich steigert. Die Inszenierung ist perfekt. Ein grimmiges, wütendes Stück amerikanischer Zeitgeschichte. Wenn zum Abspann die Roots ft. Bilal erklingen, ist man psychisch und physisch am Ende, möchte einfach nur schreien.
                        Bigelows mit Abstand stärkster Film und für mich das wichtigste, ja auch beste Stück Kino des Jahres 2017. Wertung hat Luft nach oben.

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                        • 8 .5
                          Andy Herman 07.12.2017, 17:11 Geändert 07.12.2017, 17:14

                          Ein stark inszenierter und intensiver Film. Ich habe im Vorfeld nichts über dieses Ereignis, welches der Film porträtiert, gewusst. Umso mehr hat mich das Ganze mitgenommen. Das Darstellerensemble ist grandiös und ich denke mal, dass es sich bei den Golden Globes und den Oscars nächstes Jahr bemerkbar machen wird. Kathryn Bigelow nimmt uns mit in das schmutzige und zerstörte Detroit Ende 60er, wo die Aufstände der Schwarzen gegen die Polizei auf ihren Höhepunkt sind. Die Story konzentriert sich dann auf das eigentliche Ereignis im Algiers Hotel, wo es zu kriminellen Taten der Polizisten gegenüber der Schwarzen kommt. Da nimmt der Film auch am meisten Spannung auf. Unglaublich intensiv wird das Verhalten der Charaktere aufgebaut und wird zu einem, auf eine Ortschaft beschränkten, Psychothriller. Die ganze Atmosphäre des Films lässt einen tief eintauchen in diese Zeit.
                          Für mich ein sehr einfühlsamer und gelungener Film, die die Thematik sehr gut und fair darstellt. Daher absolut sehenswert, einer der besten Filme von 2017.

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                          • 6

                            Sicherlich stark und glaubwürdig gespielt. Leider wird aber eine schreckliche aber eben auch simple kurze Geschichte in die Länge gezogen. Historisch war es eben so, aber eine richtige Aufbereitung wäre spannender gewesen. Auch den Kontext du den Auschreitungen wird nicht gezogen. Es wird geschildert, wie alles begann, aber nicht wie es endete. Stattdessen geht es plötzlich nur noch um diesen einen Vorfall. Ich fand den Film leider recht langweilig.

                            • 6

                              ich dacht die rennen da durch die strassen und machen riot...es spielt sich aber alles im haus ab---heftig was passiert...2.5 stunden gingen schneller zuende als gedacht

                              • 7 .5
                                TwoLips 05.12.2017, 18:42 Geändert 08.12.2017, 21:06

                                Intensives Erlebnis, da ich mich mit den Rassenunruhen von 67 noch nicht auseinandergesetzt hatte. Animierte mich zum nachlesen der Fakten. Sehr gelungener Film, wie die meisten von K. Bigelow.

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                                • 7 .5

                                  Wuchtige Verfilmung der Gewaltexzesse in Detroit 1967. Kathryn Bigelows neuester Streich gliedert sich in drei Abschnitte: Zunächst werden in einem pseudokumentarischen Stil die aufkeimenden Unruhen in den Straßen Detroits gezeigt. Herzstück des Films sind die Vorkommnisse im Algiers Motel. Gegen Ende werden dann noch einige Aspekte der (vornehmlich juristischen) Aufarbeitung der Geschehnisse thematisiert.

                                  Sowohl stilistisch als auch inhaltlich erinnert die Inszenierung stark an 'The Shield'. Ähnlich wie in der Serie über Polizeigewalt rückt auch hier der Zuschauer ganz nah an das Geschehen und es wird ein Realismus erzeugt, wie man ihn nicht allzu oft zu sehen bekommt. Unterstützt wird diese Ausgestaltung u.a. durch eine Ausstattung (wie zum Beispiel die Kostüme diverser Charaktere), die sich weniger an einer verkitschten Version der 60er Jahre orientiert (wie es in vielen anderen Produktionen der Fall ist), sondern eher um eine adäquate Darstellung bemüht ist. Darstellerisch befindet sich die gesamte Produktion durchweg auf hohem Niveau. Auch einige mutige Casting-Entscheidungen (z. B. Kaitlyn Dever) gehen voll und ganz auf.

                                  Besonders stark ist 'Detroit' immer dann, wenn Bigelow Missstände anklagt, ohne allzu plakativ mit dem Holzhammer draufzuhauen, was besonders in der Gerichtsszene deutlich wird. Bezüglich der Vorkommnisse im Motel hatte das Drehbuch auch einige Leerstellen aufzufüllen, daher sind einige Einzelheiten womöglich mit etwas Vorsicht zu genießen, aber im Großen und Ganzen wird auch so klar, was in etwa abgelaufen sein muss.

                                  'Detroit' ist ein gewalttätiges Drama fernab von reinen Unterhaltungsansprüchen und ist auch als Zeitdokument stellenweise mit etwas Vorsicht zu genießen; dennoch erweist sich diese ungehobelte Erzählung als absolut sehenswerter Kommentar zu einer Thematik, die derzeit aktueller kaum sein könnte.

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                                  • 8
                                    lieber_tee 03.12.2017, 13:06 Geändert 08.12.2017, 02:39

                                    Willkür und Gewalt.
                                    50 Jahre nach den bürgerkriegsähnlichen Unruhen in Detroit fackelt Kathryn Bigelow eine fieberhaft-pulsierende Interpretation der dramatischen Geschehnisse von 1967 ab. In drei Akten wird erbarmungslos und wütend Rassismus und Polizei-Gewalt dem Zuschauer halb-dokumentarisch ins Gesicht geschlagen. Auf die erlösende Wirkung einer Katharsis verzichtet die Filmemacherin dabei bewusst. Von Neutralität befreit, aber deutlich mit moralischen Grauzonen gefüllt, ist die auf Tatzeugen und Gerichtsverhandlung-Dokumenten basierende, fiktional aufbereitete Erzählung über den sadistischen Übergriff seitens der weißen Gesetzeshüter auf Schwarze eine humanistische Parteinahme für die Opfer. Und eine Anklage gegen systemischen Rassismus!
                                    Mit bemerkenswerter Dringlichkeit, intensiv gespielt, erzeugt Bigelows nervöser Cinéma-vérité-Stil eine chaotische Gewaltspirale, die im Algiers Motel zu einem klaustrophobischen Horrorfilm verdichtet wird. Zermürbend, infernal entsteht aus einer in der Realität verankerten Eskalation unangenehmes und unbequemes Kino. Direkt in die Fresse. Der Versuch die Geschehnisse immer wieder gesellschaftlich zu kontextualisieren gelingt nur bedingt. Thrill, Sentimentalität und Vereinfachungen dienen dazu die rassistische Vergangenheit und Gegenwart Amerikas zu bestimmen, spürbar zu machen.
                                    Wer den Film als „rassistischen Folter Porno“ (The Globe and Mail) bezeichnet oder über mangelnde Objektivität und Verharmlosung (!) (pressplay.at) klagt, sollte mal aufmerksamer die Nachrichten (und den Film) schauen.
                                    8 Scheinhinrichtungen.

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                                    • 8

                                      Kurz:
                                      Der schwarze Wachmann Dismukes wird während der Rassenunruhen 1967 in Detroit in rassistische Übergriffe der Polizei verwickelt, bei denen drei Afroamerikaner sterben und weitere verletzt werden. Der Rest ist, wie man so sagt, Geschichte. Allerdings eine wahre und bittere Geschichte.

                                      Lang:
                                      Nach dem 2. Weltkrieg emigrieren insgesamt zirka 6 Millionen Afroamerikaner aus ihren ursprünglichen Heimatländern des schwarzen Kontinents in die USA, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Willkommen waren sie nicht überall. In vielen grösseren Städten bildeten sich rein schwarze Viertel, welche schon bald durch weisse, oft rassistische Polizisten, patrouilliert wurden und trotz der durch die Verfassung zugesicherten Bürgerrechte, wurden alsbald auch die völlig integrierten und in den USA geborenen Schwarzen wie Menschen zweiter Klasse behandelt und drangsaliert. Die angepriesene Gleichstellung existierte oftmals nur in der Theorie, auf der Strasse war davon nichts zu spüren. Grundlose Razzien und Schikanen sollten den “Negro People” zeigen, wer in den Staaten nach wie vor das Sagen hat. Entsprechend war die Stimmung in der schwarzen Bevölkerung angespannt und nervös.

                                      Klar kochte die unterdrückte Wut vieler Schwarzer hoch und entlud sich im Juli 1967 in den berüchtigten Krawallen Detroits. Die Industriestadt verwandelte sich innert kürzester Zeit in eine Stadt des Krieges, es führte sogar soweit, dass die überforderte Polizei die Nationalgarde anforderte, welche sie daraufhin mit Panzern auf ihren Einsätzen flankierte und beschützte.

                                      Regisseurin Kathryn Bigelow (“The Hurt Locker“, “Strange Days“) fokussiert sich in ihrem neusten Werk aber nicht auf Rassenunruhen, sondern setzt ein einzelnes, dramatisches Geschehnis gekonnt ins Zentrum des Films. Mitten in dieser tumultartigen Zeit schossen nämlich ein paar Schwarze zum Spass, angestachelt durch die allnächtliche Stimmung, mit einem Schreckschussrevolver aus dem Fenster ihres Hotels in Richtung Polizei, welche sich dann wiederum im Visier eines Scharfschützen glaubte und daraufhin das Gebäude stürmte. Durch die Art, wie die Beamten während der ganzen Situation reagierten, eskalierte das Ganze, wurde ein trauriger Teil der damaligen Geschichte und lieferte dabei besten dramaturgischen Stoff für einen packenden Kinofilm.

                                      Die beklemmende, beängstigende Stimmung ist überall. Der Film packt einen von Beginn weg und lässt nicht mehr los. Die Geschehnisse werden hautnah dokumentiert, sodass auch geschichtlich wenig bewanderte die Handlung gut verstehen und sich auf das Hauptereignis konzentrieren können. Die Kamera ist stets hautnah dabei, man glaubt, förmlich den Angstschweiss der Agierenden riechen zu können. Grenzen setzt Bigelow bewusst nicht. In Gewaltszenen, in denen andere “Cut” rufen, lässt Bigelow weiterfilmen und zeigt so schonungslos die ganze verzweifelte Brutalität, welche die drei skrupellosen Cops angesichts ihrer katastrophalen Situation versprühen.

                                      Bigelow wurde vereinzelt vorgeworfen, den Blick für die moralische Grauzone zu verlieren, dabei hat sie aus meiner Sicht einfach nur authentisch porträtiert. Sie zeigt auf, wie das Verhältnis von Provokation zu Reaktion ins Wanken gerät und als Folge daraus die Stimmung hochkocht. Hier wird nicht mit Brutalität um Quoten gebuhlt. Um die Authentizität zu wahren, wurden originale Medienberichte von damals eingebaut, welche man gelegentlich sonst im Fernseher sieht. Das Budget von gesamthaft 34 Millionen US-Dollar erscheint vielen als überrissen, zu mal möglichst auf Spezialeffekte verzichtet wurde. Aber solche Massentumultszenen mit den dazugehörigen Strassenzügen von damals lassen sich in diesen Dimensionen nun mal nicht billig zum Leben erwecken.

                                      Schauspieler John Boyega gibt trotz seiner (noch) kurzen Schauspielerfahrung einen äusserst überzeugenden Wachmann Dismukes, der ja eigentlich nur helfen wollte und den Anweisungen der Einsatzkräfte folge leistete. Besonders Will Poulter fällt auf. In seiner Rolle als rassistischer Cop beweist er sein Können und es ist nachvollziehbar, wieso er für diese Rolle jene des Pennywise in “It” ablehnte. Ob es sogar für eine Oscar-Nomination reichen wird, wird sich zeigen, so oder so von Poulter werden wir noch viel hören!

                                      Fazit:
                                      Der Film überzeugt als Dokumentation der damaligen Geschehnisse, jedoch darf er nicht als Aufklärung über die Rassenunruhen im Allgemeinen betrachtet werden, dazu ist sein Blickwinkel zu engstirnig, zu fokussiert auf das Hauptereignis und die danach gezeigten Folgen. Es erwartet einen kein vielschichtiges Doku-Epos à la JFK, wer sich aber mit den richtigen Erwartungen auf ihn einlässt, wird bestimmt nicht enttäuscht!

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                                      • 8 .5

                                        Kathryn Bigelow hat sich in der Vergangenheit schon mehrmals an sehr schwierige Themen gewagt und diese großartig verfilmt. Nun widmet sie sich den Aufständen in Detroit 1967....

                                        Wie man sich dem Thema nähert ist ein wichtiger Punkt, denn viele wissen nicht wie die Umstände in Detroit damals waren und dies hat Bigelow relativ geschickt gemacht. Das Thema ist unglaublich komplex, aber als Zuschauer bekommt man dennoch genug Hintergrundinformationen.... noch mehr hätte den Film nur noch mehr in die Länge gezogen.

                                        Was mir hier schon gleich zu Anfang aufgefallen ist, ist dass man auf die ganz großen Namen verzichtet was die Darsteller/innen angeht. John Boyega, Will Poulter, Jason Mitchell und Hannah Murray ist sicherlich vielen ein Begriff durch andere Filme oder Serien. Große Talente sind die genannten Künstler allemal, aber bisher hat keiner von ihnen den ganz großen Durchbruch geschafft.... noch nicht.
                                        Darstellerisch bekommt man hier nämlich richtig viel geboten (vor allem von Will Poulter von Algee Smith)

                                        Die Atmosphäre ist unglaublich bedrückend und lassen die relativ lange Spielzeit von 143 Minuten viel kürzer erscheinen. Der starke Score von James Newton Howard leistet ebenso einen wichtigen Beitrag zur Atmosphäre als auch die beeindruckende Kameraleistung von Barry Ackroyd.

                                        Kathryn Bigelow ist ein weiteres hervorragendes Werk gelungen das sich mit einem sensiblen Thema befasst. Bisher einer der besten Filme aus dem Jahr 2017.

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                                        • 7

                                          Heutzutage bleiben von Detroit, der einstigen blühenden Industriestadt, kaum mehr als Impressionen von leerstehenden Häusern und Gebäuden, die verfallenden Ruinen gleichen. Diese geisterhafte Ausstrahlung, die von der insolventen Großstadt ausgeht und von Menschen berichtet, die massenhaft ihre Häuser verloren haben, wurde im Kino zuletzt beispielsweise von Ryan Gosling beschworen. In seinem Regie-Debüt „Lost River“ vermischte der Schauspieler ungeschönten Sozialrealismus mit märchenhaft-albtraumartigem Surrealismus, um die beklemmende, lethargische Stimmung von Orientierungslosigkeit, Einsamkeit und Verzweiflung dieser Stadt einzufangen.
                                          Das Detroit der 60er Jahre, welches Kathryn Bigelow in ihrem gleichnamigen Film vor den Augen des Zuschauers aufleben lässt, hat hingegen noch einen aggressiven, wütenden Puls, der von ständiger Bewegung angetrieben wird. Anlässlich des 50. Jahrestags der Rassenunruhen, von denen Detroit 1967 gut fünf Tage lang schwer erschüttert wurde, führt die Regisseurin noch einmal dorthin zurück, wo Gebäude in Flammen standen, tausende Verhaftungen durchgeführt wurden und neben über tausend Verletzten 43 Menschen ums Leben kamen.
                                          Mit den Mitteln des Kinos formt Bigelow ein Stück Zeitgeschichte, das auch heute noch dringlicher denn je das gesellschaftliche Klima Amerikas mitzuprägen scheint. Die brutalen Auseinandersetzungen zwischen dem afroamerikanischen Teil der Bevölkerung, der für seine Bürgerrechte kämpfen will, sowie vorwiegend weißen Polizisten, die auf unkontrollierten Aufruhr mit äußersten Gewaltmaßnahmen reagierten, inszeniert die Regisseurin zu Beginn ihres Films in drastischen Momentaufnahmen, die wie kurze Ausschnitte einer Dokumentation über den Betrachter einbrechen. Bigelows stärkste Waffe ist hierbei die ruhelose, nervöse Handkamera, die sie bereits in ihren letzten Filmen wie „The Hurt Locker“ und „Zero Dark Thirty“ für sich entdeckte.
                                          Ebenso dokumentarisch muten die frühen Aufnahmen von „Detroit“ an. In diesen stürzt sich die Handkamera von Barry Ackroyd mitten ins Getümmel, klebt an wütenden oder panischen Gesichtern und legt Zeugnis von einem Ausnahmezustand ab, in dem Polizisten mit Panzern durch Stadtviertel streifen und unter anderem das Feuer auf ein weiter entferntes, kleines Mädchen eröffnen, das sie hinter den Vorhängen eines Fensters als einen potentiellen Scharfschützen identifizieren.
                                          Mit fragmentarischer Sprunghaftigkeit führen Bigelow und Drehbuchautor Mark Boal, der wie auch schon in den beiden vorherigen Filmen der Regisseurin journalistisch recherchierte Fakten und Augenzeugenberichte mit filmisch überhöhter Konstruktion sowie dramaturgischen Zuspitzungen kombiniert, durch ein Szenario, aus dessen wüster Unübersichtlichkeit sich nach und nach eine kleine Gruppe zentraler Figuren herauskristallisiert. Zu gnadenloser Verdichtung findet der Film schließlich durch die Konzentration auf einen konkreten Zwischenfall, der sich im Algiers Motel ereignete.
                                          Mit kammerspielartiger Reduktion, bei der sich Unterdrückung, Demütigung, Misshandlung, Folter und Mord entladen, inszeniert die Regisseurin die Situation, in der drei weiße Polizisten ein Motel stürmen, weil sie hier ebenfalls einen Scharfschützen mitsamt Tatwaffe vermuten, wie den Teil eines Horrorfilms. So wirkungsmächtig sich „Detroit“ in diesen Szenen von schier unerträglicher Anspannung und Intensität auch entfaltet und in der Darstellung von willkürlichem Machtmissbrauch sowie der Ausübung von abscheulichem Rassismus einen offenen Nerv trifft, der im aktuellen politischen Klima der USA nicht oft genug im Kino verhandelt werden kann, so diskussionswürdig ist die Wahl von Bigelows erzählerischen Mitteln.
                                          An vorderster Front spielt Will Poulter den rassistischen Polizisten Philip Krauss, der inmitten des von realen Begebenheiten inspirierten Szenarios eine rein fiktive Figur darstellt, mit einer dämonischen Fratze, die einen das Gesicht des Schauspielers nur schwer wieder vergessen lässt. Speziell in dieser Figur sowie einer Gerichtsverhandlung, die sich an die Ereignisse des Motel-Vorfalls anschließt, will Bigelow ein ganzes System spiegeln, in dem institutioneller Rassismus von der Polizei genauso wie vom Justizsystem ausgeht. Ähnlich funktional gestaltet sich die von John Boyega gespielte Figur des afroamerikanischen Security-Wachmanns, dessen überforderte Machtlosigkeit sowie auffällige Hilfsbereitschaft genauso universell aufgefasst werden soll. Umso plakativer und manipulativer wirkt hierdurch die etwas zu einseitige Figurenzeichnung, die zwischen klar erkennbarem Gut und Böse kaum Zwischentöne zulässt und die Absicht des politischen Aktivismus mit offensiv geführten Mitteln vor behutsame Differenzierung stellt.
                                          Als wütender Aufschrei ist „Detroit“ nichtsdestotrotz ein Werk, das den Finger mit nachhallender Wut in eine offene Wunde drückt, um durch offensive Zurschaustellung, bitteres Anklagen und explizites Aufzeigen erschütternder Missstände an etwas zu erinnern, das gerade in Anbetracht aktueller gesellschaftlicher Zustände nicht in Vergessenheit geraten darf. Ähnlich wie der passenderweise zeitgleich in den deutschen Kinos gestartete „Aus dem Nichts“ zeigt „Detroit“ eine klare politische sowie emotionale Haltung mit stellenweise provokativen, wahlweise auch verwerflichen Mitteln, was ihn neben Fatih Akins Film ebenso zu diskussionswürdigem, eindringlichem Stoff macht, der regelmäßig seinen Weg in die Kinos finden sollte.

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                                          • 8 .5

                                            Durchaus viel erwartet und sogar noch mehr bei raus gekommen.
                                            Habe vor dem finalen Trailer kurz, an eine John Singleton-ähnliche Herrangehensweise gedacht, den Gedanken aber schnell verworfen.
                                            Keine 2 Std. nach Sichtung des Films, würde ich schon sagen, dass er für mich der bisher beste Film des Jahres ist und ich meine sogar Katheryn Bigelows stärkster Film. Bigelows Talent und ihre Leistungen stehen ja eh ausser Frage.
                                            Besonders hervor heben, wollte ich unbedingt die Rolle/Leistung von Will Poulter; habe aber beim Überfliegen der User-Kommentare entdeckt, dass dieses (zu recht) schon mehrfach geschehen ist.
                                            Der gesamte Cast spielt sehr stark. Von Boyega, eben genannten Poulter, Mitchell bis hin zu John Krasinski gehören alle so in dieses Werk.
                                            Es gab unter Garantie Leute, die sich eine tiefer gehende, vllt. weniger hektische Auseinandersetzung mit den Geschehnissen gewünscht haben (vllt. im Nachgang oder wie auch immer, das hätte passieren können) Kann ich nach vollziehen. Für mich ist er aber genau so, wie er ist großartig. Alles was auszusetzen wäre, wäre von meiner Stelle blosses Erbsen zählen.
                                            Dem ein oder anderen, mag es zu rau sein, dem Rest würde ich es unbedingt empfehlen.

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                                            • 8

                                              "Detroit" ist ein brutales und spannendes Drama über die Unruhen 1967. Der Cast ist gut gewählt und überzeugend. Besonders, der für mich, sonst eher unscheinbare, Will Poulter zeigt, als rassistischer Cop, eine unglaubliche Darstellung. Trotz einer Laufzeit von 140 minuten fesselt der Film von Anfang bis zum Ende.
                                              Bigelow liefert mit "Detroit" einen der besten Filme 2017 ab. Sollte man gesehen haben.

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                                              • 8

                                                Hart.

                                                • 8 .5

                                                  Gerade in Anbetracht Bigelows fantastischer Fähigkeiten fallen die Schwächen bei der Konzentrierung der Erzählung auf drei weiße Polizisten und einer Handvoll Schwarzer unangenehm auf. Eigentlich meisterhaft, gelingt die Balance aus großem Ensemblestück und Kammerspiel schließlich nicht und wird dem Grundthema gänzlich ungerecht.

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                                                    [...] Denn obgleich Kathryn Bigelows inszenatorisches Geschick unantastbar über dem Film schwebt, verpasst sie es aus dem mitreißend und dynamisch eingefangenen Geschehen einen lohnenswerten Diskurs zu formen. Detroit ist ein wütendes Stück Film, dem es vor allem an Zwischentönen mangelt. Das Werk denkt im wahrsten Sinne des Wortes nur schwarz und weiß, teilt alles in Gut und Böse, was in letzter Konsequenz nur noch mehr Hass schürt. Die detaillierte Nachzeichnung des historischen Konflikts nutzt Bigelow nicht etwa, um einen Bezug zur Gegenwart herzustellen, gängige Rassenklischees aufzubrechen oder ethnisch bedingte Gewalt zu hinterfragen, sondern lediglich um eine immersive Filmerfahrung zu bieten. Das mag vielen Zuschauern reichen, ist letztlich aber viel zu kurzsinnig gedacht, gerade weil Detroit den reflektierenden Umgang mit seiner Thematik meidet und den Betrachter stets in dessen Komfortzone verweilen lässt. [...]

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