Shape of Water - Das Flüstern des Wassers - Kritik

The Shape of Water

US · 2017 · Laufzeit 123 Minuten · FSK 16 · Fantasyfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 10

    [...] Die Leidenschaft von Guillermo del Toro bei diesem Herzensprojekt ist auf der Leinwand zu spüren. Sie fließt durch seine wundervolle Regiearbeit, die diesen Film einzigartig macht, hin zu uns Kinobesuchern. „The Shape of Water“ ist nicht nur ein nostalgischer Lobgesang auf die goldenen Kinozeiten, sondern eine Liebeserklärung an die Menschen mit all ihren Vorlieben, Kulturen, Aussehen und Gefühlen. Es ist eine einfache und wunderschöne Geschichte zugleich. Für mich ist es definitiv das aktuelle Meisterstück Guillermo del Toros. Ich danke ihm für diesen Zauber im Kinosaal. [...]

    • 7 .5

      Die stumme Elisa (Sally Hawkins) verliebt sich in ein unter Wasser lebendes Monster und ist gleichzeitig dessen einzige Hoffnung, die Experimente eines US-Versuchslabors zu überleben. Phantasievoller Genre-Mix von Guillermo del Toro.

      • 9 .5

        Der mexikanische Filmemacher Guillermo del Toro (*1964) hat bisher sehr vielseitige Projekte verwirklicht. Darunter waren Filme wie der Monster-Clash “Pacific Rim” (2013), die etwas andere Superheldensaga “Hellboy” (2004) und der von Kritikern und Zuschauern hochgelobte “Pans Labyrinth” (2006), der auch drei Oscars erhielt. Nur der Regie-Oscar war damals nicht dabei, doch den konnte er nun, neben drei weiteren goldenen Männern, für seinen neuesten Film “The Shape of Water – Das Flüstern des Wassers” (OT: “The Shape of Water”, USA; 2017) gewinnen.

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        • 7

          [...] Und immer lässt del Toros väterliches Grinsen bessere Zeiten erahnen, wenn der Fernseher eingeschaltet ist und die großen Stars das große Damalige umarmen, abklopfen, besingen. Das Kino ist auch in "Shape of Water – Das Flüstern des Wassers" eine Pilgerfahrt für ein Zeichen im Unerforschlichen, und es bändigt selbst die Hartgesottensten, ja die Götter vor der Leinwand durch das Heldenmonumentale. Wo "A Cure for Wellness" das Wasser dem Publikum einst brutal injizierte, mit einer Spritze, die so bedrohlich wie tödlich war, greift del Toro zu einer sanfteren Methode, Wasser behutsam einzulassen – als lebensvitalisierende, verführerische, erotische Sozialmacht offenherzigerer Verständigung.

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          • 7

            Handwerklich kann man del Torro und seinem Team absolut keinen Vorwurf machen. Das Setdesign ist atemberaubend schön. Auch das Makeup von Doug Jones, der unter den vielen Schichten kaum zu erkennen ist, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Hingucker. Doch leider kann die ganze handwerkliche Exzellenz in THE SHAPE OF WATER nicht die Mängel in der Geschichte ausgleichen. Knackpunkt von THE SHAPE OF WATER ist hier tatsächlich die Motivation der Figuren. Insbesondere Sally Hawkins’ Elisa kann nicht genau vermitteln, was sie genau an dem Fischwesen fasziniert.

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            • 6

              [...] „Shape of Water“ ist ein Baukasten des Wohlfühlkinos, zum naiven Liebhaben und Schmunzeln, gut gespielt, stark inszeniert, gespickt mit einer Prise Brutalität, um von Erwachsenen ernstgenommen zu werden. Del Toro spendet willkommenen Trost in Zeiten der Sexskandale und ein freundliches Nicken zur aktuellen Diversitätsbewegung. Wer sich in der Filmgeschichte auskennt und mehr als Balsam für die Seele erwartet, dem bleibt der Regisseur seine einstige visionäre Schöpfungskraft schuldig.

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              • 6

                Vielleicht sollte Michael Shannon seinen Agenten wechseln. Schon wieder mimt er den harten Kerl, das durchtriebene Arschloch, das alle Makel auf sich vereinen muss, aber zumindest, und das ist neu, freihändig pissen kann. Seine Figur ist keine Figur im herkömmlichen Sinne, sondern so holzschnittartig gearbeitet und symbolisch angelegt, dass sie höchstens der groben Idee eines Menschen gleicht. Er ist die Karikatur eines Konservativen, das hässliche Gesicht des amerikanischen Kapitalismus und stets zeitgemäß rassistisch, wie sexistisch. In der Vorstadthölle wartet ein seelenloses Hausfrauen-Püppchen und noch gruseligere Maschinen, die sich als seine Kinder ausgeben; beruflich sitzt ihm ein unnachgiebiger Vorgesetzter im Nacken, der in der Leistungsgesellschaft kein Scheitern erlaubt. Bei so viel Gruselkabinett liegt die Flucht im Materialismus nahe; sein Cadillac steht symbolträchtig für den wirtschaftlichen Aufstieg der Mittelklasse während der ausgehenden 50er und beginnenden 60er Jahre, denen del Toro hier in jeder Hinsicht ausgiebig huldigt. In der stummen Hawkins, im Film latain-amerikanischer Herkunft, sieht Shannons Charakter vor allem ein Objekt der Begierde, das sich beherrschen lässt; im Amphibienmenschen ein wildes Tier, das obduziert werden muss.

                Dem gegenüber steht eine liberale Schicksalsgemeinschaft um zwei Putzfrauen (die eine schwarz, die andere stumm), die in ihrem Zusammenschluss die Stärke suchen, bestehende Herrschaftsverhältnisse zumindest kurzzeitig zu überwinden. Gemeinsam wollen sie das Andere vor seiner Zerstörung bewahren – und sind doch nur Spielsteine in einem ideologischen Grabenkampf. Denn so sehr es einem der Film auch glauben machen mag: das Andere in dieser Geschichte ist nicht der Amphibienmensch, irgendwo zwischen Abe Sapien und der Kreatur aus der schwarzen Lagune angelegt; es ist vielmehr Shannon als resoluter Sicherheitschef. Mit der Geschichte im Rücken lässt sich auf diesen alles projizieren, das der eigenen Identitätspolitik zuträglich ist und spricht gleichzeitig vor allem Bände über diejenigen, die an den Grenzen seiner Kontur versuchen Profil zu gewinnen. In seiner ewigen, künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Anderen, seiner Empathie und Faszination für das, das sich im Schatten verbirgt (oder sich von der dunklen Wasseroberfläche aus offenbart) findet del Toro nur eine fatale Antwort: um das Andere retten zu können, muss ein anderes erschaffen werden, auf das sich alles konzentriert, das man von sich abstoßen möchte.

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                • 7 .5

                  [...] Ein Film erbaut auf Gegensätzen, die sich beißen oder wunderbar ergänzen. Mal sind die unüberwindbar und Grund für Feindseligkeiten, mal fügen sie sich ineinander wie zwei kaputte Puzzleteile, die sich maximal insgeheim und nie bewusst gesucht, aber nun plötzlich passend gefunden haben. Einiges funktioniert (wie die sehr redselige und immer stumme Putz-Kombo), oder eben nicht (wie die Amis und die Russen beim Artenschutz aus Vernunftgründen), weil es logisch ist. Und einiges passt einfach, weil es dafür keine empirische Begründung gibt, nur ein Gefühl. Guillermo del Toro gelingt ein sehr schöner, fantasievoller Liebesfilm mit einem überdeutlichen Appell an Toleranz, der sowohl von Rassismus, gesellschaftlicher Klassendiskriminierung und natürlich der selten fundierten Angst vor dem „Fremden“ und „Andersartigen“ erzählt (womit nicht nur Fisch-Wesen, sondern auch Menschen mit anderer politischer Weltanschauung gemeint sind), technisch exzellent ohne CGI-Overkill und mit ganz viel investiertem Herzblut, das ist unverkennbares del-Toro-Kino, das ihn und seine Art des Filmemachens speziell heutzutage so unverzichtbar wie notwendig macht.

                  Dieser für US-Mainstream- und besonders potenzieller Oscar-Gewinner erstaunlich freizügige und ungezwungene Film (sei es die Darstellung von Masturbation als Morgenritual oder ausgewählter, aber nicht zurückhaltender Gewaltdarstellung, vor der die meisten Filme in der Position sicherlich zurückgeschreckt hätten) hat eigentlich nur ein Problem: Er ist gar nicht (mehr) so unkonventionell, wie er es wohl gerne sein möchte, wie man es erhofft hätte und wie es bei einem del Toro in Bestform schon war. An sein Premium-Stück Pan’s Labyrinth kommt er nicht heran, ist sogar relativ vergleichbar mit anderen Filmen, die heute noch unabhängig von ihrer Veröffentlichung noch eine größere Magie entfalten. Edward mit den Scherenhänden ist da ein gutes Beispiel. [...]

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                  • [...] Shape of Water ist eine Symphonie über die Machtbesessenheit der Menschheit, Kontrollverlangen, Kreaturen, Unbekanntem und den Wert wahrer Liebe und Fantasie. Das alles verbindet Gulliermo del Toro in seinem bereits 7-fach mit Golden Globes ausgezeichnetem Werk. Es lohnt sich nicht nur ein Blick, sondern der unbedingte Gang ins Kino.

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                    • 10
                      Rocket Man: Movic Freakz 16.02.2018, 22:48 Geändert 21.08.2018, 19:16

                      [...] Shape of Water ist eine Symphonie über die Machtbesessenheit der Menschheit, Kontrollverlangen, Kreaturen, Unbekanntem und den Wert wahrer Liebe und Fantasie. Das alles verbindet Gulliermo del Toro in seinem bereits 7-fach mit Golden Globes ausgezeichnetem Werk. Es lohnt sich nicht nur ein Blick... [...]

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                      • 9

                        Ein Film, den man nicht erklären kann, aber wer ihn sieht, erlebt pure Magie. [Olly Richards]

                        • 8

                          Sally Hawkins beeindruckt erneut, nach Maudie oder Happy Go Lucky, in einer dieser Rollen, die nur für sie geschaffen scheinen. [Günter H. Jekubzik]

                          • 9

                            The Shape of Water ist Kinomagie in Reinform und ein Werk von soviel Fantasie und Herzenswärme, dass man sich nur wünschen kann, dass es nicht wieder zehn Jahre dauert, bis Guillermo del Toro das nächste Mal so etwas auf die Beine stellt. [Frank-Michael Helmke]

                            • 6

                              Shape of Water ist nicht zuletzt durch sein simples Gut-Böse-Schema ein bequemer Film. Die dunkle Seite ist ausschließlich abstoßend. Sie bleibt uns fremd. Wir, das Publikum, stehen auf der richtigen Seite. [Jens Hinrichsen]

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                              • 8 .5

                                Wenn’s um zauberhafte Bilder und große Gefühle geht, macht Guillermo del Toro keine halben Sachen – und damit alles richtig. [Stefan Benz]

                                • 8 .5

                                  Dieser Film ist ein Meisterwerk! Poetisch und kämpferisch, düster und heiter, brutal und von großer Zartheit. [Katja Nicodemus]

                                  • 8 .5

                                    Guillermo del Toro gelingt mit seinem brillant inszenierten Monstermärchen Shape of Water - Das Flüstern des Wassers ein Erbauungsfilm, der die Solidarität der Schwachen beschwört. [Andreas Borcholte]

                                    • 8

                                      "In "The Shape of Water" erzählt Guillermo del Toro von der Liebe zwischen einer stummen Putzkraft und einer Sumpfkreatur. Dabei öffnet er nicht nur eine Tür ins Reich der Fantasie, sondern zeigt auch, warum es diese Tür geben muss." [Michael Kienzl]

                                      • 8

                                        Shape of Water ist nach „Pans Labyrinth“ wohl Guillermo del Toros bester Film. Visuell, emotional, akustisch und darstellerisch greift alles ineinander, um ein fantastisches Gruselmärchen zu schaffen. Nur leider schafft es del Toro im Gegensatz zu seinem anderen Werk nicht, den historischen Kontext in die Handlung einzubauen. Vielmehr ist es ein Störfaktor, der einen immer wieder aus dieser tollen Welt reißt. So verdient der Film jeden Filmpreis, den er sicher noch gewinnen wird, ein echtes Meisterwerk ist es aber leider nicht geworden, dafür aber ein toller, unterhaltsamer Film.

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                                        • 8 .5

                                          Auch wenn Guillermo del Toro mit „Shape of Water - Das Flüstern des Wassers“ ein Märchen aus der Vergangenheit erzählt, ist sein Film doch auch ein Kommentar zur gegenwärtigen, politischen Situation und ein klare Statement für Individualität und Selbstentfaltung. Was das Ganze so besonders macht, ist wie er seine Botschaft übermittelt. Denn auch wenn er oft und gerne mit der Faust der Phantasie auf den Tisch haut, ist es vor allem die Liebe, die er hier in allen Facetten und Formen feiert und genau mit dieser Liebe ist auch Film entstanden. Dies ist überall zu sehen und zu spüren. Del Toros bestes Werk seit „Pans Labyrinth“.

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                                          • 8

                                            Shape of Water ist eine Verneigung vor der Fantasie und Erzählfreude des klassischen amerikanischen Kinos. [...] Anders gesagt: Dieser für 13 Oscars nominierte Film ist auch deshalb so schön, weil er aus der Tiefe der Bilder kommt. [Katja Nicodemus]

                                            • 8

                                              Seine 13 Oscar-Nominierungen hat sich del Toros Fantasy-Romanze redlich verdient. [Christopher Diekhaus]

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                                                Ein fabelhaftes Gesamtkunstwerk [...] [Michael Pekler]

                                                • 8

                                                  Genre-Maestro Guillermo del Toro erzählt die Liebesgeschichte zwischen einer stummen Frau und einem menschenähnlichen Wasserwesen als fantastisches Märchen für Erwachsene – eine Mischung aus Genre-Hommage und moralischem Gleichnis. »Shape of Water« ist hervorragend gespielt und mit souveräner Leichtigkeit inszeniert. [Kai Mihm]

                                                  • 8

                                                    Comeback gelungen! Nach diversen eher enttäuschenden Filmen zeigt sich Guillermo del Toro hier wieder in sehr guter Form. Für den einstigen Horrormeister ist „Shape of Water“ erstaunlich positiv, ein Feel-Good-Märchen für Erwachsene. Aber eben ein sehr sehenswertes: Wenn in seiner bezaubernd altmodischen und doch seltsamen Romanze Fisch und Mensch zusammenfinden, dann ist das eins der schönsten Plädoyers für Toleranz, die zuletzt gedreht wurden.