Aladdin: Will Smiths blauer Dschinni ist noch schlimmer als befürchtet

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Moviepilot Team
wieselmax Max Wieseler
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Junior Redakteur bei Moviepilot. Mag die großen Gefühle und schreibt daher am liebsten über Horror. Bekennt sich zu seiner Seriensucht.

Das Disney Live Action Remake Aladdin hat es aber auch nicht leicht. Nachdem zunächst Will Smith als menschlicher Dschinni für Aufregung sorgte, war der erste Blick auf die blaue Version von einem noch größeren Fanaufschrei begleitet. Nun ist der Film da und die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden: Der blaue Dschinni ist eine absolute Katastrophe.

Aladdin und das blaue Monster aus der CGI-Hölle

Der erste Auftritt des Dschinnis im Live-Action-Remake von Aladdin wird zum wahren Schlag in die Magengrube. Nachdem sich der Film mehr als eine halbe Stunde um ein halbwegs realistisches Bild von Agrabah und seinen Bewohnern bemüht, kippt die Stimmung innerhalb von Sekunden zum befremdlichen Comic-GCI-Spektakel.

Will Smith oder die Farbe Blau ist dabei gar nicht das Problem, sondern vielmehr die grauenhafte Computeranimation des Flaschengeistes, die schlimmste Erinnerungen an den verstörenden Ian McShane-Geist aus Hellboy - Call of Darkness wach werden lässt. Hier passt einfach gar nichts zusammen.

Besonders störend fällt auf, dass der eingefärbte Dschinni-Kopf aka Will Smith überhaupt nicht zum muskelbepackten Körper passt und wie aufgesetzt wirkt. Smiths Kopf ist einfach zu klein und zu menschlich für den aufgeblasenen Torso. Dies wird vor allen in kurzen Teilen des Lieds Friend Like Me deutlich, in denen Will Smith mit seinem echten (blau eingefärbten) Körper in mehrfacher Ausführung zu sehen ist.

Die Illusion wird noch von einem weiteren Störeffekt zerstört, der allerdings nur im englischen Originalton merkbar ist. Hier fällt auf, dass die Lippenbewegungen des computeranimierten Dschinnis oftmals nicht perfekt und flüssig zu Will Smiths Stimme passen. Alles in allem ist der CGI-Dschinni durch den Uncanny Valley-Effekt mehr als befremdlich und riss mich als Zuschauer mit jedem Auftritt aus der Magie des Film heraus.

Am besten ist Aladdins Dschinni in Menschengestalt

So grauenvoll der CGI-Dschinni auch aussieht, er macht nur einen kleinen Teil von Will Smiths Performance als Aladdins Wünscheerfüller aus. Denn die meiste Zeit darf der Dschinni in menschlicher Gestalt umherlaufen. Diese Szenen gehören auch zu den Highlights des Films, wenn Will Smith - ohne Störfaktoren - sein komödiantisches Talent beweisen kann.

Ob als ungeduldiger Wingman oder schüchterner Romantiker: In seiner menschlichen Form ist der Dschinni unfassbar witzig, ganz ohne Computer-Slaptstick. Nicht zuletzt, weil er ein greifbares Wesen aus Fleisch und Blut ist. Will Smith hat kein CGI nötig, um komisch zu sein und vielleicht wäre es besser gewesen, die blauen Pixel in der Wunderlampe zu lassen.

Während der Dschinni im Zeichentrick-Original der Dreh und Angelpunkt des Humors war, kann dies für das Live-Action-Remake nicht gesagt werden. Denn tatsächlich gehören die meisten Lacher der neuen Figur Dalia (Nasim Pedrad), Jasmins Kammerzofe, die in fast jeder Szene den richtigen Witz parat hat und selbst den Dschinni in die Knie zwingt.

Aladdin hat viele humorvolle und schöne Momente. Aber für die erhoffte Disney-Magie fehlt einfach das gewisse Etwas, dem vor allem Will Smiths irritierender Blaumann im Wege steht, der einzig noch vom roten Dschafar-Dschinni übertrumpft werden kann. Aber im Gegensatz zu Dschinni ist Jafar auch ohne CGI einfach nur peinlich.

Hat euch der blaue Dschinni in Aladdin gestört?

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