Aladdin: Die wichtigsten Unterschiede zwischen Original und Remake

Disneys Aladdin
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StrawStar Esther Stroh
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Redakteurin bei Moviepilot. Potterhead, Buchvorlagen-Verschlingerin und Abspann-Sitzenbleiberin. Durchs Aufwachsen ohne TV früh zur Kinogängerin erzogen.

Achtung, es folgen Spoiler zu Aladdin: Wer gerade frisch aus dem Kino kommt und Aladdin gesehen hat, wird sicherlich bemerkt haben, dass es nicht nur beim Figuren-Vergleich zum Zeichentrickfilm Aladdin viele Gemeinsamkeiten gibt.

Spannender ist es allerdings, einen Blick darauf zu werfen, wie sehr Disneys Remake die Vorlage verändert. Wir haben euch die wichtigsten Unterschiede und Abweichungen zwischen den zwei Aladdin-Filmen zusammengestellt:

Will Smiths Dschinni erhält im Aladdin-Remake eine Liebesgeschichte

Im Animationsfilm wird Aladdins Geschichte von einem Händler eingeleitet, der mit Dschinnis Stimme spricht. Im Remake ist dieser menschliche Dschinni-Erzähler (Will Smith) ein Seemann, der mit seiner Familie das Meer bereist.

Was wir allerdings erst im Laufe der Story erfahren: Der Dschinni verliebt sich in Dalia (Nasim Pedrad), die Dienerin der Prinzessin. Neben seiner deutlich häufiger auftretenden menschlichen Form und seinen Rap-Einlagen verändert sich so auch die Geschichte des Flaschengeistes: Mit Dalia bekommt er am Ende einen Sohn und eine Tochter statt "nur" seine Freiheit. Aladdin ist im Grunde also How I Met Your Mother auf Disney-Arabisch.

Dschafar und Aladdin: Entführung statt Verwandlung

Dschafar (Marwan Kenzari) lockt Aladdin (Mena Massoud) in Disneys Zeichentrickfilm mit einem Trick zur Schatzhöhle: Der Bösewicht verwandelt sich in einem alten Mann, befreit ihn aus dem Kerker und führt ihm zu dem steinernen Löwenmaul in der Wüste. Aladdin erfährt nicht einmal bei seinem anschließend herbeigeführten Sturz in den Abgrund von Dschafars versteckter Identität und wer ihn in Wahrheit zur Wunderlampe geschickt hat.

Im Remake geht der Großwesir weniger subtil vor: Er entführt Aladdin schlicht, stülpt ihm einen Sack über den Kopf und überzeugt ihn anschließend erst auf dem Weg zur Höhle, die Wunderlampe zu holen. Dadurch weiß Aladdin später als unerkannter Prinz Ali, dass Dschafar der Böse war, der ihn in die Tiefe gestürzt hat.

Die neue Dschinni-Klausel: Aladdins Wunderlampen-Reibung

Im Zeichentrickfilm reicht es aus, dass Aladdin die Worte "Ich wünsche..." ausspricht. In Disneys Live Action-Remake gibt es hingegen die zusätzliche Vorgabe, dass der Wünschende dabei zeitgleich die Wunderlampe reiben muss.

Das beugt praktischerweise versehentlichen Wünschen vor und lässt Aladdin den Flaschengeist gleich zu Beginn ausnutzen, als er sich aus der Schatzhöhle herauswünscht, ohne seinen ersten Wunsch aufzubrauchen. (Im Original hatte er Dschinni dazu noch bewusst provoziert, indem er dessen Macht in Frage stellte.)

Aladdins Showdown: Riesenpapagei statt Riesenschlange

Während Dschafar sich zum Höhepunkt des animierten Aladdin-Fims in eine Schlange verwandelt und Jasmin in eine Sanduhr sperrt, geht das Remake einen anderen Weg: Hier ist es des Wesirs vergrößerter Papagei Jago, der Aladdin und eine deutlich aktivere Jasmin während es Showdowns auf dem fliegenden Teppich verfolgt.

Aladdins verändertes Ende: Jasmin wird Sultan

Überhaupt wird Prinzessin Jasmin (Naomi Scott) in Guy Ritchies Aladdin-Remake mehr Freiheit gegeben. Statt länger die Jungfrau in Nöten zu sein, erhält sie nun nicht nur ihren eigenen Song, sondern darf selbst die Herrscher-Position anstreben und Sultan werden. Ehemänner - auch diejenigen, die sie sich selbst aussucht - werden dadurch zweitrangig, da sie eigenständig weiß, was das Richtige für ihr Volk ist.

So kann sie auch selbst das Gesetz aufheben, das ihre Verheiratung mit einem Prinzen bestimmt, statt dies wie noch im Original der Güte ihres Vaters zu überlassen.

Aladdin-Unterschiede von Original und Remake: Der Blick aufs Detail

Nach den großen Aladdin-Unterschieden haben wir hier außerdem für euch noch eine Sammlung kleinerer Beobachtungen zusammengestellt, die (neben völlig neuen Szenen wie Tanzeinlagen und Ähnlichem) den Originalfilm bewusst verändern:

  • Abrabah liegt jetzt am Meer statt (nur) in der Wüste - weshalb der Erzähler auch als Segler statt Kaufmann beginnen kann.
  • Dschafar braucht keinen goldenen Skarabäus-Käfer mehr, um die Schatzhöhle zu öffnen, der Eingang ist nämlich nicht länger unter Sand verborgen.
  • Aladdin stielt nun Feigen statt Brot, die er anschließend den Straßenkindern schenkt.
  • Prinz Jasmins abgewiesener Verehrer ist nicht länger Prinz Achmed sondern Prinz Anders (Billy Magnussen) mit kaukasischem Aussehen.
  • Jasmins Enttarnung erfolgt im Zeichentrickfilm gegenüber Aladdin gleich am Ende ihrer ersten Begegnung. Im Remake geschieht die Prinzessinnen-Enthüllung erst später durch Dschafar.
  • Der Anführer der Palastwache ist nicht mehr Razoul, sondern Hakim (Numan Açar).
  • In der Schatzhöhle steht die Wunderlampe nicht länger in einer eigenen Grotte, sondern direkt inmitten der Schätze.
  • Die drei Wunsch-Verbote wurden verändert: Verlieben und Toten-Erweckung bleiben dabei, aber statt dem Tabu zu Töten, schließt der neue Dschinni nun das Wünschen von mehr Wünschen aus.
  • Die Unterwasser-Rettung ist anders: Im Trickfilm hat Aladdin die Lampe dabei und Dschinni rettet ihn nach einem durch bewusstloses Schütteln erzeugten Kopfnicken - im Remake werfen Abu und Teppich die Lampe erst ins Wasser und Dschinni lässt den ohnmächtigen Aladdin einen Vertrag für seinen 2. Wunsch unterzeichnen.
  • Dschafar singt im Zeichentrickfilm seine eigene "Prinz Ali"-Version. Im Soundtrack des Remakes hat er keine Gesangsnummer.
  • Der Plan des animierten Dschafar ist es von Anfang an, Jasmin zu heiraten. Der Realfilm-Bösewicht wählt diese Option nur nachträglich, um den Sultan (Navid Negahban) zu demütigen und die Prinzessin zu brechen.
  • Außerdem bietet das Aladdin-Remake kurze Hintergrundgeschichten, die der Trickfilm nicht besitzt: Aladdin hat beide Eltern verloren, Dschafar war einst selbst ein mittelloser Dieb und Jasmin kennt deshalb niemand, weil sie jahrelang den Palast nicht verlassen hat.

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