Avengers 4: Endgame schließt die Story einer MCU-Generation perfekt ab

Avengers 4: Endgame
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Junior Redakteur bei Moviepilot. Kann mit dem DCEU so einiges anfangen, aber noch mehr mit David Lynch. Meist im Kino oder beim Essen anzutreffen.

Achtung, große Spoiler zu Avengers 4: Auch wenn es sich momentan anders anfühlt, ist Avengers 4: Endgame nicht das Ende des Marvel Cinematic Universe (MCU). Marvel-Chef Kevin Feige und sein großes Team dürften schon fleißig Phase 4 des MCU planen, die zukünftig mit Filmen wie den Sequels Black Panther 2 und Doctor Strange 2 und neuen Origin-Geschichten wie The Eternals oder Shang-Chi aufwartet. Avengers 4, der gestern im Kino gestartet ist, hat nichtsdestotrotz den eindeutigen Charakter eines Finales.

11 Jahre sowie insgesamt 22 Filme umfasst das MCU mittlerweile und Endgame wirkt im seriellen Erzählformat des Franchise wie das erste Staffelfinale, in dem alle aufgeworfenen Handlungsstränge zu ihrer Zusammenführung und Auflösung kommen.

Insbesondere das Ende des neuesten Marvel-Blockbusters stellt dabei die bisherige Krönung des MCU dar und hinterlässt einen Eindruck von in sich geschlossener Vollendung, der kaum perfekter hätte ausfallen können.

Avengers 4 ist der konsequente Abschluss von Tony Starks Geschichte

Mit Iron Man hat das MCU 2008 begonnen, mit dem Abschluss seiner Entwicklung und Geschichte endet die 3. Phase des MCU. In Avengers 4 treibt Tony Stark (Robert Downey Jr.) zu Beginn mit Nebula isoliert durchs All, traumatisiert durch die Ereignisse von Thanos' Fingerschnipsen auf der Erde am Ende von Avengers 3.

Im Finale des Films, wenn sich Tony zuvor mit Captain America versöhnt sowie mit Pepper eine kleine Tochter namens Morgan bekommen hat, sorgt Iron Man schließlich selbst für die Niederlage von Thanos. Vor den Augen von Pepper Potts stirbt Tony an den Verletzungen durch die Infinity-Steine, mit denen er Thanos und die anderen Bösewichte auslöschen konnte.

Iron Man stellt das Wohl aller anderen über sein eigenes

Tony, der im MCU als arroganter, überheblicher Milliardär eingeführt wurde und erst nach und nach Risse in der Fassade des sprücheklopfenden Genies erkennen ließ, ist am Ende vollends zum Menschen geworden, der das Wohl aller anderen über sein eigenes stellt. Entscheidend beeinflusst wurde Tony sicherlich auch durch die Zeitreise in Avengers 4, bei der sich die Superhelden auf die Jagd nach den einzelnen Infinity-Steinen begeben.

Nachdem Tony und Steve in die 1970er-Jahre zurückreisen, begegnet Tony im Trainingslager von SHIELD ausgerechnet seinem Vater Howard Stark, der starb, als Tony selbst noch ein Kind war. Vermutlich ist es das nachfolgende Gespräch, in dem beide Männer starke Parallelen im Leben des jeweils anderen ausmachen, das Tony im Finale von Avengers 4 zu seinem Handeln antreibt.

Im Gespräch mit seinem Vater, der nicht ahnt, wen er da vor sich hat, sagt Howard Stark zu Tony, dass seine größte Angst darin bestehen würde, dass sein ungeborener Sohn genauso werden würde wie er und dass er schon jetzt alles für ihn opfern würde.

Avengers 4 zeigt, dass Tony gegenüber seiner kleinen Tochter längst genau diese Einstellung seines Vaters entwickelt hat.

Im Finale von Avengers 4 wird diese Realisierung von Tony sowie seine gesamte Entwicklung als Charakter bewegend zu einem Abschluss gebracht. Aus dem eigenwilligen Exzentriker ist ein fürsorglicher Familienvater geworden, der zuletzt alles daran setzt, dass sich seine eigene Geschichte in Hinblick auf seine Tochter nicht noch einmal wiederholt.

Als ihm Pepper bei seinen letzten Atemzügen versichert, dass sie und Morgan von nun an auch ohne ihn weitermachen können, wird der emotionale Abschied zum rührenden Hoffnungsschimmer für eine Welt, die auch ohne den Superhelden Iron Man weiter existieren kann. Eine Last, die sich Tony immer wieder selbst auferlegt hatte und von der er sich schlussendlich selbst ein für alle Mal befreien konnte.

Captain America bekommt seinen versprochenen Tanz

Trotz verschiedenster Hinweise im Voraus, die auf einen Tod von Captain America in Avengers 4: Endgame hindeuteten, war Steve Rogers (Chris Evans) im Finale des Phase 3-Höhepunkts schließlich doch ein Happy End vergönnt. Am Ende ist es Steve, der alle Infinity-Steine in ihre Zeitlinien zurückbringt und sich dabei selbst unangekündigt Extra-Zeit verschafft.

Während für die übrigen Superhelden in der Gegenwart nur wenige Sekunden vergehen, kehrt Steve für Jahrzehnte in eine Vergangenheit zurück, in der er endlich die nötige Zeit mit seiner großen Liebe verbringen darf.

Obwohl sich die Geschichte von Captain America in den letzten MCU-Filmen stark auf das Verhältnis zwischen Steve und seinem besten Freund Bucky sowie die daraus entstehenden Konflikte konzentrierte, war die Reise von Captain America auch immer eine Suche nach Peggy Carter.

Die Frau, in die sich Steve in der Vergangenheit verliebte und die ihm in der Gegenwart als gealterte Frau viel zu schnell wieder entglitten ist, tanzt in der allerletzten Szene von Avengers 4 mit ihm zu It's Been A Long, Long, Time doch noch den Tanz, den sich beide an einem der hoffnungslosesten Punkte im Leben von Steve versprochen hatten.

Wie hat euch die Auflösung von Tonys und Steves Geschichten in Avengers 4 gefallen?

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