Bei Amazon Prime gibt es einen der erschreckendsten Kriegsfilme der letzten 25 Jahre

17.02.2021 - 16:00 UhrVor 2 Monaten aktualisiert
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Der Soldat James Ryan
© Amazon/Paramount
Der Soldat James Ryan
Seit ein paar Tagen befindet sich bei Amazon Prime einer der erschreckendsten Kriegsfilme. Erfahrt, warum sich unser Streaming-Tipp besonders lohnt.

Steven Spielberg hat im Lauf seiner Karriere viele Filme geschaffen, die nicht nur unfassbar gut sind, sondern auch den Lauf der Filmgeschichte beeinflusst haben. Bei Amazon Prime versteckt sich seit ein paar Tagen einer dieser Film: Der Soldat James Ryan. Der Kriegsfilm eroberte 1998 die große Leinwand und veränderte die Darstellung von Krieg im Film.

Kriegshölle neu auf Amazon: Das passiert in Der Soldat James Ryan

Das Überwältigende an Steven Spielbergs Kriegsinszenierung ist die Unmittelbarkeit. Obwohl Der Soldat James Ryan mit einer überraschend ruhigen Szene beginnt, verschwindet wenige Minuten später jegliches Gefühl von Sicherheit aus dem Film. Die Kamera katapultiert uns direkt ins Kriegsgeschehen. Es gibt keinen Ausweg.

Am 6. Juni 1944 starten die Alliierten die Invasion der Normandie. Auch Captain Miller (Tom Hanks) und seine Einheit sind dabei, wenn amerikanische Landungsbote auf Omaha Beach zusteuern. Wie diese Landung strategisch geplant war - davon bekommen wir als Zuschauer*innen nichts mit. Stattdessen spüren wir jeden Wellenschlag. Auch bei der darauffolgenden Suche nach dem Soldat James Ryan hallt das Rauschen nach.

Hier könnt ihr euch den Trailer zu Der Soldat James Ryan anschauen:

Der Soldat James Ryan - Trailer (Deutsch)
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Gemeinsam mit Kameramann Janusz Kaminski hat Steven Spielberg die große Eröffnungssequenz von Der Soldat James Ryan so konzipiert, dass die Orientierung komplett verlorengeht. Das beginnt bei den hektischen Aufnahmen der Schlacht und zieht sich bis den Erdmassen, die durch die Gegend geschleudert werden.

Der Soldat James Ryan: Die Grausamkeit des Kriegs auf Amazon Prime

Der Moment fühlt sich roh, grausam und vor allem echt an. Ein spannender Widerspruch: Durch den bewussten Einsatz von filmischen Stilmitteln schafft Spielberg eine Atmosphäre, die authentisch wirkt. Wir nehmen nicht die Inszenierung nicht wahr. Vielmehr dominieren Chaos und Willkür, was den Film umso schockierender macht.

Natürlich gab es schon vor Steven Spielberg Filmemacher*innen, die das Grauen des Krieges in erschreckenden Bildern eingefangen haben, etwa Apocalypse Now, Full Metal Jacket und Komm und sieh. Jedes dieser Werke besitzt eindringliche Augenblicke, die bis aufs Mark erschüttern. Der Soldat James Ryan bringt dennoch eine andere Härte mit.

Tom Hanks in Der Soldat James Ryan

Die D-Day-Sequenz prägte die Ästhetik aller nachfolgender Kriegsfilme. Spielberg selbst hat die Bewegung als Produzent der nicht weniger einflussreichen HBO-Serie Band of Brothers - Wir waren wie Brüder selbst befeuert. Die Spuren von Der Soldat James Ryan reichen bis ins Schaffen von Regiegrößen wie Ridley Scott und Christopher Nolan.

Mit Dunkirk verfolgte Nolan sowohl stilistisch als auch erzählerisch einen sehr ähnlichen Ansatz: Er katapultiert uns mitten ins Geschehen und lässt jeden Kugeleinschlag auf der Tonspur spürbar werden. Es kann nie schaden, zu dem Schlüsselmoment zurückzukehren, der diese filmische Erfahrung möglich gemacht hat.

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