Dark - Produzenten geben Einblicke in das deutsche Stranger Things von Netflix

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Netflix hat die globale oder doch wenigstens einen Großteil der europäischen Medienbranche nach Berlin eingeladen. Die Veranstaltung legte am Vormittag den Fokus auf die neuen europäischen Netflix-Produktionen, etwa das italienische Suburra, das spanische Cable Girls und natürlich auch die erste deutsche Netflix-Produktion: Dark.

Über die Serie war zuvor kaum etwas bekannt, außer, dass sie in einer kleinen deutschen Stadt spielt. Die Dark-Showrunner Quirin Berg, Jantje Friese und Baran bo Odar gaben im ersten Panel des See What's Next-Events tiefere Einblicke in die zehnteilige Thrillerserie. Autorin Jantje Friese verrät, dass es um das Verschwinden eines Jungen geht, in das vier Familien verwickelt sind, die allesamt in der Stadt Winden wohnen. Die Aufarbeitung des Falls führt vergrabene Familiengeheimnisse ans Licht. Friese spricht von "einem Phänomen, das die Verhältnisse von Raum und Zeit sprengt."

Der erste Trailer zu Dark, der vor der Präsentation gezeigt wurde, unterstreicht Frieses bauchige Umschreibung der Ereignisse, die sich in einer fiktiven Stadt außerhalb Berlins zutragen. Dark wirkt darin wie eine ambitionierte Mischung aus Stranger Things, Donnie Darko und Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte.

Der Anspruch des Showrunner-Teams, so scheint es, war es dabei durchaus, sich von bisherigen deutschen Serientraditionen abzuheben. Erst Netflix habe diese freie Art der Serienentwicklung ermöglicht, sagt Regisseur Baran bo Odar. Er habe über "absolute Freiheit" verfügt und es sei "total ungewohnt gewesen, Showrunner zu sein." Ein derartiges künstlerisches Vertrauen habe er bei der Zusammenarbeit mit deutschen Sendern bisher nicht gespürt. "Netflix ist da ganz toll."

Das Team hat entsprechend in sein Projekt investiert: Leidenschaft, Kraft und Zeit. Bei allen zehn Episoden von Dark führt Baran bo Odar Regie, Jantje Friese verfasste einen Großteil der Bücher. Mit der Kraft eines Sprinters auf der Strecke eines Marathons habe das Team gehaushaltet.

Seit Oktober wird gedreht, im April soll Dark fertig sein. 150 Drehtage lang arbeitete ein 100 Köpfe starkes Ensemble an einer Serie, die dem deutschen Genre-Fernsehen tatsächlich den unbedingt nötigen Auftrieb und, noch viel wichtiger, die Aufmerksamkeit eines interessierten deutschen und auch internationalen Publikums verschaffen könnte. Letzteres kommt Dark durch den von Netflix gewährleisteten internationalen Vertrieb zu. Die Produktion von Dark soll sich angefühlt haben, wie vier Kinofilme nacheinander zu drehen. Nach den ersten Eindrücken sieht Dark auch genauso aus. Daumen drücken.

Was erwartet ihr euch von Dark, der ersten deutschen Netflix-Produktion?

Moviepilot Team
Surfer Rosa Hendrik Busch
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Redakteur bei Moviepilot. Glaubt, dass Netflix sich irgendwann noch durchsetzen wird und schreibt deshalb hauptsächlich über VOD und Streaming. Schöner als Sport sind nur Filme darüber.
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