Die Filme von Quentin Tarantino strotzen nur so vor Starpower. Seit seinem Spielfilmdebüt Reservoir Dogs konnte der Autorenfilmer große Namen und legendäre Schauspieler:innen wie Leonardo DiCaprio, Brad Pitt und Kurt Russell verpflichten.
Während sich die meisten davon freuen, sobald der Regisseur anruft, hat Tarantino auch ein paar Körbe bekommen. So haben zum Beispiel Laurence Fishburne und Will Smith Rollen abgelehnt. Auch der legendäre Rambo- und Rocky-Darsteller Sylvester Stallone ist bekannt, Tarantinos Rollenangebote auszuschlagen.
Sylvester Stallone und Quentin Tarantino sind sich oft uneinig
Unabhängig von gegenseitigem Ansehen oder Respekt haben die beiden Hollywood-Legenden offenbar sehr unterschiedliche Ansichten. Stallone und Tarantino scheinen alte Bekannte zu sein, aber für eine Zusammenarbeit hat es nicht gereicht.
Als Beispiel für die unterschiedlichen Ansichten der beiden nannte Stallone in einem Interview mit dem kanadischen Magazin Maclean’s seine ikonische Figur Rambo. In der Romanvorlage stirbt die Hauptfigur. Ein Umstand, den Stallone für den Film ändern wollte.
Ich dachte, das sei nicht die richtige Botschaft. Es hatte fast 200.000 Selbstmorde unter heimkehrenden Vietnam-Veteranen gegeben. Ich sagte: ‘Warum bringen wir ihn nicht bis an den Rand, ohne ihn zu vernichten?’ Quentin Tarantino sagte: ‘Du bist ein Feigling, du hättest ihn töten sollen!’ Ich sagte: ‘Quentin, du bist ein Irrer. Ich möchte ein paar Fortsetzungen machen, Bruder.’
Auch wenn Tarantino ihm seine Ansicht sehr deutlich mitteilte, änderte das nichts daran, dass er Stallone sehr gerne besetzt hätte. Dafür machte er ihm bisher zwei Angebote.
Diese Rollen bot Tarantino Stallone an – und bekam eine Abfuhr
Zuerst bot Tarantino ihm die Rolle des Louis Gara in Jackie Brown an, die später Robert De Niro verkörperte. Aus welchem Grund er diese Rolle nicht spielen wollte, hat er nicht verraten. Für die zweite Gelegenheit, Death Proof - Todsicher, gab er allerdings einen Grund an.
Und bei Grindhouse, der Rolle, die Kurt Russell spielt, sagte ich: ‘Das geht nicht. Ich habe zwei Töchter, und dieser Kerl hat ein Hobby: Teenager in sein Auto zu setzen und sie gegen eine Wand zu fahren. Das wird nicht funktionieren.’
Dass die beiden Stars sich noch einmal einig werden und wir einen Tarantino-Film mit Stallone sehen, bleibt also unwahrscheinlich, zumal Tarantino bald in Rente gehen will.
Dabei gibt es noch viele Filme, von denen es heißt, dass der Regisseur sie gerne umgesetzt hätte. Von Star Trek über eine Django-Fortsetzung bis hin zum eigenen James Bond hat er über die Jahrzehnte zahlreiche Ideen verworfen. Zumindest als Drehbuchautor könnte er uns Filmfans erhalten bleiben.