Neue Entwicklungen

Eine Chronik des Falls Harvey Weinstein

Der Fall Harvey Weinstein
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Redakteur bei Moviepilot. Glaubt, dass Netflix sich irgendwann noch durchsetzen wird und schreibt deshalb hauptsächlich über VOD und Streaming. Schöner als Sport sind nur Filme darüber.

Bis heute haben sich im Fall Harvey Weinstein über 40 Frauen mit Vorwürfen variierender Intensität an die Öffentlichkeit gewandt. Harvey Weinstein, einflussreicher Ko-Gründer der Firmen The Weinstein Company und Miramax, soll seit den frühen 1980er-Jahren Frauen sexuell belästigt oder vergewaltigt und dabei seine Macht und seine körperliche Überlegenheit strategisch ausgenutzt haben.

Der Skandal schlägt in der Filmindustrie der USA und darüber hinaus hohe Wellen, nachhaltige gesellschaftliche und systemische Veränderungen zeichnen sich derzeit ab. Die Empörung innerhalb der Hollywood-Community lässt nicht nach, weiterhin melden sich Frauen und Männer, die angeben, von Harvey Weinstein oder anderen einflussreichen Männern bedrängt worden zu sein. Schon längst kommt dem Fall über die Grenzen Hollywoods eine gesellschaftliche Relevanz zu. Die tatsächlichen Auswirkungen lassen sich nocht nicht abschätzen.

In diesem Artikel sind die Entwicklungen des Falls Weinstein chronologisch nachgezeichnet.

Wir aktualisieren die Aufarbeitung ständig, die aktuellste Nachricht wird stets am Ende des Artikels angefügt. [letztes Update: 24.10.2017]

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04.10.2017

Der Hollywood Reporter und die Variety berichten über "explosive" Recherchen seitens der New York Times, die dem Filmproduzenten Harvey Weinstein jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch nachweisen sollen. Harvey Weinstein schart ein Team aus Anwälten um sich. "Wird die New York Times schädliche Informationen über Harvey Weinstein offenlegen?", fragt der Hollywood Reporter zu diesem Zeitpunkt.

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Die New York Times veröffentlicht einen großen Artikel, dem intensive Recherchen im Umfeld Weinsteins vorausgingen. Bekannte Schauspielerinnen und ehemalige Mitarbeiter wie Laura Madden erheben Vorwürfe gegen Harvey Weinstein. Der Filmproduzent soll sie und andere Frauen im Lauf der vergangenen drei Jahrzehnte sexuell belästigt haben. Einige der Vorfälle reichen bis in die 1980er Jahre zurück. Eine außergerichtliche Einigung gab es anscheinend mit mindestens acht Frauen, bei einigen kam es zu Entschädigungen von 80.000 bis 150.000 Dollar. In dem Artikel schildert unter anderem die Schauspielerin Ashley Judd sexuelle Übergriffe durch Harvey Weinstein.

Harvey Weinstein selbst entschuldigt sich mit den Worten: "Ich erkenne an, dass die Art, wie ich mich in der Vergangenheit gegenüber Kollegen verhalten habe, viel Schmerz verursacht hat, und ich entschuldige mich aufrichtig dafür."

Der Anwalt von Harvey Weinstein, Charles J. Harder, weist die Vorwürfe zurück. In einigen Medien, unter anderem Page Six, wird berichtet, dass der Filmproduzent die New York Times wegen Rufschädigung auf Schadenersatz verklagen will. Harvey Weinstein droht, die New York Times zu verklagen. Der Bericht sei gespickt mit falschen und diffamierenden Äußerungen über Harvey Weinstein, heißt es in einem Statement seines Anwalts Charles Harder. (Deadline)

Am selben Tag wird gemeldet, dass Harvey Weinstein sich vorerst von allen Posten in den Firmen Miramax und The Weinstein Company zurückzieht.

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06.10.21017

Erste Opfer, die nicht in dem New York Times-Artikel genannt werden, melden sich. Lauren Sivan, eine Nachrichtensprecherin, gibt an, Weinstein habe in einem Restaurant vor ihr masturbiert. Da seine Macht und sein Einfluss sie eingeschüchtert hätten, habe sie den Vorfall nicht publik gemacht. Die Filmemacherin Jennifer Siebel Newsom schildert in einem Beitrag ähnliche Erfahrungen mit Weinstein.

Die Weinstein Company bereitet die Suspendierung ihres Ko-Gründers vor. Am selben Tag wird sein Abschied von den Geschäftsaktivitäten auf unbestimmte Zeit bekannt gegeben. Harveys Bruder Bob Weinstein übernimmt die Geschicke der Firma.

Die New York Times ersucht Harvey Weinstein, Frauen, die mit einer Geheimhaltungsklausel zum Schweigen gebracht wurden, aus dieser zu entlassen.


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07.10.2017

Die Anwältin und Spezialistin für Sexualdelikte Lisa Bloom tritt von ihren Aufgaben im Kreis Harvey Weinsteins zurück. (Variety) Später wird sie erklären, nichts vom vermeintlichen Tatausmaß gewusst zu haben


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08.10.2017

Die Weinstein Company feuert Harvey Weinstein mit sofortiger Wirkung. Als Begründung werden die neue Informationslage und die nicht abnehmenden Opfermeldungen seit dem Bericht der New York Times am Donnerstag zuvor angeführt.

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09.10.2017

Über ihren Twitter-Account bringt die Schauspielerin Jessica Chastain den bedrohlichen Orbit um den Filmproduzenten zum Ausdruck: Weinsteins Verhalten gegenüber Schauspielerinnen habe sich herumgesprochen. “Ich wurde von Beginn an gewarnt. Die Geschichten kursierten überall. Dies abzustreiten, würde bedeuten, eine Umgebung herzustellen, die solche Vorfälle in Zukunft weiter ermöglicht.”

Quellen berichten der Variety, Weinstein soll Firmen-Mitarbeiter eingeschüchtert haben, als eine unabhängige Untersuchung zu Vorwürfen sexuellen Missbrauchs gegen ihn eingeleitet wurde. Die betroffenen Mitarbeiter wurden auf diese Weise von einer Kooperation mit der untersuchenden Instanz abgehalten.

In einem offenen Brief verurteilt Meryl Streep die Harvey Weinstein zur Last gelegten Taten. In dem Text bestreitet sie die gängige Annahme, jeder in Hollywood habe von Weinsteins Umgang mit Frauen sowie den Strategien, ihre Aussagen zu unterdrücken, gewusst.

Nach seiner Entlassung und dem Rücktritt der Anwältin Lisa Bloom von ihren Aufgaben engagiert Weinstein die bekannte PR-Firma Sitrick and Company.

Der Regisseur Kevin Smith bringt seine Beschämung angesichts des Einflusses vor, den Harvey Weinstein auf die frühen Jahre seiner Karriere hatte. (Variety) Auch Kate Winslet und Mark Ruffalo verurteilen das Harvey Weinstein vorgeworfene Verhalten.

Erste Projekte mit Weinstein als ausführendem Produzent werden bis auf weiteres gestoppt, Produktionen von Apple und Amazon kappen ihre Verbindung zu Harvey Weinstein.


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10.10.2017

Die Anschuldigungen weiten sich aus, auch Heather Graham beschuldigt Harvey Weinstein und reiht sich in einen größer werdenden Kreis mutmaßlich geschädigter Frauen ein.

Außenstehende Wegbegleiter Weinsteins wie Ben Affleck sehen sich gezwungen, zum Fall Stellung zu nehmen. Affleck behauptet, er habe von den Geschichten nie etwas mitbekommen. Rose McGowan bezichtigt ihn anschließend der Lüge. Matt Damon muss sich gegen Gerüchte wehren, er hätte geholfen, einen Weinstein-Vorfall zu vertuschen. In einem Statement widerspricht Damon zudem der Annahme, jeder in Hollywood wisse von Weinsteins Verhalten gegenüber Frauen.

Der New Yorker veröffentlicht die nach dem Bericht der Times zweite große Recherche gegen Harvey Weinstein innerhalb kürzester Zeit. In dem Artikel von Ronan Farrow erheben drei Frauen Vergewaltigungsvorwürfe gegen Harvey Weinstein, dreizehn Frauen beteuern, Weinstein hätte sie zwischen 1990 und 2015 belästigt, vier Frauen seien von ihm unangemessen berührt worden. Die Schauspielerinnen Mira Sorvino und Rosanna Arquette behaupten, ihre Karrieren seien ins Stocken geraten, nachdem sie Weinsteins Versuche abgewehrt oder sich über ihn beschwert hatten. Dem Bericht ist ein Audiomitschnitt beigefügt, auf dem ein Übergriff Weinsteins auf das Model Ambra Battilana Gutierrez zu hören ist.

Die Recherchen des New Yorker fördern ein System aus Verschwiegenheitsklärungen und außergerichtlichen Einigungen zutage, das Weinstein über Jahre hinweg vor Strafverfolgung schützte.

Ein Fortbestehen der Weinstein Company in der Zukunft wird daraufhin erstmals in Zweifel gezogen.

Die Zahl der Frauen, die angeben, von Harvey Weinstein innerhalb der letzten 28 Jahre belästigt worden zu sein, wächst seit dem Bericht stetig. Am Tag der Veröffentlichung des New Yorker-Berichts erheben auch Angelina Jolie und Gwyneth Paltrow Anschuldigungen gegen Harvey Weinstein. Beide Schauspielerinnen behaupten, sie wären in den 1990ern von ihm bedrängt worden.

Zu diesem Zeitpunkt, am Dienstag den 10.10.2017, erheben 26 Frauen Vorwürfe gegen Harvey Weinstein; sie reichen von unangenehmen Begegnungen bis zur sexuellen Nötigung und enden bei Vergewaltigungen und körperlicher Überwältigung.


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11.10.2017

Die Weinstein Company wusste von den handfesten Anschuldigen gegen ihren Gründer im Jahr 2015. Bevor die Staatsanwaltschaft den Fall wieder zu den Akten legte, ließ die Firma ihn den Verhaltenskodex des Unternehmens neu unterzeichnen.

Cara Delevingne schildert Übergriffe durch Harvey Weinstein in einem Instagram-Post.

In einem Testimonial für den Guardian gibt Léa Seydoux ihre Begegnung mit Harvey Weinstein wieder und beschreibt eine grundsätzliche Situation des Ausgeliefertseins von Frauen in Hollywood und den dort vorherrschenden und das System durchdringenden männlichen Blick.

Die BAFTA (British Academy Film Awards) suspendiert Harvey Weinstein. "Im Lichte der sehr ernsten Anschuldigungen hat die BAFTA Harvey Weinstein darüber informiert, dass seine Mitgliedschaft ausgesetzt wurde, dies geschieht mit sofortiger Wirkung“.

Dass Hollywood und Wegbegleiter sich auf diese Weise von ihm lossagen, mache ihn traurig, sagt Weinstein in einem Statement.

Dass Harvey Weinsteins Verhalten gegenüber ihm ausgelieferten Frauen in der Branche allseits bekannt war, wird immer deutlicher. Vulture erinnert sich an einen Weinstein-Witz von Seth MacFarlane bei der Oscar-Verleihung 2013, den dieser mit versteinerter Miene vorträgt. Gerüchte hätten schon immer existiert. Auch Charlize Theron gibt an, von den Anschuldigungen gegen Weinstein nicht überrascht gewesen zu sein.


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12.10.2017

Die Schauspielerin Rose McGowan wurde im Fall Weinstein zu einer zentralen Figur, sie ist selbst ein mutmaßliches Opfer Weinsteins und treibende Kraft in der Aufarbeitung der Geschehnisse, ihr Twitter-Account ein Hot Spot im Nachrichtengewitter. Am vergangenen Donnerstag legt Twitter diesen für 12 Stunden still mit der Begründung, McGowan hätte eine private Telefonnummer in einem ihrer Tweets verwendet. Mit dem ersten Tweet nach der Stilllegung bezichtigt McGowan Weinstein der Vergewaltigung. Zuvor hatte sie angegeben, von einem unbekannten Studioboss sexuell belästigt worden zu sein.

Im Sog des Falls Weinstein drängen Schauspieler wie James van der Beek und Terry Crews an die Öffentlichkeit mit eigenen Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen durch mächtige Männer im Filmgeschäft.

Das New York Police Department und die Londoner Polizei leiten Ermittlung gegen Weinstein ein.


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13.10.2017

Der Streaming-Dienst Amazon beendet die Zusammenarbeit mit der Weinstein Company. Davon betroffen sind zwei Projekte: Die Produktion von David O. Russells namenlose Mafia-Serie mit Robert De Niro und Julianne Moore wird nicht vollendet. The Romanoffs von Mad Men-Erfinder Matthew Weiner hingegen darf auf Fertigstellung hoffen.


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14.10.2017

Die Schauspielerin Eva Green beschuldigt Harvey Weinstein der sexuellen Bedrängung.

Die Oscar-Academy trennt sich von Harvey Weinstein. Mit dem Rauswurf will die Academy ein Zeichen setzen: "Die Ära der absichtlichen Ignoranz und beschämenden Mitschuld an sexuell aggressivem Verhalten und Belästigung am Arbeitsplatz in unserer Branche [ist] vorbei." Zwei Drittel aller Mitglieder stimmten für den sofortigen Ausschluss.


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15.10.2017

Eines der frühesten mutmaßlichem Opfer Weinsteins meldet sich: Paula Wachowiak berichtet, sie wurde im Jahr 1980 von Weinstein belästigt, während sie als Praktikantin in dessen Firma tätig war.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------- 16.10.2017

Die Mitglieder der PGA (Producers Guild of America) stimmen für einen Rauswurf Harvey Weinsteins. Die Abstimmung wurde offen abgehalten, Weinstein kann bis zum 06.11.2017 auf den Rauswurf Bezug nehmen. Erst dann wird er vollzogen. Die PGA gab zudem die Gründung einer "Anti-Sexuelle-Belästigung-Task Force" bekannt.

Die Schauspielerin Alyssa Milano formiert den Hashtag #metoo. Tausende Frauen weltweit kommunizieren hier ihre Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen.


------------------------------------------------------------------------------------------------------- 17.10.2017

Bei der Women in Hollywood-Celebration regt Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy eine Kommission an, die die "Kultur in Hollywood verändern" soll, und fordert eine Null-Toleranz-Politik


Als jüngstes mutmaßliches Opfer berichtet Lena Headey bei Twitter von einem aggressiven Annährerungsversuch durch Harvey Weinstein. Headey konnte Weinstein erfolgreich zurückweisen, Drohungen Weinsteins ließen sie jedoch zu dem Vorfall schweigen.

Während der Produktion der Serie Der Nebel fühlte sich die Ausführende Produzentin Amanda Segel von Harvey Weinsteins Bruder Bob Weinstein sexuell belästigt, berichtet die Variety. Bob Weinstein hätte trotz mehrfacher Zurückweisung über einen längeren Zeitraum seine Annäherungsversuche nicht aufgegeben. "Ein 'Nein' sollte ausreichen", wird Segel zitiert. Weinstein widerspricht den Vorwürfen, sich unangemessen verhalten zu haben.

Bill Donohue, Präsident der Katholischen Liga in den USA, pflichtet der Auffassung Woody Allens bei: Die Anschuldigungen gegen Harvey Weinstein dürfen sich nicht zu einer Hexenjagd auswachsen.


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18.10.2017

Channing Tatum und Reid Carolin stellen die Entwicklung der Adaption des Jugendromans Forgive Me, Leonard Peacock bei der Weinstein Company nach Informationen des Hollywood Reporter ein. In der Geschichte geht es unter anderem um sexuellen Missbrauch. Forgive Me, Leonard Peacock wäre Tatums und Reids Regie-Debüt gewesen.

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19.10.2017

Rose McGowan sagt alle öffentlichen Auftritte bis auf weiteres ab. Grund, so berichtet EOnline, seien die zurückliegenden Ereignisse rund um den Fall Harvey Weinstein. Es heißt, McGowan wolle sich vollständig auf ihre aktivistische Funktion in dem Fall konzentrieren.

In einem Testimonial für die New York Times gibt Lupita Nyong'o ihre Erfahrungen mit Harvey Weinstein wieder: Ihre Schilderungen gleichen denen anderer mutmaßlicher Opfer aufs Haar. Weinstein habe Nyong'o in eine vermeintlich ungefährliche Situation gelockt, anschließend habe er sie isoliert, sexuell bedrängt, sie habe angelehnt, woraufhin Weinstein drohte, die Karriere der Schauspielerin, die seinerzeit noch am Anfang stand, nicht weiter zu unterstützen. In dem Text beschreibt Nyong'o zudem eine Atmosphäre müder Akzeptanz in Weinsteins Umfeld gegenüber dem Verhalten des Produzenten.

“Ich wusste genug, um mehr zu unternehmen, als ich letztlich tat. [...] Da war mehr als nur die normalen Gerüchte, das normale Gerede. Ich wusste es nicht aus zweiter Hand. Ich wusste, er hatte einige dieser Dinge getan. [...] Ich wünschte, ich hätte Verantwortung übernommen für das, was ich hörte." - Quentin Tarantino in der New York Times über Reue und seinen Förderer Harvey Weinstein.

Das Los Angeles Police Department leitet Ermittlungen gegen Harvey Weinstein ein. Es geht dabei um einen Fall aus dem Jahr 2013.

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23.10.2017

Eric Schneiderman, Staatsanwalt von New York City, nimmt zivilrechtliche Untersuchungen gegen Harvey Weinsteins Firma The Weinstein Company auf. "Kein New Yorker sollte gezwungen sein, einen Arbeitsplatz zu betreten, der von sexueller Einschüchterung, Belästigung und Angst beherrscht wird. Wenn sexuelle Belästigung oder Diskriminierung ein Unternehmen durchdringen, wollen wir das wissen", sagt Schneiderman in einem Statement.

Mittlerweile werfen über 50 Frauen dem Produzenten Harvey Weinstein sexuelle Belästigung und Nötigung vor.

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27.10.2017

Harvey Weinstein klagt gegen seine eigene Firma The Weinstein Company. Dem Spiegel zufolge tut er dies, um um an E-Mails, seine Personalakte und desweiteren zu gelangen. Weinsteins Verteidigung erhofft sich damit eine potentielle Entlastung seines Mandanten von künftigen Vorwürfen.

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30.10.2017

Harvey Weinstein tritt aus der PGA (Producers Guild of America) zurück, nachdem zwei Wochen zuvor die Mitglieder für eine Aufkündigung der Mitgliedschaft gestimmt hatten. Weinstein, so schreibt der Hollywood Reporter, hätte den Rauswurf innerhalb der letzten 15 Tage anfechten können, entschied sich aber für den Rücktritt.

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01.11.2017

Einer von Asia Argento (selbst mutmaßliches Opfer von Harvey Weinstein) veröffentlichten Liste zufolge, beläuft sich die Liste der Frauen, die Weinstein sexuelle Übergriffe zur Last legen, nun auf 82 Personen.

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