Bei Amazon Prime: Spannender Thriller über Auftragskiller ohne Gedächtnis

23.07.2024 - 16:20 UhrVor 8 Monaten aktualisiert
A Killer's MemoryAmazon
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Der vielseitige Michael Keaton überzeugt mit einem Thriller auf Amazon Prime, der eine seltene Krankheit in den Fokus rückt. Mitleid erwartet hier keiner, Kalkül schon.

In A Killer's Memory bei Amazon Prime zeigt sich Michael Keaton von einer ganz verletzlichen Seite. Er mimt einen Auftragskiller, der seinen Job aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen muss. Dabei wechselt Keaton als Regisseur und Hauptdarsteller mühelos zwischen Beziehungsdrama und Slow-Burn-Thriller.

Bei Amazon Prime: Darum geht’s im Thriller A Killer’s Memory

John „Aristotle“ Knox (Michael Keaton) ist aufgrund der seltenen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit an Demenz erkrankt. Ihm bleibt nur noch wenig Zeit, denn sein Verstand verschwindet zusehends. Der Profikiller hält seine Krankheit geheim, doch bereits sein nächster Auftrag hat fatale Folgen für seinen Partner Muncie.

Als ihn sein ihm fremd gewordener Sohn Miles (James Marsden) zudem um einen Gefallen bittet, weil er einen tödlichen Fehler begangen hat, nimmt die Geschichte Fahrt auf. Knox soll ihm aus der Bredouille helfen, während ihm die Polizei dicht auf den Fersen ist. Doch John Knox fällt es zusehends schwer, einen klaren Kopf zu bewahren.

Keaton in Topform: John Knox ist ein spannender, unberechenbarer Charakter mit Demenz

Michael Keaton ist Held und Antiheld zugleich. Spielerisch changiert Michael Keaton zwischen erfahrenem Profilkiller mit messerscharfem Verstand, einem durch seine Krankheit wahnhaft wirkenden Menschen und einem verwirrtem, geistig abwesendem Alten. Dabei bleibt Keaton als Knox immer glaubwürdig.

Michael Keaton liefert eine Glanzleistung, besonders wenn man bedenkt, dass er erst zum zweiten Mal selbst Regie geführt hat. Sein Regiedebüt Merry Gentleman - Schatten der Vergangenheit ist schon 15 Jahre her. Obwohl A Killer’s Memory durchaus straffer erzählt werden könnte (der Film dauert 115 Minuten), ist der Thriller nicht nur durch Keatons Schauspieltalent sehenswert.

Vor dem geistigen Auge des Killers verschwimmen Menschen. Manchmal ist die Person im nächsten Moment sowohl aus seinem Gedächtnis als auch von der Leinwand verschwunden. Das Erstaunliche: Trotzdem traut man Knox zu, dass er allein durch seine Selbstbeherrschung seine Krankheit partiell überwindet und Lichtblicke nutzt, um seinen Plan zu verfolgen.

A Killer’s Memory hat zudem einen hohem Coolnessfaktor

Das Drehbuch von Gregory Poirier folgt einer klassischen Gliederung, indem der Film sich wochenweise durch Knox’ Krankheitsverlauf hangelt. Man lernt sein bezahltes Donnerstags-Date (Joanna Kulig) kennen, seine ehemalige Frau (Marcia Gay Harden) und Knox‘ Mentor Xavier Crane – gespielt von Al Pacino.

Al Pacino mimt den in der Badewanne telefonierenden Oberboss, der an Coolness nur von Knox Partner Muncie (Ray McKinnon) überboten wird. Während sich Knox' Umfeld wie ein Puzzle aus menschlichen Beziehungen Stück für Stück zusammensetzt, versucht die Polizei, beide Verbrechen aufzuklären, in die Knox involviert ist.

Über alldem liegt Knox‘ Krankheit. A Killer’s Memory ruft allerdings kein Mitleid hervor, sondern bleibt auch dank einiger Twists bis zur letzten Minute spannend.

Ihr könnt den Thriller seit Kurzem bei Amazon Prime Video im Abo streamen.

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