F is for Family - Bill Burrs Animationsserie startet auf Netflix

18.12.2015 - 09:40 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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F is for Family - S01 Trailer (English) HD
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© Netflix
F Is for Family
Heute geht bei Netflix die 1. Staffel von F is for Family online. Die miesepetrige Animationsserie unternimmt eine Zeitreise in die 70er Jahre.

Als der erste Trailer für F is for Family im Netz landete, sah alles nach einer wenig originellen Mischung aus King of the Hill und Family Guy aus. Immerhin steht im Mittelpunkt der neuen Netflix-Serie ein miesepetriger Vater der unteren Mittelklasse, der die progressiven Ansichten seines Nachwuchses am liebsten mit Fuck-Tiraden beantworten würde. Doch hinter der Serie steckt mit Michael Price nicht nur ein Simpsons-Autor, sondern zudem Stand-up-Comedian und Breaking Bad-Schauspieler Bill Burr. Ein bisschen mehr als politische Unkorrektheit war also von vornherein zu erwarten.

Der Bostoner Bill Bur gilt als Comedian's Comedian, ein Komiker, der wegen seines Stils vor allem von seinen Kollegen geschätzt wird. Dabei hat sich Burr dank legendärer Stand-up-Sets , Comedy-Specials und Late-Night-Auftritte  eine treue und große Fangemeinde erarbeitet, die seinen derben Redeschwall über aktuelle Skandale und alltägliche Probleme zu schätzen weiß. Er hat stets eine verblüffend komische und stimmige Argumentation für die unpopulärsten Meinungen parat und lässt den Zuschauer so vor allem gängige Linien der Medienberichterstattung hinterfragen.

F is for Family bezieht seinen Stoff nun direkt aus den Kindheitserinnerungen von Bill Burr, der mit dem jüngsten Sohn der Familie Murphy Vorname und Haarfarbe teilt und wie dieser im Massachusetts der 70er Jahre aufwuchs. Burr selbst spricht Vater Frank, der beruflich Gepäck am Flughafen herumkarrt, als böte die Enttäuschung über sein Leben nicht genug Ballast. Seine Frau Sue (Laura Dern) versucht sich in einem Tupperware-ähnlichen Geschäft, Tochter Maureen (Debi Derryberry) nervt ihn mit ihren feministischen Ansichten und der älteste Sohn Kevin (Justin Long) kriegt in der Schule gar nichts gebacken.

Nur sechs halbstündige Episoden umfasst die mit einem ausgezeichneten Voice-Cast ausgestattete erste Staffel, die heute bei Netflix online geht und wie bei BoJack Horseman auch entfaltet sich ein folgenübergreifender Plot. Was zunächst wie eine handelsübliche Familiensitcom im Animationsgewand wirkt, entblößt trotz der vielen Schimpfwörter ernste dramatische Entwicklungen. James Poniewozik von der New York Times  schreibt dazu:

Die Handlungsstränge der Serie - Geldprobleme, Kinderrebellionen - sieht man auch in anderen animierten Familienserien. Der Unterschied ist, dass F is for Family diese Themen so behandelt, als wären sie real und von Dauer. Es ist immer noch Comedy, unhöflich, vulgär und nicht in Gänze originell, aber es besitzt Gewicht und Herz.

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