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Game of Thrones-Schöpfer warnte schon vor Jahren: Neue Serien wiederholen Fehler von Staffel 8

27.01.2021 - 09:20 UhrVor 1 Monat aktualisiert
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HBO Max - Line-Up 2021/22 - House of the Dragon, Snyder-Cut
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Was passiert bei den neuen Game of Thrones-Serien?Abspielen
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Was passiert bei den neuen Game of Thrones-Serien?
3 neue Game of Thrones-Serien sind geplant. Gegen 2 sprach sich der Schöpfer aus. Die Gründe sind nachvollziehbar. Ist HBO Schnelligkeit wichtiger als Qualität?

Vor zwei Jahren um diese Zeit fieberten wir gerade den finalen 6 Folgen von Game of Thrones entgegen. Mittlerweile ist die 8. Staffel durch. HBO arbeitet fieberhaft an Nachfolgeserien zum Fantasy-Erfolg.

Seit letzter Woche wissen wir, mindestens 3 Game of Prequels befinden sich in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien:

  • 1. House of The Dragon: Die Game of Thrones Serie über die Targaryens.
  • 2. Eine Game of Thrones-Serie über die Rebellion von Robert Baratheon gegen den Irren König.
  • 3. Eine Game of Thrones-Serie über Dunk and Egg, eine beliebte Geschichtensammlung von George R.R. Martin

Gegen 2 der Serien-Ideen hat der Schriftsteller allerdings schon vor Jahren Einspruch erhoben: Dunk and Egg und Roberts Rebellion. Seine Gründe sind auch heute noch nachvollziehbar, denn vor allem die abschließende 8. Staffel litt unter den Problemen, auf die Martin hinwies.

Game of Thrones: Das große Problem von Game of Thrones in Staffel 8

Die Showrunner David Benioff und D.B. Weiss mussten, bevor sie ihre Arbeit an Game of Thrones begannen, erst den Schöpfer der Buchvorlagen George R.R. Martin überzeugen. Sie hangelten sich bei der Adaption eng an den Romanen entlang - bis zur 5. Staffel zumindest.

So lange reichten die fertigen Vorlagen. Danach waren die Autor*innen auf sich allein gestellt plus etwas Anleitung von Martin. George R.R. Martin hat bereits erklärt, dass das Serien-Ende und das Ende, das er für die Bücher im Kopf hat, sich stark unterscheiden werden.

So funktionieren die Effekte in Game of Thrones

Game of Thrones - S06 Featurette VFX Breakdown (English) HD
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Die Geschichten zerfaserten ab Staffel 5 zudem zunehmend, Handlungsstränge überschlugen sich, mit dem Finale waren viele Fans unzufrieden. Daran war nicht nur die fehlende Vorlage schuld, aber der Umstand trug seinen Teil dazu bei. (Meinung: Game of Thrones Staffel 8 hat den Hass nicht verdient)

So warnte George R.R. Martin vor den geplanten Game of Thrones-Spin-offs

Als HBO 2017 bekanntgab, an 5 Spin-offs zu arbeiten, gehörten Dunk and Egg und Roberts Rebellion nicht dazu - eben weil George R.R. Martin sich dagegen ausgesprochen hatte. In seinem Blog führte er die Gründe näher aus . Das klingt folgendermaßen:

George R.R. Martin über Dunk and Egg

  • "Wir machen nichts mit Dunk and Egg. Sicher, irgendwann würde ich das gerne, genau wie so viele von euch. Aber bisher [2017] habe ich nur 3 Erzählungen geschrieben und mindestens 7 oder 8 kommen noch."
  • "Wir alle wissen, wie langsam ich bin und wie schnell sich eine Fernsehserie bewegt. Ich will nicht wiederholen, was mit Game of Thrones passiert ist, wo die Serie die Bücher überholt hat."

Auch gegen Roberts Rebellion äußerte sich Martin, aus teilweise ähnlichen Gründen:

  • "Wir machen auch Roberts Rebellion nicht. Ich weiß, tausende von euch wollen das, ich weiß, es gibt eine Petition. Aber sobald ich Das Lied von Eis und Feuer fertig geschrieben hab, werdet ihr alles wichtige über Roberts Rebellion wissen."
  • "Es werden keine Überraschungen und Enthüllungen mehr für die Serie überbleiben, es wäre nur die Darstellung von Konflikten, deren Ausgang ihr bereits kennt. Das ist nicht die Geschichte, die ich jetzt erzählen will. Es fühlt sich an wie ein doppelt erzählte Geschichte."

George R.R. Martins Bedenken sind berechtigt: Wie können die GoT-Serien sie lösen?

Fangen wir mit Roberts Rebellion an. Martins Einwand trifft letztlich auf jede Roman-Adaption zu: Lesende der Bücher wissen über die Überraschungen bescheid. Der eigentliche Haken ist, dass das alles vor der Geschichte passiert, die auch Serienfans bereits kennen. Die Tragweite der Entscheidungen von Figuren wäre also weniger episch, da ihr Ende bereits bekannt ist.

Bei zum Beispiel Better Call Saul und Breaking Bad funktioniert das ganz gut, weil die Serie sich eng an ihre Figuren hält. Aber geht das auch bei Game of Thrones, das viel mehr auf den Schock-Effekt hinleitet und in die Unwägbarkeiten des großen Unbekannten?

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Schwierig, doch auch hier gibt es positive Beispiele. Bei den Star Wars-Prequels wusste jeder, wohin die Erzählung führt. Interessanter war irgendwann ohnehin die Welt, die die Filme um das Darth Vader-Schicksal bauten.

Neue Game of Thrones-Serien: Stellt HBO Schnelligkeit vor Qualität?

Es läge hier also an den Serien-Autor*innen, Roberts Rebellion zu ihrer eigenen Geschichte zu machen. Damit wäre überdies das Problem mit Martins langsamer Schreibroutine "gelöst". Martin sagt es ja selber: Das Fernsehen arbeitet schneller als er.

HBO und Warner können und wollen die Weiterentwicklung der wertvollen Game of Thrones-Welt aber nicht an das Tempo ihres Schöpfers ketten. Auch wenn es für die Qualität der Prequel-Serien sicher besser wäre. Diese Arbeits-Ethik ist untypisch für den Sender HBO, der sich seinen Exzellenz-Ruf nicht verdiente, in dem er Schnelligkeit höher gewichtete als Qualität.

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Was haltet ihr von den Game of Thrones-Plänen?

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