Joker-Star als Batman: DC-Film scheiterte an Joaquin Phoenix

19.04.2020 - 08:30 UhrVor 12 Monaten aktualisiert
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The Batman Camera Test
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Ben Afflecks Batman und Joaquin Phoenix als JokerAbspielen
© Warner Bros.
Ben Afflecks Batman und Joaquin Phoenix als Joker
Vor Ben Affleck und Robert Pattinson sollte Joaquin Phoenix Batman spielen. Doch am Wunsch nach dem späteren Joker-Star scheiterte das DC-Projekt.

Für seinen Joker gewann Joaquin Phoenix dieses Jahr den Oscar, doch Jahre zuvor hätte er beinahe den größten Gegenspieler seines DC-Bösewichts gespielt. Wie Regisseur Darren Aronofsky (Requiem for a Dream) in einem Interview beschrieb, wollte er Phoenix als Batman besetzen - doch das Studio war dagegen.

An diesem Konflikt scheiterte Aronofskys Beteiligung am DC-Film. Er sprach auch über den damaligen Wunschkandidaten des Studios.

Joker-Star als Batman: Darren Aronofsky spricht über gescheitertes DC-Projekt

Bevor Christopher Nolan mit der Dark Knight-Trilogie Batman im Kino erneuerte, war Darren Aronofsky als Regisseur beteiligt. Mit seinem Durchbruch Requiem for a Dream im Gepäck war Aronofsky Anfang der 2000er ein gefragter junger Filmemacher, dem Warner die Wiederbelebung des dunklen Ritters überlassen wollen.

Batman: Year One hieß der geplante Filme, Frank Miller (300) schrieb das Drehbuch. Joaquin Phoenix war Aronofskys Wunschkandidat für die Hauptrolle. Phoenix hatte immerhin gerade eine Oscarnominierung für Gladiator erhalten und war ein aufstrebender Star. Das Studio Warner Bros. wollte jedoch einen wesentlich sonnigeren Darsteller: Freddie Prinze Jr..

Gegenüber dem britischen Filmmagazin Empire  hat Darren Aronofsky die Probleme folgendermaßen beschrieben:

Das Studio wollte Freddie Prinze Jr. und ich wollte Joaquin Phoenix. Ich erinnere mich noch, wie ich dachte. 'Oh nein, wir machen hier zwei verschiedene Filme.' Das ist eine wahre Geschichte. Es waren andere Zeiten. Der Batman, den ich geschrieben habe, war definitiv ein anderer Typ als der, den sie letztlich gemacht haben.

Damit deutet Aronofsky auch an, dass sein Dunkler Ritter ganz anders ausgesehen hätte als jener, den Christopher Nolan ins Kino brachte.

Düsterer als Nolan: Gescheiterter DC-Film erinnert bereits an Joker

Das nie verfilmte Drehbuch von Batman: Year One ist von Millers gleichnamigen Comic inspiriert und extrem düster. Ein Beispiel: Bruce Wayne wird nach dem Tod seiner Eltern obdachlos.

Der später Joker: Joaquin Phoenix in Gladiator, 2000

Da das Drehbuch online einsehbar ist, wissen wir auch, dass der Film im Ton an Taxi Driver, Ein Mann sieht rot und andere Selbstjustiz-Thrillern aus den 70er Jahren erinnert hätte. Darin gleicht das Aronofsky-Projekt dem fast 20 Jahre später erschienenen Joker-Film von Todd Phillips.

Aronofsky sprach mit Empire auch über die Düsternis seiner Version des DC-Helden:

Der Batman, den es zu diesem Zeitpunkt gab, war Batman & Robin, der berühmte mit den Nippeln auf dem Batsuit, also hab ich mich wirklich bemüht, das zu unterlaufen und neu zu erfinden.

Sogar Frank Miller sei "geschockt" gewesen, wie düster Aronofskys Vision war. Letztlich scheiterte Year One in der Planung. 2002 wurde das Projekt eingestellt. Weder Freddie Prinze Jr. noch Joaquin Phoenix wurden besetzt. Stattdessen fand Warner Bros. in Christopher Nolan einen neuen aufstrebenden Regisseur, der 2005 mit Batman Begins und Christian Bale seine Vision des DC-Helden ins Kino brachte.

Der Beinahe-Batman: Freddie Prinze Jr.

Freddie Prinze Jr. war Anfang der 2000er ebenfalls ein begehrter Jungstar, allerdings waren seine Figuren keineswegs so düster wie jene von Phoenix. Er spielte in romantischen Komödien (Eine wie keine), Teenie-Horror (Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast) und Familien-Unterhaltung (Scooby-Doo) mit.

Ich weiß noch immer was Du letzten Sommer getan hast

Als Blockbuster-Star konnte sich Prinze jedoch nicht etablieren, nachdem Filme wie die Videospiel-Adaption Wing Commander katastrophal scheiterten. Joaquin Phoenix galt indes schon damals als "ernstzunehmender" Charakterdarsteller. 2020 wurde das dank Joker mit seiner vierten Oscar-Nominierung und seinem ersten Sieg besiegelt.

Am 24. Juni 2021 kommt mit The Batman das nächste Realfilm-Abenteuer des dunklen Ritters ins Kino. Diesmal übernimmt Robert Pattinson die Rolle von Bruce Wayne.

Hättet ihr Joaquin Phoenix gern als Batman gesehen oder liegt ihm der Joker mehr?

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