Knives Out: Wir erklären das Ende von Rian Johnsons Krimi-Hit

Knives Out
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03.01.2020 - 20:00 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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Ein Mord, viele Verdächtige und jede Menge Twists erwarten euch in Rian Johnsons Knives Out. Ob das Verbrechen aufgeklärt wird und was das Ende zu bedeuten hat, erfahrt ihr hier.

Star Wars 8-Regisseur Rian Johnson versammelt für seinen Krimi Knives Out eine beachtliche Riege an Stars rund um Daniel Craig als Ermittler Benoit Blanc in einem Mordfall. Ganz im Stile des klassischen Whodunit-Krimis werden Hinweise gegeben, falsche Fährten gelegt und am Ende alle Puzzleteile zu einem überraschenden Gesamtbild zusammengefügt.

Knives Out wartet mit einer ganzen Reihe an Überraschungen auf und am Ende überschlagen sich die Fakten rund um die wahren Umstände des Todes von Patriarch Harlan Thrombley. Falls euch die Auflösung zu schnell ging, haben wir für euch nochmal alle Twists und Enthüllungen zusammengefasst und erklären euch, was das Ende zu bedeuten hat.

An dieser Stelle sprechen wir eine ausdrückliche Spoiler-Warnung aus.

Knives Out: Wer ist der Mörder von Harlan Thrombley?

Zu Beginn von Knives Out wird der erfolgreiche Krimi-Schriftsteller Harlan Thrombley (Christopher Plummer) mit aufgeschlitzter Kehle aufgefunden. Jedes seiner geldgierigen Familienmitglieder scheint ein Motiv zu haben. Doch eine ganz so einfach Antwort auf die Frage nach dem Mörder gibt es nicht, denn Rian Johnson jongliert zahlreiche Motive und Ereignisse, die am Ende einandergreifen.

Daniel Craig in Knives Out

Der erste große Twist erwartet uns bereits nach einem Drittel des Films, wenn das Mörder-Mysterium bereits gelöst zu sein scheint. Seine Pflegerin, die Migrantin Marta (Ana de Armas), gab ihm aus Versehen die falsche Medizin, eine Überdosis Morphium. Mit wenigen Minuten verbleibender Lebenszeit heckt Harlan einen Plan aus, um den Verdacht von Marta wegzulenken, da sie der einzige Mensch mit reinem Herzen in seinem Leben war und er nicht riskieren will, dass Martas illegal Eingewanderte deportiert werden könnte.

Er schlitzt sich selbst die Kehle auf. Ab diesem Moment entwickelt sich Knives Out in eine komplett andere Richtung zu einem Thriller mit kritischem Blick auf Gier, Privilegien der Überreichen sowie Xenophobie. Am Ende kann Ermittler Benoit jedoch das wirkliche Verbrechen aufklären und präsentiert uns die überraschende Wendung: Harlans Enkel Ransom Drysdale (Chris Evans) wollte seinen Großvater umbringen.

So erfahren wir, dass es Ransom war, der die Medizin seines Großvaters vertauscht hatte. Somit hatte Marta Harlan tatsächlich die richtige Medizin verabreicht, die ihn nicht getötet hätte. Daher lautet die einfache Antwort auf die Frage "Wer hat Harlan ermordet?": Harlan beging Suizid.

Knives Out: Chris Evans ist der wahre Mörder

Chris Evans in Knives Out

Auch wenn Ransoms Plan, seinen Großvater zu ermorden, nicht ganz so verlaufen ist wie geplant, wird er im Verlauf der Geschichte jedoch zum echten Mörder. Denn die Haushälterin Fran (Edi Patterson) versucht Ransom mit dem toxikologischen Bericht von Harlan zu erpressen.

Ransoms nutzt dies für seinen Plan, aus der Sache herauszukommen. Er lässt Marta glauben, dass sie erpresst wird und hofft, darauf dass Marta sich der Polizei stellt. Ransom verabreicht schließlich Fran eine tödliche Dosis Morphium und schickt Marta zu ihr, damit diese für einen weiteren Mord verantwortlich gemacht werden kann.

Doch Marta und Benoit Blanc können Ransom überlisten. Nachdem Benoit in einem Krimi-typischen Schlussmonolog die Lösung des Verbrechens präsentiert, lassen sie Ransom in dem glauben, Fran hätte überlebt.

Er gesteht das Verbrechen und greift schließlich sogar Marta mit einem Messer an, welches sich aber als Attrappe entpuppt. Am Ende wird der Mörder Ransom von der Polizei in Handschellen abgeführt.

Das bedeutet das Ende von Knives Out

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Mit Knives Out hat Rian Johnson nicht nur eine Liebeserklärung an das Genre des Whodunit-Krimis geschaffen, sondern auch eine Sozialkritik auf die gesellschaftspolitische Lage der USA, bei der sich die ganze Bandbreite des politischen Spektrums im Mikrokosmos von Harlans Familie wiederfindet.

Doch eines verbindet sie alle: ihr Anspruch auf Privileg und Geld. Als ihnen dies genommen wird, indem Harlan all sein Vermögen Marta hinterlassen hat, zeigen sie ihr wahres und fremdenfeindliches Gesicht. Sie werden zu egozentrischen und manipulativen Monstern, während Marta als einziger Mensch reinen Herzens präsentiert wird.

Alltagsrassismus spielt eine große Rolle in Knives Out. Denn obwohl viele Familienmitglieder Marta großzügig als Teil der Familie bezeichnen, weiß niemand von ihnen, wo sie eigentlich herkommt (ein witziger Running Gag im ganzen Film). Als den Familienmitgliedern ihr Reichtum genommen wird, werden rassistische Parolen laut.

So ist das finale Bild von Knives Out ein zynischer Kommentar auf die Migrations-Debatte. Wir sehen Marta am Balkon ihres neuen Zuhauses, dem Haus von Harlan, stehen. In der Hand hält sie Harlans Kaffeebecher mit der Aufschrift "Mein Haus, meine Regeln", während die egozentrischen Familienmitglieder, denen sie alles genommen hat, entsetzt zu ihr hinaufschauen.

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