Kult-Actionthriller neu bei Netflix: 24 ist die ultimative Binge-Offenbarung

24.06.2020 - 09:00 UhrVor 4 Monaten aktualisiert
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24 mit Kiefer SutherlandAbspielen
© Fox/Netflix
24 mit Kiefer Sutherland
Bei Netflix stehen ab sofort alle Staffeln von 24 zur Verfügung. Die Actionthriller-Serie hat das Binge-Watching als intensives Erlebnis revolutioniert und bleibt unerreicht.

Durch den Netflix-Hype gehört Binge-Watching mittlerweile zur natürlichen Gewohnheit vieler Serienfans. Da der Streamingdienst alle Folgen einer neuen Staffel immer gleich auf einen Schlag veröffentlicht, sind lebensnotwendige Dinge wie Essen, Schlafen oder der Gang zur Toilette längst Nebensache geworden.

Eine Produktion, die das Binge-Watching lange vor Netflix revolutioniert hat, ist die packende Actionthriller-Serie 24 mit ihrem cleveren Echtzeit-Konzept. Spätestens durch die DVD-Veröffentlichungen der einzelnen Staffeln hat die Serie ein Binge-Watching-Fieber ausgelöst, das mit nichts zu vergleichen war und selbst bis heute unerreicht bleibt.

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24 war als Serie damals einzigartig

In 24 spielt Kiefer Sutherland die Hauptrolle des Spezialagenten Jack Bauer der Anti-Terror-Einheit CTU. In den 8 Staffeln der Serie (mit der zusätzlichen Mini-Serie 24: Live Another Day) muss Jack Bauer diverse Terroranschläge, Attentate und andere Bedrohungen abwenden und dafür regelmäßig moralische Grenzen überschreiten.

Hier könnt ihr euch ein Interview mit Kiefer Sutherland zur 1. Staffel 24 anschauen

24 Twenty Four - Staffel 1 Kiefer Sutherland Interview (Englisch)
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Durch das Echtzeit-Konzept, mit dem jede Staffel 24 Stunden abdeckt, erreicht 24 eine atemlose Intensität, bei der das Schauen am Stück unausweichlich wird. Während das TV-Publikum damals noch Serien mit wöchentlich leicht konsumierbaren Einzelfolgen wie Akte X oder gemütliche Soap Operas gewohnt war, hat 24 hochwertig inszeniertes Actionkino plötzlich aus den Kinos direkt auf den heimischen Fernseher gebracht.

Auch mit damaligen Qualitätsserien wie The Wire oder Die Sopranos, die eher an groß angelegte, komplexe Romane erinnern, war 24 kaum zu vergleichen. Durch Hochspannung, Action, Twists und Cliffhanger am laufenden Band ist den Verantwortlichen die ultimative Binge-Watching-Erfahrung gelungen, bevor der Begriff überhaupt erst in Mode gekommen ist.

Der Inszenierungsstil der Serie mit dem ständigen Ticken der Digitaluhr und dem regelmäßigen Einsatz von Splitscreens ist außerdem derart ikonisch, dass die Serie viel Fläche für Parodien bot.

24 rast an seinen Schwächen einfach vorbei

Durch die Veröffentlichung der 1. Staffel im Jahr 2001 kurz nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11. September wird 24 automatisch auch zur Reflektion einer zutiefst traumatisierten Nation und der dramatisch angestiegenen Terrorangst der US-Amerikaner.

Indem die Serie von Staffel zu Staffel heiklere Ausmaße annimmt und im Angesicht von Bedrohungen wie Giftgas, Atombomben und anderen Massenvernichtungswaffen immer drastischere Variationen von Foltermaßnahmen rechtfertigt, ist 24 auch stark in die Kritik geraten.

Kiefer Sutherland als Jack Bauer in 24

Trotz des moralischen Dilemmas und der innerlicheren Zerrissenheit, die Jack Bauer als Figur immer wieder durchblitzen lässt, wurde der Serie vorgeworfen, Folter zu verherrlichen und stereotype Feindbilder in Form vermehrt ausländischer Täter zu propagieren.

Auch die Logik leidet bei 24 aufgrund des Echtzeit-Konzepts stark, sobald Strecken und Entfernungen in fragwürdiger Geschwindigkeit zurückgelegt und geografische Punkte nach Lust und Laune zurechtgebogen werden.

Am besten lässt sich 24 neben der Schauspielleistung von Kiefer Sutherland, der Jack Bauer zwischen getriebener Entschlossenheit, kalter Härte und weichen Zweifeln in der Rolle seines Lebens verkörpert, als elektrisierende, schweißtreibende Erfahrung genießen, die in Sachen wahnhaftem Binge-Watching-Suchtfaktor bis heute in einer eigenen Liga spielt.

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