MCU kein Vorbild: Wie sich Aquaman und Co. auch künftig von Marvel unterscheiden

Shazam!/Aquaman/Wonder Woman
© Warner Bros.
Shazam!/Aquaman/Wonder Woman

Die Zeiten, in denen sich Warner Bros. und sein DC Extended Universe (DCEU) abfällige Bemerkungen als lächerliche Konkurrenz des Marvel Cinematic Universe (MCU) gefallen lassen musste, scheinen endgültig vorbei zu sein. Im Angesicht von Publikums- und Kritikerfolgen wie zuletzt Wonder Woman und Aquaman haben sich die DC-Filme von geradezu geächteten Fehlschlägen wie Suicide Squad und Justice League sichtlich erholt.

Was bei beiden Vertretern als positive Beispiele des DCEU auffiel, war der wesentlich stärkere Humor im Vergleich zum ansonsten sehr düster gehaltenen Tonfall von Filmen wie beispielsweise Batman v Superman: Dawn of Justice. Im Interview mit The Hollywood Reporter sprach Warner-Boss Toby Emmerich jetzt darüber, dass sich das Studio trotz jüngst angebrachter MCU-Vergleiche weiterhin klar von der Konkurrenz abheben will.

So sollen sich die DC-Filme auch in Zukunft von Marvel-Filmen unterscheiden

Der Warner-Boss legt dar, dass das Studio hinsichtlich seiner DC-Filme keinen großen Fokus auf ein gemeinsames Universum sowie eine erzwungene Verbindung zwischen den einzelnen Filmen legen will, sondern auf die individuelle Handschrift der jeweiligen Regisseure:

Wir fühlen uns alle, als ob wir jetzt um eine Ecke gegangen sind. Wir spielen nach dem DC-Spielbuch, was sich sehr von dem Marvel-Spielbuch unterscheidet. Wir sind viel weniger auf ein gemeinsames Universum fokussiert. Wir nehmen uns jeweils nur einen Film nach dem anderen vor. Jeder Film ist eine eigene Gleichung und eine eigene kreative Einheit. Wenn ihr etwas über uns sagen müsstet, dann, dass es bei uns immer um die Regisseure geht.

Tatsächlich tritt dieser Ansatz, Comicverfilmungen mit einem größeren Fokus auf die Handschrift der einzelnen Regisseure zu kreieren, bei den DC-Filmen jüngst wieder deutlicher zum Vorschein. Ein derart finsterer, psychotisch angehauchter Superhelden-Abgesang wie ihn Zack Synder mit Batman v Superman: Dawn of Justice schuf, fehlt dem MCU. Ebenso ein überbordendes, zur puren Selbstvertrashung neigendes Spektakel wie James Wans Aquaman.

Bei der direkten Konkurrenz unter Marvel-Chef Kevin Feige steht vielmehr die über Jahre hinweg etablierte Vernetzung von Einzelschicksalen und gemeinsamen Verbindungen im Vordergrund. Ein unverwechselbarer Stil bei den einzelnen Filmen lässt sich im MCU dabei eher weniger erkennen.

2019 wird ein spannendes Jahr für DC-Filme

In dieser Hinsicht wird 2019 ein spannendes Jahr für DC-Filme. Wie der aus dem Horrorfilm-Bereich stammende Regisseur David F. Sandberg dem bislang überaus witzig wirkenden, am 04.04.2019 startenden Shazam! seinen eigenen Stempel aufdrückt, wird ebenso aufregend wie der kommende Joker-Film mit Joaquin Phoenix von Hangover-Regisseur Todd Phillips. Der als düstere Geschichte eines gescheiterten Comedians im schmutzigen New York der 1980er-Jahre beschriebene Origin-Film des ikonischen Batman-Bösewichts dürfe das DC-Filmuniversum ab dem 17.10.2019 noch einmal gehörig aufwirbeln.

Was haltet ihr von den Versprechungen des Warner-Bosses hinsichtlich der DC-Filme?

moviepilot Team
MrDepad Patrick Reinbott
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"I read about this guy, gets on the MTA here, dies. Six hours he's riding the subway before anybody notices his corpse doing laps around L.A., people on and off sitting next to him. Nobody notices."
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