Nach James Gunn-Krise: Marvel stoppt Guardians of the Galaxy 3-Produktion

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Guardians of the Galaxy 2
25.08.2018 - 09:25 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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Die Zukunft von Guardians of the Galaxy 3 ist unklarer denn je. Disney hat die Produktion des Marvel-Films bis auf weiteres gestoppt. Ein neuer Regisseur soll gesucht werden. Aber die Probleme reichen tiefer.

Der Fall James Gunn wirkt sich jetzt auch direkt auf den MCU-Fahrplan aus. Disney hatte den Regisseur nach alten kontroversen Tweets von seinen Aufgaben bei der beliebten Reihe entbunden. Wie der Hollywood Reporter  erfahren hat, haben Marvel und Disney die Produktion von Guardians of the Galaxy 3 angehalten. Guardians of the Galaxy 3 befand sich in der Vorproduktionsphase, nur eine Handvoll Crew-Mitglieder seien von der Maßnahme betroffen, ihnen ist es nun freigestellt, sich nach anderen Beschäftigungen umzusehen.

Disney und Marvel suchen nach Lösungen um Fall James Gunn

Es ist von einem vorübergehenden Stopp der Arbeiten die Rede. Diese Zeit kann sich Disney nehmen, denn ein Kinostart für Guardians 3 wurde noch nicht festgelegt. Lediglich James Gunn selbst hatte einen Start im Jahr 2020 bestätigt.

Disney will nun wohl erstmal abwarten, bis sich der Staub in der Sache James Gunn gelegt hat. Der Konzern und sein Partner Marvel sammeln sich Quellen zufolge, atmen durch und überlegen, wie weiter mit dem Projekt verfahren werden soll. Das scheint in der Tat bitter notwendig, nachdem der Kurs Disneys in der James Gunn-Krise doch arg schlingerte. Zwischenzeitlich schien gar eine Rückkehr des Regisseurs möglich und damit die Rücknahme der ohnehin umstrittenen Entscheidung Disneys, der ja auch eine gewisse Konsequenz innewohnte. Hauptfokus der nun anberaumten Findungsphase soll die Suche nach einem neuen Regisseur oder einer neuen Regisseurin sein. Thor 3-Regisseur Taika Waititi sei auf dem Marvel-Gelände gesehen worden, heißt es, aber so weit sind wir noch nicht.

Die Guardians stehen geschlossen hinter James Gunn

Wie schlimm steht es um Guardians of the Galaxy 3 wirklich?

Es gibt auch Grund zur Annahme, dass Disney eingesehen hat, dass sich die Guardians of the Galaxy-Reihe nach der Entlassung ihres wichtigsten Gestalters nicht ohne weiteres fortführen lässt. Disney zieht etwa ernsthaft in Betracht, Gunns fertiges Drehbuch für den dritten Teil zu verwenden. Ganz ohne James Gunn-Input wagt sich Disney also doch nicht an das milliardenschwere Projekt heran. Schwerer als die kreativen Einschnitte wiegen aber wohl die meuternden Guardians of the Galaxy-Stars, allen voran Drax-Darsteller Dave Bautista, der angab, es ab sofort widerlich zu finden, für Disney zu arbeiten. Bautista drohte offen mit dem Ausstieg. Die Disney-Tochter Marvel soll ebenfalls mit der James Gunn-Entlassung nicht einverstanden gewesen sein und auf die Rückkehr gedrängt haben. Von dem Fan-Unmut ganz zu schweigen.

Disney und Guardians of the Galaxy in der Krise

Fassen wir zusammen: Eigentlich steht nur Disney hinter der eigenen, inzwischen endgültigen James Gunn-Entscheidung. Die wichtigsten Instanzen, Fans, Crew und Studio, forderten die Rückkehr des Regisseurs. Unter diesen Umständen ein derart wichtiges Projekt in Angriff zu nehmen, schien Disney wohl nicht möglich. Die Suche nach einem Regisseur ist nur ein kleiner Teil der James Gunn-Krise, die spätestens jetzt auch eine Guardians of the Galaxy-Krise ist.

Was glaubt ihr, wie geht es weiter mit Guardians of the Galaxy?

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