Solo: A Star Wars Story 2 - Wir brauchen eine Fortsetzung, sonst sind wir verloren

Solo: A Star Wars Story - Teaser Trailer (Deutsch) HD
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Solo: A Star Wars Story
01.06.2019 - 15:00 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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Über ein Jahr ist es her, dass Solo: A Star Wars Story in den Kinos gestartet ist. Die Chancen auf eine Fortsetzung sind gering, trotzdem wünschen wir uns eine Fortführung der Geschichte, die noch viel Potential bereithält.

Kessel Run? Check. Blaster? Check. Millennium Falcon? Check. Nicht selten wurde Solo: A Star Wars Story, der zweite Anthologiefilm aus dem Star Wars-Universum, mit dem Vorwurf konfrontiert, sich lediglich an einer Liste obligatorischer Ereignisse abzuarbeiten, die eben eintreffen müssen, wenn die Geschichte des jungen Han Solo erzählt wird.

So haben sich Chewie und Han kennengelernt, dieses Geheimnis versteckt sich hinter den Würfeln und, ja, Han hat schon immer zuerst geschossen: Die Liste könnte ewig so fortgeführt werden - und dennoch überraschte das Spin-off auf der Zielgeraden mit einer der größten Überraschungen der gesamten Sternensaga: die Rückkehr von Darth Maul.

Deswegen wünschen wir uns eine Fortsetzung von Solo: A Star Wars Story

Solo: A Star Wars Story

Obwohl Solo: A Star Wars Story zu einem der erfolgreichsten Franchises gehört, konnte der Film an den Kinokassen nicht überzeugen und bescherte Disney nach einer holprigen Produktionsgeschichte den ersten Star Wars-Flop. Auf ein geschätztes Budget von 275 Millionen US-Dollar kommt ein weltweites Einspielergebnis von 392 Millionen US-Dollar.

Das ist definitiv zu wenig, insbesondere in Hinblick auf Rogue One: A Star Wars Story, der losgelöst von der Skywalker-Saga problemlos die Milliarden-Hürde am Box Office überwinden konnte. Die Fans haben die Hoffnung auf eine Fortsetzung trotzdem nicht aufgegeben und kämpfen unter dem Hashtag #MakeSolo2Happen um die Umsetzung von Solo 2.

Das Ensemble von Solo ist viel zu toll, um es zu vergessen

Auch wir wünschen uns, dass die Abenteuer des jungen Han Solo weitergehen, immerhin hat Solo: A Star Wars Story gerade erst das Tor in eine durchaus vertraute und dennoch irgendwie neue und aufregende Ecke des Star Wars-Universums aufgestoßen. Bekannte Elemente des Weltraummärchens treffen hier auf die Frische eines dynamischen Ensembles, das geradezu vor unverbrauchter Energie strotzt.

Solo: A Star Wars Story

Alden Ehrenreich bringt etwas sehr Faszinierendes mit, was die Verkörperung des Titelhelden angeht. Sein Han Solo bewegt sich in der Tradition von Harrison Fords ikonischer Inkarnation, besitzt gleichzeitig trotzdem seinen eigenen Verve. Er ist ein naiver Bursche voller Ehrgeiz, Temperament und Übermut, der definitiv noch nicht die Schrammen gesammelt hat wie der Schurke, den wir in Krieg der Sterne kennenlernen.

Das Ende von Solo: A Star Wars Story lässt uns bisher nur erahnen, welche Opfer das sonst so gut gelaunte Abenteuer erfordert - und an diesem Punkt kommt die von Emilia Clarke verkörperte Qi-Ra ins Spiel. Sie gehört zu den tragischsten Star Wars-Figuren und stellte mit ihrer letzten Entscheidung die Weichen für eine Reise in die Unterwelt, in der vor allem Darth Maul (Ray Park/Sam Witwer) eine größere Rolle spielen dürfte.

Solo lässt die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen

Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, einen Ansatz, den bereits Rogue One mit feinen Nuancen verfolgte und damit die Ereignisse der weit, weit entfernten Galaxis um neue Facetten erweiterte. Lügen, Verrat und Intrigen - Solo: A Star Wars Story hatte sichtlich Spaß daran, eine wendungsreiche Geschichte zu erzählen und dabei mit spielerischer Leichtigkeit in verschiedene Genres einzutauchen.

Solo: A Star Wars Story

Ein Heistfilm, der sich genauso gut als Western-Variation verstand und mit den bedrohlichen Schatten eines Film noir überzeugte, die sich besonders zum Ende hin über die Figuren legten. Hier verstecken sich definitiv noch einige spannende Abenteuer, die noch nicht erzählt wurden bzw. erst jetzt erzählt werden können, nachdem die offensichtlichsten Stationen in Han Solos Werdegang abgehandelt wurden.

Selbst wenn Solo: A Star Wars Story die eingangs aufgelisteten Szenen mit sehr viel Liebe zum Detail und den Figuren umsetzte, wagte sich das Spin-off nie, komplett aus dem abgesteckten Rahmen auszubrechen. Die Fortsetzung kann da deutlich freier drehen und mehr aufs Spiel setzen, wie wir es zum Beispiel bei Star Wars: The Clone Wars beobachten konnten.

Natürlich wollen wir in Solo 2 mehr von Darth Maul sehen

Wurde die 1. Staffel eher mit einem Schulterzucken hingenommen, entwickelte sich die Animationsserie im Verlauf der Zeit zur packenden Erzählung, die nicht nur vom verblassenden Moment der Prequel-Trilogie zehrte, sondern zur eigenständigen Instanz avancierte. In The Clone Wars verstecken sich ein paar der spannendsten Star Wars-Geschichten überhaupt - und auch die Wurzeln von Darth Mauls Rückkehr liegen hier verborgen.

Solo: A Star Wars Story

Darth Maul bereitet perfekt jenen angesprochenen Pfad in die Unterwelt des Star Wars-Universums. Hier lauern Kopfgeldjäger, Schmuggler und andere zwielichtige Gestalten, von Jabba the Hutt ganz zu schweigen. Eine Fortsetzung von Solo: A Star Wars Story könnte nicht nur ein stets von einem Schleier umhülltes Stück Star Wars-Mythologie ausbauen, sondern ebenfalls weitere Genre-Einflüsse in den Krieg der Sterne schleusen.

Um was es konkret in Solo 2 gehen soll, hat Jonathan Kasdan, der als Co-Autor den ersten Teil mit seinem Vater geschrieben hat und über exzellente Expanded Universe-Kenntnisse verfügt, erst kürzlich im Zuge der #MakeSolo2Happen-Kampagne auf Twitter verraten. Zu sehen sind drei Symbole, die für das Pyke Syndicate, das Hutt Cartel und Crimson Dawn stehen - dazu die Andeutung eines Krieges unter den konkurrierenden Gruppen.

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Es wäre überaus tragisch, wenn sich dieser in Solo: A Star Wars Story vorbereitete Konflikt nicht eines Tages auch noch in Gänze entfalten kann - wenn schon nicht im Kino, dann wenigsten als Serie bei Disney+. Entgegen der Endgültigkeit von Rogue One schlummern in Solo: A Star Wars Story einfach zu viele verheißungsvolle Möglichkeiten, die Lucasfilm bei der zukünftigen Franchise-Planung nicht vergessen sollte.

Außerdem: Es wäre ein Verbrechen, Donald Glovers unverschämt lässigen Lando Calrissian nicht doch noch in irgendeiner Form zurückzubringen.

Was würdet ihr in einer Fortsetzung von Solo: A Star Wars Story sehen wollen?

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