Wilde Spannung bei Amazon Prime: Berauschender Trip für die Internet-Generation

09.09.2020 - 15:23 UhrVor 8 Monaten aktualisiert
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Nerve - Trailer (English) HD
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© Studiocanal
Nerve
Ab sofort könnt ihr bei Amazon Prime Nerve streamen. Der Thriller über jugendlichen Aufmerksamkeitsdrang und tödliche Mutproben setzt der Social Media-Generation ein berauschendes Denkmal.

Als Nerve im September 2016 in die Kinos kam, hätte der Film zu kaum einem passenderen Zeitpunkt starten können. Die Geschichte über ein gefährliches Social Media-Spiel, bei dem Teilnehmer gefährliche Mutproben in der Öffentlichkeit absolvieren müssen, rief Parallelen zum realen Hype rund um die Smartphone-App Pokémon Go hervor, die Millionen von Menschen auf die öffentliche Jagd nach den digitalen Wesen schickte.

Die Romanvorlage zu Nerve
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Der Streifen des Regie-Duos Ariel Schulman und Henry Joost, die erst kürzlich für Netflix den Actionthriller Project Power ablieferten, kommt aber über weite Strecken kaum mit dem mahnenden Zeigefinger daher. Nerve, den ihr jetzt bei Amazon Prime schauen könnt, ist vielmehr ein pulsierendes, rauschhaftes Jugendporträt einer Generation auf der ständigen Suche nach Aufmerksamkeit, das immer wieder in knalligen Farben explodiert und der Zielgruppe ein liebevolles Denkmal setzt.

Hier könnt ihr euch den deutschen Nerve-Trailer anschauen

Nerve - Trailer 2 (Deutsch) HD
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Nerve bei Amazon Prime: Ständiger Geltungsdrang und adrenalingeladene Abenteuer

In Nerve spielt Emma Roberts die Jugendliche Vee, die an ihrer Highschool ein klassisches Dasein als Mauerblümchen fristen muss. Um endlich von ihren Mitschülern wahrgenommen zu werden, macht sie bei einem angesagten neuen Online-Spiel mit, das verschiedene Mutproben im Wahrheit oder Pflicht-Stil bereithält.

Als Spielpartner bekommt Vee schließlich Ian (Dave Franco) zugeteilt. Zusammen nehmen beide an immer gefährlicheren Prüfungen teil, bis der tiefe Sturz kaum noch aufzuhalten ist und das Spiel total aus dem Ruder läuft.

Durch die verschiedenen Aufgaben, bei denen sich Vee beispielsweise tätowieren lassen oder Ian mit verbundenen Augen auf seinem Motorrad durch die Stadt rasen muss, peitscht das Regie-Duo seine Figuren mithilfe einer unglaublich entfesselten Kamera und dem tollen Soundtrack durch eine grelle Social-Media-App-Odyssee. Dabei passt sich der Film stilistisch hervorragend dem Lebensgefühl der dargestellten Generation und zugleich Zielgruppe des Films an.

Dave Franco und Emma Roberts in Nerve

Nerve ist bunt, laut und schrill, während das hier gezeigte, oftmals nächtliche New York immer wieder in ein Meer aus Neonlichtern explodiert. Lange Zeit sparen sich die Regisseure dabei den moralischen Zeigefinger, um die rastlosen Eskapaden ihrer Jugendlichen in einen wilden Trip zu verwandeln, der in den besten Momenten sogar an Harmony Korines Meisterwerk Spring Breakers erinnert.

Erst im Finale geht Nerve etwas die Puste aus, wenn die Geschichte mit konstruierten Wendungen und einer allzu süßlichen Gute-Laune-Botschaft beendet wird. Am Ende bleiben aus diesem berauschenden Film aber vor allem die vielen tollen Einzelmomente im Kopf.

Dazwischen geben Dave Franco, der eine beschwingte Gesangsnummer zu Roy Orbisons You Got It auf den Tischen eines Restaurants hinlegt, und Emma Roberts, die in einem sündhaft teuren Kleid und Turnschuhen gekleidet C.R.E.A.M. von Wu-Tang Clan mitrappt, das schönste Jugendfilm-Pärchen der jüngeren Vergangenheit ab.

Nerve könnt ihr ab sofort bei Amazon Prime Video im Abo streamen.

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Habt ihr Nerve schon gesehen oder wollt ihr euch den Film noch anschauen?

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