Vor dem Vikings-Finale: Die 7 stärksten Schlachten von Ragnar und Co.

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Jenny von T Jennifer Ullrich
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Junior Redakteurin bei Moviepilot. Mag Arthouse-Filme, HBO-Shows, Stanley Kubrick und Cersei Lannister.

Game of Thrones ist in diesem Jahr zu Ende gegangen, doch für alle Liebhaber von aufwändigen Fantasyserien gibt es wahrscheinlich noch 2019 ein dickes Trostpflaster: Die sechste und zugleich finale Staffel von Vikings ist nicht mehr allzu fern und wird uns garantiert die eine oder andere blutige Auseinandersetzung zwischen den verbliebenen Figuren liefern. Ein Foto von Ivar-Darsteller Alex Høgh Andersen mit Kriegsbemalung schürt schon einmal die Vorfreude.

Im bisherigen Verlauf der Serie durften wir bereits einige spektakuläre Gefechte bestaunen - diese waren keineswegs auf Kattegat beschränkt, vielmehr wurde auch in England und Frankreich gekämpft. Nachfolgend präsentieren wir euch die 7 denkwürdigsten Vikings-Schlachten aus 5 Staffeln.

Die Schlacht von Marton (Staffel 5, Folge 15)

In der 2. Hälfte der 5. Staffel werden wir mit einer besonders spannenden Situation konfrontiert, als Ubbe, Björn und Lagertha auf der Seite der Christen kämpfen. Jedoch macht diese Konstellation Sinn, schließlich wurden unsere Protagonisten praktisch aus der Heimat vertrieben, wogegen der junge Alfred es nun mit Harald (Peter Franzén) zu tun bekommt und die Hilfe der Dänen gut gebrauchen kann.

Tatsächlich gelingt es Ubbe (Jordan Patrick Smith), die Bereitschaft zu einem Deal vorzutäuschen und Harald in eine Falle zu locken: Durch ein Feuer wird die Wikinger-Armee in die Enge getrieben und Vikings zeigt sich von seiner atmosphärisch-bedrohlichsten Seite.

Während Harald aus der Schlacht stark geschwächt hervorgeht, zahlt die andere Seite immerhin einen hohen Preis für den Triumph: Bischof Heahmund (Jonathan Rhys Meyers) wird getötet und Lagertha (Katheryn Winnick) ist nach dem Blutvergießen spurlos verschwunden.

Die Schlacht von York (Staffel 5, Folge 3)

Nachdem die Wikinger zu Beginn von Staffel 5 das Anwesen des verstorbenen König Egbert durchforsten, fasst Ivar (Alex Høgh Andersen) den Entschluss, vorerst in England zu bleiben und die Stadt York einzunehmen. Der neue König Aethelwulf und Bischof Heahmund haben aber etwas dagegen und wollen die Nordmänner vertreiben.

Hier erweist sich Ivar nun als kluger Stratege, denn als seine Gegner die Stadt erreichen, finden sie ein scheinbar verwahrlostes Gebiet vor und fühlen sich sicher - nur, um kurz darauf in eine Wand aus Rauch zu laufen und mit Pfeilen attackiert zu werden. Am Ende müssen die Heiden zwar auch empfindliche Verluste verkraften, können dem Ansturm aber standhalten.

Im Verlauf der Schlacht erreicht Ivars Größenwahn eine neue Ebene, womit das Gefecht eine wichtige Bedeutung für den weiteren Verlauf der Serie einnimmt. Bezeichnend und denkwürdig ist vor allem eine Szene, in der der Knochenlose noch am Boden einen Mann in Stücke zerhackt und dabei ruft: "Ihr könnt mich nicht töten!". Infolgedessen kehrt der besonnene Ubbe seinem Bruder den Rücken zu und der Boden für einen tiefen Familienzwist ist bereitet.

Die Schlacht am Hügel in Mercia und Torsteins Opfer (Staffel 3, Folge 3)

Der Kampf um den Thron von Mercia beschwört in Vikings unter den Heiden mächtige Glaubenskämpfe, denn während der pragmatische Ragnar sich auf die Seite der verhassten Christen schlägt, um das Fortbestehen seines Volks zu garantieren, wittert Floki im Angesicht des Verrats an Odin eine Götterdämmerung.

Der Auftakt zum Gefecht zwischen Wessex und den Wikingern auf der einen und dem Königreich Mercia auf der anderen Seite fällt dann denkbar emotional aus, als der durch die vorangegangen Schlacht stark verwundete Torstein (Jefferson Hall) vorangeht und ein Heldenopfer vollbringt. Schmerzlich ist auch das Schicksal von Björns damaliger Geliebten Þorunn, die bei der Schlacht schwer verwundet wird. Danach sehen wir sie nie wieder kämpfen.

Obwohl Burgred sogar mit einer zweiten Armee aufwartet, gelingt es den Verbündeten, den Prinz zur Aufgabe zu zwingen und somit Kwenthrith auf den Thron von Mercia zu hieven. Der Erfolg gibt Ragnar also Recht.

Die Belagerung von Kattegat (Staffel 5-Finale)

Der jüngste Kampf um Kattegat in Vikings hatte es zweifelsohne in sich. In Staffel 5 arbeitet Vikings auf ein großes Duell zwischen Ivar und Björn geradezu hin, sodass der Showdown im Finale unvermeidlich war. Auch Harald und Olaf sind auf Seiten Björns involviert.

Die Angreifer attackieren Kattegat von zwei Seiten, jedoch behält Ivar zunächst trotzdem die Überhand. Schließlich ist es ausgerechnet Ivars Frau Freydis, die für die Wende sorgt und einen Machtwechsel bewerkstelligt.

Björns eiserner Wille überragt in dieser wieder sehr brutalen, aber auch ungemein spannenden Folge alles. Wer als Sieger hervorgeht, lässt sich praktisch nicht vorhersagen, zumal Björn und Ivar einer unterschiedlichen Philosophie folgen, in gewisser Weise aber dennoch auf Augenhöhe agieren. In Staffel 6 erwartet uns sicherlich eine weitere Konfrontation mit den ungleichen Brüdern - wir sind schon jetzt extrem gespannt.

Der Bürgerkrieg von Kattegat (Staffel 5, Folge 8 und 10)

Mitten in der 5. Staffel von Vikings wird gleich zweimal kurz hintereinander um die Vorherrschaft in Kattegat gekämpft - mit unterschiedlichem Ausgang. Bei beiden Schlachten stehen die Anhänger Lagerthas dem Lager von Ivar und Harald gegenüber, der später die Fronten wechselt.

Während der erste Konflikt sich bis in die Wälder erstreckt, wartet das zweite Gefecht mit besonders intensiven und dramatischen Momenten auf. So tötet Lagertha ihre ehemalige Geliebte Astrid, die nicht das Kind von Harald austragen will und keine Zukunft für sich sieht.

Auch die Lothbrok-Erben Hvitserk und Ubbe treffen direkt aufeinander, wobei Letztgenannter seinen Bruder verschont. Denkbar anders verläuft das unmittelbare Bruder-Duell zwischen Halfdan und Harald, bei dem Halfdan (Jasper Pääkkönen) sein Leben lässt.

Lagerthas Truppe kann die erste Auseinandersetzung für sich entscheiden, beim zweiten Mal jedoch erhält Ivar Verstärkung von Rollo, was sich prompt bemerkbar macht. Die logische Konsequenz: Der Knochenlose reißt Kattegat an sich, wogegen Lagertha mit ihren engsten Vertrauten den Rückzug nach England antritt.

Der erste Angriff auf Paris (Staffel 3, Folge 8-10)

Mit Staffel 3 stößt Vikings in neue Dimensionen vor, denn in diesem Abschnitt der Geschichte verlagert sich das Geschehen auf spektakuläre Weise nach Frankreich: Ragnar hat sich in den Kopf gesetzt, Paris zu erobern und eine entsprechend epische Schlacht muss her.

Der Kampf erweist sich für unsere Wikinger aber schnell als Tanz auf der Rasierklinge und erstmals im Verlauf der Serie werden die Nordmänner in die Schranken gewiesen. Unter anderem Björn trägt schwere Verletzungen davon.

Die rohe, schnörkellose Inszenierung lässt unsere Augen am Bildschirm kleben und obendrauf gibt es so manchen eindringlichen Charakter-Moment: Erinnern wir uns nur an den verzweifelten Floki (Gustaf Skarsgård), der in einem brennenden Turm mit den Göttern hadert und die drohende Niederlage einfach nicht wahrhaben kann.

Gekrönt wird der Angriff von der grandiosen Idee Ragnars, den eigenen Tod vorzutäuschen und sich in einem Sarg ins Innere der Stadt transportieren zu lassen, um sie von dort einzunehmen. Den Wikinger-König schüttelt man eben nicht so einfach ab!

Der zweite Angriff auf Paris (Staffel 4, Folge 10)

Nach der erfolgreichen Paris-Invasion in Staffel 3 ist es Rollo (Clive Standen), der in Frankreich verbleibt und dort trotz einer etwas holprigen Eingewöhnungsphase zum Held und Herzog der Normandie avanciert. Ragnar sieht sich daher gezwungen, Frankreich noch einmal anzugreifen - und dieses Mal gegen den eigenen Bruder anzutreten.

Die Schlacht auf dem Wasser verläuft relativ ausgeglichen, aber auch verdammt intensiv. Nachdem zunächst die Wikinger die Oberhand erlangen, setzt Rollo zu einer improvisierten Motivationsrede an und das Blatt wendet sich. Im Verlauf des Gefechts stehen sich die Brüder auch persönlich gegenüber, ein Faustkampf zwischen ihnen bringt jedoch keinen Sieger hervor.

Da immer mehr ihrer Anführer stark angeschlagen sind, ziehen sich die Wikinger zurück und Rollo lässt sich von den Franzosen feiern. Für Ragnar markiert die Niederlage den bislang wohl heftigsten Rückschlag: Nicht umsonst verschwindet der König von Kattegat anschließend lange in der Versenkung.

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