Eine Karte der Klänge von Tokio

Map of the Sounds of Tokyo (2009), ES
Laufzeit 106 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 05.08.2010

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6.2 Kritiker
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von Isabel Coixet, mit Rinko Kikuchi und Sergi López

Eine Karte der Klänge von Tokio ist nach Elegy oder die Kunst zu Lieben und Das geheime Leben der Worte der neue Film der gefeierten Regisseurin Isabel Coixet: Ryu (Rinko Kikuchi) ist eine Einzelgängerin, deren zerbrechlich-schöne Erscheinung im krassen Gegensatz zu ihrem Doppelleben steht: sie arbeitet nicht nur nachts auf Tokios Fischmarkt, sondern nimmt gelegentlich auch Aufträge als Profikillerin an. Eines Tages wendet sich der Assistent des mächtigen Geschäftsmanns Mr. Nagara mit einem neuen Auftrag an Ryu. Nagaras Tochter Midori hat sich vor kurzem das Leben genommen. Die Schuld an Midoris Tod gibt der Vater ihrem Geliebtem, dem spanischen Weinhändler David (Sergi López).

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Kritiken (9) — Film: Eine Karte der Klänge von Tokio

Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de

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9.0Herausragend

Längst gilt sie als Spezialistin für elegante Melodramen: Die spanische Regisseurin Isabel Coixet.[...] Die große Poetin des Filmischen brilliert auch dieses Mal mit ihren Bildern, ihrem untrüglichen Gespür für Atmosphäre, Schönheit und den großen Themen Liebe und Tod. Aber es ist eine Schönheit in Traurigkeit. Mit außergewöhnlicher filmtechnischer Souveränität komponiert die Katalanin den inneren Kosmos, spürt seismografisch in langsam fließender Erzählweise den Befindlichkeiten ihrer Figuren nach.[...] Manchmal freilich wirken die melancholischen Monologe aus dem Off teilweise etwas unbeholfen gegenüber der ausgereiften, eigenwilligen Bildsprache.

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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst

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5.0Geht so

Eher lose verbindet die spanische Regisserin Film noir, „amour fou“ und das Drama einsamer Großstadtmenschen. Dabei greift sie mehr die atmosphärische Grundstimmung dieser Genres auf, als sich ernsthaft für deren Gesetze oder Logik zu interessieren. [...]
„Eine Karte der Klänge von Tokio“ leidet wie schon der Vorgängerfilm „Elegy“ an Coixets Hang zum gepflegt-leichtfüßigen Stil, der oftmals ins rein Dekorative abgleitet. Wong-Kar-wai dürfte ein Vorbild gewesen sein, doch die schwebende Stimmung seiner Filme, durch die die Figuren schwerelos hindurch gleiten, stellt sich bei Coixet nicht ein. Die Überfülle ihrer Einfälle wiegt zu schwer, und auch die Figuren sind nicht so entwickelt, dass man über Ungereimtheiten hinwegsehen könnte.

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Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard

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5.5Geht so

[...] Die Geschichte des Films wirkt zunehmend wie ein fadenscheiniger Anlass dafür, all diese Impressionen zu sammeln. Tatsächlich kann von einem genuinen Interesse daran auch bald keine Rede mehr sein. Isabel Coixet führt im Abspann denn auch penibel alle Drehorte auf, als wäre es darum gegangen, sie in einem Reiseführer abzuhaken.
Die Figuren, zuvorderst die der Ryu, sind zu den Geheimnissen verurteilt, mit denen die Filmemacherin sie umgeben hat wie Marionetten mit Fäden. Was daraus entsteht, ist weder eine wirklich aussagekräftige "Karte der Klänge von Tokio", noch ein Bild vom Leben in einer faszinierend unlesbaren Welt, sondern eine Art Baedeker von Klischees, die durchweg der westlichen Filmgeschichte entstammen und dort (also: hier) mit sich selber kommunizieren.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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4.5Uninteressant

Die spanische Regisseurin Isabel Coixet, die mit „Mein Leben ohne mich“ einst ein kleines Meisterwerk ablieferte, wandelt hier auf den Spuren des chinesischen Kultregisseurs Wong Kar Wai, ohne dessen elektrisierende Unbändigkeit und Stilisierung je zu erreichen. Dazu bleibt ihre Geschichte um Abhängigkeiten und Ausnutzungserscheinungen zu banal und die Rahmenhandlung um einen alten Klangsammler wirkt aufgesetzt. Was von diesem Affärendrama in Erinnerung bleibt, sind viele schöne (Alltags)bilder und einige Soundfetzen aus der japanischen Hauptstadt sowie zwei überzeugende Schauspieler.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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4.0Uninteressant

Dieser Film hat kaum etwas zu erzählen, quillt über an halb pornografischen, langweiligen, überflüssigen Sexszenen

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Mary Keiser: Schnitt Mary Keiser: Schnitt

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8.0Ausgezeichnet

Die Gefühlswelt dieses Dramas ist schonungslos real, ganz im Gegensatz zur Handlung. […] Real wird es zum einen durch die genaue Beobachtung zwischenmenschlicher Beziehungen und zum anderen durch starke Sinneseindrücke – nackte Körper, weiche Brüste, glitschiger Fisch, das Schlürfen der Suppe. Sehr kunstvoll, aber nichts für Eskapisten.

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D.Bickermann: Schnitt D.Bickermann: Schnitt

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9.0Herausragend

Wie bei Wenders oder Wong Kar-wai wird mancher die melancholische Ästhetik mit leerer Parfumreklame verwechseln, aber das verwechselt Ursache und Wirkung – großes Emotionskino brauchte sich noch nie für seine eigenen Epigonen zu rechtfertigen. Und genau das ist dieser berauschend schöne, brillant vertonte und zutiefst ergreifende Film: großes Emotionskino.

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Chuchaqui: Critic.de

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5.5Geht so

Es ist mittlerweile ein Gemeinplatz, dass das Zuhören beim Umgang mit fremden Kulturen wichtiger ist als das Erzählen. Isabel Coixet will leider vor allem erzählen. Das japanische Setting ist für sie nicht lebendige Kultur, sondern totes Material, aus dem sie einen sehr westlichen und selbstverliebten Film geformt hat. Begeistert spricht die Regisseurin in einem Interview von ihrer Faszination für Japan und dem Privileg, überall auf der Welt Filme drehen zu können. Sie sei sehr glücklich darüber, ihre Ideen unabhängig von Sprache und Hintergrund umzusetzen. Eine Karte der Klänge von Tokio ist der beste Beweis dafür, dass auch der Umgang mit einer solchen Freiheit gelernt sein will. Clint Eastwood hat das Drehbuch zu seinem Meisterwerk Letters from Iwo Jima (2006) von einer Japano-Amerikanerin schreiben lassen. Auch Coixet hätte mal besser mit dem Zuhören angefangen.

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alviesinger: bummelkino

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5.5Geht so

Holpriger Titel, zähes Werk: Mit „Eine Karte der Klänge von Tokio“ wandelt Isabel Coixet auf den Spuren des Chinesen Wong-Kar Wais. Ihr zu Beginn mysteriöses Setting verliert sich alsbald in einer süßlichen wie fatalen Liebesgeschichte zwischen einem trauernden Gaijin und einer depressiven Auftragskillerin. Während die beiden Gefühlskrüppel viel nacktes Fleisch zeigen, feiert Coixet die Exotik einer fernostasiatischen Metropole: Schräge Besonderheiten aus einem uns fremden Kulturkreis wechseln sich mit kitschigen Einstellungen ab, wo Regentropfen vom Wellblechdach einer Ramen-Bude perlen und das Wasser sich schließlich in großen Pfützen sammelt und sich die riesigen unverständlichen japanischen Letter der Neonreklame darin spiegeln. Wong-Kar Wai in Tokio aber ohne runde Geschichte. Denn Coixet verrennt sich in dem Vorhaben dieses destruktive Spiel irgendwann zu beenden, strapaziert die Nerven der Zuschauer, suhlt sich lieber in beliebigen Einstellungen des City-Molochs und in den manchmal voyeuristisch inszenierten Sexszenen. Im Gesamteindruck ist das alles eine Spur zu dick aufgetragen.

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Kommentare (12) — Film: Eine Karte der Klänge von Tokio

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derFilmfreak

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film von Coixet ist ein Liebesfilm der sich um Einsamkeit und Sehnsucht dreht. Die guten Schauspieler lassen den Zuschauer aber nicht in die Nähe der Figuren kommen. Ein Tontechniker der als ein MacGuffin überhaupt nichts zur Handlung beiträgt und Coixet hat es geschafft das der Film in jeder Stadt der Welt spielen könnte.

Der Film ist zur Zeit auch als "Tokio Love Hotel" mit einem anderen Cover zum doppelten Preis im Handel!!!!!!!!!!!!!!!

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diceman

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Bewertung3.0Schwach

[...]
Oft sind Dialoge schraubig und unnatürlich und bestärken den Eindruck, daß Coixet im Grunde gar nicht so viel an einer schlüssigen Geschichte liegt, als vielmehr den Versuch wagt, sich dem Thema "Einsamkeit" auf einer rein formalen Ebene zu nähern. So halbherzig das Skript seine Charaktere hin- und herschubst, umso eindringlicher sprechen die Bilder; hier ist kein Frame dem Zufall überlassen: vom rauhen, tristen Ambiente des Fischmarktes, bis hin zur träumerisch-stilisierten Einrichtung eines Themenraumes im Love-Hotel - jedes Set, jeder Kamera-Winkel wirkt sorgfältig komponiert. Wenn in einer Szene die mitternächtliche Silhouette der grell erleuchteten Metropole aus der Vogelperspektive mit zirpenden Zikaden-Gesängen unterlegt wird, demonstriert dies die Macht des Kinos besonders eindringlich - ein synästhetischer Moment. [...]

--> Review in voller Länge:
http://www.dasmanifest.com/03/1748.php

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der cineast

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Stilistisch schon interessant, aber ansonsten so leer wie die Einsamkeit. Mission erfüllt, aber relativ ungenießbar.


RicoPuerto

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Bewertung4.0Uninteressant

Liebes japanisches Kino, ich mag Dich. Echt jetzt. Ich mag Dich irgendwie. Nur leider war dieser Film mal wieder alles, was mich an Dir ratlos zurücklässt. Ich mag Liebe zum Detail, ganz doll sogar, aber ich mag auch gerne verstehen, was die Detaildarstellung mir sagen möchte. Du bist auch immer ganz bemüht Stimmungen einzufangen und intensiv darzustellen, aber dabei hast Du es vermutlich kulturell schwer mit Charakteren, die halt wenig Emotion zeigen. Aber ohne viel offensichtlich Emotion kann man viel Sex im Love-Hotel haben. Ob sich die Figuren danach wohlfühlen? Vermutlich. Schwer zu sagen, mal scheint's Ihnen gefallen zu haben, mal weniger. Na jedenfalls scheint's eine akzeptierte Art der Freizeitgestaltung zu sein.

Vermutlich bin ich auf eine andere Art Kino konditioniert, will an die Hand genommen und durch die Geschichte geführt werden. Ein bisschen jedenfalls. Man muss mir nicht alles erklären, ich hab Zusammenhänge verstehen lange geübt und es gelingt mir auch recht oft, jedoch scheint es für mich eine Obergrenze an Interpretationsspielraum zu geben.

Danke Film, anscheinend habe ich mich durch Dich wieder etwas besser verstehen gelernt. Trotzdem reicht's nicht für eine bessere Bewertung. Tut mir leid, irgendwie.

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dustyOn3

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Bewertung7.0Sehenswert

Wer erwartet, mit "Eine Karte der Klänge von Tokio" einen Film gefunden zu haben, welcher die Charakterisierung der Hauptakteure und die Handlung ansich mit viel Liebe behandelt, der wird leider enttäuscht werden. Etwas weniger situative, musikalische Untermalung, etwas wärmere Dialoge und etwas ausdrucksstärkere Persönlichkeiten hätten aus diesem Killer-Drama einen deutlich besseren Film machen können.

Die Story selber ist eigentlich eine, zwar simple, aber wirklich gute und versprach mit der Einleitung auch wirklich interessant zu werden. Trotzdem wirft der Regisseur einem mehr oder weniger die Handlungsstränge lediglich häppchenweise und in schöne Bilder verpackt zum Fraß vor. Ich hätte gerne mehr über Ryu erfahren. Das war auch so der Knackpunkt, an welchem es diesem Film am meisten mangelt - Die Liebe zum Detail. Die melancholische Grundstimmung einzufangen, erscheint mir bei einer derartigen Geschichte nicht wirklich schwer und bedarf somit keiner großen Kunst.

Es gibt schlechtere Killer-Dramen, aber auch deutlich bessere (und mit weniger Nudel-Geschlürfe).

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Der Franzose

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Bewertung6.0Ganz gut

Hab mir viel erhofft von dem Film , Sergi López ein hervorragender Schauspieler den ich gerne sehe , aber leider sind die Klänge an mir vorbei geklungen.

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JoeKramer

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Bewertung9.5Herausragend

Außergewöhnlich,stimmungsvoll und schlichtweg genial und das trotz oder gerade wegen der seichten Story.

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Mesokosmos

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Bewertung9.0Herausragend

Die Bildästhetik schmeichelt der Aufmerksamkeit.
Geräusche fließen sanft in den Vordergrund.
Besinnliche Ruhe zwischen den Worten.
Verschwiegende Charakterzüge.
Authentische Handlung.
Stimmungsvoll.

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veseria

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Bewertung6.0Ganz gut

Für ein Drama welches der Film sein will einfach zu wenig Gefühl bzw. ja... der Film kann mich nicht tief berühren. Zwar ist der Stil sehr kühl was sehr gut zu der gefühlskalten Beziehung zwischen den Charakteren passt, doch dadurch fehlt dem Film einfach was.
Trotzdem fand ich Ryu (also den Hauptcharakter) sehr cool, sei es vom Aussehen oder ihrem Charakter wegen.
Der Film hat auch einige tolle Kamerabilder.
Fazit: Ein recht schwacher Film der auf irgendeine Weise ein wenig gefallen kann und einen im wahrsten Sinne des Wortes coolen Hauptcharackter hat.

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Kate Portman

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Bewertung1.0Ärgerlich

boah war der schlecht. echt so enttäuschend!!
man fragt sich mio. mal, warukm etwas so ist, warum eine person gezeigt wird und warum die das jetzt machen müssen.
aaah furchtbar!!

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dbeutner

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Bewertung7.5Sehenswert

Zunächst einmal hat mich der Film in seiner Ästhetik von der ersten Minute an gefesselt. Monochrome Farbgebungen und eine Kamera, die ständig mit Schärfe und Unschärfe präzise spielt - fast aus infantiler Begeisterung ob der technischen Möglichkeiten, aber doch wiederum so gekonnt, dass es edel bleibt. Eben: Präszise, sehr präzise.

Diese Bilder sind genau der richtige Hintergrund für eine Geschichte, die deutlich mehr von Emotionen als von Handlungsentwicklung getragen ist. Während Rinko Kikuchi als "Ryu" (wie auch der Rest) sehr solide spielt, aber letztlich auch aufgrund ihrer Kälte mich nicht wirklich einnehmen kann, glänzt Sergi López ganz besonders, sehr sehr starkes Spiel!

Die Kritik, dass die Geschichte um den Klangmeister und Off-Erzähler "unrealistisch" sei, verfängt bei mir nicht; ich empfand diesen Teil als Stilmittel, nicht als "Teil einer realistisch sein wollenden Geschichte". Dies gilt am Ende auch - wenn auch weniger deutlich - für den Hauptstrang; es ist mehr ein Arrangement, an dem verlorene Seelen inne halten.

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RLX-Devlin

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Bewertung6.0Ganz gut

Wenn Wong Kar-Wei den Film gemacht hätte, wäre "Map of the Sounds of Tokyo" wohl ein weiteres Juwel des Asia-Kitsches geworden. So bleibt's aber bei einem OKen und gut aussehenden Aufhänger für bisschen Gefühlsduselei (für die Frauen) und kinky Sex (für die Männer) in einer Stadt, die vielleicht auch Tokyo sein könnte.

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Stefan Ishii

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Bewertung7.0Sehenswert

Auch wenn ich die Ansicht teile, dass in "Eine Karte der Klänge von Tokio" die Äußerlichkeiten zu dominant sind und die Charakterisierung der Figuren größtenteils angesichts der überbordenende Fülle an Japaneindrücken im Hintergrund verschwindet, hat mir Isabel Coixets Film trotzdem größtenteils gut gefallen. Was aber sicherlich mit der Tatsache erklärbar ist, dass ich diese Kultur (oder zumindest mein Bild davon) - genauso wie die spanische Regisseurin es tut - sehr liebe.

Coixets Liebe für die Megametropole Tokio und alles Japanische hat aber in diesem Film die Folge, dass es sehr viele Szenen gibt, die lediglich aus Sicht eines (europäischen) Ausländers auf diese faszinierende Welt geprägt sind. Natürlich erzählt sie auch eine Geschichte, aber nur um diese als Rahmen oder Ausgangspunkt für das filmische Wiedergeben eines Gefühls zu verwenden, das man hat, wenn man als Fremder in diese Welt eindringt. Aber trotzdem ist es einfach ein Genuss, sich in diese Welt fallen zu lassen.

Was aber die Geschichte selbst anbelangt, bin ich zweigeteilt. Einerseits empfand ich alles irgendwie aufgesetzt und unnatürlich, andererseits hat mir die Grundidee sehr gut gefallen. Eine solche Handlung hätte tatsächlich auch von Wong Kar-wai stammen können, dessen Filme für mich zu dem besten zählen, das die gesamte Kinowelt je hervorbrachte.

Auch der eigentliche Handlungsverlauf von "Eine Karte der Klänge von Tokio" ist im Grunde genommen wirklich interessant. Zumal die beiden zentralen Schauspieler aus meiner Sicht in der Darstellung ziemlich gut sind; insbesondere Sergi López, der mich auch zuletzt in "Die Affäre" von Catherine Corsini begeistern konnte.

Über die Auswahl der Musik kann man streiten. Sie erscheint sicherlich etwas willkürlich und inkohärent, aber mir persönlich hat das gefallen.

Fazit: Wer sich für den Film faszinieren kann, kommt sicherlich auf seine Kosten. "Eine Karte der Klänge von Tokio" kann man wohl auch gerne häufiger geniessen. Ein großes Meisterwerk ist es dann aber doch nicht.

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noir

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genau sowas erwarte ich, bin schon sehr gespannt


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