jacker

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jacker aus Braunschweig ist mittlerweile nach hannover gezogen. er freut sich über neue buddys hier bei mp, filmgeschmack gerne so verschieden wie möglich! das gibt feine diskussionen.. jacker ist 30 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1689 Filme bewertet und legendäre 1252 Kommentare geschrieben. jacker neigt zu Superlativen und überbordender Begeisterung, guckt Filme mit dem Herzen und erkennt meist dort Gutes, wo andere nur stänkern! Daraus folgen gnädige, oft zu hohe Bewertungen. 'Unrealistisch' ist ein Unwort, das nur von 'Logikloch' getoppt wird. Filme sollen ihn einlullen, mitnehmen, verzaubern und irgendwie - über Spannung, Trauer, Witz, Dramatik, Chaos, Wahnsinn - emotional berühren. Audiovisualität, Atmosphäre, Schauspiel, Inszenierung, Plot, Bildsprache, Score - alles wichtig. Genrepräferenzen gibt es nicht, nur gute und schlechte Filme - Mainstream, Indie, Arthaus, B- und Trash-Kino sind gern gesehen. Sonst liebt er Musik: lastfm.de/user/dj_jacker. Und legt welche auf: soundcloud.com/dj_jacker. Er bloggt auf weltamdraht.blogsport.de und twittert als @jackermonkey. Mehr


Die Rollschuhbahn
Die Rollschuhbahn

jacker 5.0 "Geht so"

Natürlich, das ist Fakt und eigentlich indiskutabel, ist der frühe Charlie Chaplin, sofern man auch nur das Mindeste mit Slapstick-Humor anfangen kann, immer mindestens ein bisßchen ulkig. Allein die Art wie er sich bewegt, wie er geht, wie er mit Körpersprache und Mimik spielt ist einmalig und auch schon in den ganz frühen Filmen erkennbar.

Dieses in 1916 doch recht früh entstandene Werk von ihm, ist aber leider auch wirklich nur das: ein bißchen ulkig. Und mehr eben nicht. Auch wenn mir für reichhaltige Vergleiche noch das gesehene Repertoire an vollständigen Chaplin-Filmen fehlt, so fällt doch auf, dass in THE RINK noch nicht die Gänze seines später so perfekten Timings zu erkennen ist. Auch inszenatorisch stolpert der Film immer wieder relativ ziellos vor sich hin und hangelt sich trotz der sehr kurzen Laufzeit von 24 Minuten gerade so über die Zeit - auch weil trotz klarem Slapstick-Stil die Gag-Dichte ungewohnt dünn ist.

Natürlich ist es zum Schreien, wie Chaplin in seiner Paraderolle als Tramp auf Rollschuhen dahingleitet, hüpft, stolpert und rennt - doch trägt das den Film nicht wirklich, weil es am gut getakteten Drumherum fehlt. An Erfahrung kann es nicht gelegen haben, Chaplin hatte ja seit 1914 bereits reichlich Schreib- und Regieerfahrung gesammelt (außerdem beweist ein Film wie THE COUNT aus dem gleichen Jahr, dass es auch viel besser klappen konnte). Wahrscheinlich ist THE RINK einfach nur ein weniger gelungener Film unter vielen grandiosen.

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Der letzte Mohikaner
Der letzte Mohikaner und 2 weitere ...

jacker 6.0 "Ganz gut"

Django
Django

jacker 7.0 "Sehenswert"

Blutrote Schrift zur Eröffnung, blutrote Tücher an den Hälsen der Schurken, blutrotes Blut tropft, spritzt und fließt, weil hier jeder der es verdient sein Ende findet - DJANGO von Sergio Corbucci!

Gut und Böse gibt es nicht - die guten sind nicht gut, sondern Drecksäcke, die bösen sowieso, jeder spielt für nichts, rein gar nichts als den eigenen Vorteil. Ehre existiert nicht und Menschenleben sind nicht einen Penny wert, in dieser dreckigen Welt aus Schlamm, Staub und Trostlosigkeit, in der unbekannte Fremde Särge durch die Landschaft schleifen und man alten Freunden die Hände zertrümmert. Auch unser Held ist durchaus zwielichtig und ambivalent, ob er gehasst oder geliebt werden soll bleibt Auslegungssache.

DJANGO ist (für mich!) eine kleine Erlösung, denn auch wenn ich die Tendenzen schon bei Leone entdeckt hatte, ist Corbuccis Film in meiner bescheidenen Western-Historie der bis jetzt konsequenteste Bruch mit all dem heroisch-ehrenhaften Gehabe, welches mich zum klassischen Western meist absolut keine Bindung aufbauen lässt.

Selbst die immer wieder aufflammenden epischen Western-Themen in der Filmmusik, werden meist rasch von atonalen, isoliert betrachtet mehr zum Horror gehörigen Stücken abgelöst. Und das funktioniert perfekt, denn die Spannung steigt - wann wird die nächste Armada von mindestens dreißig Mann ohne mit der Wimper zu zucken nieder gemäht?

Davon will ich mehr - dann könnte das mit mir und den Western irgendwann vielleicht doch noch was werden!

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/04/22/django-1966]

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JackoXL

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Leichen pflastern seinen Weg dürfte dann der endgültige Kick für dich sein.


jacker

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Steht auf der Agenda! Ich glaub den hab ich sogar vor langer Zeit mal aus dem TV aufgenommen.. Mal die Festplatte durchforsten :)


Stoker
Stoker

jacker 8.0 "Ausgezeichnet"

Dieser Kommentar ist ein MP-Wichtel Oster-Ei (bzw. Oster-Keks) für Krümelmonster Murphante und CJ Durden. Beide haben STOKER vorgemerkt und ich hoffe ihnen diesen, viel zu oft zu unrecht auf seine geradlinige Handlung reduzierten Film ein Stück näher bringen zu können. Happy Eastern - durchsucht euren Garten nach einem Karton mit Schuhen!

"My ears hear what others cannot hear..."

Kommt der Mensch als weißes Blatt zur Welt? Sind alle Eigenschaften, alle Facetten seines Charakters, all die Entscheidungen die er trifft und Handlungen die er durchführt ein Resultat aller ihn umgebenden Einflüsse? Der Mensch als bloßes und alleiniges Produkt seiner Umgebung? Oder ist es vorprogrammiert welchen Weg jemand gehen wird - welche Person er werden wird? Sind wir von Geburt an gut oder schlecht? Gewöhnlich oder besonders? Leicht zu beeinflussen oder stark und standhaft? Wie entscheidend ist der Vorgang des erwachsen-werdens?

"...Small far away things people cannot normally see are visible to me..."

Fragen über Fragen, die allesamt irgendwo in STOKER, dem US-Debut des südkoreanischen Regie-Virtuosen Chan-Wook Park verborgen liegen. Wie dieser seine moderne, abgefahrene Filmkunst über den Pazifik befördern würde, ließ im Vorfeld reichlich Kribbeln und Spekulation laut werden. Würde ein Regisseur, der nicht einmal selbst Englisch spricht, in der Lage sein dieselbe Größe auf die Leinwand zu zaubern, die er als Macher von fantastischen Werken wie OLDBOY, I'M A CYBORG BUT THAT'S OKAY, oder DURST bereits erreicht hatte.
Kurz gesagt: Es hat es geschafft.

"...These senses are the fruits of a lifetime of longing. Longing to be rescued..."

Ganz wie man es von Park erwartet, ist STOKER düster, fast schon beklemmend und vollkommen vereinnahmend. Es beginnt auf einer Beerdigung. Indias Vater ist unerwartet gestorben und plötzlich steht ihr verschollen geglaubter Onkel Charlie da. Ein Onkel den sie nur aus den Briefen kennt, die er ihr von seinen Reisen geschrieben hat. Über den ihr von frühester Kindheit an unheimlich viel erzählt wurde. Der einen festen Platz in ihrem Herzen hat, ohne dass sie eigentlich weiß wer er ist oder ihn je getroffen hat. Und von dem eine unheimliche Faszination ausgeht - ein Sog geradezu. Als sei er das Stück eines Puzzles, welches der völlig von der Welt entfremdeten India noch dazu fehlt sich selbst, ihr Umfeld, vielleicht sogar das Leben und die Welt erstmalig zu verstehen.

"...to be completed."

Denn India ist anders und auch Onkel Charlie ist anders. Auf eine Art, die etwas dunkles erahnen lässt. Überhaupt erzeugt STOKER in jedem Moment das Gefühl, nicht die ganze Wahrheit zu sehen. In vollkommener audiovisueller Perfektion erschaffen Park und sein Stamm-Kameramann Chung-Hoon Chung konstant eine Atmosphäre der Ungewissheit - etwas in diesem perfekten Haus voller stimmungsvoller, an künstlerische Komposition grenzender Farben, stimmt nicht. Irgendwo zwischen den emotional-vereinnahmenden Klaviersonaten, den bizarren Pfeifkonzerten, den übermenschlich-grandiosen Kamerfahrten und -Winkeln, schlummert ein finsteres Geheimnis, welches still darauf wartet hervorzubrechen. "Die Unschuld endet" - selbst der deutsche Titelzusatz trifft den Kern.

"Just as a flower doesn't choose it's colour, we are not responsible for what we have come to be..."

Obwohl STOKER wirklich keine außerordentlich komplexe Geschichte erzählt, ist der Film weit mehr als ein bloßer Psycho-oder Mystery-Thriller von der Stange - viel mehr führt Park Chan-Wook uns erneut die einzigartige Möglichkeit des Kinos vor Augen, über Bilder mitzureißen, über Audiovisualität Emotion zu erzeugen und sie durch nuanciertes Schauspiel auf ein Maximum zu verstärken. Nicole Kidman, Matthew Goode und vor allem Mia Wasikowska leisten großartiges und Clint Mansel liefert die passende, mysteriös-hypnotische Filmmusik für dieses morbide Exemplar des Coming-Of-Age-Films - die größte Leistung liegt hier jedoch  tatsächlich bei Park, welcher mit einer fast schon unheimlich anmutenden Präzision seinen (wie ein Blick auf die Storyboards von STOKER beweist, in seinem Kopf bereits Frame für Frame fertigen!) Film auf die Leinwand bringt.

"...Only once you realise this, you do become free."

Gelungenes US-Debut, was sich nahtlos in die großartige Filmografie des Regisseurs einreiht - anschauen!

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Friedsas

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Okay^^ Ja ich schreibe eigentlich immer frei von der Leber weg ;) Struktur ist manchmal dabei aber nen Plan habe ich nicht ;)

„Alles, was die beiden laut ihrer Akte zu Moviepilot beitragen sind Körperverletzung und Chaos.“
Friedas: „Nein, ich bin Chaos. Er ist Körperverletzung. Wir treten zusammen auf. Sind wir ’ne Pflichtlektüre oder sowas?“


Lydia Huxley

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Ganz toller Text, Jacker! Auch wenn ich meine rauszulesen, dass der nicht ganz so mein Ding sein könnte^^


Grand Budapest Hotel
Grand Budapest Hotel

jacker 7.0 "Sehenswert"

Vieles was über GRAND BUDAPEST HOTEL gesagt wurde unterschreibe ich voll, manches muss ich auch ein wenig entkräften.

Ich unterschreibe, dass Wes Anderson hier seinen Stil auf eine absolut unnahbares Maß der Perfektion gebracht hat. Dass all die bunten, schrulligen und skurrilen Einfälle, Kulissen, Montagetechniken, Kamerawinkel, Modelle und Kostüme in ihrer strahlenden Existenz irgendwo zwischen Puppenhäuschen, YPS-Heft und absurdem Theater einlullen, begeistern und auch mitreißen. Dass GRAND BUDAPEST HOTEL eben ein toller Film ist.

Was ein wenig übertrieben (oder vielleicht für Anderson ein gänzlich falscher Ansatz ist), sind die ab und an aufkommenden Behauptungen, seine Figuren wären ihm völlig egal. Das ist nicht der Fall. Ganz sicher nicht. Anderson pflegt eine Art Filme zu machen, die die Figuren nun mal nicht nur über ihr Inneres, sondern auch über die elementare Integration in ihr Umfeld und die Interaktion mit diesem formt und gedeihen lässt. Und auch hier hat er wirklich in jedes Frame (und eben auch in jede Figur) viel Liebe einfließen lassen - das merkt man und das amüsiert über weite Strecken wirklich sehr.

Doch woher dieser Vorwurf kommt, das ist mir klar, denn das Fundament dieser Kritik teile ich ein wenig. Charmant, skurril, ulkig, abgedreht - die Liste der treffenden Beschreibungen könnte lang werden und doch (und das ist das einzige, wenn auch nicht gerade unwichtige Problem dieses Films), obwohl es konstant versucht sich seinen Platz in der Reihe zu erkämpfen, fehlt ein entscheidendes Adjektiv: berührend.

Nach dem Kinobesuch habe ich eine Weile gegrübelt, was ich da nun gesehen habe. Das Fazit ist wie folgt: Einen Film voller Ideenreichtum und spielerischer Freude, der mich zum Lachen gebracht und teilweise den starken Willen, wie ein begeistertes Kind, zu jubeln und applaudieren geweckt hat... und doch bei all diesem Lob eben EMOTIONAL unerwartet wenig abgeholt hat. Nicht auf die Art und Weise, wie MOONRISE KINGDOM es geschafft hat. Oder THE LIFE AQUATIC. Mich nicht dahinschmelzen und in den Bildern und Momenten verlieren lassen hat. Ich würde (und werde) diesen Film jederzeit wieder schauen und hoffen, dass auch diese Barriere bricht. Und sollte das nicht passieren, bleibt dennoch ein lockerer, audiovisuell beeindruckend kreativer Film, der eben "nur" eine Menge Spaß macht.

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/04/22/grand-budapest-hotel-2014]

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spotnik

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Ich unterschreibe deinen Kommentar zu 100%, finde aber auch, dass das in das Konzept des Films passt. Ein bisschen glaskugelmäßig habe ich nämlich das Gefühl, dass Anderson sich von dem feel-good-movie verabschiedet und eine härtere Gangart einlegt. Während seine bisherigen Filme ja immer versöhnlich geendet haben, endet GBH ja irgendwie in einer Katastrophe. Da ist es dann vielleicht auch besser, wenn der Film nicht zu sehr berührt.


jacker

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Och, ich finde auch harte Stoffe sollen berühren, da scheut das Kino (als ganzes) immernoch viel zu sehr dem Zuschauer mal die richtige Breitseite zu servieren. Finde deine Gedanken dazu aber höchst interessant, denn unter der bunten und symmetrischen Oberfläche schlummert hier tatsächlich mal eine etwas dunklere Geschichte. Mal schauen wie zugänglich mir das im zweiten Durchlauf erscheint.


Exiled
Exiled

jacker 7.0 "Sehenswert"

Wenn ein Hongkong-Actioner sich mit den Motiven des klassischen (sowie Italo-, also weniger klassischen) Western paart, auf dem Weg noch eine Schippe des mystischen Zaubers einschlägiger Martial-Arts Filme mitnimmt und zudem beschließt, seine Shootouts in einem grazil anmutenden Choreographie-Ballett zu inszenieren... dann muss wohl so etwas wie Johnnie To's EXILED herauskommen.

Alles beginnt ganz unscheinbar:
Ein Trupp zweier zwielichter Gestalten klopft an einer Tür: "Ist Wo da?". Die Antwort: "Hier gibt es keinen Wo!". "Dann warten wir.". Kurze Zeit später die nächsten Zwei. Gleiche Unterhaltung. Auch sie warten. Bereits in dieser Eröffnungsszene gelingt es To durch Bildsprache und musikalische Untermalung eine geradezu beklemmend dichte Atmosphäre zu schaffen - omnipräsent ist die finstere Ahnung, dass dies, obwohl es doch noch gar nicht recht angefangen hat, ein böses Ende nehmen wird. Plötzlich naht ein Wagen, ein Mann steigt aus, Blicke treffen sich, verharren, lösen sich. Kurze Zeit später der erste von einer Handvoll phänomenal inszenierter und choreografierter Shootouts - drei Mann im Dreieck (das kommt doch irgendwie bekannt vor), Kugeln fliegen, Licht spiegelt sich, die Zeit beschleunigt sich und steht still zugleich, wabernde Vorhänge vernebeln Sicht und Sinne.
Damn, kann dieser Johnnie To Action inszenieren!

Und auf einmal bricht das harte Action-Korsett völlig unerwartet, mit kindlicher Spielfreude auf: Ein Cop naht. Und die zwei vor der Tür verbliebenen Gangster demonstrieren eindrucksvoll und präzise (fast wie zwei Western-Helden) ihre Schießkünste mit der Waffe. Kein Revolver, sondern eine moderne Knarre - aber die Getränkedose fliegt durch die Luft, so wie einst der Blonde den Hut in der Luft hielt. Die zweite Leone-Referenz in den ersten zehn Minuten, die Frage was das wohl werden wird, stellt sich zurecht.

Und was wird es tatsächlich?

Ein völlig irrer Genremix aus HK-Actioner, Western, Buddy-Roadmovie und Charakterdrama. Die mänteltragenden glorreichen Sieben aus dem wilden Westen werden hier zu den glorreichen Fünf von Macau, sitzen zu träumerischen Mundharmonika-Klängen am Lagerfeuer, lassen den Whisky fließen (und spucken die Korken der Flaschen in die Gegend), rauben Goldtransporte aus und beschützen schlussendlich zwar kein Dorf, aber die Frau ihres früheren Mitstreiters - mit fragwürdigen Mitteln, aber aus den richtigen Gründen, wird für das Richtige gekämpft. Wie im Western halt.

Interessant und besonders, ist die Stilsicherheit mit der To hier Konträres verschmelzen lässt und vom Feeling her etwas völlig neues erschafft. Harte Schusswechsel, einschlagende Projektile, zerstäubte Blut-Fontänen, das will theoretisch so gar nicht mit lockeren Albernheiten am Lagerfeuer zusammen gehen - tut es aber. Und das macht EXILED irgendwie besonders und einzigartig. Zwar weiß man am Anfang noch nicht so recht, was man mit den Figuren und der reduzierten Atmosphäre anfangen soll, jedoch hat man die Fünf (oder Vier) gegen Ende so ins Herz geschlossen, dass der Film direkt danach schreit erneut geschaut zu werden.

Abgefahrenes Ding!

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/04/22/exiled-fong-juk-2006]

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Schlopsi

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@jacker: Mir ging es EXAKT so mit Exiled, mit dem ich damals angefangen hatte. Drug War liegt schon bereit und wartet nur auf den richtigen Moment ;)
@pischti: :D Du könntest dich mal an Beast Stalker (HK) und/oder The Man from Nowhere (S. Korea) versuchen. Beide sind stark, letzterer ist im Vergleich halt koreanisch brutal, hat aber auch eine packende emotionale Ebene, was es gut aufwiegt. Bei dir würde ich aber eher zu Beast Stalker tendieren :)


jacker

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@ Schlopsi: Go! DRUG WAR ist der Wahnsinn!


Hook und das Geisterlicht
Hook und das Geisterlicht

jacker 8.0 "Ausgezeichnet"

PIXAR Kurzfilme #13 - HOOK UND DAS GEISTERLICHT

Da gelingt dem klapprig-verrosteten Abschleppwagen namens Hook (bzw. im Original Mater) ja etwas ganz unglaubliches:

Mich hat CARS (als einziger PIXAR-Langfilm überhaupt) nie auch nur einen Deut interessiert. Ich kannte natürlich den Trailer, konnte ihm aber nie etwas abgewinnen und mir sowieso nichts uninteressanteres als sprechende Autos vorstellen - PIXAR hin oder her.

Und nun hat dieser Kurzfilm - den ich mir nur der Vollständigkeit halber ansehen wollte, denn fünf Minuten kann man im Gegensatz zu zwei Stunden mal eben aufbringen - es tatsächlich geschafft, mir eine so immense Sympathie für die bunten Figuren auf vier Rädern nah zu bringen, dass CARS direkt auf die Watchlist gewandert ist.

Die Story ist simpel: Mater, der Abschleppwagen vom Schrottplatz ist ein Schelm, wie er im Buche steht. Er spielt Streiche, ärgert und haut seine Mitautos in die Pfanne wo er nur kann. Doch wir alle wissen: Sowas rächt sich früher oder später! Und das tut es hier auf sehr amüsante Art und Weise.

Es ist faszinierend, wie dieser Kurzfilm das schafft, was kein CRAS-Trailer erreicht: Die Autos vollkommen liebenswürdig, sympathisch und charmant wirken zu lassen. Sollte man unbedingt mal angucken, auch wenn bisher gar kein Interesse für CARS da war!

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/04/16/pixar-kurzfilme-13-hook-und-das-geisterlicht-2006]

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Lifted
Lifted

jacker 7.0 "Sehenswert"

PIXAR Kurz­fil­me #12 – LIFTED

Es ist noch kein meis­ter vom Him­mel ge­fal­len!

Kein Mu­si­ker, der ein In­stru­ment lernt.
Kein Hand­wer­ker, der einen Tisch baut.
Und eben auch kein Alien, das beim Ent­füh­ren eines schla­fen­den Men­schen an den end­lo­sen Mög­lich­kei­ten der Tech­nik schier ver­zwei­felt.

Dabei könn­te es doch so ein­fach sein: Der arme Mensch liegt nichts­ah­nend in sei­nem Bett, das Haus al­lein auf wei­ter Flur, weit und breit kein po­ten­ti­el­ler Zeuge in Sicht. Es muss also nur der Trak­tor-​Strahl in gang ge­bracht wer­den, um den net­ten Her­ren leicht­fü­ßig aus dem Fens­ter hin­aus ins Raum­schiff zu be­för­dern.
Ein Un­ter­fan­gen, was sich mit allen Was­sern ge­wa­schen hat.

Wie der klei­ne Nach­wuchs-​Aus­ser­ir­di­sche mit Pau­ken und Trom­pe­ten schei­tert, zeigt uns der 2006er PIXAR-​Kurz­film LIF­TED: Un­end­li­che Wei­ten aus He­beln und Reg­lern, Be­schrif­tun­gen sind Wunsch­den­ken, dazu der schlecht ge­laun­te Aus­bil­der im Na­cken – kann das gut gehen?

Äu­ßerst ul­ki­ge fünf Mi­nu­ten!

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/04/16/pixar-kurzfilme-12-lifted-2006]

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One Man Band
One Man Band

jacker 4.0 "Uninteressant"

PIXAR Kurzfilme #11 - ONE MAN BAND

Mal wieder einer der PIXAR-Shorties, die bei mir so gar nicht zünden wollen.

Die Idee mag ja noch ganz putzig sein: ein kleines Mädchen ist bereit eine Münze in den Topf eines Straßenmusikers zu werfen, welcher absolut sein Bestes gibt, um sie zu verdienen. Auf der anderen Seite des verlassenen Platzes erscheint jedoch noch ein zweiter Musiker, der dem Ersten den Verdienst wegschnappen will. Das Wettbuhlen beginnt - in ungeahntem Ausmaß.

Funktionieren tut das kleine Filmchen leider nicht, da die Macher hier nach dem reinen Prinzip der Maximal-Übertreibung arbeiten - ein Instrument reicht nicht, also spielt er zwei. Der andere dann vier. Der Erste antwortet mit Kopf, Fuß, Hand und Hüfte. Der Rivale steigt zum Ein-Mann-Orchester auf.
Und so weiter.

Das ist eher ermüdend als witzig, weil einfach viel zu viel und nur frontal. Wäre Musizieren der Weltuntergang, könnte ONE MAN BAND von Roland Emmerich sein. Auch optisch fehlt die sonst so putzige, warme Umsetzung der PIXAR Animateure.

Angeschaut und schnell wieder vergessen!

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/04/16/pixar-kurzfilme-11-one-man-band-2005]

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Solveig

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Ich muss gestehen, dass es leider nur Ausnahmen sind, wenn mir ein Pixarfilm gefällt. I.d.R. finde ich sowohl die süßen ZU süß, die witzigen ZU sehr auf Witz komm rau getrimmt, sodass sie für mich einfach nur albern sind und manche leider nicht mehr als nett. Aber diesen hier mag ich auch unter allen Kurzfilmen, die ich gesehen habe, am allerwenigsten.


jacker

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@ eddy: check ich mal aus!
@ zimt: das ist das richtige Wort. Sowohl Kind, wie auch die Musik-Kasper!
@ Solveig: Bin auch nicht so der Riesen-PIXARfan.. Ich finde die Filme meistens ganz nett und würde sie auch irgendwann nochmal schauen. Von den Kurzfilmen gefällt mir aber bis jetzt maximal die Hälfte. Der schlimmste war REDS DREAM. Damals war zwar die Technik noch nicht so weit, aber verdammt, das rechtfertigt das ultra creepige Baby in dem Film auch nicht!!


Durst
Durst

jacker 8.0 "Ausgezeichnet"

Leise, langsam, verzaubernd, bizarr, wahnsinnig, blutig, dunkel, hell, verstörend, betörend, gruselig, spirituell, essentiell, rituell, gewalttätig, zart, liebevoll, nachdenklich, explosiv, schwebend, vereinnahmend, impulsiv, gefühlvoll, sehnsüchtig, gebrochen, verloren, tief, widersprüchlich, entspannt, gekonnt, neuartig, mutig, lethargisch, ewig, zeitlos, fließend, surreal, revolutionär, mystisch, fantastisch, hart, psychologisch, subtil, konsequent, bittersüß...

All dies und noch viel mehr ist DURST.

2009: /reset/Vampir-Genre
Alles auf null und anders wieder aufbauen.
Das tut Park Chan-Wook mit DURST (OT: BAKJWI).

Audiovisuell perfekt und immer wieder überraschend, erzählt er hier eine Vampir-Story der anderen Art. Von einem der zwischen Moral, Zwang und Impuls gefangen ist. Einem der lieben will, aber nicht darf und beschützen will, aber nicht mehr kann. Gesegnet und verflucht zugleich. Mal Horror, mal Mächen, mal Liebesfilm, mal Psychodrama - die Facetten scheinen endlos. Ein Film sowohl zum darin Verlieren, wie auch abgestoßen werden.

(Mal wieder) großes Kino aus Südkorea!

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jacker

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Muahaha.. Und da man dann ja DURSTig und HUNGERig ist muss man DAS GRO?E FRESSEN starten!


Frankie Dunn

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:D


(Kino)filme 1995 - Ranked

jacker hat eine neue Liste angelegt.

(Kino)filme 1996 - Ranked

jacker hat eine neue Liste angelegt.

Fahrraddiebe
Fahrraddiebe

jacker 8.0 "Ausgezeichnet"

Es beginnt positiv, locker und unscheinbar.
Es entwickelt sich zunehmend einnehmender.
Es endet niederschmetternd, bitter und hoffnungslos.

FAHRRADDIEBE ist ein Fenster in eine Zeit, die (zum Glück) aus unserer Generation keiner mehr nachempfinden kann. Ein Fenster, dass sich verdammt echt anfühlt. Europa ist zerstört, die Menschen haben nichts mehr, über die Runden zu kommen ist ein dauerhafter Kampf. Hunderte Männer hoffen auf eine einzige Stelle die frei wird um etwas zu verdienen. Es ist heute alles so unglaublich sicher - nicht mehr wirklich vorstellbar, dass man damals GAR NICHTS hatte, bzw. sein letztes Hemd (oder Laken) für ein wenig Geld, Nahrung oder Medizin lassen musste. Dass ein Fahrrad zur Ausübung eines Jobs über Existenz oder Niedergang entscheiden konnte.

FAHRRADDIEBE fotografiert das Nachkriegs-Rom zwar in vollkommener Schönheit, bekommt aber mit zunehmender Laufzeit einen bittersüßen Beigeschmack, der gegen Ende wahrhaft giftig wird. Ein integrer Mann, der ehrlich seinen Unterhalt verdienen will, um sich und seine Familie zu ernähren, der moralisch richtig handeln möchte, wird durch etwas, was uns heute nur noch als ein kleines Ärgerniss erscheint, hammerhart mit dem Rücken an die Wand gedrängt. Die Armut immer als überaus reale Bedrohung im Nacken! Und er geht daran, zumindest moralisch, beinahe zu Grunde. Verhält sich schlecht. Lässt seinen kleinen Sohn allein. Kann seine Aggressivität nicht mehr im Zaum halten. Das ist VERZWEIFLUNG. Und ein Einzelschicksal von vielen, dessen schreiende Ungerechtigkeit in diesem präzisen Drama mit Wucht ins Herz des Zuschauers trifft und den Wert der heutigen Sicherheit mal wieder bewusst vor Augen führt. Aber so ist die Welt:
Auch ungerecht.
Auch kalt.
Auch niederschmetternd.

Und FAHRRADDIEBE von VIttorio de Sica macht daraus nicht wie die meisten Vertreter des "frühen Films" einen Hehl, sondern ist daran interessiert ungeschönte Wirklichkeit auf die Leinwand zu bringen. Kino muss nicht heile Welt sein, Kino muss auch wachrütteln. Ein schöner, schmerzvoller und ganz sicher unheimlich wichtiger Film!

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/04/16/fahrraddiebe-ladri-di-biciclette-1948]

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Ben Kenobi

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Bisher stehe ich da auch noch am Anfang. De Sicas "Umberto D." und Rossellinis "Roma città aperta" sollen aber zu den Höhepunkten der Bewegung zählen und stehen bei mir noch auf dem Programm. Auch Pasolinis Werk gilt z.T. als später Neorealismus, da würde ich vor allem seinen "Accattone" empfehlen.


jacker

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Da sist doch für mich schon mal ein guter Anhaltspunkt :)


Tatort: Der Hammer
Tatort: Der Hammer

jacker 7.0 "Sehenswert"

Ananas Express
Ananas Express

jacker 8.0 "Ausgezeichnet"

Ich danke Gott (oder passender: allmighty Jah) für Marihuana..
Denn ohne Marihuana keine Kiffer..
Ohne Kiffer kein Kiffer-Humor..
Und ohne Kiffer-Humor kein PINEAPPLE EXPRESS!

"Red: Warum tust du das nicht einfach und chillst dich.
Dale: Ich chille. Bin voll am chillen!
Red: Du wirkst nicht chillig..
Dale: Ich chill mehr als du!
Red: Du chillst mehr als ich?
Dale: Yo!
Red: Guck was ich trage. Kimono, digga. Was trägst du?"

Diese völlig verplante, übertriebene, weltfremde, von verknarztem Allerlei aus Belanglosigkeiten getragene Story über einen der zur falschen Zeit am falschen Ort war, erspielt sich nach und nach immer mehr den Weg in mein Lieblingsfilm-Herz. Weil es anstatt sich abzunutzen jedes Mal mehr Spaß macht, Rogen und Francos Odyssee durch die vernebelten Straßen von L.A. beizuwohnen. Da sitzt einfach alles, sogar - und das ist in Anbetracht des Themas geradezu unglaublich - die deutsche Synchronisation, die es schafft ohne (weiter als die Figuren es eh schon sind) ins Lächerliche abzugleiten den Stoner-Slang und Verbal-Unfug der benebelten Hirne einzufangen.

"Matheson: Ich spiel hier den Tighten. Aber tief in mir hab ich ne Menge Gefühle! Und du hast jedes einzelne davon verletzt."

Man kann PINEAPPLE EXPRESS natürlich primär als Frontal-Komödie mit fragwürdigem Humor und Weltbild empfinden. Man kann jedoch auch etwas unter die Oberfläche schauen, denn wirklich groß wird der Film durch die kleinen, exakt beobachteten und umgesetzten Nuancen, die man schnell verpassen kann.

Das beginnt beim Aussahen von Dale.
Dieser völlig unpassende Anzug ist so typisch für einen Knarzer, der sich irgendwie versucht in die Regelwerke des "Normalen" einzugliedern, dabei aber jede Sekunde als "nicht von dieser Welt" zu erkennen ist. Dale passt so wenig in einen Anzug, wie ein Schwein in eine Tofu Fabrik.

Auch alles, was die zwei liebenswerten Freaks auf ihrer Flucht an verpeilt-idiotischen Dingen tun (zumindest bevor alles völlig over-the-top wird), ist präzise an die Sinnlosigkeit der Entscheidungen völlig knatterer Leute angelehnt. Wenn überhaupt mal von A nach B gedacht wird, bleiben die Zwei meistens irgendwo auf dem Weg in THC-verklebten, wirren Gedankenwindungen kleben: Den aufmüpfigen Red mit Tape-Band an den Stuhl fesseln, dabei (ganz wichtig) noch die Haare fixieren. So schnell es geht die Flucht ergreifen und dabei halt den Kumpel im Polizeiwagen vergessen. Große Pläne für die Lösung der Probleme schmieden, aber mit laufendem Radio im Auto (für 15h) einpennen und somit natürlich die Batterie über den Jordan schicken. Das Handy (anstatt es effektiv zu schrotten, da man Alien-Verschwörungs-Ortung vermutet) gegen einen Baum werfen, natürlich nicht treffen und es dann nicht wiederfinden.

Es lässt sich schwer in Worte fassen warum - aber Judd Apatow, Seth Rogen und Evan Goldbergh treffen skriptseitig eigentlich nonstop ins Schwarze. Warum tun Dale und Saul nonstop so völlig dumme Dinge? Die Antwort ist einfach:
Weil sie knatter sind!
Die Liste an Fails ist endlos, aber wer würde auch sein Leben vor schießenden Gangstern schützen, wenn er noch seiner Bubbe die Uhren umstellen muss?

"Dale (raucht das Ananas Express): Ist es wirklich so selten?
Saul: Das Seltenste... Es ist beinahe eine Schande es zu rauchen. Das ist wie ein Einhorn zu töten.. mit einer Bombe!"

Dazu noch das dauerhafte Geschwafel über Gott und die Welt, was genau GAR NICHTS transportiert, weil es einfach verkiffter Schwachsinn ist (den der Redende aber als ultra-philosophisch ansieht), die omnipräsente Homoerotik zwischen Dale und Saul (latent), Matheson und Budlofsky (weniger latent), Red und jedem (absolut nicht mehr latent), viel Skurrilität, Überdrehtheit und Wahnsinn und neben dem Dialogwitz auch noch beknackte Gags am laufenden Band.

Einfach ein köstlicher Film!

"Fuck the PO-LICE!"

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/04/14/ananas-express-2008]

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jacker

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Ich glaube die Diskussion hatten wir sogar schon mal. Jedem das seine, ich finde sowieso dass Humor mit das Subjektivste überhaupt ist. Und das hier ist definitiv auch zu nem gewissen Grad infantil. Kann verstehen dass man generell mit dem Rogen-Humor nicht grün wird. Trotzdem feier ich das!


Le Samourai

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Stimmt, das hatten wir echt schon mal :)


Dei Mudder sei Gesicht
Dei Mudder sei Gesicht

jacker 7.0 "Sehenswert"

Puh..

Ich habe jetzt sage und schreibe 7 (!!!) Mal versucht diesen Film zu schauen und es niemals bis zum Ende geschafft. Es wirkt geradezu verhext, da mein Zustand von vollkommen fit bis sehr müde und die Tageszeiten von 17.00 bis 2.00 Uhr nachts reichten - trotzdem bin ich jedes Mal eingeschlafen. Mal bereits nach zehn Minuten, mal erst nach 30. Aber weiter als bis 50 Min. Laufzeit hab ich es nie geschafft.
Sagt das etwas über den Film?
Oder über mich?

Nach Woody Allens ALICE ist das nun der zweite Film, welcher auf solch seltsame Weise "unschaubar" erscheint. Höchst seltsam, und das komische dabei ist, dass mir das Gesehene sogar ganz gut gefallen hat. Zumindest weitaus besser als AUSSER ATEM, was bis jetzt der einzige Godard ist den ich kenne (und nach dem ich für 2-3 Jahre erstmal keinen Bedarf nach mehr hatte). Die Ästhetik ist cool, der Protagonist zwar ein Stinkstiefel, aber auch irgendwie cool und das Setting irgendwie vielversprechend.

Vielleicht schaff ich es ja irgendwann mal :D

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jacker

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Schlaf ist der natürliche Feind des Films. Wo könnte man also besser über ihn sinnieren? ;)


Mesokosmos

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Ein Schutzreflex deines Unbewussten ... vllt spricht er genau etwas an, was du (bzw. ein Teil von dir) einfach nicht hören/sehen will/kann ... ist nur so ne (möchtegernfreudsche(?)) Theorie ;)


JCVD
JCVD

jacker 7.0 "Sehenswert"

Jean-Claude Van Damme ist eine Action Legende!

"- Du bist van Damme, du hast John Woo nach Amerika gebracht!
- Und wo bin ich jetzt?"

Gute Frage, wo ist er jetzt, der Karate Kämpfer, König des Spagat, Colonel William F. Guile, Frank Dux?
Ist er ein Star auf der großen Leinwand?
Headliner in den Class-A Action und Martial-Arts Produktionen?

Ganz sicher nicht.
Er hat einen Großteil seiner Karriere in den Tiefen des Direct-to-Video Mittelmaß verbracht. Den falschen vertraut, die falschen Entscheidungen getroffen, nie den Sprung nach oben geschafft.

Und so tut Jean-Claude 2008 etwas mutiges: Er spielt in JCVD sich selbst und stellt sich der bitteren Wahrheit über sich selbst als Person, über den Status seiner Karriere, über den Gehalt der Filme die er gedreht hat. Dabei macht der Film (also er) keinen Hehl aus seinen Eheproblemen (JCVD war 5 mal verheiratet), seinem Umgang mit Geld, seinem psychischen Zustand und seiner (hoffentlich hinter ihm liegenden) Kokainsucht.
Die Hose Bis zuden Knöcheln runterlassen, die Seele blank ziehen.
Boom.
Das sitzt.

Und da das Leben bekanntlich die besten Geschichten schreibt und JCVD große Teile von van Dammes Leben aufgreift, wächst dieser in seiner Selbst-Verkörperung schauspielerisch völlig über sich hinaus. Ein menschlicher, zerbrechlicher Action-Star, den man hier mit nie gekannter Emotionalität erleben darf. Das kommt überraschend, wie aus dem nichts, überzeugt, reißt mit,  beeindruckt.
Wahnsinn.

Dass die rahmengebende Bankraub-Geschichte ihre Längen und kleinen Hänger hat, fällt durch diesen Fokus kaum ins Gewicht. Was hier zählt ist JCVD, der sich von einer nie gekannten Seite zeigt. Einer Seite die erahnen lässt, dass hinter der Fassade aus Roundhouse Kicks und Coolness ein trotz aller Kampfkunst verletzlicher Mensch steckt, der trotz des Erfolgs einiges eingesteckt hat und nun ein Resümee zieht.

"Was habe ich für diese Welt getan? Nichts! Nichts habe ich für diese Welt getan!"

Doch Jean-Claude.
Ein paar tolle Filme hast du uns geschenkt!

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/04/15/jcvd-2008]

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MaceWindu1998

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Klasse Kommentar!
Ganauso emotional wie der Film! ;)


jacker

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Danke :)


Ghostbusters - Die Geisterjäger
Ghostbusters - Die Geisterjäger

jacker 8.0 "Ausgezeichnet"

"When there's something strange. In the Neighborhood. Who you gonna call..."

Alles an dieser Perle des 80er Kinos ist einfach nur unterhaltsam,  locker und liebenswürdig!

Allen voran der charismatische Vollzeit-Charmeur, Ideen-verwirklicher, durchs-Leben-wurschtler Peter Venkman und sein gesundes Ego, aber auch Messwert-Nerd und Emotions-Invalide Egon Spangler, Quietschkissen Janine mit der "kleinen" Brille, der grüne Slimer, die putzig in die Jahre gekommenen Effekte, die Naivität mit der die simple Story so überzeugend dargereicht wird - einfach alles.

"Back off, man, I'm a scientist"

Peter weiß was er will und wie er es bekommt. Die entscheidenden wissenschaftlichen Entdeckungen sind gemacht und nach dem Rausschmiss aus der Uni führen Charme, Überzeugungskraft und eine gesunde Portion Narzissmus den guten Venkman und seine Wissenschaftler-Kollegen Ray und Egon schnell an den Punkt, wo sie plötzlich einen neuen Handwerks-Zweig aus dem Boden gestampft haben:

Geisterjagd!

"Ray: Sir, what you have there is what we refer to as a focused, non-terminal, repeating phantasm, or a Class Five full roaming vapor. Real nasty one, too!"

Warum es Geister gibt und wie man sie technisch fängt ist für den Inhalt des Films natürlich völlig egal, das hindert jedoch die Autoren (nämlich Dan Aykroyd und Harold Ramis aka Ray und Egon) nicht daran, dem Zuschauer trotzdem ein phänomenales Unsinns-Potpourri aus jedem nur erdenklichen Wissenschafts- und Esoterik-Slang vorzusetzen: Materie-Umkehr, Proton refreshing rates, Particle reversal, ectoplasmisches geschleime...

"Janine: Do you believe in UFOs, astral projections, mental telepathy, ESP, clairvoyance, spirit photography, telekinetic movement, full trance mediums, the Loch Ness monster and the theory of Atlantis?
Winston: Ah, if there's a steady paycheck in it, I'll believe anything you say!"

Einfach herrlich, immer humorvoll und durchweg Zitat-würdig.

GHOSTBUSTERS stammt aus einer Zeit, in der Simplizität noch nicht verschrien war und deshalb auch Blockbuster aus ihrer geradlinigen Konsumierbarkeit noch keinen Hehl machen mussten. Dieser nicht vorhandene Zwang zur künstlichen Komplexität bescherte uns einige der tollsten und ehrlichsten Filmfiguren überhaupt. All die Charaktere hier sind eine Nummer für sich - simpel und effektiv geschrieben, gerade deshalb rund und in sich schlüssig. Das funktioniert, ähnlich wie anderen Klassikern der Epoche, auch 30 Jahre später gut. Durch die Nostalgie-Brille betrachtet sogar absolut großartig. Was hier an Dialogen von Stapel gelassen wird, steckt die meisten Frontal-Komödien mit links in die Tasche.

"Ray: Everything was fine with our system until the power grid was shut off by dickless here.
Walter Peck (gemeint mit Dickless): They caused an explosion!
Mayor: Is this true?
Peter Venkman: Yes it's true... This man has no dick."

Nonstop darf sich gekringelt werden, jede Zeile sitzt - da ist es auch egal, dass gegen Ende (wo es eigentlich spannend werden soll) geradezu jegliche Dynamik flöten geht - solange die Bande verbal fleißig ihren Senf dazu abgibt ist und bleibt die Welt in Ordnung!

"Dana (besessen): NOT DANA, JUST ZOOL!
Peter: You must have a lovely singing voice, Darling.
Dana: Come inside me.
Peter: Well it seems like you got at least two or three people in there already. "

Genialer Klassiker mit unendlichem Wiederschau-Potential!

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/04/14/ghostbusters-1984]

bedenklich? 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 11 Antworten

jacker

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Teil II mochte ich früher noch viel lieber, das lag aber einfach daran, dass ich den mal aus dem TV aufgenommen hatte und endlos oft geschaut hab, während ich Teil I letzte Woche erst zum 3. oder 4. Mal gesehen habe. Bin gespannt wie der zweite sich 15 jahre später schaut, ich erinnere mich an VIGO, an pinken Glibber und an.. pinken Glibber. Und die Freiheitsstatue. Damn, das war schon sowas wie ein Lieblingsfilm meiner Kindheit!


Andy Dufresne

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Der zweite ist im Prinzip genauso gut wie der erste. Ich habe den zweiten Teil nach Ewigkeiten mal wieder gesehen und konnte gar nicht fassen wie extrem ich mir den Arsch ablachen musste :) Hab dem glaub 9 oder sogar 9,5 gegeben und ihn kommentartechnisch abgefeiert wie Bolle :)


True Blood
True Blood

jacker 7.0 "Sehenswert"

Gästebuch

Schlopsi

Hallöle jacker!
Ich wünsche dir hoppelige Ostergrüße und eine entspannte Lümmeleiersuche :-)
Hoffe das Wetter spielt beu euch mit. Mach dir ein paar entspannte Tage ;)

Lydia Huxley

Frohe Ostern!!!
Ich wünsche dir ein paar schöne, sonnige und hopplige Osterfeiertage, ein volles Osternest und eine lustige Eiersuche ;)
Viel Spaß und mümmlige Grüße ^__^

kobbi88

Hey Hey, jacker :)

Ich wünsche dir frohe Ostern :)
Viel Spaß beim Eier-Suchen

Grüßle :D

Sonse

Mein Dashbaord ist total unübersichtlich. Da komme ich auch schon laaaaange nicht mehr mit. Bald könnte sich das jedoch etwas bessern, hoffe ich. Wir basteln daran gerade.

Sonse

Da siehste mal. Ich dachte wir wären sowieso schon... und so. :D Danke! Na klar!

Dady

Hey Hey,
hab deine Anfrage gerne angenommen und hoffe das du weiter so fleißig
Kommentare schreibst.
Also frohes schaffen und schöne Feiertage wünsch ich dir ;)

FrEAk0

Danke Jacker ;) Die Anfrage wird sehr gerne angenommen, dein Filmgeschmack gefällt mir sehr gut !

Wichtelpower !!!

FilmFreak2K13

Na dann, frohes Wichteln.^^
P.s: Voll das Creepy-Bild XD

Codebreaker

Vielen Dank für die Anfrage! Liebend gern angenommen. ;)

Freue mich schon bei dieser Aktion und auch in Zukunft allgemein von dir zu lesen! :)

ElmStreet84

Hi Jacker,
danke sehr für deine Anfrage. Nehme ich natürlich sehr gerne an, einem tollen MP User, der "Das Ding" mag kann ich schlecht was abschlagen! ;))

Auf eine tolle Freundschaft und regen Austausch!

Gruß, Nico


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