Sonatine

Sonatine (1993), JP
Laufzeit 94 Minuten, FSK 18, Kriminalfilm, Actionfilm, Kinostart 21.05.1998

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6.5 Kritiker
10 Bewertungen
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9 Kommentare
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von Takeshi Kitano, mit Takeshi Kitano und Aya Kokumai

Der müde gewordene Yakuza Murakawa wird von seinem Boss nach Okinawa geschickt, um eine Bandenfehde zu schlichten. Lustlos geht er mit seiner Gang dem Job nach. Als ihr Eingriff misslingt, beschließen sie unterzutauchen und verbringen einen Kurzurlaubam Strand. Bis Murakawa realisiert, dass der Auftrag nur ein Hinterhalt war, um ihn auszuschalten. Er bewaffnet sich – ein letztes Mal.

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Kommentare (9) — Film: Sonatine

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derFilmfreak

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Bewertung7.0Sehenswert

Mein erster Kitano. Die Figuren erinnern mich am Anfang irgendwie an die Mafiosi aus Ghost Dog oder besser gesagt der ganze Anfang an Jarmusch. Bei ihrem Strandurlaub musste ich ein paar mal kräftig schmunzeln. Den guten Soundtrack fand ich an ein paar Stellen schlecht abgemixt.

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VisitorQ

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kitanos kleines ein mal eins des Filmemachens stelte sich als Geniestreich heraus. Dazu kommt noch der wunderschöne Soundtrack von Joe Hisaishi. Was braucht ein Film noch mehr?

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

dustyOn3

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Bewertung10.0Herausragend

Als "Murakawa" verkörpert Kitano in "Sonatine" eine mehrschichtige Persönlichkeit, welche ich so in dieser Form noch in keinem anderen seiner Yakuza-Filme gesehen habe.

"Wenn ich stark wäre, hätte ich keine Waffe."

Auch wenn die Qualität der deutschen Synchronisation wirklich zu Wünschen übrig lässt, verhindert das nicht, das Eintauchen in die Welt von Kitanos Gedanken. Denn dieser Film wurde komplett ohne Drehbuch gedreht. 1992 wurde "Sonatine" veröffentlicht, also noch vor seinem Verkehrsunfall, welcher ihn zwei Jahre später für immer zeichnen sollte.

"Das ist doch jetzt ein Witz, oder?"

Nicht zuletzt dank der wirklich perfekt angepassten, humorvollen Szenen konnte mich dieses Werk derartig überzeugen. Man spürt einfach diese unglaubliche Liebe, die in dem Film steckt. Das Paradebeispiel dafür sind die ellenlangen Szenen am Strand. Dieser super dezente Witz, den Kitano ganz ohne Starrheit eingebracht hat, macht diesen Film so besonders. Man kann ihn also auch nur indirekt mit "Hana-bi" oder "Brother" vergleichen. Es geht hier viel mehr um das Ergründen ansich, als um die alleinige Unterhaltung. Wunderbar dazu passt auch die Musik, die Takeshi Kitano super integriert hat. So hört man bei den Strand-Szenen ausschließlich das Rauschen des Meeres, welches die teilweise sehr bedrückende Stimmung nochmals hervorhebt.

Für eine deutlich angenehmere Atmosphäre, empfehle ich inständig, sich den Film im O-Ton mit deutscher oder englischer Untertitelspur anzugucken. Die deutsche Synchro ist gerade bei den Nebencharakteren miserabel. Und natürlich ist es ganz wichtig, die Uncut-Fassung zu gucken, da die wenigen Kampfszenen sonst sehr abgehackt wirken.

"Sonatine" ist also in erster Linie ein überaus harmonischer Film, welcher rein durch das schauspielerisches Können der Protagonisten und dem Reichtum an ausgeklügelter Ideenvielfalt von Takeshi Kitano, besticht. Wenn man also Lust auf einen Film hat, welcher übergangslos in einer Welt aus Melancholie und Ideologie schwebt und selbst durch simple Bilder überzeugen kann, dann ist man bei "Sonatine" an der richtigen Adresse. Nahe der Perfektion.

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dustyOn3

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Hier der bombastische Soundtrack für alle zum genießen: http://www.youtube.com/watch?v=_h2c3k4FUNs


kampfgnomus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit „Sonatine“ wurde ein ungewöhnlicher Yakuza Film geschaffen, der auch ohne groß inszenierte Schießeren funktioniert.
Eine trockene Erzählweise trifft auf lediglich Sekunden andauernde Gewalt. Niemandem wird nachgetrauert, es wird weitergemacht, als sei nichts passiert. Anfang und Ende bilden den simplen Handlungsrahmen, dazwischen finden sich Feel Good Passagen à la Kitano. Die Ulk-Szenen am Strand gehören zu den besten des Filmes, vor allem auch weil sie am Ende von der bittersüßen Realität eingeholt werden. Charakterzeichnungen bleiben komplett aus, doch macht dies auch einen Teil der Faszination für die Hauptfigur Murakawa, gespielt von Regisseur Takeshi Kitano persönlich, aus. Ob nun Selbstglorifizierung oder Selbstbetrachtung: „Sonatine“ überzeugt gerade aufgrund seiner Präsenz, die irgendwo zwischen Gleichgültigkeit, Todessehnsucht und schwarzem Humor schwankt.

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Miike

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Bewertung9.0Herausragend

Ein weiteres Glanzstück aus dem kreativen und schöpferischem Fundus von Takeshi Kitano. Der Titel des Films ist Programm, sowohl was den Aufbau des Films betrifft als auch den Hauptcharakter, gespielt von Beat Takeshi himself. Eine kleine Sonate beginnt mit einem schnellen Satz, so wie der Film am Anfang sehr viel Tempo aufnimmt. Im zweiten Teil ist alles langsam, man könnte fast meinen die Zeit steht still. Um diese Leere zu füllen, denkt sich Murakawa der Anführer der Yakuza allerlei Unsinn und fatalistische Spiele aus. Im dritten Satz wird alles wieder schneller und endet in einem großen Knall. Im Endeffekt sind in diesem Film auch deutlich die Depressionen von ihm, die er wohl zu diesem Zeitpunkt gehabt hat, abzulesen. Es ist ein typischer Kitano eher wortkarg mit dem Hang zu detaillreichen Gewaltszenen. Der Film kann aus meiner Sicht auch als Killerfilmpersiflage gesehen werden. Die Charaktere müssen nicht lange vorgestellt werden, die Motive werden nicht in Frage gestellt. Es läuft einem teilweise und das ist wohl auch die Intention von Kitano ein kalter Schauer über den Rücken wie teilnahmslos und ohne Reflektion Menschen ermordet werden. Dieser Film war der Durchbruch von Kitano der daraufhin international Aufmerksamkeit erregte und national den Status als ernsthafter Schaupieler und Regiesseur erringen konnte und das zu recht.

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mikkean

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Klasse diese Review. "Sonatine" ist ein echtes Meisterwerk von Kitano, ernst und deprimiert, dann wieder sehr schwarz-humorig in seiner Todes-Sehnsucht. Allein das Russische Roulette ist immer wieder sehenswert.


stevenwolff

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Bewertung4.0Uninteressant

Grauenhaft langweilig. Von Takeshi Kitano bin ich anderes gewöhnt.

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Prestigeww

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Er ist besonders wunderbar in jenen Momenten, in denen er uns zeigen will, was Yakuza machen, wenn sie mal Urlaub haben: Blödsinn am Strand, Herumalbern, Langeweile. Im krassen Gegensatz zu diesen sehr lakonischen Szenen stehen die plötzlichen Gewaltausbrüche. Es fällt schwer, beide Welten zusammenzubringen, aber genau um diesen Widerspruch geht es Kitano. Unglaublich sehenswert, zumal jede kleinste Szene Kitanos Handschrift trägt.

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Geistertexter

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehenswert!

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donrosa

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Bewertung7.5Sehenswert

Post-Yakuza. Kitano entschleunigt das Genre bis zum Stillstand, mit Szenen, die so kurios wie kontemplativ sind.

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