Lady Chatterley

Lady Chatterley (2006), GB/FR/BE
Laufzeit 167 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 04.10.2007

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8.1 Kritiker
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von Pascale Ferran, mit Marina Hands und Jean-Louis Coullo'ch

Die Verfilmung des gleichnamugen Buchs von D.H. Lawrence. Im Fronturlaub 1917 heiratet Conny ihren Jugendfreund Clifford Chatterley. Ein halbes Jahr später kehrt Clifford für immer an den Rollstuhl gefesselt nach England zurück. Das Paar lebt den Umständen entsprechend glücklich auf dem Familiensitz der Chatterleys. Neben ihrem geistigen Leben mit Clifford sehnt sich Conny nach einem sinnlichen und beginnt eine Affäre mit dem Jagdaufseher des Anwesens Parkin. Als Conny ein Kind möchte muss Clifford akzeptieren, dass sie sich einen Liebhaber nimmt und Conny, das sie neben allen Freiheiten auch Verantwortung für ihren Liebhaber trägt.

Handlung

Mit 23 heiratet Constance Reid (Marina Hands) den jungen Leutnant und Minenbesitzer Clifford Chatterley (Hippolyte Girardot). Das Paar zieht auf ein Landgut der Familie Chatterley, nachdem Clifford gelähmt aus dem Ersten Weltkrieg zurück kehrt. Für den Rest seines Lebens ist er an den Rollstuhl gefesselt und vergräbt sich in seine Arbeit. Vor dem Krieg und vor ihrer Heirat hatte Constance ein sorgenfreies und erfülltes Leben in den Metropolen Europas genossen. Nun fühlt sie sich zunehmend einsam und zurückgelassen in der ländlichen Umgebung. Die neue Haushälterin Mrs. Bolton (Hélène Alexandridis) weist ihr den Weg in die frühlingshafte Natur. Es ist ausgerechnet der verschlossene Aufseher der Anwesens, Parkin (Jean-Louis Coullo’ch), der in ihr eine nie gelebte Sehnsucht weckt. Für Constance beginnt mit dieser zunächst schüchternden und immer leidenschaftlicher werdenden Affäre der Ausbruch aus der bürgerlichen Ehe und der Weg in eine befreite Sexualität.

Mit der neuen Leidenschaft wächst in ihr auch der Wunsch nach einem Kind. Diesen Wunsch kann sie vor ihrem Mann nicht verbergen und Clifford muss akzeptieren, dass er vielleicht doch noch zu einem Erben kommen wird. Nach einer Europareise Constances mit ihrer Familie wartet er seinerseits mit einer Überraschung auf.

Produktion

Vier Jahre hatte Pascale Ferran vergeblich nach einem Produzenten für ihr Projekt gesucht, bis sich endlich Arte als Hauptproduzent fand. Bereits während der Dreharbeiten erkannten die Redakteure, dass der enstehende Film niemals in ein normales Sendefenster passen würde. So verpflichtete man die Regisseurin, aus dem geplanten Kinofilm einen Fernsehzweiteiler zu machen, für den Arte schon während der Produktion einen Sendetermin festlegte (22.Juni 2007). Pascale Ferran erstellte parallel zur Fernsehfassung ihren Film und fand einen französischen Kleinverleih, der den Film im Herbst 2006 auszuwerten begann.

Bei der Verleihung der französischen Filmpreise wurde Lady Chatterley insgesamt mit fünf Césars ausgezeichnet und fand letztlich auf der Berlinale seinen Platz im Panoramaprogramm.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Offizielle Seite des deutschen Verleihs
Filmkritik von Jörg Landmann unter kino-zeit.de
Arte über den Film

Quellen

Presseheft des Verleihs

  • Lady Chatterley - Bild 20848
  • Lady Chatterley - Bild 20849
  • Lady Chatterley - Bild 20850
  • Lady Chatterley - Bild 20851

Mehr Bilder (12) und Videos (1) zu Lady Chatterley


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Lady Chatterley

ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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7.0Sehenswert

So schön der Glaube an die Kraft einer alle Schranken überwindenden Leidenschaft hier in Szene gesetzt ist, auch die stilsicher, dezent und ohne jeden Voyeurismus gezeigten erotischen Passagen wirken in der häufigen Wiederholung doch etwas ermüdend.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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9.5Herausragend

Die Liebesszenen sind von expliziter Körperlichkeit. Die erotische Begegnung zwischen dem schroffen, eigenbrötlerischen Wildhüter und der feinsinnigen Aristokratin inszeniert Ferran indes als ein inniges Herantasten. Der Zuschauer hat das Privileg, teilzuhaben am Prozess der gegenseitigen Entdeckung. Parkins ungeschlachte Virilität birgt eine unverhoffte Sanftheit der Gesten.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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9.0Herausragend

Mit schlafwandlerisch sicherem Blick inszeniert die Regisseurin diese Schule des Begehrens. Die Charaktere sind nie vereinfacht, auch Clifford und Mrs. Bolton werden mit allen Mehrdeutigkeiten behutsam aufgebaut, ihre Haltungen und Beweggründe werden angedeutet, aber nicht unangenehm expliziert. Dabei gelingt es Pascale Ferran, jeden Kitsch zu vermeiden.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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9.5Herausragend

Parkin freilich ist kein latent revolutionärer Proletarier, sondern ein bescheidener, zurückhaltender Kleinbürger, der versucht, in dem ihm anvertrauten Wald und seiner kleinen Hütte mit sich selbst ins Reine zu kommen. Nur sehr zögerlich lässt er sich auf Connie ein, und stets geht die Initiative von ihr aus, nicht von ihm.

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Kommentare (9) — Film: Lady Chatterley

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Jacques Gassmann

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Bewertung10.0Herausragend

die Kamera verfolgt das Herz und sieht mit den Augen , fängt es ein und pflanzt ein wenig davon in mich . Wundervoll

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Scipio

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Bewertung9.5Herausragend

Einfach Klasse!!!

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Conny2710

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich fand den Film echt gut ich konnte gut die Leidenschaft spüren zwischen den Waldhüter und der Conny. Ich wäre gerne an ihrer stelle gewesen.

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Scipio

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...und ich an seiner Stelle.


8martin

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Bewertung10.0Herausragend

Die beste weil werkgetreueste Lawrence-Verfilmung, die es bisher gibt - zu Recht mehrfach césarprämiert. Mit großer optischer und sinnlicher Intensität und viel Einfühlungsvermögen werden die drei Grundintentionen der literarischen Vorlage sehr gut in Szene gesetzt: die sexuelle Befreiung der Frau in den zwanziger Jahren, dann die Überwindung der gesellschaftlichen Standesunterschiede und die generelle Stellung von Mann und Frau zueinander. Regisseurin Pascale Ferran gibt ihrer französischen Fassung den Titel Lady Chatterley und der Mann aus den Wäldern. Das ist der Grundkonflikt.
Man sollte aber auch die lawrencesche Betonung des gesunden Lebens in der Natur nicht übersehen. Dazu gehört halt auch eine natürliche Sexualität. Die Atmo spiegelt die des Romans sehr genau wieder, das Ambiente passt und die Sexszenen werden - im Gegensatz zu mach anderem Machwerk - mit wunderbarer Leichtigkeit dargestellt. Das liegt zum Teil auch an den beiden weitgehend unbekannten Protagonisten Marina Hands und Jean-Louis Coulloc’h. Der Zuschauer wird nie zum Voyeur, eher genussreich ins Geschehen mit hineingezogen und nach dem abschließenden, längeren Dialog zum Weiterdenken angeregt.

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namow

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Bewertung9.0Herausragend

Ich war absolut überrascht wie gut der Film war, sehr ausdrucksstarke Schauspieler in schöne Bilder verpackt und eine altbekannte Story.

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Honduras

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Bewertung6.0Ganz gut

teilweise fand ich den film nicht überzeugend genug und die figuren sind nicht glaubwürdig genug dargestellt.

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nesiema

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Habe ich leider nur "OMU" gesehen, aber die Ausdrucksstärke hat dadurch nicht eingebüßt.

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gln

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Bewertung7.5Sehenswert

ziemlich unprätentiöser Film, der auf große Effekte verzichtet. Und gerade dadurch beeindruckt.

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hwg

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wunderschöne Bilder. Ein toller Ausstattungsfilm, der von den Details lebt - und von der garndiosen Hauptdarstellerin.

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