Princesas

Princesas (2005), ES
Laufzeit 114 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 04.01.2007

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von Fernando León de Aranoa, mit Candela Peña und Micaela Nevárez

Nach “Montags in der Sonne” ist “Princesas” der neue Film von Regisseur Léon de Aranoa mit Candela Peña und Micaela Nevárez, die mit dem spanischen GOYA für die beste Haupt- und Nebenrolle ausgezeichnet wurden. Ebenfalls GOYA-prämiert wurde der Titelsong von Manu Chao. Der Film lief in Spanien mit über 1 Millionen Zuschauer bereits überaus erfolgreich im Kino. Princesas erzählt von zwei Frauen in Madrid, zwei Huren, zwei Prinzessinnen. Caye ist knapp dreißig, die Prinzessin von nebenan, mit frecher Ponyfrisur und eigenwilligem Charme. Zulema kommt aus der Dominikanischen Republik, eine Immigrantin ohne Papiere, eine Prinzessin im Exil. Anfangs stehen sie auf unterschiedlichen Seiten in einer Welt, die wenig Platz für Träume lässt. Doch bald werden sie zu Komplizinnen, Prinzessinnen auf der Suche nach ihrem Königreich.

HandlungCaye (Candela Peña) arbeitet in Madrid als Hure. Seitdem immer mehr Frauen aus der Karibik die Preise heruntertreiben, entwickelt sich in der Szene eine Abneigung gegen die Prostituierten, die ohne Papiere sind und somit den Zuhältern ausgeliefert. Eines Tages lernt Caye Zulema (Micaela Nevárez) kennen, eine junge Hure aus der Dominikanischen Republik. Zulema bezieht tagsüber ein Apartment im selben Haus wie Caye, das sie allerdings ab dem späten Nachmittag an eine Familie abtreten muss. Mit dem verdienten Geld unterstützt sie ihre Mutter und ihren vierjährigen Sohn, die in der Dominikanischen Republik zurückbleiben mussten. Ihre einzige Chance auf sozialen Aufstieg besteht in legalen Papieren, die ihr von einem Freier versprochen wurden. Doch anstatt ihr diese zu besorgen, schlägt der Mann Zulema grün und blau.

In dieser Situation lernen sich so die beiden Frauen kennen und verstehen sich von Anhieb bestens. Gemeinsam versuchen sie, ihren Alltag ein wenig besser zu meistern und Caye bemüht sich, Zulema aus der Anhängigkeit von dem Freier zu befreien. Eines Tages lernt Caye den Informatiker Manuel (Luis Callejo) kennen und verliebt sich in ihn. Manuel scheint der nette Typ von nebenan zu sein. Obwohl Caye ihm gesteht, Prostituierte zu sein, tut Manuel dies als Scherz ab. Es kommt zum Fiasko, als Caye eines Tages von einem Freier in ein Restaurant bestellt wird und sie dort auf Manuel trifft.

Zulema erfährt unterdessen, HIV-positiv zu sein. Da sie überdies weiterhin keine legalen Papiere erhält, schläft sie aus Rache ein letztes Mal mit ihrem Peiniger. Daraufhin beschließt sie, zurück in ihre Heimat zu kehren, wo ihr kleiner Sohn auf sie wartet. Ihre Freundin Caye begleitet sie zum Flughafen.

Wissenswertes
Candela Peña und Micaela Nevárez wurden mit dem Goya 2006 für die Besten Hauptdarstellerinnen ausgezeichnet.
Manu Chao erhielt den Goya für den Besten Titelsong.
Montags in der Sonne ist ein weiterer sozialkritischer Film von Regisseur Fernando León de Aranoa aus dem Jahre 2002, der von Arbeitslosigkeit handelt

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet
Leben auf dem Drahtseil, Filmkritik von Nicolai Bühnemann auf der Filmzentrale mit Blick auf das Gesamtwerk des Regisseurs
Homepage des Films beim deutschen Verleiher Piffl Medien

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Kritiken (3) — Film: Princesas

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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9.0Herausragend

Sie sind so schön wie Märchenprinzessinnen, fristen aber ein tristes Leben ohne reale Aussichten auf ein bisschen Glück: Caye, die aus einer bürgerlichen schwierigen Familie kommt, und Zulema, die illegal aus Lateinamerika nach Madrid eingereist ist, sind Prostituierte. León de Aranoa, Spaniens Ken Loach, gibt Einblick in einen harten Job. Zulemas Situation als rechtlose Migrantin ist besonders prekär: Sie wird von Freiern geschlagen, zu Sex ohne Gummi gedrängt, mit falschen Versprechungen ausgenutzt.

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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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7.5Sehenswert

Gerade weil das Rotlichtmilieu mit Klischees und Vorurteilen zugepflastert ist, aufgrund derer jede Drehbuchentscheidung einer Bewegung auf vermintem Gebiet gleichkommt, weiß de Aranoas zurückhaltender Ansatz zu überzeugen. Das Angenehmste an Princesas ist, dass dieser kleine zuweilen verträumte Film nie den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt oder sich gar über seine Protagonisten ein vorschnelles moralisches Urteil erlaubt.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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7.0Sehenswert

Trotz einiger unnötiger Zuspitzungen vor allem in die sozialromantische Richtung findet der Film den richtigen Ton: Zwischen Gary Marshalls "Pretty Woman" und Ken Russells "Die Hure", zwischen Märchen und schonungsloser Milieustudie.

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Kommentare (4) — Film: Princesas

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Magnolia

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

sehenswerter spanischer film, vor allem die hauptdarstellerinnen überzeugen (candela peña zeigt eine echt tolle leistung).
"princesas" ist authentisch und nicht so eine klischeehafte hollywood-produktion, das ende hat mir gefallen.

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Jobe147

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Bewertung9.0Herausragend

Eine Glanzleistung von Candela Peña...

Der Film hat mich wirklich berührt, es gibt sowohl traurige Szenen, als auch Szenen, in denen man sich richtig glücklich fühlen kann, das Ende des Films ist einfach toll und der Soundtrack gefällt mir auch sehr gut und passt auch genau zum Film.

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Stefan Ishii

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Princesas" ist wirklich ein guter Film. Er ist sowohl ernst als auch lustig, schön aber auch ambitioniert, dramatisch und manchmal auch leicht. Wunderbar! Die Musik fügt sich perfekt in den Film ein, gibt die Atmosphäre und die Gefühle der Figuren wieder und gibt "Princesas" ein gewisses Etwas.

Die beiden Hauptdarstellerinnen passen perfekt zu ihren Rollen. Besonders Candela Peña, die ich bisher nur aus "Alles über meine Mutter" kannte und in "Princesas" die etwas naive und traurige Caye verkörpert, ist grandios. Als würde sie garnicht spielen; einfach nur sein... Aber auch Micaela Nevárez (Zulema) ist toll.

Besonders interessant an diesem Film empfand ich die Gespräche zwischen den Frauen und die Darstellung ihres Alltages, ohne ständig in irgendwelche Klischees abzudriften. Manchmal wurde es allerdings ein klitze-kleines bisschen zu sehr Unterhaltungskino, aber das ist okay.

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Mr.Floppy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wahre Prinzessinnen :)

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