Suspected Death of a Minor

Morte sospetta di una minorenne (1975),
Laufzeit 96 Minuten, Thriller, Kriminalfilm, Komödie

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Suspected Death of a Minor
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mit Claudio Cassinelli und Mel Ferrer

Nachdem sein Flirt grausam getötet wird, nimmt der Kommisar Paolo Gerimi gemeinsam mit dem Kriminellen Giannino die Fährte des Mörders rauf. Mit unkonventionellen Methoden bleiben ihm die beiden dicht auf den Fersen und geraten gleichzeit immer mehr in Gefahr, denn der Mörder steht in Verbindung mit etlichen anderen Ganoven, die vor Entführungen und Mord nicht zurückschrecken.


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lieber_tee

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Bewertung7.0Sehenswert

So einfallsreich Sergio Martino mit verschiedensten Genre spielt (Poliziescio, Giallo, Komödie) so unterschiedlich ist auch der Tonfall dieser 70er Jahre-Perle. Mal ist er klamaukig , fast slapstickhaft (Autoverfolgungsjagd), mal ernsthaft; letzteres überwiegt. Flott erzählter, handwerklich immer sicher inszenierter Genre-Mix aus Italien, mit einigen grandiosen Actionszenen (Achterbahnschiesserei) und einem Score, der mindestens so cool ist wie sein be-brillter Ermittler.

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eXonic

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Naja, als Spoiler würde ich das jetzt nicht bezeichnen. Wenn man um diese Dinge weiß, wird einem bestimmt nicht der Spaß geraubt. Außerdem kann man sich es eh kaum vorstellen, wie das alles im Film aussieht.


lieber_tee

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:), ja unglaublich.


eXonic

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Mischung macht‘s: „Morte sospetta di una minorenne“ ist es anzusehen, dass es Sergio Martino anscheinend Leid war, seine Filme immer wieder nach den gleichen Mustern aufzuziehen und so veranstaltete er einen grandiosen Mix aus Giallo, Poliziesco und Action, dem er immer wieder sowohl subtilen Humor als auch Slapstickeinlagen zum Schenkelklopfen beifügt.

Zum Auftakt noch sehr düster und im Stile Martinos voriger Filme, zeigt sich dieser schon sehr bald von seiner unkonventionellen Seite: Polizisten haben keinen Bock auf Ermittlungsarbeit, interessieren sich vielmehr für Sportwetten, Nutten prellen mit Handtaschen und die Hauptfigur Paolo Gerimi zerstört andauernd auf jede erdenkliche Weise seine Brille. Dass Martino nicht vollen Ernstes an diese Sache gegangen ist und man dies als Zuschauer ebenfalls tunlichst vermeiden sollte, wird spätestens ab der absolut besten Verfolgungsjagd überhaupt klar, die an Skurrilität nur schwer zu übertreffen ist. Zwei Halbirre flüchten vor der Polizei und um diese abzuwimmeln, scheuen sie keine Mittel. Die Ente, mit der sie unterwegs sind, zerlegen die Fliehenden selbst in ihre Einzelteile, um sich Wurfgegenstände, wie zum Beispiel Türen (!) zu schaffen, mit denen sie versuchen, die Gesetzeshüter loszuwerden. Auch Passanten sind ins Geschehen miteinbezogen: einem vorbeikommenden Fahrradfahrer wird da schonmal das Vorderrad abgefahren, wonach er in der nächsten Einstellung auf einem Einrad (!) balanciert. Ein anderer Fußgänger befördert sich mit Pirouetten auf dem Kopf (!) von der Straße, um nicht von den Rasern überfahren zu werden. Diesen Stil zieht Martino zum Glück bis zum Ende durch und setzt mit einer Schießerei in einer Achterbahn (!) ein weiteres Highlight. Zur allgegenwärtigen Lässigkeit trägt aber vor allem einer bei: Claudio Cassinelli. Zugleich so ein Hengst, der scheinbar jede Sekunde kurz davor steht vor Coolness zu platzen, aber auch gleichzeitig ein undurchschaubarer, geheimnisvoller Charakter ist, der sich mit viel Zorn und Verzweiflung durch die Geschichte ballert.

„Morte sospetta di una minorenne“ gelingt es auf viele verschiedene abwechslungsreiche Arten sein Publikum zu unterhalten und wirft dabei einen zynischen Blick auf Politiker und Medien. Der Genremix funktioniert unerwartet gut, doch trotzdem ist zählt dieses Werk zu Martinos unbekannteren Filmen.

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