Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe

L'Uccello dalle piume di cristallo (1970), IT/DE
Laufzeit 94 Minuten, FSK 16, Thriller, Kinostart 24.06.1970

7.0 Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.5 Community
90 Bewertungen
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von Dario Argento, mit Tony Musante und Suzy Kendall

Der in Rom lebende US-Autor Sam Dalmas wird Zeuge eines schrecklichen Verbrechens: Im grellen Neonlicht einer Kunstgalerie tötet eine mysteriöse Gestalt die Besitzerin Monica Ranieri vor seinen Augen. Als Dalmas dem Opfer helfen will, tappt er selbst in eine Falle.

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Kritiken (2) — Film: Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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7.0Sehenswert

Visuell prägnantes, anmutiges und stilsicheres Regiedebüt von Meister Dario, inszeniert als Reigen einzigartig filmischer und experimentierfreudiger Thrills. Offensichtliche Unstimmigkeiten im Handlungsgeflecht zeichnen sich bereits in diesem seinem ersten Film ab, an vordergründiger erzählerischer Kohärenz im gewöhnlichen Sinne aber ist Argento glücklicherweise genauso wenig interessiert wie an so genannten glaubhaften Figuren – die Logik des Giallos scheint erst einmal eine ästhetische zu sein. Doch bereits "The Bird with the Crystal Plumage" gibt als erster einer Fülle unterschiedlich interessanter, reizvoller und albtraumhafter Filme Einblick in die genuine Bilderwelt Argentos, die nur grobe Anknüpfungspunkte zu der unseren zulässt, nicht selten mit Spuren von Nihilismus, unmöglicher Liebe und menschlicher Abgründe angereichert ist, und eben vor allem einer ganz eigenen Anschauung entspringt. "This young Italian guy is starting to worry me.", musste dann auch prompt Alfred Hitchcock nach Sichtung dieses viel versprechenden Genreeinstands zugeben.

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Le Samourai

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Sind doch nur Punkte, die tun doch niemandem weh!!


Mr Vincent Vega

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Ich nehme das Punktesystem sehr ernst. 7 = hervorragend. Passt also.


M. Klingbeil: filmfuchs.de M. Klingbeil: filmfuchs.de

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6.0Ganz gut

Dario Argentos Regiedebut ist ein interessanter Beitrag zum Genre des Murder-Mystery, der Argentos Potential andeutet, welches er später mit weitaus drastischeren Stilmitteln in künstlerisch als auch optisch gereifteren Filmen wie ‚Suspiria (1977) oder ‚Tenebrae (1982)' voll entfaltete. Inhaltlich und in der Ausführung zwar nicht durchgängig packend erzählt ist ‚Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe' trotz allem ein solider Thriller, der aus heutiger Sicht wegen seiner fast gewaltzahmen Art ein idealer Einstiegsfilm in die Filme von Dario Argento ist.

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Kommentare (7) — Film: Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe

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1000Mindhunter

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein megaspannender Argento, mit manchmal etwas dümlichen Figuren und wendungsreicher Story. Die Kamerafahrt erzeugt zusammen mit der guten Musik Spannung, gerade in den rückblenden.

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VisitorQ

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Bewertung7.5Sehenswert

Argentos frühes Werk mag inhaltlich ein wenig schwach sein (ähm. wie eigentlich alle seine anderen Werke auch) doch es steckt so viel Liebe in diesem Film, dass ich mich an ihm kaum sattsehen kann. Deshalb bricht es mir immer wieder das Herz wenn ich sehe, was Argento heutzutage abliefert.

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lieber_tee

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Argento: Heute scheiße, damals klasse!


Vincent_Vega

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Spannung, wilde Kamerazooms, herausstechende bunte Farben, hübsche, leichtbekleidete, talentlose Schauspielerinnen, irre Kamerablickwinkel, Mario Adorf als katzenfressender kautziger Künstler, bei dem man nur über eine Leiter, zu seinem Fenster, in die Wohnung kommt, aufregendes Rätselraten um den Killer, traumartige Sequenzen, schwarze Handschuhe, Schreie in Nahaufnahme, enge Gassen, unheimliche dunkle Ecken, italienisches Temperament, J&B Whiskey, Musik von Maestro Ennio Morricone und eine feine trashige Note sind die Zutaten für einen der besten Gialli und zugleich für ein fantastisches Regie-Debüt Dario Argentos.

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eXonic

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Bewertung7.0Sehenswert

Das Jahr 1970, ein filmhistorisch äußerst wichtiges für den Krimi und den Thriller, insbesondere aber für den Giallo und vor allem für Argento selber. Denn mit „The Bird with the Crystal Plumage“ feiert er sein Debüt, legt den Grundstein seiner Karriere und leitet ein in diesem Jahrzehnt sehr berüchtigtes Genre ein.

Schon in jungen Jahren zeigt der Italiener, was er kann und was ihn später ausmachen wird. Er weiß nämlich wie man ordentlich Spannung erzeugen kann, sei es auch, wenn Ennio Morricone mit einem gewohnt sehr passenden Soundtrack entscheidend mit dazu beiträgt. So schafft es wohl kein Herz eines jeden Zuschauers seinen Ruhepuls beizubehalten, wenn einmal wieder der mysteriöse Killer mit den schwarzen Handschuhen und der flüsternden, geheimnisvollen Stimme auftaucht, um die ein oder andere junge Dame zu ermorden. Und gerade deshalb ist Argento auch so ein Gott für so manchen Gore- und Splatterfreaks. Gewaltdarstellungen sind bei ihm meist sehr explizit und hart, aber seine Werke auf diese Eigenschaft zu reduzieren, ist schlichtweg Unfug. Der Beweis dafür ist eben „The Bird with the Crystal Plumage“, der auch wunderbar ohne diese Splattereinlagen auskommt, wobei diese nun auch nicht verurteilt werden sollen, denn so virtuos wie Argento diese filmt, sind sie einfach ein schönes Bonus.

Was hingegen wirklich fehlt, ist ein wenig Tempo. Die Ermittlungen rund um den Serientäter gehen nur schleppend voran, nur wenn dieser persönlich erscheint, nimmt der Film wieder etwas mehr Fahrt auf.
Ebenso wären zwei, drei weitere zwielichtige Charaktere sicher keine schlechte Entscheidung gewesen, denn so hat der Zuschauer nur wenige potentielle Täter im Visier und steigt unter Umständen schon relativ früh hinter die Geschichte.
Auch das Ende schwächelt dann noch etwas. Leider kommt es nicht so verstörend herüber, wie es Argento wohl gewollt hat und die Motivation des Mörders für seine Taten erscheint schon fast etwas lächerlich.

Ein teilweise etwas holpriger, aber dennoch gelungener Start des Italieners wurde es, der sicherlich sehr lehrreich für ihn war. Fehler, die er bei seinem Debüt begangen hat, umgeht er später schließlich und hat sich zum wichtigsten Giallo-Regisseur entwickelt.

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Hendrik

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Anzahl der Giallos, die ich bisher gesehen habe, kann ich an einer Hand abzählen: Die italienischen "Edgar-Wallace-Filme" und dieses Debütwerk von Dario Argento, den ich von denen auch am besten fand. Dieses Genre stellt mich allerdings vor ein persönliches Rätsel: Die Whodunnit-Handlung wird einigermaßen befriedigend aufgeklärt und lässt keine Fragen offen, die Optik ist zwar oft stylish aber selten düster und die Gewaltdarstellung ist auch noch im erträglichen Rahmen. Dennoch lassen mich die Filme ungefähr so verstört zurück wie diverse David-Lynch-Werke, aber auf weitaus unangenehmere Weise. Geht das eigentlich nur mir so?

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patcharisma

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xD


derblonde

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Bewertung7.0Sehenswert

Argentos Debüt deutet schon viel auf seine späteren Werke hin. Untermalt von der wunderbaren Morricone Musik darf hier Tony Musante auf Mörderjagd gehen. Spannend inszeniert und die klasse Kameraführung sorgt für gute Unterhaltung. Zudem ist der Giallo überraschend blutarm, aber wie soviele Argento Filme bei uns mal wieder ärgerlicherweise geschnitten.

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xtheunknown

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

nicht nur tarantino hat sich hier für seinen death proof bedient, der film dient auch als schablone für den giallo. argento hat hier in seinem regiedebut motive von mario bavas blutige seide aufgegriffen und so überarbeitet das er bis heute unzählige nachahmer gefunden hat.

die bisherigen deutschen dvds sind nicht zu empfehlen. die blu ray von blue underground dagegen ist wiedermal sehr gut gelungen.

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