Abel Ferrara

Beteiligt an 24 Filmen und 2 Serien

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Seit den 70er Jahren ist Abel Ferrara als einer der ganz großen Bad Boys von Hollywood bekannt. Dabei machte er ebenso durch seinen exzessiven Lebenswandel, wie auch mit seinen kontroversen Spielfilmen auf sich Aufmerksam. Die streng katholische Erziehung Abel Ferraras spiegelt sich dabei in vielen seiner Filme wider, wobei die Drehbücher für die meisten seiner Filme bis Mitte der 90er Jahre von Abel Ferraras Schulfreund Nicholas St. John geschrieben worden sind.

Nach dem Pornofilm 9 Lives of a Wet Pussy, den er gemeinsam mit seiner damaligen Freundin drehte, erlangte Abel Ferrara einige Bekanntheit durch den Spielfilm Driller Killer – Der Bohrmaschinenkiller, bei dem er nicht nur Regie führte, sondern unter dem Pseudonym Jimmy Laine auch die Hauptrolle des titelgebenden Psychopathen übernahm. Es folgten der Rache-Thriller Die Frau mit der 45er Magnum und der in einem New Yorker Strip Club spielende Kung-Fu SlasherFear City.

Im Anschluss übernahm Abel Ferrara für seinen Freund Michael Mann die Regie bei einigen Episoden der von Mann produzierten TV-Serien Miami Vice und Crime Story. Sein großes Kino-Comeback erlebte Abel Ferrara Anfang der 90er Jahre, mit den Filmen King of New York – König zwischen Tag und Nacht und Bad Lieutenant. Wobei Bad Lieutenant neben Harvey Keitels schauspielerischen Qualitäten vor allem durch den angeblichen Einsatz von realem Heroin für Schlagzeilen sorgte.

Sein erneutes Remake des Science Fiction Klassikers Die Dämonischen mit dem Titel Body Snatchers – Die Körperfresser kommen und der mit Madonna und Harvey Keitel besetzte Dangerous Game – Snake Eyes wurden von Kritik und Publikum weniger wohlwollend aufgenommen. Mitte der 90er Jahre wandte sich Abel Ferrara wieder stärker dem Independent-Kino zu und drehte den minimalistischen Vampirfilm The Addiction und Das Begräbnis.

Nachdem seine nächsten Spielfilme, der Science Fiction Thriller New Rose Hotel und die Komödie Go Go Tales wenig Aufsehen erregten, wandte sich Abel Ferrara nach dem Drama Napoli, Napoli, Napoli mit Chelsea Hotel, Mulberry St. und Six Days in the Life of a Genius dem Dokumentarfilm zu. Zwischen diesen Dokumentationen schaffte es Abel Ferrara 2011 mit 4:44 Last Day on Earth jedoch bei den Filmfestspielen von Venedig erneut für Schlagzeilen zu sorgen. Mit seinem stillen und intimen Weltuntergangsdrama mit Willem Dafoe und Ferraras langjähriger Freundin Shanyn Leigh in den Hauptrollen fiel er bei den Kritikern durch. (AK)


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2 Kommentare

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feininger75

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Habe mich ja bereits als ziemlicher Werner Herzog Fan geoutet. Wusste bisher nicht, dass Ferrara überhaupt kein Ok für das "Bad Lieutenant" Re-Make gegeben hat (wenn es denn überhaupt als Re-Make bezeichnet werden kann.) Dieses lustige Interview Outtake mit Abel Ferrara über Werner Herzog und dessen Re-Make hab ich gerad eim Netz gefunden und will ich hier nicht vorenthalten:

Ferrara: He (Werner Herzog) can die in hell. I hate these people – they suck. A, he don't know me, couldn't pick me out of a line-up. B, I'm chasing windmills. Well, I'd rather chase windmills than steal other people's ideas. It's lame. I can't believe Nic Cage is trying to play that part. I mean, if the kid needed the money... It's like Harvey Keitel said, “If the guy needed the money, if he came to us and said, 'My career's on the rocks,' I'd cut him a break.” But to take $2 million – I mean, our film didn't cost half of $2 million. That film was made on blood and guts, man. So I really wish it didn't upset me as much as it does.

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Bradbury

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Ich kann mit den meisten Filmen von Ferrara überhaupt nichts anfangen ... aber mit dieser Aussage hat er bei mir einen Stein im Brett.
Denn wenn ich jemanden noch weniger schätze, dann ist es Werner Herzog. ;)
Und im Grunde genommen hat er ja recht: Wozu diese ganzen Remakes und vor allem WARUM NICHOLAS CAGE? `_´


Alecprime

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Remake? Bad Lieutenant? Yess! Nicolas Cage?? NOOO!!!!


feininger75

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Abel Ferrara ist einer der größten Außenseiter des amerikanischen Independent Kinos aus New York. Harvey Keitel ist in seiner "Bad Lieutenant" Verfilmung wohl die beste Leistung seiner langen Karriere gelungen. Später stand ihm offenbar teilweise seine außer Kontrolle geratene Drogensucht im Weg:"New Rose Hotel" wirkt derart fragmentarisch, dass er wie ein in sich zusammengebrochenes Filmprojekt wirkt. Auf die angekündigten Projekte, die Dokumentation "Chelsea on the Rocks" und das historische Gangsterdrama "Pericle il NEro" mit Michael Pitt bin ich dennoch sehr gespannt.h

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