Bad Lieutenant
Bad Lieutenant (1992), US Laufzeit 98 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 13.05.1993
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von Abel Ferrara, mit Harvey Keitel und Victor Argo
Ein New Yorker Cop: Drogenabhängig, korrupt und wettsüchtig. Ein Wrack. Als eine Nonne von zwei Jungen vergewaltigt wird, werden von der Mafia 50.000 Dollar Belohnung ausgesetzt. Die letzte Chance, sein kaputtes Leben wieder unter Kontrolle zu bekommen?
Cast & Crew
-
Abel Ferrara
-
Harvey Keitel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lieutenant
-
Victor Argo
-
Paul Calderon
-
Frankie Thorn
-
Zoë Lund
-
Robin Burrows
Regie
Schauspieler
-
Anthony Ruggiero
-
Zoë Lund
-
Abel Ferrara
- Genre
- Sozialdrama
- Zeit
- 1990er Jahre
- Ort
- New York City
- Handlung
- Abhängig, Aggressivität, Antiheld, Belohnung, Drogen, Drogenmissbrauch, Drogensucht, Kokain, Kopfgeld, Korruption, Mafia, Masturbation, Nackter Mann, Nonne, Opfer, Polizist, Rausch, Schuld, Schuldgefühl, Selbstzerstörung, Sexualverbrechen, Sexuelle Nötigung, Spielschulden, Spielsucht, Ungesühntes Verbrechen, Untergang, Verbrechen, Verbrecherjagd, Verfolgung, Vergewaltigung, Zerstörung
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Drehbuch
Filmdetails Bad Lieutenant
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Kritiken (1) — Film: Bad Lieutenant
Schoenpflug
Kommentar löschenHarvey Keitel nackt. Alleine schon das ist sehenswert. Erinnert ein wenig an Rocky 6 ohne Botox. Habe ich in einem Off-Kino in Schöneberg gesehen. Das ist so die richtige Umgebung für diesen durch und durch korrupten Cop-Film.
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Jonni 2009/07/07 17:42:29
Antwort löschenIch glaube in "Das Piano" zeigt Harvey seinen Hintern auch.
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Schoenpflug 2009/07/08 11:11:49
Antwort löschenOh, richtig, das habe ich verdrängt. Da hat ein Mann doch sicher Verständnis für.
Schoenpflug 2009/07/08 11:12:21
Antwort löschenIn Bad Lieutentant ist RICHTIG nackt.
Kommentare (35) — Film: Bad Lieutenant
Kommentar schreibenas-aka-der-streuner 2011/12/03 16:50:16
Kommentar löschenalso keitel spielt echt sehr intensiv & bewegend, doch die geschichte ist zumeist leider ziemlich öde & es passiert eher wenig im ganzen streifen, keitel hält ihn aber am leben ....
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VisitorQ 2011/11/28 21:29:10
Kommentar löschenGewalt, Sex, Drogen und Chaos... Filme können nie genug davon haben. Und Abel Ferrara schafft es beinahe immer diese Themen ganz wunderprächtig miteinander zu vermischen. Bad Lieutenant ist nicht immer einfach aber stehts faszinierend. Hat mir wirklich sehr gefallen.
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SoulReaver 2011/10/04 18:45:30
Kommentar löschenMit 'Bad Lieutenant' zeigt uns Abel Ferrara eine kraftvolle Charakterstudie rund um einen Polizisten der sich längst nicht mehr um das Gesetz kümmert und tief in einem Sumpf aus Drogen versunken ist. Werner Herzog's 'Bad Lieutenant' von 2009 ist kein Remake und Ähnlichkeiten lassen sich nur in den korrupten Handlungsweisen der Hauptdarsteller finden.
Bei seinen nächtlichen Streifzügen auf der Suche nach Sex und Drogen kennt der abgehalfterte Polizist keine Gnade. Sein Job interessiert ihn schon lang nicht mehr und seine Ehre hat er schon lang verloren. Von seiner Familie oder seinen Kollegen hat er sich längst abgewendet. Als eine Nonne von zwei Jugendlichen vergewaltigt wird, regt sich in seiner müden Seele ein Teil von religiöser Sehnsucht. Nach anfänglichen Schweigen vergibt die Nonne ihren Peinigern, doch auf der Festnahme der Vergewaltiger stehen 50.000$ Belohnung, die der Bad Lieutenant aufgrund seine Wettschulden dringend gebrauchen könnte.
Dreckige und Körnige Bilder der trostlosen Großstadt bestimmen den Film. Der zarte Soundtrack von Joe Dalia und der sich immer wiederholende Klassiker 'Pleading My Love' von Johnny Ace tragen ihren Teil zur Atmosphäre bei und geben dem Film eine unangenehme Grundstimmung die sich von der ersten bis zur letzten Minute hält.
Abel Ferrara schafft es den perfekten Darsteller für die Rolle des versifften Polizisten zu besetzen. Harvey Keitel übernimmt die Hauptrolle und übertrifft sich mit seiner One-Man-Show selbst.. Er spielt seinen Charakter mit derartiger Authentizität dass es fast beängstigend wirkt.
Ferrara inszeniert ein Großstadt-Drama um einen Mann des Gesetzes, der längst den Bezug zur Realität verloren hat. Er zieht durch die Nacht auf der Suche nach dem nächsten Schuss, für den er alles tun würde. Der Bad Lieutenant ist widerwärtig, abstoßend und doch mitleiderregend. Wenn Keitel völlig zu gedröhnt zwei Frauen bei Fesselspielen beobachtet und dann nackt im Zimmer gequält vor sich hin tanzt wird schnell klar in welchen Kreisen er unterwegs ist. In einer anderen Szene, in der er zwei Führerscheinlose Mädchen zwingt ihm einige sexuelle Praktiken vorzuführen um davor zu Onaniert, zeigt sich überdeutlich in welchen Abgründen sich der Lieutenant längst befindet. Dazu zeigt sich am Finger von einem der Mädchen ein deutliches Religiöses Zeichen, welches den anderen Aspekt des Filmes einläutet. Der Bad Lieutenant kann nicht verstehen wieso die Nonne ihren Vergewaltigern vergibt und versucht sich in Religion zu flüchten. Innerlich zerfressen, auf der Suche nach Erlösung, ein Wrack, ein Niemand. In der wohl faszinierendsten Szene erscheint dem abwechselnd wimmernden und wutentbrannten Lieutenant Jesus. In dieser Szene wird auch dem Lieutenant endlich deutlich wie sündig sein Leben ist und wie verloren er schon lange ist. Zum Ende gibt es noch einem unerwarteten Schlag ins Gesicht der den Zuschauer völlig zerrissen zurücklässt.
Fazit: Abel Ferrara‘s Sozialstudie um einen gequälten Mann der sich lange schon selbst verloren hat ist authentisch, eindringlich und exzellent gespielt von Harvey Keitel. Ein dreckiger und abstoßender Film auf einer Seite, Spirituell und Mitleidserregend auf der anderen. Um es aber nochmal zu sagen: Ferrara's 'Bad Lieutenant' ist nicht mit Herzog's Version zu vergleichen.
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duffy 2011/10/04 19:16:55
Antwort löschenOh, yes!
SoulReaver 2011/10/04 19:18:18
Antwort löschen:) Was hälst du von Herzog's Lieutenant?
duffy 2011/10/04 19:21:00
Antwort löschenRecht wenig. Aber wie du schon sagtest, die sind nicht zu vergleichen. Fällt halt nur nicht leicht, wenn man bei Herzogs Version die ganze Zeit Keitel im Hinterkopf hat, an den Cage nun wirklich nicht rankommt.
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SoulReaver 2011/10/04 19:25:32
Antwort löschenHmmm, ich mag ihn eigentlich. Aber stimmt schon, Cage kann Keitel nicht das Wasser reichen. Dazu muss ich noch sagen, dass ich Herzogs Version vor Ferraras gesehen hab. Vllt sollt ich den nochmal ansehen...
hoffman587 2011/10/10 23:07:28
Antwort löschenSehr gut, ganz großes Werk, mit Mega.Keitel, viel spiegelt sich im Glauben wieder, fands teilweise tiefschwarz und pessimistisch, düster, unheimlich Schuld, Sühne, Vergebung:)
Effenberg 2011/07/26 08:59:52
Kommentar löschenHallelujah! Als hätte Martin Scorsese Graham Greene in ein schmuddliges New Yorker Apartment gesperrt, einen Eimer voll Koks hingestellt und angeschrien:"Du kommst hier erst raus, wenn du mir ein Drehbuch zu einem korrupten Cop auf der Suche nach Erlösung geschrieben hast. Katholisch muss er sein, versteht sich von selbst. Und zwar pronto ... und geduscht wird auch erst wenn du fertig bist, Kollege!" Der Film ist nicht gerade ein Zuckerschlecken und das Ganze überzogen zu nennen wäre als würde man Winnie Puuh dafür kritisieren, dass er zu niedlich ist aber ... das Ganze ist doch ein bisschen überzogen.
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doctorgonzo 2011/07/26 09:48:54
Antwort löschenWinnie Puuh ist fett! Nicht niedlich! Trotzdem schöner Vergleich!
Effenberg 2011/07/26 17:27:57
Antwort löschenHabe Winnie Puuh auch net gemocht. Die Sache mit der fehlenden Hose und das Geheule wegen Christopher Robin gingen mir ziemlich auf den Sack. Tatsächlich habe ich immer den Bären immer für einen sehr langsamen Päderasten gehalten. ABER: der neue Film ist so was von niedlich!! Habe den Film meiner Nichte gesehen und ... was soll ich sagen. Zooey Deschanel säuselt sich über den Soundtrack, der Esel sucht seinen Schwanz und das Schwein sagt, "wir werden alle sterben". Einfach sehr niedlich. Und das ist nicht einmal ironisch gemeint!
THE_JUDGE 2011/04/10 10:12:32
Kommentar löschenHmm, mal wieder so ein Film bei dem ich nicht recht weiß wie ich ihn bewerten soll. Harvey Keitel als völlig unsymphatischer Bulle/Mensch, der sich so mit Scheiße volldröhnt, ein Wunder das er in dem Film überhaupt noch zu irgendetwas fähig ist. Gespielt ist das alles auf jeden Fall mit hundertprozentigem Einsatz, das steht fest und das ist gut so. Ein Film über Selbsthass, Misanthropie und irgendwie auch über die Kirche. Teilweise unerträglich, teilweise übertrieben und ein wenig in die Länge gezogen, dabei aber nicht wirklich langweilig. Es bleibt auf jeden Fall was hängen und wenn ihr das nächste Mal auf dem Heimweg von der Disko ohne Führerschein angehalten werdet, ihr wisst was euch erwartet...
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DerDude_ 2011/04/03 17:51:29
Kommentar löschenDie Geschichte vom korruptem und Drogenabhängigem Cop wurde schon oft erzählt , aber nie so hart und gewissenlos wie in "Bad Lieutenant".
Obwohl der Film "Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen " kein Remake ist , und ich ihn für sogar besser als diesen Film halte , gibt es zwei Dinge in welchen dieser Film , dem Herzog Film überlegen ist :Der Hauptdarsteller und das Konsequente.
Für das Konsequente kann ich als Beispiel die Szene nennen in der der Cop die zwei Schwestern im Auto anhält. Sie kommt in beiden Filmen vor (In Herzogs Film sind es zwei Jugendliche Junkies) .
Im beiden Szenen treffen in der Hauptfigur der strenge Gesetzeshüter und der böse Gangster aufeinander.
Im Orginal macht Keitel nie den Anschein als stände er auf der Seite des Gesetz , sondern lässt den Zuschauer spühren was er wirklich will.Im Remake denkt man ungefähr so "Oh Nic Cage ist wirklich ein harter , strenger Cop und und...WAS MACHT ER DENN JETZT ?".
Wieso der Hauptdarsteller besser ist muss ich nicht groß erwähnen.So klasse Cage im Remake auch war , gegen Keitel kommt niemand an.NIEMAND.Er zeichnet diesen Film aus .
Leider hat der Film keinen richtigen roten Faden , weshalb es ein wenig an Spannung mangelt.Der Film hat viele anstößige Szenen.Einige sind aus gutem Grund so hart (Vergewaltigung der Nonne) ,andere sind einfach nur überflüssig (der nackte Harvey Keitel).
Fazit : Film = sehr gut
Harvey Keitel = absolut grandios
P.S. Lest euch meine Kritik zu "Bad Lieutenant -Cop ohne Gewissen" durch.
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Ripley1 2011/04/03 20:02:04
Antwort löschenDer entscheidende Unterschied zur späteren Version ist Ferraras Katholizismus. Er erzählt von Schuld, Vergebung und Sühne. Herzog verzichtet auf eine solche "Sinngebung". Herzogs Lieutenant wird gerettet - fast schon ironisch - ohne innere Entwicklung, quasi durch Zufall in einer sinnlosen Welt.
harm4life 2010/12/28 00:40:08
Kommentar löschenBad Lieutenant ist kurz gesagt Harvey Keitel auf Crack.
Martin Scorsese zählt diesen Film zu seinen persönlichen Top 5 der 90er Jahre und ich muss ihm nickend zustimmen.
In seiner Paraderolle spielt Keitel die pure Korruption in Menschengestalt. Zwar ist der Film mit unglaublich viel Szenen gespickt in denen Drogen aller Art und Aggregatzustände konsumiert werden. Dabei wurde nur selten gegekleckert, sondern eher geklotzt und manche Stellen ziemlich weit ausgedehnt. Das sieht man jedoch vor allem am Anfang.
Mit voranschreitender Laufzeit nimmt Bad Lieutenant immer weiter an Fahrt auf. So darf man sich auf 100 Minuten Sturz in den Abrund mit einem prolligen, menschenverachtenden, drogen- und alkoholabhängigen, ausrastenden, weinenden und am Ende sogar reuigen Harvey Keitel freuen.
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Mr.AdGood 2010/12/19 19:03:23
Kommentar löschenEin unangehmer Film,mit einigen Längen.Harvey Keitels Spiel als Cop,der sich dem psychischen und physischen Abgrund im Laufe des Films immer mehr nähert und auch erreicht, ist jedoch überragend und trägt den ganzen Film.Die Frage nach der Erlösung wird meiner Meinung zu einfach gelöst,dennoch bleiben die eindringlichen und teils sehr brutalen Szenen im Gedächnis hängen und hinterlassen einen sehr bedrückenen Eindruck.Und das wollte der Regisseur Abel Ferrara wohl auch erreichen.Sehenswert!
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ComicFan 2010/12/19 15:37:10
Kommentar löschenSpannendes (krankes) Drama, welches die harte Realität wiederspiegelt, mit einem grandiosen Harvey Keitel. Aber auf manche Ausblicke hätte ich auch verzichten können...
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guggenheim 2010/12/19 15:52:03
Antwort löschenDu meinst doch nicht etwa Keitels Würstchen, oder? :D
ComicFan 2010/12/19 15:55:05
Antwort löschenDoch, ich meine seinen kleinen Harvey :)
guggenheim 2010/12/19 16:45:34
Antwort löschenÜber seinem kleinen Keitel, trägt er einen feschen Scheitel xD
C_C 2010/12/19 16:50:30
Antwort löschenist das mit Nicolas Cage also ein Remake? Fand den Film recht gut! Hat jemand beide gesehen und kann objektiv vergleichen?
ComicFan 2010/12/19 16:53:34
Antwort löschenIch hab Angst davor mir den mit Cage an zugucken. Sein Ding will ich noch weniger sehen als Harveys.
C_C 2010/12/19 16:56:56
Antwort löschenist kein Ding zu sehen, keine Angst ;-PP
ComicFan 2010/12/19 17:01:28
Antwort löschenPuh, gut :) Ich glaube aber das Orginal ist besser (ist ja fast immer so).
alanger 2010/12/19 18:41:00
Antwort löschenich hab beide gesehen und fand den mit cage grandios und den mit keitel nur wichtigtuerisch, völlig humorlos und blöd.
ComicFan 2010/12/19 21:12:23
Antwort löschenStimmt, Drogen, Vergewaltigung, Spielsucht und Mord hätte man lustiger darstellen sollen, ist wirklich blöd, und auch soweit hergeholt, als würde es sowas geben. Du hast Recht, solch ein Thema ist wichtigtuerisch und völlig unwichtig und belanglos...
alanger 2010/12/20 01:57:14
Antwort löschennicht das thema, ist ja bei aller sarkastischen retourkutsche wohl klar, sondern dieser blöde bedeutungsdamfende film. lächerliches machwerk. das geht deutlich besser, wie man bei herzog sieht.
ComicFan 2010/12/20 13:58:49
Antwort löschenWelchen hast du denn zuerst gesehen ?
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alanger 2010/12/20 14:03:58
Antwort löschenden mit harvey.
ComicFan 2010/12/20 14:10:04
Antwort löschenDann kann man das wohl nur mit der altbekannten "Geschmackssache" erklären...
guggenheim 2010/12/19 12:03:08
Kommentar löschenMenschlicher Siff, auf Film gebannt. Allerdings lebt "Bad Lieutenant" praktisch nur von Keitels Spiel und hängt ansonsten ziemlich durch. Zuzugucken, wie sich ein Polizist immer tiefer in den Abgrund reisst und sich dabei keineswegs auf Seiten der Guten präsentiert, ist ohne stringent herausgearbeiteten und durchgezogenen Handlungsfaden relativ uninteressant. Die plakative Symbolik erweist sich ebenso wenig als Vorteil. Aber, und das gibt dem Film wieder Oberwasser, das Ende (besonders die Schlusseinstellung) ist, ebenso wie, ich erwähnte es schon, Keitel, großartig und rettet einiges.
Fazit: "Bad Lieutenant" ist ein guter Film - nicht mehr, nicht weniger. Bewusst auf Provokation getrimmt und voyeuristisch gehalten, wird dabei zu wenig eine ansprechende und bewegende Charakterstudie vorgetragen, sondern sich weitestgehend auf die Sogwirkung des gezeigten radikalen Lebens der Hauptfigur verlassen, was jedoch nur bedingt funktionert.
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alanger 2010/12/19 13:28:37
Antwort löscheneigentlich eine zumutung von film.
guggenheim 2010/12/19 14:00:36
Antwort löschenDas hast du in deinem Kommentar ja auch deutlich angemerkt :)
Jan Terzky 2010/11/27 09:04:11
Kommentar löschenHarvey Keitel zeigt wirklich eine hervorragende schauspielerische Leistung. Sonst kann man den Film nur ansehen, wenn man auf Droge ist...
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JackoXL 2010/11/14 23:06:13
Kommentar löschenGanz schwieriger Film. Lebt durch Harvey Keitel, der eine fantastische Leistung abliefert. Der Filmtitel ist absolut passend. Der lässt mal gar nichts aus. Crack, Koks, Alkohol, Nutten, Wetten und er ist schon lange über den Punkt weg, an dem das mal Spaß gemacht hat. Der Film ist eine einzige Geisterbahnfahrt einer Figur, die schon ganz unten ist und trotzdem noch ein Loch sucht, um weiter zu fallen. Das ist, wie gesagt, beeindruckend gespielt. Abel Ferrara ist halt ein Regisseur, der es seinem Publikum selten einfach macht. Seine Filme haben kein großes Budget, sprechen nicht die breite Masse an und er versucht auch kein Stück, sie dem Zuschauer durch andere Ideen irgendwie unterhaltsam zu gestallten. Das Ganze ist sehr trocken inszeniert und macht keine Sekunde Spaß. Man muss sich Mühe geben dran zu bleiben, wird dafür nur durch den brillianten Hauptdarsteller belohnt. Ich glaube, das war auch sein Ziel und ist damit gelungen, schonungs-und hoffnungslose Charakterstudie. Als Unterhaltungsprodukt gänzlich ungeeignet, wenig Story und sehr minimalistisch umgesetzt. Man braucht eine gewisse Stimmung für den Film, die ich nicht immer aufbringen kann und manche nie. Einerseits sehenswert, andererseits zu unbequem, um mir immer zu gefallen.
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spanky 2010/08/18 15:58:31
Kommentar löschenEin seelentiefer Abgrund, der sich Bild für Bild anfüllt mit Schmerz, Blut, Crack und Vergewaltigung. Harvey Keitel hat sich damit ein Monument errichtet als mutigster Schaupieler seiner Generation.
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Fritz_Flieder 2010/08/06 15:14:09
Kommentar löschenDieser Film geht an die Schmerzgrenze.
Bei dieser Performance von Harvey Keitel ist der Film schon fast wurscht. Wenn sowas Method acting ist muss der arme Kerl schon einiges durchgemacht haben. MUSS man gesehen haben. Nur wegen ihm. Unglaublich intensiv.
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dae-su 2010/04/23 12:02:32
Kommentar löschenBAD LIEUTENANT ist ein dreckiges, humorloses, kleines Stück Film. Getragen von der Tour de Force des großartigen Hauptdarstellers, der zu jeder Minute ungeheure Präsenz auf die Leinwand bringt - böse, finstere, hundsgemeine Präsenz. Die Baseball-Finals sind der einzige erkennbare rote Faden, sie führen durch die Handlung und damit immer tiefer in einen Strudel aus Drogen, Gewalt, Stumpfsinn. Tatsächlich scheint sich die Verfassung des namenlosen Cops von Playoff zu Playoff immer weiter zu verschlechtern, immer weiter dem Wahnsinn entgegenzusteuern. Das ist zugleich Stärke und Schwäche des Films:
Der rapide, kompromisslose Niedergang Harvey Keitels ist nicht nur schonungslos und roh inszeniert, er schafft intensivste Szenen, die in langen statischen Kameraeinstellungen alles entblößen, was Keitel seiner Figur gibt. Gleichzeitig muss die fehlende Handlung als Grund für die ein oder andere Länge herhalten, die sich doch immer wieder einschleicht (hier fehlt sicherlich die Wirkung einer Kinoleinwand). Episodisch reitet der Lieutenant sich in verschiedenen Situationen immer tiefer in die Scheiße, Wettschulden erdrücken ihn, Drogenprobleme sind wichtiger als die Familie.
Letzten Endes ist es aber die Frage der Schuld, die christliche Frage der Vergebung, die Ferrara beschäftigt. Die ambivalente, religiös aufgeladene Symbolik, die Handlungsebene der vergewaltigten Nonne: Keitels Figur folgt in umgekehrter Logik einer Glaubensideologie, die er selbst nicht versteht. Seine Exekution nach der "guten Tat" steht für den Opfertot - und ist doch nur die logische Konsequenz einer korrupten, schonungslosen, gewalttätigen Gesellschaft.
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Blonder 2010/03/31 18:20:42
Kommentar löschenEin Cop der drogensüchtig und hoch verschuldet ist, geht mit jedem weiteren Schritt, den er tut, auf den Abgrund zu. Aber nicht nur mit ihm geht es Berg ab, sondern auch mit dem Zuschauer. Denn stellenweise ist der Film schon fast unerträglich und man weiß eigentlich nicht einmal ob man Mitleid oder Teilnahmlosigkeit empfinden soll. Dass der Film so gut funktioniert liegt größtenteils an einem sehr überzeugenden Harvey Keitel.
Faszinierender und abstossender Trip in die Hölle.
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alanger 2010/03/11 00:42:43
Kommentar löschenferrara macht das was er am besten kann: er dreht einen film an dem nix plausibel ist. das dann aber mit richtig theaterdonnernder humorlosigkeit, ach so schönen religiös verbrämten bildern und viel hass zu seinen schauspielern ...die sich redlich abstrampeln.
schlechte filme kann er gut.
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spanky 2010/03/11 09:14:18
Antwort löschenGefällt mir aber jetzt mal gar nicht! Ferrara kann vor allem Abgründe gut. Und wenn das hier kein meisterlicher Abgrund ist, dann ist das, was da draußen vom Himmel fällt, radiokativer Niederschlag.
alanger 2010/03/11 12:03:01
Antwort löschenwas da draußen vom himmel fällt IST radiokativer niederschlag;)
peterpit 2009/11/11 13:59:57
Kommentar löschenDeiser Film zieht Dich hinab in ein Loch voller Lügen und verdorbenen Menschen, die ihre Positionen schamlos ausnützen. Sehr krass, sehr dunkel. Sehr interessant.
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JeanLucBizarre 2009/10/30 23:59:16
Kommentar löschenKlar, Keitel spielt den ultimativen Bad-Cop sehr überzeugend, aber ich verstehe seine Motivation nicht. Er hat doch alles: Familie, Job, "Freunde", Respekt - was treibt ihn sich so abzuschießen? Ich verstehe es einfach nicht. Oft fand ich auch den Slang, der gesprochen etwas unverständlich, was das Ganze nicht unbedingt verbessert hat.
Schwere Kost, die mich ziemlich verstört zurücklässt..
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annaberlin 2009/10/22 10:30:08
Kommentar löschenHarvey Keitel ist der Star dieses Films, mit dem alles steht und fällt. Die Idee des Bad Cops ist interessant, die Inszenierung klassisch-langweilig (aus heutiger Sicht), aber Harvey Keitels physische Präsenz so erschütternd gut, dass er neben Daniel Day Lewis zu den Top männlichen Darsteller unserer Zeit gehört.
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Schlegel 2009/11/06 12:31:15
Antwort löschenMal schaun, was der Herzog gemacht hat. Er und Ferrara wollten sich ja angeblich duellieren, des Titels wegen.
annaberlin 2009/12/10 13:08:10
Antwort löschenmal sehen...bin nervös...da ich das original und werner herzog mag..