Bad Lieutenant

Bad Lieutenant (1992), US
Laufzeit 98 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 13.05.1993

7.4 Kritiker
17 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
726 Bewertungen
36 Kommentare
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von Abel Ferrara, mit Harvey Keitel und Victor Argo

Ein New Yorker Cop: Drogenabhängig, korrupt und wettsüchtig. Ein Wrack. Als eine Nonne von zwei Jungen vergewaltigt wird, werden von der Mafia 50.000 Dollar Belohnung ausgesetzt. Die letzte Chance, sein kaputtes Leben wieder unter Kontrolle zu bekommen?

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Kritiken (1) — Film: Bad Lieutenant

Schoenpflug

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7.0Sehenswert

Harvey Keitel nackt. Alleine schon das ist sehenswert. Erinnert ein wenig an Rocky 6 ohne Botox. Habe ich in einem Off-Kino in Schöneberg gesehen. Das ist so die richtige Umgebung für diesen durch und durch korrupten Cop-Film.

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Schoenpflug

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Oh, richtig, das habe ich verdrängt. Da hat ein Mann doch sicher Verständnis für.


Schoenpflug

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In Bad Lieutentant ist RICHTIG nackt.



Kommentare (35) — Film: Bad Lieutenant

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as-aka-der-streuner

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Bewertung5.5Geht so

also keitel spielt echt sehr intensiv & bewegend, doch die geschichte ist zumeist leider ziemlich öde & es passiert eher wenig im ganzen streifen, keitel hält ihn aber am leben ....

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VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

Gewalt, Sex, Drogen und Chaos... Filme können nie genug davon haben. Und Abel Ferrara schafft es beinahe immer diese Themen ganz wunderprächtig miteinander zu vermischen. Bad Lieutenant ist nicht immer einfach aber stehts faszinierend. Hat mir wirklich sehr gefallen.

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SoulReaver

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Bewertung9.0Herausragend

Mit 'Bad Lieutenant' zeigt uns Abel Ferrara eine kraftvolle Charakterstudie rund um einen Polizisten der sich längst nicht mehr um das Gesetz kümmert und tief in einem Sumpf aus Drogen versunken ist. Werner Herzog's 'Bad Lieutenant' von 2009 ist kein Remake und Ähnlichkeiten lassen sich nur in den korrupten Handlungsweisen der Hauptdarsteller finden.

Bei seinen nächtlichen Streifzügen auf der Suche nach Sex und Drogen kennt der abgehalfterte Polizist keine Gnade. Sein Job interessiert ihn schon lang nicht mehr und seine Ehre hat er schon lang verloren. Von seiner Familie oder seinen Kollegen hat er sich längst abgewendet. Als eine Nonne von zwei Jugendlichen vergewaltigt wird, regt sich in seiner müden Seele ein Teil von religiöser Sehnsucht. Nach anfänglichen Schweigen vergibt die Nonne ihren Peinigern, doch auf der Festnahme der Vergewaltiger stehen 50.000$ Belohnung, die der Bad Lieutenant aufgrund seine Wettschulden dringend gebrauchen könnte.

Dreckige und Körnige Bilder der trostlosen Großstadt bestimmen den Film. Der zarte Soundtrack von Joe Dalia und der sich immer wiederholende Klassiker 'Pleading My Love' von Johnny Ace tragen ihren Teil zur Atmosphäre bei und geben dem Film eine unangenehme Grundstimmung die sich von der ersten bis zur letzten Minute hält.

Abel Ferrara schafft es den perfekten Darsteller für die Rolle des versifften Polizisten zu besetzen. Harvey Keitel übernimmt die Hauptrolle und übertrifft sich mit seiner One-Man-Show selbst.. Er spielt seinen Charakter mit derartiger Authentizität dass es fast beängstigend wirkt.

Ferrara inszeniert ein Großstadt-Drama um einen Mann des Gesetzes, der längst den Bezug zur Realität verloren hat. Er zieht durch die Nacht auf der Suche nach dem nächsten Schuss, für den er alles tun würde. Der Bad Lieutenant ist widerwärtig, abstoßend und doch mitleiderregend. Wenn Keitel völlig zu gedröhnt zwei Frauen bei Fesselspielen beobachtet und dann nackt im Zimmer gequält vor sich hin tanzt wird schnell klar in welchen Kreisen er unterwegs ist. In einer anderen Szene, in der er zwei Führerscheinlose Mädchen zwingt ihm einige sexuelle Praktiken vorzuführen um davor zu Onaniert, zeigt sich überdeutlich in welchen Abgründen sich der Lieutenant längst befindet. Dazu zeigt sich am Finger von einem der Mädchen ein deutliches Religiöses Zeichen, welches den anderen Aspekt des Filmes einläutet. Der Bad Lieutenant kann nicht verstehen wieso die Nonne ihren Vergewaltigern vergibt und versucht sich in Religion zu flüchten. Innerlich zerfressen, auf der Suche nach Erlösung, ein Wrack, ein Niemand. In der wohl faszinierendsten Szene erscheint dem abwechselnd wimmernden und wutentbrannten Lieutenant Jesus. In dieser Szene wird auch dem Lieutenant endlich deutlich wie sündig sein Leben ist und wie verloren er schon lange ist. Zum Ende gibt es noch einem unerwarteten Schlag ins Gesicht der den Zuschauer völlig zerrissen zurücklässt.

Fazit: Abel Ferrara‘s Sozialstudie um einen gequälten Mann der sich lange schon selbst verloren hat ist authentisch, eindringlich und exzellent gespielt von Harvey Keitel. Ein dreckiger und abstoßender Film auf einer Seite, Spirituell und Mitleidserregend auf der anderen. Um es aber nochmal zu sagen: Ferrara's 'Bad Lieutenant' ist nicht mit Herzog's Version zu vergleichen.

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

SoulReaver

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Hmmm, ich mag ihn eigentlich. Aber stimmt schon, Cage kann Keitel nicht das Wasser reichen. Dazu muss ich noch sagen, dass ich Herzogs Version vor Ferraras gesehen hab. Vllt sollt ich den nochmal ansehen...


hoffman587

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Sehr gut, ganz großes Werk, mit Mega.Keitel, viel spiegelt sich im Glauben wieder, fands teilweise tiefschwarz und pessimistisch, düster, unheimlich Schuld, Sühne, Vergebung:)


Effenberg

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Bewertung7.0Sehenswert

Hallelujah! Als hätte Martin Scorsese Graham Greene in ein schmuddliges New Yorker Apartment gesperrt, einen Eimer voll Koks hingestellt und angeschrien:"Du kommst hier erst raus, wenn du mir ein Drehbuch zu einem korrupten Cop auf der Suche nach Erlösung geschrieben hast. Katholisch muss er sein, versteht sich von selbst. Und zwar pronto ... und geduscht wird auch erst wenn du fertig bist, Kollege!" Der Film ist nicht gerade ein Zuckerschlecken und das Ganze überzogen zu nennen wäre als würde man Winnie Puuh dafür kritisieren, dass er zu niedlich ist aber ... das Ganze ist doch ein bisschen überzogen.

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doctorgonzo

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Winnie Puuh ist fett! Nicht niedlich! Trotzdem schöner Vergleich!


Effenberg

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Habe Winnie Puuh auch net gemocht. Die Sache mit der fehlenden Hose und das Geheule wegen Christopher Robin gingen mir ziemlich auf den Sack. Tatsächlich habe ich immer den Bären immer für einen sehr langsamen Päderasten gehalten. ABER: der neue Film ist so was von niedlich!! Habe den Film meiner Nichte gesehen und ... was soll ich sagen. Zooey Deschanel säuselt sich über den Soundtrack, der Esel sucht seinen Schwanz und das Schwein sagt, "wir werden alle sterben". Einfach sehr niedlich. Und das ist nicht einmal ironisch gemeint!


THE_JUDGE

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Bewertung7.0Sehenswert

Hmm, mal wieder so ein Film bei dem ich nicht recht weiß wie ich ihn bewerten soll. Harvey Keitel als völlig unsymphatischer Bulle/Mensch, der sich so mit Scheiße volldröhnt, ein Wunder das er in dem Film überhaupt noch zu irgendetwas fähig ist. Gespielt ist das alles auf jeden Fall mit hundertprozentigem Einsatz, das steht fest und das ist gut so. Ein Film über Selbsthass, Misanthropie und irgendwie auch über die Kirche. Teilweise unerträglich, teilweise übertrieben und ein wenig in die Länge gezogen, dabei aber nicht wirklich langweilig. Es bleibt auf jeden Fall was hängen und wenn ihr das nächste Mal auf dem Heimweg von der Disko ohne Führerschein angehalten werdet, ihr wisst was euch erwartet...

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DerDude_

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Geschichte vom korruptem und Drogenabhängigem Cop wurde schon oft erzählt , aber nie so hart und gewissenlos wie in "Bad Lieutenant".

Obwohl der Film "Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen " kein Remake ist , und ich ihn für sogar besser als diesen Film halte , gibt es zwei Dinge in welchen dieser Film , dem Herzog Film überlegen ist :Der Hauptdarsteller und das Konsequente.

Für das Konsequente kann ich als Beispiel die Szene nennen in der der Cop die zwei Schwestern im Auto anhält. Sie kommt in beiden Filmen vor (In Herzogs Film sind es zwei Jugendliche Junkies) .
Im beiden Szenen treffen in der Hauptfigur der strenge Gesetzeshüter und der böse Gangster aufeinander.
Im Orginal macht Keitel nie den Anschein als stände er auf der Seite des Gesetz , sondern lässt den Zuschauer spühren was er wirklich will.Im Remake denkt man ungefähr so "Oh Nic Cage ist wirklich ein harter , strenger Cop und und...WAS MACHT ER DENN JETZT ?".
Wieso der Hauptdarsteller besser ist muss ich nicht groß erwähnen.So klasse Cage im Remake auch war , gegen Keitel kommt niemand an.NIEMAND.Er zeichnet diesen Film aus .

Leider hat der Film keinen richtigen roten Faden , weshalb es ein wenig an Spannung mangelt.Der Film hat viele anstößige Szenen.Einige sind aus gutem Grund so hart (Vergewaltigung der Nonne) ,andere sind einfach nur überflüssig (der nackte Harvey Keitel).

Fazit : Film = sehr gut
Harvey Keitel = absolut grandios

P.S. Lest euch meine Kritik zu "Bad Lieutenant -Cop ohne Gewissen" durch.

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Ripley1

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Der entscheidende Unterschied zur späteren Version ist Ferraras Katholizismus. Er erzählt von Schuld, Vergebung und Sühne. Herzog verzichtet auf eine solche "Sinngebung". Herzogs Lieutenant wird gerettet - fast schon ironisch - ohne innere Entwicklung, quasi durch Zufall in einer sinnlosen Welt.


harm4life

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Bewertung9.0Herausragend

Bad Lieutenant ist kurz gesagt Harvey Keitel auf Crack.

Martin Scorsese zählt diesen Film zu seinen persönlichen Top 5 der 90er Jahre und ich muss ihm nickend zustimmen.
In seiner Paraderolle spielt Keitel die pure Korruption in Menschengestalt. Zwar ist der Film mit unglaublich viel Szenen gespickt in denen Drogen aller Art und Aggregatzustände konsumiert werden. Dabei wurde nur selten gegekleckert, sondern eher geklotzt und manche Stellen ziemlich weit ausgedehnt. Das sieht man jedoch vor allem am Anfang.
Mit voranschreitender Laufzeit nimmt Bad Lieutenant immer weiter an Fahrt auf. So darf man sich auf 100 Minuten Sturz in den Abrund mit einem prolligen, menschenverachtenden, drogen- und alkoholabhängigen, ausrastenden, weinenden und am Ende sogar reuigen Harvey Keitel freuen.

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Mr.AdGood

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein unangehmer Film,mit einigen Längen.Harvey Keitels Spiel als Cop,der sich dem psychischen und physischen Abgrund im Laufe des Films immer mehr nähert und auch erreicht, ist jedoch überragend und trägt den ganzen Film.Die Frage nach der Erlösung wird meiner Meinung zu einfach gelöst,dennoch bleiben die eindringlichen und teils sehr brutalen Szenen im Gedächnis hängen und hinterlassen einen sehr bedrückenen Eindruck.Und das wollte der Regisseur Abel Ferrara wohl auch erreichen.Sehenswert!

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ComicFan

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Bewertung7.5Sehenswert

Spannendes (krankes) Drama, welches die harte Realität wiederspiegelt, mit einem grandiosen Harvey Keitel. Aber auf manche Ausblicke hätte ich auch verzichten können...

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alanger

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den mit harvey.


ComicFan

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Dann kann man das wohl nur mit der altbekannten "Geschmackssache" erklären...


guggenheim

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Bewertung6.5Ganz gut

Menschlicher Siff, auf Film gebannt. Allerdings lebt "Bad Lieutenant" praktisch nur von Keitels Spiel und hängt ansonsten ziemlich durch. Zuzugucken, wie sich ein Polizist immer tiefer in den Abgrund reisst und sich dabei keineswegs auf Seiten der Guten präsentiert, ist ohne stringent herausgearbeiteten und durchgezogenen Handlungsfaden relativ uninteressant. Die plakative Symbolik erweist sich ebenso wenig als Vorteil. Aber, und das gibt dem Film wieder Oberwasser, das Ende (besonders die Schlusseinstellung) ist, ebenso wie, ich erwähnte es schon, Keitel, großartig und rettet einiges.

Fazit: "Bad Lieutenant" ist ein guter Film - nicht mehr, nicht weniger. Bewusst auf Provokation getrimmt und voyeuristisch gehalten, wird dabei zu wenig eine ansprechende und bewegende Charakterstudie vorgetragen, sondern sich weitestgehend auf die Sogwirkung des gezeigten radikalen Lebens der Hauptfigur verlassen, was jedoch nur bedingt funktionert.

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alanger

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eigentlich eine zumutung von film.


guggenheim

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Das hast du in deinem Kommentar ja auch deutlich angemerkt :)


Jan Terzky

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Bewertung3.0Schwach

Harvey Keitel zeigt wirklich eine hervorragende schauspielerische Leistung. Sonst kann man den Film nur ansehen, wenn man auf Droge ist...

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JackoXL

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Bewertung6.5Ganz gut

Ganz schwieriger Film. Lebt durch Harvey Keitel, der eine fantastische Leistung abliefert. Der Filmtitel ist absolut passend. Der lässt mal gar nichts aus. Crack, Koks, Alkohol, Nutten, Wetten und er ist schon lange über den Punkt weg, an dem das mal Spaß gemacht hat. Der Film ist eine einzige Geisterbahnfahrt einer Figur, die schon ganz unten ist und trotzdem noch ein Loch sucht, um weiter zu fallen. Das ist, wie gesagt, beeindruckend gespielt. Abel Ferrara ist halt ein Regisseur, der es seinem Publikum selten einfach macht. Seine Filme haben kein großes Budget, sprechen nicht die breite Masse an und er versucht auch kein Stück, sie dem Zuschauer durch andere Ideen irgendwie unterhaltsam zu gestallten. Das Ganze ist sehr trocken inszeniert und macht keine Sekunde Spaß. Man muss sich Mühe geben dran zu bleiben, wird dafür nur durch den brillianten Hauptdarsteller belohnt. Ich glaube, das war auch sein Ziel und ist damit gelungen, schonungs-und hoffnungslose Charakterstudie. Als Unterhaltungsprodukt gänzlich ungeeignet, wenig Story und sehr minimalistisch umgesetzt. Man braucht eine gewisse Stimmung für den Film, die ich nicht immer aufbringen kann und manche nie. Einerseits sehenswert, andererseits zu unbequem, um mir immer zu gefallen.

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spanky

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Bewertung9.0Herausragend

Ein seelentiefer Abgrund, der sich Bild für Bild anfüllt mit Schmerz, Blut, Crack und Vergewaltigung. Harvey Keitel hat sich damit ein Monument errichtet als mutigster Schaupieler seiner Generation.

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Fritz_Flieder

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film geht an die Schmerzgrenze.
Bei dieser Performance von Harvey Keitel ist der Film schon fast wurscht. Wenn sowas Method acting ist muss der arme Kerl schon einiges durchgemacht haben. MUSS man gesehen haben. Nur wegen ihm. Unglaublich intensiv.

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dae-su

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

BAD LIEUTENANT ist ein dreckiges, humorloses, kleines Stück Film. Getragen von der Tour de Force des großartigen Hauptdarstellers, der zu jeder Minute ungeheure Präsenz auf die Leinwand bringt - böse, finstere, hundsgemeine Präsenz. Die Baseball-Finals sind der einzige erkennbare rote Faden, sie führen durch die Handlung und damit immer tiefer in einen Strudel aus Drogen, Gewalt, Stumpfsinn. Tatsächlich scheint sich die Verfassung des namenlosen Cops von Playoff zu Playoff immer weiter zu verschlechtern, immer weiter dem Wahnsinn entgegenzusteuern. Das ist zugleich Stärke und Schwäche des Films:

Der rapide, kompromisslose Niedergang Harvey Keitels ist nicht nur schonungslos und roh inszeniert, er schafft intensivste Szenen, die in langen statischen Kameraeinstellungen alles entblößen, was Keitel seiner Figur gibt. Gleichzeitig muss die fehlende Handlung als Grund für die ein oder andere Länge herhalten, die sich doch immer wieder einschleicht (hier fehlt sicherlich die Wirkung einer Kinoleinwand). Episodisch reitet der Lieutenant sich in verschiedenen Situationen immer tiefer in die Scheiße, Wettschulden erdrücken ihn, Drogenprobleme sind wichtiger als die Familie.
Letzten Endes ist es aber die Frage der Schuld, die christliche Frage der Vergebung, die Ferrara beschäftigt. Die ambivalente, religiös aufgeladene Symbolik, die Handlungsebene der vergewaltigten Nonne: Keitels Figur folgt in umgekehrter Logik einer Glaubensideologie, die er selbst nicht versteht. Seine Exekution nach der "guten Tat" steht für den Opfertot - und ist doch nur die logische Konsequenz einer korrupten, schonungslosen, gewalttätigen Gesellschaft.

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Blonder

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Cop der drogensüchtig und hoch verschuldet ist, geht mit jedem weiteren Schritt, den er tut, auf den Abgrund zu. Aber nicht nur mit ihm geht es Berg ab, sondern auch mit dem Zuschauer. Denn stellenweise ist der Film schon fast unerträglich und man weiß eigentlich nicht einmal ob man Mitleid oder Teilnahmlosigkeit empfinden soll. Dass der Film so gut funktioniert liegt größtenteils an einem sehr überzeugenden Harvey Keitel.
Faszinierender und abstossender Trip in die Hölle.

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alanger

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Bewertung4.0Uninteressant

ferrara macht das was er am besten kann: er dreht einen film an dem nix plausibel ist. das dann aber mit richtig theaterdonnernder humorlosigkeit, ach so schönen religiös verbrämten bildern und viel hass zu seinen schauspielern ...die sich redlich abstrampeln.
schlechte filme kann er gut.

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spanky

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Gefällt mir aber jetzt mal gar nicht! Ferrara kann vor allem Abgründe gut. Und wenn das hier kein meisterlicher Abgrund ist, dann ist das, was da draußen vom Himmel fällt, radiokativer Niederschlag.


alanger

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was da draußen vom himmel fällt IST radiokativer niederschlag;)


peterpit

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Bewertung7.0Sehenswert

Deiser Film zieht Dich hinab in ein Loch voller Lügen und verdorbenen Menschen, die ihre Positionen schamlos ausnützen. Sehr krass, sehr dunkel. Sehr interessant.

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JeanLucBizarre

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Bewertung6.0Ganz gut

Klar, Keitel spielt den ultimativen Bad-Cop sehr überzeugend, aber ich verstehe seine Motivation nicht. Er hat doch alles: Familie, Job, "Freunde", Respekt - was treibt ihn sich so abzuschießen? Ich verstehe es einfach nicht. Oft fand ich auch den Slang, der gesprochen etwas unverständlich, was das Ganze nicht unbedingt verbessert hat.
Schwere Kost, die mich ziemlich verstört zurücklässt..

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annaberlin

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Bewertung7.5Sehenswert

Harvey Keitel ist der Star dieses Films, mit dem alles steht und fällt. Die Idee des Bad Cops ist interessant, die Inszenierung klassisch-langweilig (aus heutiger Sicht), aber Harvey Keitels physische Präsenz so erschütternd gut, dass er neben Daniel Day Lewis zu den Top männlichen Darsteller unserer Zeit gehört.

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Schlegel

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Mal schaun, was der Herzog gemacht hat. Er und Ferrara wollten sich ja angeblich duellieren, des Titels wegen.


annaberlin

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mal sehen...bin nervös...da ich das original und werner herzog mag..


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