Nach Missbrauchsvorwürfen

Das kostet es, Kevin Spacey im fertigen Alles Geld der Welt zu ersetzen

Kevin Spacey in Baby Driver
© Sony
Kevin Spacey in Baby Driver

Mitte der Woche wurde bekannt, dass Regisseur Ridley Scott seinen Darsteller Kevin Spacey aus dem Drama Alles Geld der Welt schneiden und durch Christopher Plummer ersetzen wird. Die Missbrauchsvorwürfe gegen den Schauspieler waren für Scott und das Studio von Sony nicht mehr tragbar. Sowohl in House of Cards als auch im Ridley Scott-Film Alles Geld der Welt wird Kevin Spacey nicht mehr zu sehen sein. Anders als bei der Netflix-Serie waren bei Alles Geld der Welt sämtliche Szenen mit Kevin Spacey aber bereits abgedreht, der Film durchlief die Postproduktion und soll nach wie vor Ende Dezember seine Kinopremiere in den USA feiern.

Um den Termin einzuhalten, müssen innerhalb kürzester Zeit erhebliche logistische Prozesse bemüht werden. Besonderen Aufwand werden natürlich die Nachdrehs benötigen. Wie Variety berichtet, belaufen sich die geschätzten Kosten hier auf einen Betrag über 10 Millionen US-Dollar, die die Produktionsfirma Imperative tragen wird.

Zu den 10 Millionen Dollar für etwa 10 Nachdrehtage kommen die Kosten für die Post-Produktion und die Herstellung neuen Marketing-Materials, schreibt Variety. Es müssen also neue Trailer geschnitten, Poster und Aufsteller für Kinos gedruckt und neue Werbekampagnen konzipiert werden. Plummer selbst wird für seine Szenen als Milliardär J. Paul Getty Jr. im Entführungsdrama acht bis zehn Tage zur Verfügung stehen müssen; selbiges gilt für die Ko-Darsteller Mark Wahlberg und Michelle Williams, deren Aufwandsentschädigung womöglich bereits in den ursprünglichen Verträgen festgehalten ist. Plummer könnte laut Variety eine Gage zwischen 250.000 und 400.000 US-Dollar aufrufen. Spacey agierte in seinen Szenen häufig alleine, weshalb das Studio es vorzog, die Szenen vollständig nachzudrehen und nicht Plummer nachträglich digital einzufügen

Natürlich hätte Sony die Veröffentlichung von Alles Geld der Welt auch einfach verschieben können. Wie Variety erfuhr, will Sony den ursprünglichen Termin allerdings unbedingt einhalten, um Alles Geld der Welt vor anderen, ähnlichen Produktionen in die Kinos zu bringen. Dazu zählen etwa Danny Boyles Drama Trust und eine Serie, die sich ebenfalls mit dem Getty-Entführungsfall beschäftigt. In Deutschland wird Alles Geld der Welt voraussichtlich am 15.02.2018 starten.

moviepilot Team
Surfer Rosa Hendrik Busch
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Hält sich jung mit Coming-of-Age-Filmen.
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