Enormer Aufwand für ES 2: Wie die pubertierenden Kinder jünger gemacht wurden

ES 2
© Warner Bros.
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Kinder können sich gerade in der Pubertät rasant verändern. Dies musste auch die Horrorfortsetzung ES 2 erfahren. Diese erschien zwar "nur" zwei Jahre nach dem ersten Part der Neuverfilmung basierend auf dem gleichnamigen Stephen King-Buch. Gleichwohl war ein immenser Kraftakt nötig, um die Kinder im Sinne der Kontinuität des ersten Teils korrekt darzustellen.

Zwar spielt ES 2 ganze 27 Jahre nach den Ereignissen seines Vorgängers, aus den Kindern sind inzwischen Erwachsene geworden. Allerdings enthält das Sequel Flashbacks mit den jungen Mitgliedern des Losers' Club Bill (Jaeden Martell), Stanley (Wyatt Oleff), Eddie (Jack Dylan Grazer), Richie (Finn Wolfhard), Beverly (Sophia Lillis), Mike (Chosen Jacobs) und Ben (Jeremy Ray Taylor).

Im Interview mit IndieWire äußerte sich die an den ES 2-Spezialeffekten beteiligte Sarah Marika zum Verjüngungsprozess.

Kinder in ES 2 wurden für Effektspezialisten zur "Zielscheibe"

Marika ist eine ranghohe Mitarbeiterin für visuelle Effekte beim Studio Lola VFX, das etwa schon im Marvel Cinematic Universe (MCU) für diverse Verjüngungskuren sorgte. Schon im ersten ES seien Veränderungen bei den Kindern "von Sequenz zu Sequenz" bemerkbar gewesen, "aber man schaut einen Film mit Kindern darin und das Gehirn vergibt das." Und so habe man in dem Streifen nach einer Referenz, einen Kompromiss, für den Nachfolger gesucht.

Ein Team aus 20 Künstlern habe 2D-Techniken angewandt, um beispielsweise die Haut glatter zu machen oder die Form der Kinder in ES 2 zu verändern. Marika bezeichnete die jungen Darsteller als sich "bewegende Zielscheibe", da man sich ihre Veränderungen ganz genau angesehen habe.

Es sei ein fortlaufender Prozess "mit ständiger Modifizierung" gewesen. Diese Beobachtungs- und Anpassungsphase habe im Vergleich zu Effektarbeiten an anderen Filmen einen großen Teil eingenommen.

Bei der Verjüngung der Kinder in ES 2 habe es unterschiedlich hohe Anforderungen gegeben. Beverly-Darstellerin Sophia Lillis habe sich beispielsweise kaum verändert, während Bens rundlicher Schauspieler Jeremy Ray Taylor beträchtlich abgenommen habe.

Für ihn wurde etwa Babyspeck ins Gesicht hinzugefügt und die Bauchgegend gedehnt. Die größte Herausforderung sei Richie gewesen, da dessen Akteur Finn Wolfhard massiv gewachsen sei und sich so auch seine Gesichtsproportionen verändert hätten.

Letztlich arbeitete Lola an 200 Einstellungen aus ES 2. Die höchste Priorität bei der Effektschmiede habe laut Marika stets die Erhaltung der Darstellung, die auch durch die "starke Vision" von Regisseur Andy Muschietti gesichert worden sei.

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NeonFox Alexander Börste
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