Inzwischen ist Netflix nicht mehr so experimentell unterwegs wie vor ein paar Jahren noch. Namhafte Marken wie The Witcher, Bridgerton und Resident Evil werden als groß angelegte Serien mit Franchise-Potential verfilmt, während etablierte Erfolgskonzepte alle paar Monate im neuen Gewand wiederkehren. Das war nicht immer so.
Eine Zeit lang wagte sich Netflix in Nischen, die die Konkurrenz nur selten betreten hat. Idiosynkratische Projekte wie The OA und Lady Dynamite verwandelten den Streaming-Dienst damals in einen Ort der Unberechenbarkeit. Eine der besten Serien aus dieser Ära ist der eigenwillige Sci-Fi-Dramedy Maniac mit Emma Stone.
Geniale Sci-Fi-Serie bei Netflix: Maniac mit Emma Stone und Jonah Hill verdreht euch den Kopf
Die Geschichte von Maniac entführt in ein minimal dystopisches New York. Hier sorgt der Pharmakonzern Neberdine Pharmaceutical Biotech (NPB) mit einem dreitägigen Test für Aufsehen, der die Teilnehmenden von all ihren psychischen Problemen befreien soll. Für die von Stone gespielte Annie Landsberg kommt dieser Test wie gerufen.
Hier könnt ihr den Trailer zu Maniac schauen:
Annie driftet ziellos durch ihr Leben und blickt auf einen Berg zerbrochener Beziehungen zurück. Vor allem auf ihre Mutter und ihre Schwester ist sie nicht gut zu sprechen. Bei NPB trifft sie auf den von Jonah Hill verkörperten Owen Milgrim, der aus einer wohlhabenden Familie stammt und mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat.
Zwei ungleiche Menschen an einem rätselhaften Ort: Die Räume von NPB könnten direkt aus einer klaustrophobischen Mystery-Serie wie Severance und Homecoming stammen. Doch bald schickt die Serie ihre Figuren in aufregende Fantasy-Abenteuer und düstere Spionage-Thriller. In Maniac ist nichts so, wie es scheint.
Sci-Fi-Geheimtipp: Maniac ist die perfekte Serie für einen Binge-Marathon bei Netflix
Je tiefer wir in das NPB-Labyrinth eindringen, desto faszinierender wird die Serie. Abseits der vielen Rätsel und Geheimnisse begeistert Maniac mit einem detailverliebten Retro-Look. Obwohl hier etwas Wahrhaftiges in den Figuren entdeckt werden soll, fühlt sich die Umgebung verzerrt an, als würde die Welt aus den Fugen geraten.
Kreativer Kopf hinter dem Projekt ist Patrick Somerville, der ebenfalls die brillante Post-Apokalypsen-Erzählung Station Eleven geschaffen hat. Er schleust nachdenkliche wie humorvolle Töne in die Geschichte, die von Dan Romers (Beasts of the Southern Wild) großartigem Score unermüdlich angetrieben wird.
Ein weiterer Bonuspunkt für Maniac: Co-Ideengeber Cary Joji Fukunaga (Keine Zeit zu sterben) führte bei der gesamten Serie Regie. In seiner Inszenierung stecken so viele aufmerksame Beobachtungen, dass man die Serie gleich zweimal hintereinander schauen kann und direkt neue Details zum Verlauf der Geschichte entdeckt.
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Maniac wurde als Miniserie konzipiert und feierte am 21. September 2018 ihre Premiere bei Netflix. Insgesamt erwarten euch zehn Episoden mit einer Laufzeit zwischen 26 und 47 Minuten. Bei einem Binge-Marathon – und die Serie bietet sich definitiv dafür an – solltet ihr damit nach knapp sechseinhalb Stunden durch sein.