Spider-Man als Star Wars-Held: So hat Tom Hollands Lachanfall die Sequel-Trilogie gerettet

14.03.2021 - 09:00 UhrVor 9 Monaten aktualisiert
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Eine neue Hoffnung oder ein Reinfall? | Star Wars 9 Rise of Skywalker Review
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© Disney
Tom Holland
John Boyegas gefeierte Star Wars-Rolle als Finn wäre um ein Haar an Spider-Man Tom Holland gegangen. Doch der torpedierte seine große Chance mit einem Lachanfall.

Über die Qualität der Star Wars-Sequeltrilogie wird auch über ein Jahr nach Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers noch heftig diskutiert. Einige bemängeln exzessiven Fan-Service, andere einen respektlosen Umgang mit den Helden der Originaltrilogie. Viele Kritiker sind sich allerdings einig: John Boyegas Besetzung als Ex-Stormtrooper Finn ist ein Hochgenuss. Dabei hätte sich beinahe Spider-Man Tom Holland die Rolle geschnappt. Aber ein Lachanfall kam dazwischen.

Tom Holland torpedierte mit einem Lachanfall seine Star Wars-Karriere

Schauspieltalent schützt nicht vor vergeigten Vorsprechen. Diese Erfahrung machte auch Tom Holland im Zuge des Castings von Star Wars 7: Das Erwachen der Macht, wie er kürzlich im Interview mit der Schauspiel-Seite Backstage  bekannt gab. Regisseur J.J. Abrams suchte bewusst nach eher unbekannten Gesichtern und Holland schien sich bereits als einer der Favoriten für die Rolle von Finn herauszukristallisieren.

Tom Hollands Star Wars-Besetzung als Finn war greifbar

"Ich erinnere mich an mein Vorsprechen für Star Wars [7]", erzählt Holland. "Es war schon das vierte oder fünfte Vorsprechen und ich bewarb mich auf John Boyegas Rolle." Mehrere Casting-Durchgänge sind gerade bei großen Franchises keine Seltenheit. Falls es aber tatsächlich schon der fünfte Durchlauf war, muss Holland der Rolle schon recht nah gekommen sein.

Tom Holland in seiner Paraderolle als Spider-Man

Aber dann machte ihm seine Reaktion auf eine Droiden-Dame den besetzungstechnischen Garaus.

Chance verlacht: So hat Tom Holland sein Star Wars-Vorsprechen vergeigt

Holland fährt fort:

Ich erinnere mich, dass ich diese Szene mit einer Dame spielte und sie war einfach eine Drohne [bzw. ein Droide]. Ich sagte also all diese Sachen wie 'Wir müssen zurück zum Schiff!' und sie antwortete nur 'Bieeep, bieep blubb bliep bluup.'

Ab da konnte sich der Schauspieler nicht mehr zusammenreißen:

Ich konnte einfach nicht aufhören zu lachen. Ich wand es so witzig. Und ich fühlte mich gleichzeitig echt schlecht, denn sie gab sich solche Mühe, ein überzeugender Androide oder was auch immer zu sein. Ja, ich bekam die Rolle ganz offensichtlich nicht. War nicht mein bester Moment.

Was für Holland eine schmerzhafte bis komische Erinnerung sein dürfte, ist für die Star Wars-Sequels ein Segen. Nur so konnte John Boyega nämlich in seiner (immer noch viel zu kleinen) Rolle glänzen.

Darum Tom Hollands Ausrutscher eine Rettung für die Star Wars-Sequels

Der perfekte Finn: John Boyega

Um es mal ganz deutlich zu sagen: Tom Holland ist meilenweit davon entfernt, ein schlechter Schauspieler zu sein. Sein Spider-Man muss sich selbst vor Tobey Maguires Spinnen-Urahn nicht verstecken und hat dem ganzen Franchise einen unglaublichen energetischen Schub verpasst. Und dennoch wäre Finn mit Holland-Besetzung ein ganz anderer geworden.

Wie hätte Finn mit Tom Holland ausgesehen?

Im Nachhinein zu spekulieren, ist immer etwas müßig. Gleicht man allerdings die Bedeutung Finns in den Star Wars-Sequels mit Hollands bisher größten Leistungen als Spider-Man ab, so fällt mir sofort eines auf: Die satirischen Elemente drohen, die Rolle zu verschlucken.

Tom Holland passt darum so gut als Spider-Man, weil er ein zittriges Energiebündel ist. Seine Unruhe verleiht den Filmen Tempo, seine Tollpatschigkeit macht sie gleichzeitig spannend und zum Schießen komisch. Ideale Eigenschaften für einen Superhelden in der Pubertät. Aber nicht unbedingt für einen traumatisierten Stormtrooper.

John Boyega ist der ideale Finn

John Boyegas Finn ist traumatisiert vom Krieg

Boyegas Leistung ist dagegen extrem vielschichtig. Er ist einerseits ein Tollpatsch, der sich vor Rey aufspielen will, aber gleichzeitig auch ein traumatisierter Soldat, eine tragische Figur, die sich unter markerschütternder Panik ihrer Angst stellt. FN-2187 bzw. Finn ist der erste Stormtrooper, dem wir unter den Helm schauen dürfen, und dafür passt Boyegas Performance perfekt.

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Es ist diese Tragik, die John Boyegas Finn besitzt und die Tom Hollands Spider-Man fehlt. Ob Holland diese traurige Note in sich hätte finden können, ist Spekulation.

Er wird es in Kürze im neuen Thriller der Avengers 4-Macher unter Beweis stellen können. Fest steht: John Boyega ist der perfekte Finn - umso schlimmer, dass die Rolle für ihn zur großen Star Wars-Enttäuschung wurde.

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Dafür spricht Jenny mit den beiden Star Wars-Experten Yves und Matthias. Im Podcast erfahrt ihr nicht wichtige Hintergrundinfos über die Gastauftritte. Wir diskutieren auch, ob sich Staffel 2 steigert und was uns in Staffel 3 erwartet.

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