Heute im TV: 7 Dinge, die an Star Wars 7 immer noch verdammt nerven

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Star Wars 7
17.02.2022 - 09:00 UhrVor 5 Monaten aktualisiert
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Star Wars 7 läuft heute im TV. Und auch wenn viele Franchise-Fans den Film mögen, so hat er doch einige Schwächen und traf seltsame Entscheidungen.

Die Qualität der Star Wars-Sequel-Trilogie ist in Fan-Kreisen immer noch Verhandlungsbasis. Selbst Star Wars-Macher J.J. Abrams hat mittlerweile grundlegende Fehler zugegeben. Und auch wenn Star Wars 7: Das Erwachen der Macht in den Augen vieler als der beste Teil des Dreigestirns gilt, regen sich Fans immer noch über viele seiner Aspekte auf. Hier sind die 7 wichtigsten. Es folgen selbstverständlich Spoiler zum Film.

1. Die Star Wars 7-Story ist die dreiste Kopie eines berühmten Vorgängers

Der wohl bekannteste Vorwurf an Star Wars 7: Er ist ein verkapptes Remake des originalen Krieg der Sterne. Es geht um einen jungen Menschen von einem Wüstenplanet (Luke/Rey), der zwar die Macht besitzt, es aber nicht weiß und schließlich gegen einen schwarzen Ritter (Darth Vader/Kylo Ren) und seinen Meister (Der Imperator/Snoke) zu Felde zieht. Seine Vaterfigur (Ben/Han) stirbt einen tragischen Tod. Et cetera.

Wer gutmütig ist, mag es Remix statt Remake nennen. Von einem so großen Vorbild zu mopsen, ist für sich genommen auch nicht schlimm. Was nervt, ist der Umfang. Warum sollten Fans sich für den neuen Film begeistern, wenn er in der Essenz die Story des alten Films nacherzählt?

Schaut euch hier den Trailer zu Star Wars 7 an

Star Wars 7 Das Erwachen der Macht - Trailer 4 (Deutsch) HD
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2. Wie zum Geier kommt der große Star Wars 7-Krieg überhaupt zustande?

Wenngleich kopiert, ergeben solche Story-Aspekte immer noch Sinn. Ganz im Gegensatz zum zentralen Konflikt zwischen dem Widerstand und der Ersten Ordnung. Wo zum Geier ist bitte die Republik mit ihren tausenden von Planeten und Millionen von Soldaten, die dem Widerstand zu Hilfe eilen könnten? Warum ist von den neuen Herrschern über eine ganze Galaxis nichts mehr übrig als gefühlte 12 X-Wings?

Da mag die Erste Ordnung schadenfroh kichern, aber sie sollte besser ganz ruhig sein. Denn da sieht es nicht besser aus: Motivation? Nichts. Pläne? Nada. Ohne das Wissen um den Untergang der Republik oder die detaillierte Boshaftigkeit der neuen Fieslinge gibt es keinen Grund, den einen oder die anderen zu fürchten. In der Konsequenz wirken beide völlig blass.

3. Luke Skywalker ist in Star Wars 7 ein Mythos

Dagegen wird der Status von Luke Skywalker (Mark Hamill) derart überbetont, dass ihn etwa Rey (Daisy Ridley) für eine Legende oder einen Mythos hält. Dabei ist sein letzter großer Auftritt gerade mal 30 Jahre her. Halte ich die Backstreet Boys für ein Kindermärchen? Oder den Mauerfall?

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4. Lukes Lichtschwert taucht in Star Wars 7 wieder auf

Und ein weiteres Detail betrifft den berühmten Helden in bevorzugt monochromem Outfit: In einer Szene stellt sich heraus, dass Bar-Besitzerin Maz Kanata (Lupita Nyong'o) in den Besitz seines alten Lichtschwerts gelangt ist. In Star Wars 5 landet es im schwarzen Loch eines Lüftungsschachts, als Papa Darth (David Prowse) seinem Sohn Luke die Hand absäbelt. Wie soll Maz an das Ding rangekommen sein? Das riecht einfach zu sehr nach faul dahingezaubertem Fan Service.

5. Eine der coolsten Star Wars 7-Figuren wird kaum genutzt

Dagegen ist Stormtrooper-Kommandantin Phasma (Gwendoline Christie) ein Aspekt des Films, der viel mehr Screen Time bekommen sollte. Sie sieht aus wie die Chrom-Version von Boba Fett. Sie ist die Definition von Badass. Und was passiert dann mit ihr? Sie stapft bedrohlich durch die Gegend oder scheißt Finn (John Boyega) zusammen. Natürlich folgen hier noch zwei weitere Star Wars-Filme, aber ihr Auftritt dort ist auch nur marginal größer.

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6. Lukes Karte in Star Wars macht ihn entweder zum Arsch oder zum Idioten

Oder in anderen Worten: Warum sollte der Mann überhaupt eine Karte hinterlassen? Wenn ich ohne irgendwem Bescheid zu sagen als Einsiedler auf das planetare Äquivalent von Hintertupfingen ziehe, will ich nicht gefunden werden. Dann eine Karte zu hinterlassen, ist idiotisch. Aber wisst ihr, was noch schlimmer ist? Eine Karte zu hinterlassen und sie dann wie ein dreckiger Spaßvogel in zwei Teile zu teilen. Wozu soll das gut sein? Für Feinde ist dieser Sicherheitsmechanismus nicht schwer genug. Und für Freunde ist er einfach nur nervig.

7. Die allerliebsten Star Wars-Figuren in Episode 7 sind nur Beiwerk

Han (Harrison Ford) und Leia (Carrie Fisher) wollen sich dagegen gar nicht verstecken: Sie zeigen sich in Episode 7 bereitwillig erneut dem Zuschauer. Fishers und Fords großartige Chemie in der Original-Trilogie wird hier allerdings nicht wiederbelebt. Ihre Dialoge dienen nur dazu, ein paar Hintergründe zu erklären. Sei sind rein funktional. Nach über 30 Jahren hätte man diesem Gespann eine bessers Bühne bieten können. Eine verpasste Chance.

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Selbstverständlich sind diese 7 Gründe weder vollständig noch verbindlich. Jeder Star Wars-Fan legt beim Schauen ein anderes Augenmerk auf den Film. Ich für meinen Teil empfinde J.J. Abrams Regiearbeit dank großartiger Leistungen von Daisy Ridley, John Boyega und Oscar Isaac dennoch als recht gelungen. Andere Fans könnten auf diese 7 Gründe aber vermutlich das doppelte und dreifache aufstapeln. Oder ihn für den besten aller Star Wars-Filme halten.

Wann kommt Star Wars 7 im TV?

Star Wars 7 läuft heute um 20.15 Uhr auf Vox.

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