Heute im TV: Action-Thriller mit Will Smith wurde zur Bedrohung für den US-Geheimdienst

12.11.2021 - 10:30 Uhr
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© Netflix
Will Smith
Will Smiths Filme können bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Action-Thriller heute im TV sorgte sogar beim US-Geheimdienst für Angst. Um sein Image.

Als einer der bekanntesten Hollywood-Stars haben Will Smiths Filme regelmäßig für viel Aufsehen gesorgt. Das geht so weit, dass er mit einem Sci-Fi-Film zum großen Impfgegner:innen-Vorbild wurde. Von Der Staatsfeind Nr. 1 dagegen fühlte sich der US-Geheimdienst NSA aufs Schlimmste verunglimpft und krempelte wegen dem Film prompt sein Image um. Der Action-Thriller läuft heute um 20.15 Uhr auf ProSieben.

Will Smiths Action-Thriller macht dem US-Geheimdienst Angst

Der Unmut ist verständlich: In Tony Scotts Thriller wollen skrupellose Agenten der National Security Agency immerhin den völlig unschuldigen Robert Clayton Dean (Smith) als unliebsamen Zeugen beseitigen. Dafür bedienen sie sich aller möglichen Spielarten perfider Überwachungstechniken. Erst mithilfe des Geheimdienst-Veteranen Brill (Gene Hackman) kann ihnen Dean zeitweise entkommen.

Schaut hier den deutschen Trailer zu Der Staatsfeind Nr. 1:

Der Staatsfeind Nr. 1 - Trailer (Deutsch)
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Verfolgung und Mord amerikanischer Bürger:innen machen sich natürlich nicht gut als öffentliches Image eines US-Geheimdienstes. Wie der Business Insider  zitiert, kam es daher auch zwischen der NSA und Scotts Produktion zum Eklat: Ursprünglich wollte die Agency den Film unterstützen, zog diese Ambition aber aufgrund der harschen Kritik ihrer Überwachungspolitik im Film zurück.

Aufnahmen des NSA-Geländes ließ Scott daher von einem Helikopter aus drehen. Als der Film in die Kinos kam, sorgte er beim Geheimdienst für Entsetzen: "Ich sah eine Vorschau [des Films] und musste feststellen, dass die NSA der Bösewicht ist", wird ein verwunderter Mitarbeiter zitiert. Die Chefetage reagierte mit Taten: Eine neue Image-Kampagne musste her.

NSA will wegen Will Smiths Action-Thriller ihr Image umkrempeln

"Ich entschied, dass wir nicht überleben konnten, wenn das öffentliche Bild von uns durch einen Will Smith-Film geprägt ist", erklärte NSA-Direktor General Hayden damals gegenüber CNN . In der folgenden Zeit arbeitete der Geheimdienst hart daran, seinen Ruf zu verbessern, gab Interviews und gewährte Reportern Zugang zu seinen heiligsten Hallen.

Will Smith und Gene Hackman in Der Staatsfeind Nr. 1

Nicht einmal die mächtigsten US-Institutionen scheinen also bisweilen vor der Massenwirkung eines Will Smith-Films gefeit. Interessanterweise spielten sich allerdings viele NSA-Kontroversen, etwa die mutmaßliche Überwachung von Angela Merkels Handy (via Süddeutsche Zeitung ) lange nach dem Kinostart von Der Staatsfeind Nr. 1 ab. Vielleicht sollte Smith bald mal ein Sequel drehen.

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