Das hat es noch nie gegeben: 28 Years Later ist der erste Blockbuster, der mit einem iPhone gedreht wurde

28.09.2024 - 20:11 UhrVor 6 Monaten aktualisiert
Die 28-Saga geht weiter20th Century Studios
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Anfang des Jahres wurde die Arbeit an der Zombie-Horror-Fortsetzung 28 Years Later offiziell bestätigt. Wie sich nun herausstellt, erwartet uns ein revolutionärer Blockbuster.

28 Days Later ist einer der einflussreichsten Filme des 21. Jahrhunderts. Nicht nur, weil Regisseur Danny Boyle und Drehbuchautor Alex Garland den schlurfenden Zombiefilm als rastlosen Horror-Thriller mit rennenden Infizierten neu erfunden haben. 28 Days Later hat für die Filmgeschichte noch eine weitaus größere Bedeutung.

Der endzeitliche Überlebenskampf war seinerzeit eine der ersten Hollywood-Produktionen, die digital gedreht wurde. Um Szenen wie die Eröffnungssequenz in den verlassenen Straßen Londons zu drehen, mussten Boyle und sein Team schnell und flexibel sein und entschieden sich für einen kleinen Camcorder aus dem Hause Canon.

Diesen rebellischen Geist hat Boyle nicht verloren.

Hollywood-Revolution im Franchise-Kino: Danny Boyle hat 28 Years Later mit einem iPhone gedreht

Wie aus einem Bericht von Wired  hervorgeht, wurde die Fortsetzung 28 Years Later ebenfalls mit unkonventionellen Methoden gedreht. Anstelle auf klassische 35-mm-Kameras oder moderne Digitalkameras zurückzugreifen, wie es inzwischen Standard in Hollywood ist, entschied sich Boyle für einen Dreh mit einem iPhone.

Bisher gab es nur ein Paparazzi-Foto, das über die verwendete Kamera bei 28 Years Later spekulieren ließ. Mehrere Personen, die mit der Produktion in Verbindung stehen, haben nun gegenüber Wired das iPhone 15 Pro Max als Hauptkamera bestätigt. Zudem sollen Action-Cams zum Einsatz gekommen sein, die an Nutztieren angebracht wurden.

Mit iPhones gedrehte Filme sind an sich keine Neuheit mehr. 2015 verblüfften die grell-rauschenden Bilder von Sean Bakers wilder Los Angeles-Odyssee Tangerine, während Steven Soderbergh gleich bei zwei Filmen, Unsane (2018) und High Flying Bird (2019), auf das Smartphone aus dem Hause Apple als Kamera zurückgriff.

  • Nicht "nur" mit einem iPhone gedreht: Nur, weil ein Film mit einem iPhone gedreht wird, heißt das nicht, dass Filmschaffende auf andere Werkzeuge verzichten müssen. Wie Wired anmerkt, wurde bei 28 Years Later ein Objektiv genutzt, das die Möglichkeiten des iPhones erweitert. Dazu kommen Bildbearbeitungsprozesse, die in der Postproduktion stattfinden, wie zum Beispiel die Farbkorrektur.

75 Millionen Dollar Budget: Danny Boyle verwandelt 28 Years Later in den ersten iPhone-Blockbuster

Im Experimental- und Kurzfilmkino kamen iPhones sowie andere Handykameras schon zuvor zum Einsatz. Für Aufsehen sorgte etwa Park Chan-wook mit Night Fishing (2011). Was macht 28 Years Later jetzt so besonders? Ganz einfach: Die Horror-Fortsetzung markiert den ersten Blockbuster, der mit einem iPhone gedreht wurde.

75 Millionen US-Dollar Budget stehen für Sony auf dem Spiel, ganz zu schweigen von den Marketingkosten, die später noch dazu kommen. Bei solchen Summen wird in Hollywood selten auf eine experimentelle Herangehensweise gesetzt. Danny Boyle und Kameramann Anthony Dod Mantle sind jedoch ein eingespieltes Team.

Nicht nur haben sie mit dem Original, 28 Days Later, Geschichte geschrieben. 2009 gewann Dod Mantle für den von Boyle inszenierten Slumdog Millionär den Oscar für die Beste Kamera. Zudem war Dod Mantle bei einem der Pionierfilme des digitalen Kinos beteiligt: Thomas Vinterbergs Das Fest aus dem Jahr 1998.

Wann startet 28 Years Later im Kino?

Die Dreharbeiten zu 28 Days Later sind inzwischen abgeschlossen. Am 19. Juni 2025 startet der Film in den deutschen Kinos. Neben Cillian Murphy gehören Jodie Comer, Aaron Taylor-Johnson und Ralph Fiennes zum Cast. 28 Years ist nach 28 Days und 28 Weeks der dritte Film der Reihe und soll als Auftakt einer neuen Trilogie fungieren.

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