Joker 2: Kommt eine Fortsetzung des DC-Films mit Joaquin Phoenix?

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Junior Redakteur bei Moviepilot. Kann mit dem DCEU so einiges anfangen, aber noch mehr mit David Lynch. Meist im Kino oder beim Essen anzutreffen.

Mit Joker läuft ab heute der womöglich kontroverseste Film des Jahres im Kino. Schon im Vorfeld wurde der DC-Streifen nach seiner Weltpremiere beim Filmfestival Venedig von Kritikern als gefährlich eingestuft. Schließlich haben sich sogar Beteiligte wie Hauptdarsteller Joaquin Phoenix zu dem erhitzten Diskurs geäußert.

Dem Film selbst hat die entfachte Kontroverse alles andere als geschadet. Über das erste Wochenende hat Joker in den USA direkt einen Rekordstart hingelegt und entwickelt sich aktuell zum Publikumsrenner. Wie so oft bei erfolgreichen Filmen, die einem Franchise wie Joker dem DC-Universum angehören, stellt sich daher die Frage nach einem Sequel.

Wie stehen die Chancen für Joker 2?

Offizielle Informationen über eine Fortsetzung zu Joker gibt es momentan nicht. Regisseur Todd Phillips hat allerdings ein paar Aussagen abgegeben, die ein Sequel schon jetzt eher unwahrscheinlich machen.

Anfang September wurde Phillips danach gefragt, ob sein Joker und der kommende neue Batman, verkörpert von Robert Pattinson, in einem zukünftigen Film aufeinandertreffen könnten. Diesem Crossover erteilte der Regisseur jedoch eine klare Absage.

Dazu passt auch, dass Phillips laut IGN Mitte September darüber sprach, dass Joker von Anfang an als eigenständiger Film geplant gewesen sei. Aufgrund des Aufbaus sollte ein Sequel also von vornherein ausgeschlossen werden.

Anders verhält es sich dagegen bei Joaquin Phoenix. Im Video-Interview mit dem bekannten Rolling Stone-Filmkritiker Peter Travers spricht der Hauptdarsteller darüber, dass es endlose Möglichkeiten für die Figur des Jokers geben würde.

Phoenix sagt auch, dass Phillips und er vermutlich immer noch an dem ersten Film drehen würden, wenn sie die Zeit dafür bekommen hätten. So richtig kann sich der Schauspieler also offenbar nicht von der intensiven Figur lösen.

Das Ende von Joker lässt definitiv Raum für Fortsetzungen offen

Achtung, Spoiler zum Ende von Joker: Wenn in Joker der Abspann einsetzt, bleiben beim Zuschauer verschiedene Fragen offen. Schon zuvor verwischt Todd Phillips in seinem Film mehrfach die Grenze zwischen Realität und Einbildung. So bleibt ganz zum Schluss offen, ob Arthur Fleck wirklich wegen seiner Verbrechen in der psychiatrischen Anstalt gelandet ist oder ob er dort schon den ganzen Film über als Patient untergebracht war.

Der Film wirft damit die Frage auf, ob sich die gesamte Origin-Story des ikonischen Batman-Schurken nicht vielleicht nur im Kopf der psychisch kranken Hauptfigur abgespielt hat. Ein radikaler Schritt, der Joker dadurch tatsächlich zu einer einmaligen Angelegenheit ohne sinnvolle Sequels machen würde.

Joker kann nicht auf eine Verbindung zu Batman verzichten

Von der Batman-Mythologie aus den Comics löst sich Joker wiederum auch nicht komplett. So spielt Thomas Wayne in der Handlung ebenso eine Rolle wie der junge Bruce Wayne, der kurz als kleiner Junge zu sehen ist und bereits zu Arthur Fleck Kontakt hat.

Nach dem Ende des Films bleibt außerdem die Frage offen, ob Arthur wirklich der leibliche Sohn von Thomas Wayne ist oder diese Geschichte nur eine Erfindung der angeblich ebenso psychisch kranken Mutter des Protagonisten war. Falls die Geschichte wahr ist, öffnet Joker eine ganz neue Verbindung zwischen dem späteren Superhelden und dem berüchtigten Bösewicht.

Kurz vor dem Finale macht der Film auch vor einem traumatisierten Bruce Wayne nicht Halt, als sich der berüchtigte Moment der Ermordung von dessen Eltern ein weiteres Mal im Universum dieses DC-Films wiederholt. Diesmal sind es jedoch Auswüchse des Wahnsinns von Joker, die für den Tod der Wayne-Eltern verantwortlich sind.

Konfliktpotenzial für eventuelle Fortsetzungen wäre damit auf jeden Fall gegeben. Auch der schon jetzt erreichte finanzielle Erfolg von Joker begünstigt ein Sequel. Momentan gilt es noch abzuwarten, ob das Studio ein Sequel in Auftrag gibt und inwiefern Regisseur Todd Phillips und Hauptdarsteller Joaquin Phoenix daran überhaupt noch beteiligt wären.

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