Deutsche Kinobesucher lieben Chaos im Netz, Glass stürzt ab

Glass
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Er profitierte auch von den schwachen Neustarts. Nachdem M. Night Shyamalans Superhelden-Finale mit dem Titel Glass an seinem Debüt-Wochenende auf Anhieb die Spitzenposition in den Kino-Charts übernehmen konnte, zeigt die Zahl der Besucher schon in Woche zwei deutlich nach unten. Während es in den nordamerikansichen Kinos (USA und Kanada) trotzdem für Rang eins reichte, übernahm in Deutschland das neugestartete Ralph reichts-Sequel Chaos im Netz klar die Führung.

So schlägt sich Glass in den nordamerikanischen Lichtspielhäusern

Nach Angaben von Box Office Mojo reichten geschätzte 19 Millionen US-Dollar für Glass am Wochenende aus, um weiterhin Spitze in Nordamerika zu bleiben. Allerdings musste der Film mit Samuel L. Jackson, James McAvoy und Bruce Willis einen Besucherrückgang von rund 53 Prozent im Vergleich zu seinem ersten, hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Wochenende hinnehmen.

Zu seinem neuerlichen Goldplatz trugen auch schwache Neustarts bei. Ein kommerzieller Erfolg ist der Film angesichts seines kolportierten Budgets von 20 Millionen Dollar trotzdem. Außerdem könnten später noch Einnahmen im großen Markt China, wo er noch keinen Starttermin hat, hinzukommen.

Auf der unmittelbaren Verfolgerposition fand sich nach wie vor das Ziemlich beste Freunde-Remake Mein Bester & Ich (12,2 Millionen Dollar), während Aquaman (7,35 Millionen Dollar) nicht nur Position drei verteidigte, sondern mit einem Gesamteinspiel von 1,09 Milliarden Dollar ab sofort als der umsatzstärkste DC-Film überhaupt gilt. An früherer Stelle avancierte James Wans Superhelden-Streifen bereits zum erfolgreichsten DCEU-Ableger. Unterdessen startete Joe Cornishs angeblich 59 Millionen Dollar teurer Fantasy-Streifen Wenn du König wärst mit 7,25 Millionen Dollar schwach und landete auf der Vier. Auch Steven Knights Thriller Im Netz der Versuchung mit Matthew McConaughey debütierte schwach mit nur 4,8 Millionen Dollar.

In deutschen Kinos ist Glass nichtmal mehr in den Top 3

In Deutschland macht sich unterdessen Chaos im Netz breit. Das Ralph reichts-Sequel startete mit 370.000 Besuchern und 3 Millionen Euro Umsatz und überflügelte in Sachen Auftakt damit sogar seinen Vorgänger um etwa das Doppelte, berichtet Blickpunkt: Film. Noch deutlicher verhielt es sich beim Rocky-Spin-off Creed II, das mit knapp 200.000 Zuschauern und 1,8 Millionen Euro Einspiel an den Start ging.

Dessen Vorgänger debütierte 2016 noch mit 70.000 Kinogängern. Der Junge muss an die frische Luft um Hape Kerkeling war mit 205.000 Besuchern (1,8 Millionen Euro) noch etwas stärker und holte sich den zweiten Podestplatz, während es für Glass (170.000 Besucher; 1,6 Millionen Euro) von Position eins runter auf Rang vier ging. Neuerliche 75.000 Besucher lassen Golden Globe-Gewinner Bohemian Rhapsody als Schlusslicht der Top 5 derweil an der 3-Millionen-Besucher-Grenze knabbern.

Die Top 10 der nordamerikanischen Kino-Charts (in US-Dollar):

  • 1. Glass (19,05 Millionen; insgesamt: 73,59 Millionen)
  • 2. Mein Bester & Ich (12,24 Millionen; insgesamt: 63,14 Millionen)
  • 3. Aquaman (7,35 Millionen; insgesamt: 316,55 Millionen)
  • 4. Wenn du König wärst (7,25 Millionen; Neustart)
  • 5. Spider-Man: A New Universe (6,15 Millionen; insgesamt: 169,04 Millionen)
  • 6. Green Book (5,41 Millionen; insgesamt: 49 Millionen)
  • 7. Die unglaublichen Abenteuer von Bella (5,23 Millionen; insgesamt: 30,83 Millionen)
  • 8. Im Netz der Versuchung (4,8 Millionen; Neustart)
  • 9. Escape Room (4,28 Millionen; insgesamt: 47,92 Millionen)
  • 10. Dragon Ball Super: Broly (3,6 Millionen; insgesamt: 28,96 Millionen)

Top 10 via Box Office Mojo.

Was habt ihr am Wochenende im Kino geschaut?

Moviepilot Team
NeonFox Alexander Börste
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