Werkschau

Robert Zemeckis - Filme aus der Pralinenschachtel

Robert Zemeckis mit Kameramann Robert Presley
© Walt Disney
Robert Zemeckis mit Kameramann Robert Presley

Lässt der Zuschauer die 1970er und 1980er Jahre des Hollywoodkinos Revue passieren, fallen stets Namen wie Steven Spielberg, Francis Ford Coppola, Martin Scorsese oder George Lucas. Hollywood befand sich fest im Griff von weißen Haien, Sternenkriegern und vigilanten Taxifahrern. Aber auch ein anderer Regisseur der Moviebrats-Generation drückte dieser Epoche seinen unverkennbaren Stempel auf: Robert Zemeckis. Während es seine Kollegen zuweilen düster bis schwermütig bevorzugten, traf Robert Zemeckis mit seiner leichtgängigen wie liebevollen Zurück in die Zukunft-Trilogie dreimal ins Schwarze. Am 24. Januar 2013 startet sein neustes Drama Flight, welches gegenwärtig auf zwei Oscars hoffen darf. Wir nehmen diesen Umstand zum Anlass und widmen dem Regisseur eine ausführliche Werkschau.

Für ein möglichst repräsentatives Abbild der Karriere haben wir uns an der Community-Wertung orientiert und die sieben besten Werke des Regisseurs ausgewählt. Damit Chancengleichheit herrscht, mussten die Filme zuvor jedoch eine kleine Hürde passieren. So konnten nur Werke einen Platz in unserem Ranking ergattern, wenn sie mindestens 4000 Bewertungen auf sich vereinen. Herrscht bezüglich der Bewertungen Gleichstand zwischen zwei Kontrahenten entschieden die Kritikerstimmen. Setzt sich die Pattsituation fort, wird die Anzahl der abgegebenen Bewertungen in die Waagschale geworfen. Das finale Ergebnis beweist eindrucksvoll: Robert Zemeckis Schaffen ist vielseitig wie die zitierte Pralinenschachtel in Forrest Gump. Denn egal, ob Fantasy, Komödie, Science-Fiction, Drama oder Abenteuer, Robert Zemeckis fühlt sich überall heimisch.

7. Platz: Die Legende von Beowulf (2007)
Community: 5,2
Kritiker: 4,7
Bewertungen: 4301
32 Liebhaber und 85 Hasser

Via Performance Capture schickt Robert Zemeckis Crispin Glover und Ray Winstone auf eine Fantasy-Achterbahnfahrt. Die Legende von Beowulf erzählt in opulenten Bildern den Kampf zwischen dem mächtigen Krieger Beowulf und dem finsteren Dämon Grendel. Basierend auf einer altenglischen Sage entführt Robert Zemeckis den Zuschauer in eine Welt voll monumentaler Schlachten, Intrigen und Verrat. Im Ergebnis ist der Film ein spannendes Experiment, welches eher durch die visuelle Umsetzung als durch den Inhalt punktet.

6. Platz: Contact (1997)
Community: 6,6
Kritiker: 6,0
Bewertungen: 4579
120 Liebhaber und 25 Hasser

Sind wir alleine im All? Diese Frage bewegt sowohl das real existierende SETI-Programm (Search for Extraterrestrial Intelligence) wie auch Jodie Foster in Contact. Als Funkamateurin Dr. Eleanor ‘Ellie’ Arroway stolpert sie über ein kodiertes Signal, das sich als Bauplan für eine interstellare Transportkapsel entpuppt. Dr. Arroway realisiert, dass sie von einer fremden Kultur zur Kontaktaufnahme auserwählt wurde. Contact basiert auf dem gleichnamigen Roman des Astronomen Carl Sagan. Ein Skandälchen begleitete damals das Projekt, weil der Filmemacher unerlaubt Archivmaterial des amerikanischen Präsidenten benutzte. Bill Clinton was not amused!

5. Platz: Zurück in die Zukunft III (1990)
Community: 7,2
Kritiker: 6,7
Bewertungen: 15237
649 Liebhaber und 63 Hasser

Der Name Robert Zemeckis dürfte den meisten im Kontext dieser beliebten Filmreihe zum Begriff geworden sein. In Zurück in die Zukunft III wird es wild, Wild West. Marty McFly reist zurück in die Zeit der Cowboys und Indianer, um seinen geliebten Freund Doc Emmett Brown vor einem hinterhältigen Banditen zu retten. Der Film vereint (Christopher Lloyd) und (Michael J. Fox) zum dritten Mal und sorgt für einen spektakulären Abschluss der liebenswürdigen Trilogie. Damit sichert sich der Film den fünften Platz in unserer Werkschau.

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