Zu viel Hype um Hereditary, aber die moviepiloten mögen ihn trotzdem

Hereditary - Das Vermächtnis
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Hereditary - Das Vermächtnis
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Schon Anfang des Jahres bezeichneten Kritiker Hereditary - Das Vermächtnis als besten Horrorfilm seit Langem, doch was sagen die moviepiloten? Größtenteils geht unsere moviepilot-Community mit den Meinungen der Kritiker d'accord. Bei den positiven Stimmen kommen vor allem Toni Collette und ihre Kollegen gut weg, auch die Atmosphäre und die Filmmusik finden positiven Anklang. Viele sprechen von einer unterschwelligen Angst, die sich durch die vollen zwei Stunden des Films zieht. Negative Stimmen kritisieren vor allem, dass die Handlung von Hereditary zu zäh vorankommt, und auch das Ende scheint viele Zuschauer enttäuscht zu haben. Doch trotz der negativen Stimmen gibt es nur wenige schlechte Bewertungen, die Community-Wertung von 7,7 spricht für sich.

Worum geht es in Hereditary?

Als die Mutter der Galeristin Annie Graham (Toni Collette) stirbt, erben die Grahams auch ein düsteres Schicksal, das für alle Familienmitglieder zur Gefahr wird. Vor allem Annies Tochter Charlie bekommt es mit übernatürlichen Dingen zu tun. Annie sieht sich nun gezwungen, ihre Familie vor dem vererbten Schicksal zu bewahren.

Die harten Fakten zu Hereditary

  • 123 Communitybewertungen mit einem Durchschnitt von 7,7
  • 29 Kritikerbewertungen mit einem Durchschnitt von 8,1
  • 19 Kritiken und 32 Kommentare
  • 4 x Lieblingsfilm, keiner hasst Hereditary
  • 532 haben sich den Film vorgemerkt, 5 sind nicht interessiert

Diese Aspekte von Hereditary haben euch gefallen

Fando_Y_Lis (7,5) ist rundum von Hereditary überzeugt, auch wenn der Film den hohen Erwartungen seiner Meinung nach nicht standhalten kann:

Kamera und Musik sind hervorragend, der Sound bzw. die Geräuschkulisse erzeugen Nervosität. Die Grusel- bzw. Schockelemente sind aus anderen Filmen geklaut bzw. zitiert und werden angenehm frech in die Arthaus-Story integriert. Plot und Logik sind für einen Horrorfilm wirklich stringent [...]. Schöner, guter und spannender Film, der den exorbitant vielen Vorschuß-Lorbeeren nicht standhalten kann.
Für marco.kramdlaw (9) machen Toni Collette und der Filmscore eine Menge von Hereditary aus:
Toni Collette macht so einen tollen Job, geradezu herausragend. Man nimmt ihr jegliche Gefühlsregungen ab und sie ist für mich der Star des Films. Durch sie und die geschickt gewählte Musik entsteht eine nervenaufreibende Atmosphäre, sodass man eigentlich nicht weiterschauen will und jede Sekunde kurz davor ist wegzuschauen, nicht weil die Story schlecht ist, sondern weil man ständig Angst vor den weiteren Minuten hat, da man nie weiß was als nächstes passiert! Ein sehenswerter Film für alle, die sich auf einen nicht klassischen Horrorfilm einlassen wollen und können!

Moviefan85 (8) lobt, dass Hereditary nicht nur von Brutalität lebt, sondern vor allem von der Atmosphäre und den Darstellern:

Was auf den ersten Blick ein normaler Spukhaus-Horror zu sein scheint, ist in Wahrheit ein extremer, verstörender Psycho-Horror, der mit Schockmomenten zu unterhalten weiß und nicht mit Brutalität, sondern von der Atmosphäre, den überraschenden Wendungen und beeindruckenden Darstellern. Von Anfang bis Ende erlebt man den echten Horror um die Familie so authentisch, dass man danach noch fassungslos drüber nachdenken kann.

Diese Punkte von Hereditary konnten euch nicht überzeugen:

Laut CineWorld (5,5) kopiert Hereditary zu sehr von anderen Filmen und hat eine zu wirre Geschichte:

Die erste Hälfte ist recht zäh, trotz ordentlichem Setting und einer guten Schauspielleistung dennoch ziemlich spannend und lässt auf 'Gutes' hoffen [...]. Leider verfällt dann 'Hereditary' nach und nach den üblichen Horrorklischees. Alberne, aus anderen Filmen kopierte und altbekannte, fast schon ein wenig lächerlich wirkende Szenen [...], eine immer wirrer werdende Story und schließlich auch noch ein recht enttäuschendes Ende, machen 'Hereditary' für mich leider nur zu einem durchschnittlichen Film.
Für Kallekowsky (3) war Hereditary ein absoluter Reinfall. Für ihn gab es eindeutig zu wenig Handlung aber zu viele Nahaufnahmen und Zooms:

[...] Hereditary ist zäh. Ja sehr zäh sogar. Die Handlung ist blutleer. Der Film ist blutleer. Das, was an Handlung vorhanden ist, gibt nichtmal die Hälfte der Laufzeit her. Statt einem Plott sehen wir Nahaufnahmen. Und Zoomfahrten. Unendlich lange Nahaufnahmen. Und Zoomfahrten. Am liebsten auf Gesichter. Minutenlang. Oh yeah. Und wir hören Toni Collette schreien. Viel und hysterisch schreien. Oh man. Wow. [...] Er hat ja nicht einmal EINE frische Idee! Alles, was der Film runterspult, ist absoluter Einheitsbrei.
Auch für RocknRolla19 (5) ist Hereditary eine große Enttäuschung:
Ich habe mir ein Horrordrama erhofft (was es in der ersten Hälfte auch ist) , dass den Horror auf realistische Art und Weise erzeugt. Eine Familientragödie wie sie in diesem Film vorkommt - das ist realitätsnaher Horror, da braucht es kein Hokus Pokus und ein Ende, dass sich sogar nach langem Überlegen nicht erklären lässt. Einzig allein die interessanten Horrorklänge (wie ein Dröhnen) im Film und die zugegebenermaßen herausragenden Schauspielleistungen (besonders Toni Collette) bewahren den Film vor einer absoluten Katastrophe. Eine UNGLAUBLICHE Enttäuschung!

Ihr habt noch nicht genug von Horror à la Hereditary? Dann geht es hier weiter:

Warum ihr euch bei zu ausgiebigem Konsum von Horrorfilmen Sorgen um eure Gesundheit machen solltet, hat sich Thunderdrome mal genauer angeschaut. Unser Experte fürs Horrorgenre wieselmax hat zusammengefasst, warum Hereditary seiner Meinung nach sein Zielpublikum verfehlt hat.

Wie hat euch Hereditary gefallen?

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