Rita Hayworth

Beteiligt an 44 Filmen (als Schauspieler/in)
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Poster zu Rita Hayworth
Geburtstag: 17. Oktober 1918
Todestag: 14. Mai 1987
Geschlecht: weiblich
Anzahl Fans: 19

Rita Hayworth war eine US-amerikanische Tänzerin, Schauspielerin und Diva, die als “The Love Goddess” (Liebesgöttin) in der Goldenen Hollywood Ära der 1940er Jahre bekannt wurde. Sie war einige Jahre lang die Ehefrau von Schauspieler und Regisseur Orson Welles (insgesamt hatte sie fünf Ehemänner) und spielte an der Seite der berühmtesten Darsteller ihrer Zeit wie Cary Grant oder Olivia de Havilland.

Rita Hayworth wurde am 17. Oktober 1918 in New York, USA als Margarita Carmen Cansino geboren. Ihr Vater war der spanische Tänzer Eduardo Cansino, ihre Mutter das ehemalige Showgirl Volga Hayworth. Rita Hayworth kam über ihre Eltern zur Bühne und hatte die ersten öffentlichen Auftritte mit ihrem Vater. Unter dem Namen The Dancing Cansinos unterhielten sie ihr Publikum mit Tanzvorführungen und die junge Rita Hayworth fiel bei einem dieser Auftritte dem Produktionschef des Fox-Studios auf, der sie nach Hollywood zu Probeaufnahmen einlud.

Rita Hayworth spielte zunächst kleine Nebenrollen in zehn Filmen unter ihrem richtigen Namen Rita Cansino, u. a. eine geheimnisvolle orientalische Dienerin in dem Krimi Charlie Chan in Ägypten. Als sie einen neuen Filmvertrag mit dem Columbia-Filmstudio abschloss, wurde ihr Nachname Casino in „Hayworth“ geändert (in Anlehnung an ihre Mutter), da er dem Studioboss Harry Cohn nicht gefiel.

Bekannt wurde Rita Hayworth 1940 durch den Film SOS – Feuer an Bord des Regisseurs Howard Hawks mit Cary Grant in der männlichen Hauptrolle. Ihren Durchbruch als Filmstar hatte Hayworth kurze Zeit später mit der nostalgischen Komödie “The Strawberry Blonde” an der Seite von James Cagney und Olivia de Havilland. Hayworth verkörpert in diesem Film, der in New York im Jahre 1890 spielt, die schöne Virginia Brush, die der von Cagney gespielte Zahnarzt Biff Grimes unbedingt erobern will.

Anschließend drehte Rita Hayworth das Drama König der Toreros mit Tyrone Power und Anthony Quinn als Stierkämpfer sowie die Musicals Wer wird schon reich beim Militär? und Ein schönes Mädchen wie du, in denen sie an der Seite von Fred Astaire tanzte. In dem Musical Es tanzt die Göttin war Hayworth Partnerin von Gene Kelly. Inzwischen war sie neben Betty Grable das beliebteste Pin-up-Girl der amerikanischen Soldaten.

In ihren Filmen sang Rita Hayworth nicht selbst. Die meisten ihrer Lieder wurden von den Studios nachsynchronisiert. Nan Wynn, Martha Mears, Anita Ellis und später Jo Ann Greer liehen ihr ihre Stimmen.

Ihre bekannteste Rolle spielte Hayworth 1946 in Gilda mit Glenn Ford. Durch ihren gemeinsamen Auftritt in Gilda wurden Ford und Hayworth zu einem der bekanntesten Liebespaare der Filmgeschichte. Die Rolle der Tänzerin Gilda, die den Männern den Kopf verdreht, ist untrennbar mit dem Namen Rita Hayworth verbunden. Berühmt wurde die Szene, in der Hayworth Put the Blame on Mame singt und dabei langsam einen langen schwarzen Handschuh auszieht. Außer Gilda drehten Ford und Hayworth zusammen noch vier weitere Filme.

1947 nannte LIFE sie die „Liebesgöttin von Amerika“ und widmete ihr und dem Film “Eine Göttin auf Erden” einen langen Leitartikel. Darin spielt Rita Hayworth tatsächlich eine Göttin, die auf die Erde kommt. Der Hayworth-Kult wurde aber sichtlich erschüttert, denn kurz darauf drehte sie mit ihrem damaligen Ehemann Orson Welles (mit dem sie eine Tochter namens Rebecca hatte) den Krimi Die Lady von Shanghai. Hayworth spielte die reiche Elsa Bannister, die den in sie verliebten Seemann Michael O’Hara, dargestellt von Welles, in ein Netz aus Intrigen und Affären verstrickt. Berühmt ist die Schlussszene in einem Spiegelkabinett. Zum Entsetzen der Studioleitung trat Rita Hayworth mit einer blonden Kurzhaarfrisur auf, die weder von den Kritikern noch dem Publikum akzeptiert wurde.

Nach einer vierjährigen Filmpause und der Scheidung von ihrem Mann Prinz Aly Khan (dem Vater ihrer zweiten Tochter Yasmin) war Affäre in Trinidad (1952) ihr nächstes Projekt, das überraschenderweise ein noch größerer finanzieller Erfolg wurde als Gilda. Anschließend drehte Hayworth die ebenfalls kassenträchtige Bibelverfilmung Salome an der Seite von Stewart Granger und Charles Laughton und das im 3D-Verfahren produzierte Dirnen-Drama Fegefeuer, bevor sie sich erneut für mehrere Jahre vom Filmgeschäft zurückzog. Erst mit fire-down-below-2 mit Jack Lemmon und Robert Mitchum kehrte sie, sichtlich gealtert, 1957 auf die Leinwand zurück. In dem Musical Pal Joey war sie an der Seite von Frank Sinatra und Kim Novak zu sehen.

Seit dem Ende der 1950er Jahren konnte Rita Hayworth an ihren alten Ruhm nicht mehr anknüpfen. Ihr letzter großer Erfolg war Getrennt von Tisch und Bett von 1958, an der Seite von Burt Lancaster. In den 1960er Jahren war die Schauspielerin unter anderem im Drama Circus-Welt neben John Wayne und Claudia Cardinale zu sehen, das im Milieu der Hochseilartisten spielt. Ihre letzte Rolle, eine tief religiöse Mutter, verkörperte Rita Hayworth 1972 in dem Western Zum Teufel mit Hosianna als Partnerin von Robert Mitchum.

In den folgenden Jahren erkrankte Rita Hayworth an Alzheimer, so dass sie keine weiteren Rollen annehmen konnte. 1981 wurde sie entmündigt. Ihre Tochter aus der Ehe mit Prinz Aly Khan, Yasmin Aga Khan, nahm sie zu sich und pflegte sie zuhause in New York bis zu ihrem Tod am 14. Mai 1987 im Alter von 68 Jahren. Sie wurde auf dem Friedhof „Holy Cross Cemetery“ in Culver City, Kalifornien begraben. (SF)

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