Alexandra

Aleksandra (2007), RU/FR
Laufzeit 95 Minuten, Historienfilm, Drama

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Alexandra - Bild 1601487
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von Aleksandr Sokurov, mit Galina Vishnevskaya und Vasily Shevtsov

Der Film handelt von einer älteren Dame, die einen abgelegenen russischen Militärstützpunkt in Tschetschenien besucht, weil sie ihren Enkel, der hier stationiert ist, wiedersehen will. Nach ihrer Ankunft lebt sie zwischen den Soldaten und hat nahezu uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Eines Tages beschließt sie, in einen nahegelegenen Ort zu gehen, wo sie dann auf Menschen trifft, die zu der Bevölkerungsgruppe gehören, wegen der das Militär hier stationiert ist – sie trifft sozusagen auf den “Feind”.


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8martin

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein Anti-Kriegsfilm mit Gelbfilter, in dem der Krieg nicht stattfindet. Es wird nur viel über ihn geredet. Wir sind in einem russischen Militärlager in Tschetschenien: veraltete Waffen, primitive Unterkünfte und schlechtes Essen; überall Schmutz. Das ist nicht die einzige Kritik an der einstmals glorreichen russischen Armee. Beide Völker werden wohl nie gute Freunde werden. Aber viel schlimmer ist die Feststellung, dass die Russen nicht einmal gefürchtet werden. Großmutter Alexandra (Galina Wischnewskaja) besucht hier ihren Enkel. Dabei schließt sie Freundschaft mit Malika, einer Einheimischen. Das gibt Anlass zur Hoffnung. Beide sind sich einig darüber, dass „Männer immer Feinde sind, Frauen aber Schwestern.“ oder „Die Armee zerstört nur, sie baut nie etwas auf.“ Die Welt ist aus den Fugen geraten. Wir sehen natürlich viel vom Lagerleben, neben Szenen eines Wochenmarktes und bewohnten Ruinen. Bemerkenswert, weil außergewöhnlich, sind aber zwei Szenen: ein nächtlicher Rundgang durchs Lager erscheint so zwischen einer Peter-Pan-Reise und einem Traum. Und dann die zwischen Großmutter und Enkel, die fast an die Grenze einer echten Liebesbeziehung reicht, ohne sie zu überschreiten. Das zärtliche Flechten eines Zopfes ist ein Liebesdienst der besonderen Art.
Eine lohnende Anstrengung, wenn man sich Mühe gibt.

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