Platoon

Platoon (1986), US
Laufzeit 114 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Historienfilm, Drama, Kinostart 30.04.1987

7.9 Kritiker
49 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.5 Community
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82 Kommentare
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von Oliver Stone, mit Willem Dafoe und Charlie Sheen

1967 meldet sich der junge Studienabbrecher Chris Taylor (Charlie Sheen) freiwillig zum Militäreinsatz in Vietnam, um heldenhaft für sein Land einzutreten. Taylors Idealismus verliert sich jedoch schnell als er merkt, dass im Krieg ein Menschenleben so gut wie nichts wert ist. Aufgrund einer Unachtsamkeit des Neulings Junior gelingt es den feindlichen Truppen, Taylors Platoon anzugreifen und mehrere Soldaten zu töten. Nachdem Taylor von Sergeant Barnes (Tom Berenger) zum Sündenbock erklärt wurde und trotz der Verteidigung durch Sergeant Elias (Willem Dafoe) nur noch für niederste Arbeiten eingeteilt wird, freundet er sich mit den Potheads an, die die Schrecken des Krieges durch Drogenkonsums zu verdrängen versuchen. Den Potheads um den humanen Elias stehen die brutalen und skrupellosen Anhänger von Barnes gegenüber. Auch in den eigenen Reihen des Platoons kommt es zu erbitterten (Macht-) Kämpfen, die mehr als ein Todesopfer fordern.

Oliver Stone, Drehbuchautor und Regisseur in einem, schaffte mit Platoon und einem Einspielergebnis von 138 Mio. US-Dollar nach Rambo II – Der Auftrag (190 Mio.) den zweiterfolgreichsten (Anti-) Kriegsfilm, der sich mit dem Vietnamkrieg auseinandersetzt. Oliver Stone, der selbst in Vietnam gekämpft hatte, verarbeitet mit Platoon seine eigenen Kriegstraumata. Oliver Stone musste lange für die Verwirklichung von Platoon kämpfen, bis Anfang 1986 die Dreharbeiten auf den Philippinen begannen. Die Darsteller mussten sich zunächst einem zweiwöchigen Intensivtraining unterziehen, in dem das harte Leben in einem Platoon nachgestellt und kriegsähnliche Situationen geprobt wurden. Die Darsteller bekamen allesamt Militärhaarschnitte, durften nicht duschen, mussten im Dschungel schlafen und die Essensvorräte waren rationiert. Die anschließenden Dreharbeiten dauerten 54 Tage und waren mit etwa 6 Mio. Dollar, insbesondere im Vergleich zu den Einnahmen, ausgesprochen günstig. Charlie Sheen schaffte mit der Hauptrolle in Platoon den Durchbruch in Hollywood und auch die bis dato eher unbekannten Schauspieler Johnny Depp und Forest Whitaker sind in kleineren, ersten, Nebenrollen zu sehen. Platoon wurde später für seine ungeschönte Darstellung der Brutalität und Grausamkeit des Krieges sowohl hochgelobt als auch stark kritisiert. 1987 war Platoon für insgesamt 8 Oscars nominiert, von denen der Film vier gewann, darunter in den Königsdisziplinen Bester Film und Beste Regie.
Platoon bildet den ersten Teil von Stones Vietnamkrieg-Trilogie. So erschien 1989 Geboren am 4. Juli, sowie 1993 Zwischen Himmel und Hölle. (JW)

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Kommentare (82) — Film: Platoon

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Jeff Lebowski

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Bewertung9.0Herausragend

Ein erschütternder Anti-Kriegsfilm wie ich ihn noch nicht erlebt habe. Charly Sheen macht seinen Job einfach toll, und auch die anderen Schauspieler (u.a. Johnny Depp) wirken mehr als nur überzeugend. Platoon verherrlicht keineswegs Gewalt, der Film zeigt nur die Brutalität des Krieges und stellt auch die mentale Belastung der Männer unglaublich gut da.
'der Konflikt mit sich selbst' wird sehr gut dargestellt, und auch der erbitterte Kampf in den eigenen Reihen um Macht und Befehle, Gesetze und Notwendigkeit macht Platoon sehr interessant. Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Muss!

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Moe

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Bewertung9.0Herausragend

Wenn man Film und Vietnam im gleichen Satz sagt, dann fallen eigentlich immer die gleichen Namen: Apocalypse Now, Full Metal Jacket und Platoon (ok, es gibt noch einige mehr: Rambo, Forrest Gump...).
Jeder einzelne Film ist ein bedeutendes Stück Filmgeschichte.
Über die Klasse jedes einzelnen muss man nichts sagen. Und ich finde, man kann sie nur sehr schwer vergleichen, da sie trotz des gleichen Settings unterschiedliche Betrachtungen haben.
Platton ist für mich so der intime Film. Es geht um die Gruppendynamik, um Meinungsverschiedenheiten und um die Angst. Und das wird auch auf das Publikum übertragen: wird ein Soldat im Film nicht gemocht, dann wird er auch nicht vom Publikum gemocht. So etwas schaffen nicht viele Filme. Darth Vader ist mit die beliebteste Figur aus Star Wars - so als Gegenbeispiel.
Doch irgendwas störte mich an dem Film. Es war wie so ein ständiger hochfrequenter Ton. Das liegt aber daran, dass ich einfach nicht so ganz klar komme mit dem Stil von Oliver Stone. Da ist irgendeine undefinierbare Blockade.

Wer Vietnamkriegsfilme interessant findet, der kommt um diesen gewaltigen Film nicht rum. Der ist einfach Pflicht.

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Hanno Jones

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

jaja ... damals als charlie sheens leben noch in ordnung war ^^

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Hanno Jones

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ich hab ja nicht gesagt, dass er damals nicht so drauf war ... nur sah es eben für ihn wesentlich rosiger aus :D
dann eben:
"jaja ... damals als charlie sheen noch saufen, drogen nehmen, nutten prellen und prügeln konnte wie er wollte, ohne dass es jemanden geschert hat^^"
;)


TheJoker

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xD


madmax1500

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Bewertung9.5Herausragend

Alt aber immer noch sehr gut.

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StephenCaruso

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wie Krank und Zerstörerisch ein Krieg sein kann zeigt Platoon.

Menschliche Abgründe, Wahnvorstellungen, Drogenmissbrauch, Angst, Tod, Überleben usw. Heutige Krieger haben keine Ehre mehr oder Ehrfurcht vor dem Leben. Ein wahrer Krieger nimmt sein Handwerk nur auf wenn seine eigene Heimat bedroht wird, das ist heute nicht mehr der Fall, heute ist es ein krankes Spiel, das mit dem Leben unschuldiger Menschen spielt. All dies zeigt Platoon auf eine kunstvolle Art.

Charlie Sheen in seiner besten Rolle und zeigt das er eigentlich ein sehr guter Darsteller ist, sein Monolog im Film ist schwer von einer Melanchonie geprägt die zu den Bildern im Film passt wie die Faust auf das Auge.

Solche Filme fehlen meiner meinung nach heute, die den menschlichen Abgrund in einem unnötigen Krieg zeigen.

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Benchyl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was die Offenbarung des eigentlichen Feindes in Vietnam angeht, ist "Platoon" sehr viel direkter als es "Apocalypse Now" noch war. Deshalb geht es hier auch im Wesentlichen um Meinungsverschiedenheiten oder Ansichtsdifferenzen innerhalb des Platoons, die innere Kämpfe und Gruppierungen in den eigenen Reihen nach sich ziehen. So geht es in "Platoon" weniger um Kriegssinn oder Überlebenskampf, sondern eher um die Konsequenzen des eigenen Stolzes, die letztendlich dumme Selbstverstümmelung nach sich ziehen. Zwischen schwarz und weiß, Gras und Brutalität, Mut und Respekt sind es die Kontrahenten Willem Dafoe und Tom Berenger, die Charlie Sheens Charakter uninteressant machen. Überhaupt dient die Rolle des Chris Taylor lediglich als Auge, das dem Zuschauer den Einblick ins Geschehen ermöglicht. Daneben kann vor allem ein John C. McGinley überzeugen. Am Ende ist der Krieg und sein Übel nicht vorüber, man verlässt lediglich mit Chris Taylor das Schlachtfeld.

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FilmFreeza

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich mein wenn ein Film so hochgelobt und gefeiert wird wie Platoon, dann kommt man einfach nicht drum rum diesen zu schauen. So auch ich nicht und schwupps die wupps saß ich vor meinem Fernseher und legte die DVD ein. Es war ein mehr als nur ergreifender Film. Ich hatte noch nie durch Mitleid, Tränen ergossen, noch nie so das Gefühl einfach in diese Welt reinzuspringen um diese Deppen (Amis) selbst zu töten, wobei das wahrscheinlich die völlig falsche Lehre ist die man aus diesem Film ziehen soll , da hier Gewalt absolut nicht verherrlicht wird, sondern im Gegenteil eher verdeutlicht dass durch jeden Tot ganze Familien und Exisztenzen zu bruch gehen! Zu langer Satz :D .. seht über die grammatikalischen Fehler bitte hinweg. Hinzu kommt die überaus ergreifende Musik, also hier muss man wirklich ein ganz ganz großes Lob aussprechen. Charlie Sheen macht seine Sache sehr stark. Ich habe ihm wirklich gerne zugeschaut. Ich hätte diesem Streifen gerne , wirklich sehr gerne mehr Punkte gegeben. Aber von der Handlung her war es mir einfach zu flach. Und trotzdem hat er mir sehr gut gefallen :D. Klingt paradox , ist es wahrscheinlich auch. Hinzu kommt einfach die sehr alt klingenden Snynchronstimmen an die ich mich einfach nicht gewöhnen will, aber das kann man dem Film wohl kaum zum Vorwurf machen. Ansonsten bleibt nur zu sagen .. GUCKT IHN EUCH AN !!!

P.S. JERRY <3

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filmfreak23

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Anti-Kriegsfilm, der wirklich an die Nieren geht.
Die damals jungen Darsteller wie Charlie Sheen, Willem Dafoe und Johnny Depp brillierten schon damals.
Der Film bietet einen sehr tiefen Einblick in die Situation, welche im Vietnam herrschte und ich kann nur allzu gut verstehen, dass die meisten Soldaten das nicht gerne machten.
Es wird eindringlich gezeigt, dass der Krieg die Menschen verändert, sie gar zu Bestien macht, sodass sie nicht nur gegen den Feind kämpfen, sondern am Ende auch Unschuldige oder Verbündete auf dem Gewissen haben.
Wenn mann im Krieg nicht zusammenhält, hat man eigentlich schon verloren und dies wird hier glaubwürdig gezeigt

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Tobe Berg

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Bewertung9.5Herausragend

Ohne Worte! In meinen Augen, der beste Antikriegsfilm der jemals auf Zelluloid gebannt wurde. Dazu gibt es hier ein Staraufgebot der Extraklasse. Unbedingt anschauen!

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KonTaicho

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein zutiefst berührender Film über das Grauen, den KRieg, der in jedem von uns wohnt.
"Es wohnen ach, zwei Seelen in meiner Brust." So sagt es Faust, und so sagt es auch Chris alias Charly Sheen über sich selbst, als ihm die Sinnlosigkeit seines Daseins in diesem Jungel und in diesem Krieg mit sich selbst bewusst wird. Wo die einen den Hang zur Realität und zu jeder Ethik in diesem großen, brutalen Durcheinander längst verloren haben, gibt es einige wenige, die noch an etwas glauben.
So auch Elias alias Willem Dafoe, dessen schmerzverzerrtes und verzweifeltes Gesicht ich wohl nie vergessen werde, wenn er die Arme gen Himmel streckt und seine Gedanken auch meine werden: Wofür? Warum? Das kann wohl niemand begreifen, was anscheinend genug Anlass dazu ist, den gleichen Fehler ein ums andere Mal wieder zu machen. Es ist der Krieg in uns selbst, die gleichen Fehler erneut zu machen oder sie zu besiegen und daraus zu lernen.

Ein Meisterwerk, so eindrücklich und dicht, dass man es erst einmal eine Zeit auf sich wirken lassen muss und über Chris' Worte zu Ende im Helikopter nachdenkt: Er wird von da an jeden Tag in seinem Leben zu schätzen wissen, das ist er seinen gefallenen Kameraden und sich selbst schuldig. Eigentlich traurig, dass es für viele erst etwas so Schreckliches bedarf, um zu sehen, wie wertvoll das Privileg zu leben, denn eigentlich ist.

Zuletzt will ich noch eine Laudatio an die Tonmacher richten, die mit dieser eindringlichen Geigenmelodie, die immer wieder ins Geschehen einbricht ( und von der es auch einen Remix von Dj Tiesto gibt, nur so am Rande, falls es jemanden interessieren sollte), die wohl beklemmendste und tragischste Melodie egschaffen haben, die ich je in einem Film gehört habe.
Vielen Dank für dieses wichtige Stück Filmegschichte.

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Kreaexo

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Bewertung9.5Herausragend

Ganz wenig zu diesem Werk:
> Einer der besten (Anti-)Kriegsfilme überhaupt.
> Einer der bestem Filme über den Vietnamkrieg.
> Grandiose Besetzung.
> Fesselnd und verstörend.
> Spannend und actionreich.
> Bildgewaltig und mitreißend. [...]
Einfach ein durch die Bank weg genialer Streifen.

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Challenger

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ja ich gebe es zu: Ich stehe auf (Anti)Kriegsfilme. Das macht mich weder zu einem primitiv-denkenden Neanderthaler noch zu einen Republikaner. Ich kann aber einfach dem Charme der Filme aus dieser Zeit, die dieses zugegebenerweise heikle Thema behandeln, nur schwer widerstehen. Wenn ich den Film mit den ganzen anderen Klassikern aus der Zeit wie Apocalypse Now, Deer Hunter, Hamburger Hill und Full Metal Jacket vergleiche, bleibt Platoon knapp vor den anderen Kandidaten. Oliver Stone hat das Gefühl sich plötzlich als Soldat im Krieg zu befinden einfach am besten eingefangen.

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SoulReaver

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Bewertung10.0Herausragend

„Das ist ein guter Vietcong! - Gut, weil tot!“

Oliver Stone, der 1967/68 selber an der Front in Vietnam gekämpft hat, verarbeitet in 'Platoon' seine eigenen Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle. Stone dringt unter die Oberfläche und zeigt uns einen schonungslosen und ehrlichen Blick direkt in die Welt des Krieges. Einer der, wenn nicht sogar DER beste Anti-Kriegsfilm aller Zeiten, ausgezeichnet mit 4 Oscars und nominiert für 8.

In 'Platoon' geht es um den 19 Jährigen Studienabbrecher Chris Taylor. Er meldet sich aus Pflichtgefühl freiwillig zum Einsatz in Vietnam. Schon bald bekommt er es mit den verschiedensten Charakteren zutun und ihm wird klargemacht, dass er das falsche getan hat. Niemand lässt sich freiwillig in die Hölle versetzen und kommt ungeschoren wieder raus.

Auch hier hat der Film einiges in Sachen Schnitt (Oscar für Claire Simpson) und Kameraarbeit(Nominierung für Robert Richardson) zu bieten und macht ihn damit zu einem besonderen Filmerlebnis. Auch der Oscar prämierte Sound trägt einen riesigen Teil zur Stimmung des Films bei.

Kommen wir jetzt zu der fantastischen Schauspielerriege. Da hätten wir zuerst Charlie Sheen. Er spielt den jungen, unerfahrenen Außenseiter Chris Taylor, der sich durch den Krieg und seine eigene Welt kämpft. Er zählt die Tage und will nur nach Hause. Sheen war nie besser. Tom Berenger, Oscar nominiert, spielt den harten Sergeant Banes, der jedes Mitgefühl für andere Menschen verloren hat, oder Willem Dafoe als Sergeant Elias, ebenfalls nominiert, der sein Gesehenes durch Drogen vergessen will. Beide spielen überzeugend und bringen eine ihrer stärksten Leistungen. Dazu sind noch John McGinley, Mark Moses, Forest Whittaker und Johnny Depp in einer Minirolle zu sehen.

Oliver Stone der für 'Platoon' den Oscar für den besten Film und der beste Regie entgegen nehmen durfte, zeigt uns einen schonungslosen Blick in die grüne Hölle. Niemand von den Protagonisten ist für den Krieg. Krieg heißt Tod. Körperlicher Tod und eigener Gefühlstot. Stone zeigt, dass es nicht um das Vertreten von Werten geht. Er zeigt uns ein erschütterndes Bild eines Trupps in Vietnam. Männer die sich selber zugrunde richten, in einer Welt voller Schmerz und Tod, ohne Mitgefühl und Einsicht.

Fazit: 'Platoon' ist ein ehrlicher, erschütternder und erdrückender Blick in eine Welt, in der es nur Krieg gibt. Krieg zwischen den Ländern und dem eigenen, inneren Krieg. Doch haut Stone nun drauf oder streichelt er? Weder noch. Er nähert sich dem Thema auf seine eigene Weise und zeigt uns ein unvergessliches Meisterwerk über den Verlust der Menschlichkeit, ohne Heldentaten und ohne Patrioten.

„Wir haben nicht gegen den Feind gekämpft, wir haben gegen uns selbst gekämpft, der Feind war in uns …“

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Oceanic6

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Ich finde die These gut ;) Insgesamt grandios geschrieben, auch für mich der beste Anti-Kriegsfilm. Habe auch gerade einen Kommi zu Geboren am 4. Juli gelesen, auch da kann ich dir nur zustimmen. Jetzt wirst du wahrscheinlich wie ich das Problem haben, wie du an den dritten Film von Stones Vietnam-Trilogie kommst, "Zwischen Himmel und Hölle."


SoulReaver

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Danke :) Zwischen Himmel und Hölle kommt zurzeit ab und zu auf sky, vielleicht erwisch ich den nochmal. Habs mit dem aber eigentlich noch gar nicht so eilig...


FrankB2B

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das hier ist definitiv der wichtigste & für mich persöhnlich beste Beitrag zum Thema Kriegsfilm !
Was Regisseur "Oliver Stone's" Film Platoon mehr auszeichnet als all die anderen unzähligen Beiträge über den Krieg an sich ist der Umstand das hier dem Zuschauer eine sehr unangenhme Tatsache in ihrer ganzen Grausamkeit nahegebracht wird : "Wie sich der Mensch bei all seinem Wissen,bei all seiner geistigen Reife,bei aller an Moral erzogenen Charaktereigenschaften wie Rücksichtnahme oder Güte unter den Bedingungen von Tot & Zerstörung in eine emotionslose vom blinden Hass angetriebene Monstrosität verwandeln kann welche zu den schändlichsten Taten wie Folter,Vergewaltigung & Mord bereit ist.

Dieser Film wirft einen ganz tiefen Blick in die menschliche Psyche und zeigt auf wozu Menschen unter vollkommener Ignorierung von Respekt & Anstand gegenüber ihren Mitmenschen tatsächlich fähig sind.

Es gibt ein altes Sprichwort das da lautet : "Das Schicksal ist unendlich grausam......aber 1000x grausamer ist der Mensch"....deshalb ist dieser Film eine Art Mahnmal das verdeutlichen soll wozu unter den gezeigten Umständen des Films womöglich jeder Mensch im stande ist.

Ein heikles Thema wie der Krieg in Vietnam,äußerst schonungslos und dennoch sensibel aufbearbeitet.....Platoon ist ein Film den man kennen sollte !!!

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fkfilmkritik

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Bewertung6.5Ganz gut

Grauenhafte Darstellung vom Grauen des Krieges. Äußerst überrollend und drastisch in Szene gesetzt. "Platoon" ist schwere Kost. Dieser Film schlägt dem Zuschauer k.o. Mal sieht man sich Schiessereien und denkt sich: "Geile Effekte !" Hier sieht man sich Schiessereien an und denkt: "Heftig !" Wirklich äußerst bedrückend und man spürt von Anfang bis Ende die Angst der Protagonisten vor dem Tod. Die Angst vor Schmerz und die Angst wenn man getroffen ist. Stone führt uns in die Tiefen des Dschungels und zeigt uns fiese Szenen, die oftmals unter die Haut gehen. Wirklich bedrückend und nichts für schwache Nerven. Besonders atmosphärisch gestaltet sind die Voice-Overs von Charlie Sheen. Dessen Figur es auch nicht an Tiefgang mangelt.

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Mr.Film

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zu Anfang muss ich sagen das ich kein großer (Anti)Kriegsfilm-Fan bin, deswegen habe ich hier nicht wirklich viel erwartet. Doch was da auf mich zu kam überfuhr mich wie ein Zug in voller Fahrt, die gewaltigen Bilder und dieser verdammte Score haben mich eiskalt erwischt.
Keine spektakulären Kämpfe und doch sind sie verdammt mitreißend, mein Herz pochte immer wieder und ich sah gespannt auf den Bildschirm um mit anzusehen wer nun von den sympathischen Darstellern das zeitliche segnen muss.

[".. aber die meisten haben überhaupt nichts, sie sind arm, sie sind diejenigen von denen keiner was wissen will. Trotzdem kämpfen sie für unsere Gesellschaft, kämpfen für unsere Freiheit..."]

Der Cast ist ja sowieso eine Wucht: Tom Berenger, Willem Dafoe, Forest Whitaker, John C. McGinley(Dr. Cox), Johnny Depp(nicht wiederzuerkennen) und viele mehr. Und natürlich Charlie Sheen. Unser cooler Onkel Charlie mal ganz anderst. Mein Gott war das ein toller Schauspieler. Zu Anfang ist er der Neuling in US-Infanterie, doch er entwickelt sich immer mehr und am Ende erkennt man ihn nicht wieder. Aber auch jeder andere Darsteller kann sich sehr gut mit seiner Rolle identifizieren und jeder zeigt eine unglaubliche Leistung.

["Ausreden sind wie Arschlöcher, Taylor. Jeder besitzt sowas."]

Würde es nach "Platoon" gehen, würde das Wort 'Verherrlichung' nicht im Duden existieren, hier wird alles so dargestellt wie es anscheinend auch im Vietnamkrieg war, dreckige Bilder und raue Dialoge zeigen das es sicherlich kein Spaß war.
Brutal ist der Film nicht. Brutal will der Film auch gar nicht sein. Das braucht der Film auch nicht um zu zeigen wie hart so ein Krieg ist, das kann "Platoon" auf ganz andere Weisen toll inszenieren. Es wird auch nicht nur auf die Gewalt gesetzt die man sehen kann, es wird auch auf die psychischen Probleme eingegangen die die Soldaten mit sich tragen.

["Politik Mann! Alles nur Politik!"]

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Andy Dufresne

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sauguter Kommentar!


Mr.Film

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Danke!


Punsha

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Bewertung9.0Herausragend

So, gleich für euch etwas höchst Diskutables:
Platoon hat sich am heutigen Abend für mich auf Platz eins meiner liebsten Kriegsfilme vor (!) Full Metal Jacket und Apocalypse Now geschoben.
Die tiefe Tragik, der Soundtrack und der deutliche Konflikt gegen sich selbst haben es mir einfach angetan. Ungewöhnlicherweise wird uns bei Platoon die Verliererseite des Krieges, sowie ihr kämpferisches und vor allem menschliches Versagen hervorragend offen gelegt. Charlie Sheen überrascht und überzeugt, genau wie der Rest vom größtenteils prominenten Cast.
Ein Film, der mich und wohl viele andere Zuschauer genau da trifft, wo es weh tut und mir deshalb noch sehr lang in Erinnerung bleiben wird.

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Filmsuechtiger

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Ist auch wirklich nicht böse gemeint, diese Floskel sehe ich allerdings in letzter Zeit bei jedem zweiten Kommentar. Vor allem Komm und sieh! (aber nicht die dt. DVD, die ist verstümmelt) und Feuer im Grasland sind sehr empfehlenswert, beide ganz anders als amerikanische Antikriegsfilme.


seven

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Ja, hätte man sicher besser ausdrücken können. Ich meinte damit, dass für mich aus den bisherigen Filmen dieser Art, die ich sehen durfte, Platoon für mich persönlich heraussticht.
Gut, dann werde ich mir Komm und sieh! und Feuer im Grasland auf meine Merkliste setzen:-)


Isolation

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Bewertung7.0Sehenswert

"Platoon" wirkte auf mich schon immer überladen, zu oberflächlich und hat mich zu wenig bewegt. Oft wird er als Antikriegsfilm bezeichnet, für mich ist er nur ein "Kriegsfilm". Es ist die Hölle für einen jungen Soldaten, die Erkennung des Grauens, doch sind die Figuren für mich zu überzeichnet, die Schicksale der vietnamesischen Soldaten werden fast vollkommen ausgeblendet. Niemals erreicht man Intensität oder die Hinterfragung eines "Apocalypse Now". Die Ansätze sind vorhanden, einige harte und schockierende Szenen sind dabei, doch sie haben mich niemals so entsetzt, so mitgerissen, wie sie es eigentlich sollten.
Für mich gibt es durchweg bessere Alternativen. Aber schlecht ist "Platoon" nicht und zeigt einen grandiosen Willem Dafoe und Tom Berenger. Nur erscheint er mir in seinen Grundzügen zu überfordert.

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Isolation

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Richtig, die zweite Hälfte empfand ich auch als eher schwach und uninteressant.


el benko

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well well


greenlight

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Bewertung5.5Geht so

Obwohl ich auch an Full Metal Jacket denken musste, will ich hier keinen Vergleich machen. Der Film hat eigentlich gut angefangen, bis sich die Fronten bilden. Die zwei Rudelsführer buhlen um die Gunst des Neulings, der natürlich dazwischen fällt (offensichtlicher kann man das ja auch kaum zeigen: Taylors voice-over am Schluss). Das angestrengt aufgebaute Chaos zu Beginn löst sich plötzlich in Luft auf.
Gut und Böse wird sichtbar verteilt, dies besonders arg in der Szene im vietnamesischen Dorf, und das Pathos wird irgendwann unerträglich. Die Ideologie überlebt die Realität des brutalen Kriegsschauplatzes natürlich nicht, wird in einer episch choreografierten Szene hingerichtet, und die bislang spannendste Figur des Willem Dafoe wird zu einer Art Märtyrer der kritischen Seite (von Anfang an in die Unterwelt verbannt - oh ja, die subversive Kraft, die unterdrückt werden muss...). Spätestens dann, als der Todgeweihte mit erhobenen Armen über das Feld rennt, entlarvt sich diese vom Film aufgebaute Dualität von Ideologie und, wie sich später herausstellt, Wirklichkeit selbst als unglaubwürdig, auch wenn Taylor sich nicht für eine Seite entscheidet. Und genau hier kam mir Full Metal Jacket in den Sinn: Taylor ist die Ramboversion Jokers, eine Art Pastiche seiner Figur. Denn Taylor kommt als unbeschriebenes Blatt an (will freiwillig einen Beitrag leisten), verinnerlicht beide Rollen der "Väter" ohne grosse Reflektion und überlebt mit dieser unbewussten Ambivalenz seinen Einsatz. So bleibt seine Figur leider etwas in der Leere hängen. Etwas weniger von dem allegorischen Dualismus hätte dem Film bestimmt nicht geschadet, denn mit seiner Grundidee zielt er in eine interessante Richtung.

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KlausK

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Ich kritisierte an diesem Film höchstens, dass Ideologie und Wirklichkeit so stark an eine Figur gekoppelt werden, was die Konzepte im Verlauf der Handlung fixiert und dualistisch voneinander trennt-> welche ideologie? kommunismus? kapitalismus? krieg, anti-krieg? welche ideologie hat der film oder will er transportieren, deiner meinung nach? welches sind die konzepte und wie können die fixiert, dann aber wieder dualistisch getrennt sein? weil taylor an die front kommt, vollgeladen mit idealen aus büchern und opas erzählungen und dann durch "body bags" simple abgeschreckt wird, was man sich auch als mittzwanziger student an einem finger abzählen kann? huiii, wie brachial auf die 12 DER erkenntnisgewinn? für mich is das ne phrasale bewertung. nicht greifbar. naja, ob der anti-ami is oder sein soll...keine ahnung. man könnte bspw. annehmen, dass er rückblickend sagt, was für ne tolle truppe die army is, aber mal wieder in den falschen krieg geschickt wurde. plus...die hinterhältigen vietcongs...besterds... macht wohl jede kriegsnation so...


KlausK

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ach so, ja...wo ist das pathos? auf wen? gut, böse? kommi, ami? auf den krieg, wie geil?


brasco91

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Viel zu sagen bzw schreiben gibt es nicht. Ist eindeutig der beste Kriegsfilm aller Zeiten vor "Der Soldat James Ryan".
Man bedenke auch dass der Film in den 80er gedreht wurde und gut besetzt ist.
Willem Defoe spielt seine Rolle herrausragend.

Eine glatte 10 von 10.

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hoffman587

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Ich würde eher sagen Apocalypse Now ist der beste Kriegsfilm, also wäre das dann doch nicht so eindeutig;)


brasco91

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Geschmackssache. Mir gefällt Platoon doch ein kleines bisschen mehr. Aber "Apocalypse now" ist unter meinen Top 3 keine Frage.


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